Serendipity (5): Hilfe für den Ein- und Umstieg

Zum Abschluss der Serie noch einige Tipps für weiterführende Informationen. Denn zu Serendipity gibt es eine rege und freundliche deutschsprachige Community, ein ausführliches Buch und viele hilfreiche Quellen im Internet.

Die S9y Community

Serienlogo SerendipityDie Verbreitung von Serendipity ist noch relativ klein. Vertraut man einigen Blogdiensten, so dürfte Serendipity nach WordPress (zumindest im deutschsprachigen Raum) aber die meistverbreitete Blogengine sein. Die Größe erlaubt es aber auch, dass sich viele der S9y-AktivistInnen kennen, absprechen und gemeinsame Projekte hochziehen.

Im S9y-Forum besteht auch eine hochaktive deutschsprachige BenutzerInnengruppe. Ich selbst bin dort damals als „Newbie“ freundlichst aufgenommen worden – keine Frage war den Anwesenden zu dumm oder zu oft gestellt. Das war einer der Gründe, warum ich S9y gewählt habe.

Auch Wünsche nach neuen Plugins oder Änderungen werden zumindest besprochen und oft auch erfüllt.

Anleitung

Cover: Serendipity-Buch von Garvin HickingAuf www.s9y.org finden sich neben den vielen verstreuten Tipps im Forum einige Anleitungstexte. Bisher waren diese aber nicht lückenlos. Mit Sommer 2008 hat Garvin Hicking (einer der Hauptbetreuer von S9y) ein 700 Seiten dickes Handbuch Serendipity veröffentlicht, das die meisten Fragen von EinsteigerInnen und auch Fortgeschrittenen beantwortet. Auf Deutsch ist es bei Open Source Press erschienen.

Weiters steht auch mein „Fragmentarisches Quer durch das Web Serendipity/S9y Online Handbuch“ jedem/jeder zur Verfügung. Es ist eine immer wieder aktualisierte Linkliste zu Blogbeiträgen rund um Serendipity.

Ich bin überzeugt – wie zu S9y wechseln?

Dazu gibt es mehrere Wege. Ähnlich wie das bekannte wordpress.com bietet www.supersized.org eine Online-Möglichkeit, ein eigenes S9y-Blog zu betreiben. Etliche Webspace-Provider bieten Installationsroutinen, die auch Serendipity mitumfassen. Oder man lädt von s9y.org die entsprechenden Dateien und installiert S9y „per Hand“. Wie im ersten Teil beschrieben, sollte das in den meisten Fällen kein Problem bereiten. Von anderer Websoftware zu wechseln ist keine unüberwindliche Hürde. Von Movable Type, b2evolution, phpBB bis hin zu WordPress gibt es entsprechende Importfunktionen. Sollte nichts helfen, können auch „simple“ RSS Feeds als Beiträge importiert werden.

Auch Serendipity braucht Unterstützung

Serendipity ist ein Projekt von vielen freiwilligen HelferInnen. Von diesen kann es nie zuviele geben. Wer immer gerne an der Software mitprogrammieren will, ein Plugin erstellen möchte, das Online-Manual vervollständigen kann oder im Supportforum mithelfen möchte, der/die ist herzlich willkommen. Bei Serendipity haben EntwicklerInnen noch die Chance, mit einem guten Plugin (oder einer Pluginverbesserung) Furore zu machen :-)

Garvin Hicking, Chefenwickler von S9y, hat für die kommende Version 1.4 zu einem Brainstorming für neue Ideen und Ansätze aufgerufen. Dieser partizipatorische Ansatz von S9y und seinen Entwicklern ist noch ein Pluspunkt in meiner Pro-Liste für S9y.

Zum Schluss

Ich schreibe oft bei der Frage welche Blogengine die Beste ist: „Seien wir froh, dass wir noch die Wahl haben“. Serendipity ist ein leicht zu installierendes Blog mit vielen Funktionalitäten, dem genialen Spartacus-Plugin, einfachem Update, einer deutschsprachigen Community und – möge es so bleiben – wenigen Sicherheitsproblemen (über die letzen Jahre betrachtet).

Daher kann ich nur anregen, Serendipity einfach mal auszuprobieren, ob es einem doch besser passt als manch andere Blogengine. Wer Fragen hat, kann diese gerne hier in den Kommentaren stellen oder mir eine Mail an robert@robertlender.info schicken. Soweit mir möglich, beantworte ich gerne jede Anfrage.

Alle Teile auf einen Blick

Über den Autor

Robert Lender schreibt in seinem „Nur ein Blog“ über unterschiedlichste Themen – von Mobiler Kommunikation, Heinz Conrads bis hin zu Web und Blogging. Sein Lieblingsthema ist aber der Einsatz von Serendipity/S9y für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke und Ideen. Als engagierter „Serendipity Evangelist“ bietet er auch WebPläusche zu Serendipity an. Der WebPlausch ist Roberts Idee, niedrigschwellig Wissen weiter zu vermitteln und mit anderen zu teilen.

Artikel vom 29. August 2008