Serendipity (2): Hinter den Kulissen

Im zweiten Teil unserer Serie zur Blog-Software Serendipity geht es heute hinter die Kulissen. Wir schauen uns den Adminbereich an, der hier „Verwaltungsoberfläche“ heißt. Hier nimmt man alle wichtigen Einstellungen vor und es werden einige interessante Unterschiede im Vergleich zu WordPress deutlich.


Screenshot: Erster Beitrag mit Serendipity
Neues Blogposting mit Serendipity erstellen.

Die Verwaltung – Ein erster Rundumblick

Serienlogo SerendipityDas „Backend“ nennt sich bei S9y „Verwaltungsoberfläche“. Im Gegensatz zu WordPress findet sich hier ein vertikales Menü ohne zweite Ebene. Dazu muss ich vorausschicken, dass es der Ansatz von S9y ist, mit einer recht einfachen Grundkonfiguration zu beginnen und viele Funktionen erst per Plugin nachzurüsten, da dies „Spartacus“ so einfach macht – mehr dazu im nächsten Teil. Damit macht man es auch dem/der EinsteigerIn leicht, denn die Menüleiste ist klar strukturiert und mit Begriffen wie „Neuer Eintrag“ habe ich zu Beginn meines Bloggerlebens innerhalb von ein paar Minuten meinen ersten Testeintrag geschrieben.

Gemäß dieser Philosophie sind auch etliche Grundfunktionen von Serendipity von Start weg als Plugin dabei.

Screenshot: Seitenleiste der Verwaltungsoberfläche von SerendipityFangen wir aber nochmals von vorne an. Als Hauptmenüpunkte finden sich „Startseite“, „Eigene Einstellungen“, „Einträge“, „Mediendatenbank“ (der ich ein eigenes Kapitel widme), „Aussehen“, „Administration“, „Zurück zum Blog“ und „Abmelden“. In ein paar möchte ich jetzt ein bisschen tiefer eintauchen.

Startseite

Auf der Startseite findet sich außer ein paar Links zu S9y-spezifischen Websites nur eine leere Fläche. Mittels Plugins kann man diese auch für die Benachrichtigung von weiteren AutorInnen, für Notizen an sich selbst, zur Einbindung von RSS Feeds, etc. nutzen. Neuerdings stellt ein Plugin auch eine (von WordPress bekannte) Dashboardähnliche Ansicht zur Verfügung, auf der man alle noch zu bearbeitenden Einträge, neue Kommentare und einiges mehr auf einen Blick ersehen kann.

Eigene Einstellungen

Hier kann jedeR AutorIn (sofern der/die AdministratorIn es erlaubt) sein/ihr Passwort ändern, den WYSIWYG-Editor und Benachrichtigungen ein- oder ausschalten und noch einiges mehr. Auch für die eigenen Einträge/Artikel kann man per default festlegen, ob etwaige Kommentare erlaubt sind und ob diese moderiert werden sollen.

Einträge

Wohl das Herzstück der Blogverwaltung. Dass man neue Einträge erstellen und frühere verwalten kann, dürfte wohl klar sein. Hier findet sich auch die Verwaltung der Kategorien und auch etwaiger Kommentare zu einzelnen Beiträgen. Plugins können diese Liste in der Navigation noch erweitern, sodass spezifischere Funktionen wie Linklisten, ein Downloadmanager, eine FAQ-Seite (siehe einfaches Beispiel in meinem Blog) etc. hinzukommen können.

Aussehen

Hier können Styles und Plugins ausgewählt werden. Mehr dazu morgen.

Administration

Die Schaltzentrale des Admins. Möchte man auf eine andere Datenbank umschalten, wird das hier gemacht. Auch Permalinks lassen sich ganz individuell festlegen. Mittels Variablen zur ID, Titel, Tag, Monat und Jahr eines Beitrags kann jedeR seine eigene Linkstruktur für Links zu Einträgen erstellen. Aber auch Pfade zu den Kommentaren, zu RSS Feeds, zur Administration, zur Suche und noch einiges mehr sind nicht fix definiert, sondern obliegen dem Geschmack des Admins. URL-Rewriting lässt sich ebenso in der Verwaltungsoberfläche aktivieren, die .htaccess Datei wird entsprechend (wenn notwendig) beschrieben.

Und morgen…

…begegnen wir Spartacus. Der ist ziemlich mächtig und versorgt Serendipity mit neuen Fähigkeiten. Über Spartacus werden Plugins nämlich sehr bequem installiert.

Alle Teile auf einen Blick

Über den Autor

Robert Lender schreibt in seinem „Nur ein Blog“ über unterschiedlichste Themen – von Mobiler Kommunikation, Heinz Conrads bis hin zu Web und Blogging. Sein Lieblingsthema ist aber der Einsatz von Serendipity/S9y für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke und Ideen. Als engagierter „Serendipity Evangelist“ bietet er auch WebPläusche zu Serendipity an. Der WebPlausch ist Roberts Idee, niedrigschwellig Wissen weiter zu vermitteln und mit anderen zu teilen.

Artikel vom 26. August 2008