Sweetcron: Mehr über die neue Plattform für Selbstbau-Lifestreams (Update)

Mit Sweetcron kann demnächst jeder seinen eigenen Lifestream starten, ohne auf Dienste wie FriendFeed angewiesen zu sein. Sweetcron ist somit praktisch für Lifestreams, was WordPress für Blogs ist. Man bekommt damit letztlich eine Seite, auf der man alle seine Aktivitäten im Web gesammelt zeigen kann, ohne diese Seite manuell zu aktualisieren. Alle Inhalte laufen automatisch ein. Yongfook, der Macher hinter Sweetcron, zeigt jetzt in einem YouTube-Video erstmals, wie der Adminbereich aussieht.

Wie eine Sweetcron-Seite aussehen kann, sieht man übrigens auf Yongfooks eigener Seite. Twitter-Meldungen, Fotos, Videos und mehr: Alles wird in einem schicken Design zusammengefasst. Und schick, schlank und modern geht es offensichtlich auch im Adminbereich zu, wie man in dem Video sehen kann.

Yongfook betont, dass Sweetcron eine Software ist, die man auf dem eigenen Webspace oder dem eigenen Server betreibt – ganz so wie man es mit einer Blog-Software auch tun kann. Er zeigt in dem Video unter anderem, wie man Feeds hinzufügt – die zentrale Funktion eines Lifestreams. Als Beispiele nennt er Digg, Vimeo, Flickr, Twitter und YouTube und fügt die entsprechenden Adressen hinzu.

Unter dem Punkt „Items“ sieht man, welche Inhalte über die Feeds hereinkommen. Diese „Item Objects“ merken sich dabei alle Informationen, die sie mit dem ursprünglichen RSS-Feed mitbekommen haben, und enthalten zusätzliche Daten. Beispiel: Bei Vimeo enthält der ursprüngliche RSS-Feed nicht den Quellcode, um das Video in die Website einzubetten. Sweetcron kann diesen Code aber anhand der Daten aus dem RSS-Feed selbst erzeugen. Für YouTube funktioniert das beispielsweise ebenso. Gelöst wird das über Plugins und die passende Schnittstelle steht allen zur Verfügung. Jeder kann also Sweetcron bei weiteren Seiten beibringen, wie die Daten aus dem RSS-Feed zu verwenden sind, damit auf der Website alles wie gewünscht dargestellt wird. Basis-Infos wie Bilder oder Schlagwörter versteht Sweetcron aber offenbar von Haus aus. Nur bei spezielleren Aufgaben sind Plugins notwendig.

Schlagwörter kann man beispielsweise auch nutzen, um im Adminbereich selbst Inhalte wiederzufinden. Daneben gibt es eine klassische Suche. Eine andere interessante Funktion: Wenn es Inhalte gibt, die man nicht öffentlich zeigen will, kann man sie mit einem Klick auf „privat“ stellen – und auch wieder zurück.

Das Design des eigenen Lifestreams soll man frei anpassen können. Es muss also nicht so aussehen, wie bei Yongfook selbst. Wer mag, kann es sicherlich ähnlich wie ein klassisches Blog aussehen lassen oder auch wie FriendFeed – wobei ich nicht wüsste, warum man seine eigene Seite so hässlich machen sollte ;-) Yongfook verspricht im Video, dass die Layout-Anpassung sehr einfach sein soll. Er vergleicht es an dem Punkt mit WordPress. So soll man die Items beispielsweise anhand ihres Inhalts unterschiedlich stylen können, was man auf Yongfooks Seite bereits sieht.

Interessant ist übrigens auch Yongfook selbst. Er lebt und arbeitet in Tokyo, ist aber eigentlich zur Hälfte Chinese und zur Hälfte Brite. Mehr über ihn gibt es auf dieser Seite.

Fazit

Sweetcron ist ein spannendes Projekt und der Adminbereich macht einen schlanken, schicken und gut bedienbaren Eindruck. Wer seinen Lifestream gern auf der eigenen Website darstellen will, hat damit bald die passende Software zur Hand. Und für manchen dürfte das zum Ersatz fürs eigene Blog werden.

Update

Yongfook hat ein zweites Video hochgeladen und zeigt darin u.a., wie man ergänzend zu den Inhalten aus den Feeds eigene Posts veröffentlicht. Weiteres Detail: Inhalte können dauerhaft aus dem Lifestream gelöscht werden – sie tauchen dann auch zukünftig nicht wieder auf. Zudem zeigt er die Seite mit den Optionen und kündigt an, dass er zwei Standards-Layout mitliefern möchte: Das eine soll so ähnlich wie seine eigene Seite aussehen, das andere hingegen puristisch sein, um daraus eine eigene Optik entwicklen zu können.

Artikel vom 24. August 2008