Einfach bloggen? Hier sind drei Dienste dafür

Als es am Montag um Alternativen zu WordPress ging, wurden in den Kommentaren zu Recht auch entsprechende Online-Services genannt. Nicht jeder will gleich eine Domain registrieren, eine Blogsoftware installieren und selbst auf dem neuesten Stand halten. Es geht viel einfacher, sogar wenn man ein WordPress-Blog haben will. Drei Dienste möchte ich hier gern vorstellen. Es gibt natürlich viele mehr. Eure Hinweise dazu sind in den Kommentaren wie immer sehr willkommen. Spitze wäre eine Begründung, warum Ihr einen Dienst empfehlt. Sehr freuen würde ich mich auch über Eure Meinungen und Erfahrungen mit den drei Diensten, die ich hier hervorhebe. Und, pssst…: Ihr könnt auch wieder Eigenwerbung machen.

Posterous

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Der Dienst Posterous hat sich nach meiner Wahrnehmung sehr schnell verbreitet – zumindest in der Szene jener Leute, die irgendwie immer dabei sind, wenn es einen coolen neuen Service auszuprobieren gibt.

Was macht Posterous besonders? Aus meiner Sicht sind es zwei Dinge:

  • 1. Das Veröffentlichen ist extrem simpel. Wer mag, schickt seine Sachen einfach per E-Mail. Der Betreff ist dann die Überschrift des Beitrags und der Inhalt der Mail samt Anhängen wird zum Inhalt des Beitrags. Selbst die Anmeldung funktioniert per E-Mail. Man schreibt einfach an post@posterous.com und schon wird ein neues Blog angelegt und die E-Mail als erstes Posting veröffentlicht. Natürlich kann man im Nachhinein trotzdem einen Account anlegen und einige weitere Einstellungen vornehmen.
  • 2. Posterous ist der Inhalte-Verteiler fürs Web 2.0. Denn was man per Mail zu Posterous schickt (oder über die sehr simple Weboberfläche veröffentlicht), kann man automatisch an diverse Dienste verteilen lassen – an Twitter, an Social Networks wie Facebook, an Fotoportale wie Flickr, Videoportale wie Vimeo oder YouTube… Die Liste ist bereits jetzt sehr lang. Auf diese Weise hat man einerseits seine Inhalte an einer Stelle gesammelt und sie andererseits überall dorthin verteilt, wo das Leben im Netz ist. Das ist aus meiner Sicht sogar für Firmen und Institutionen interessant.

Posterous ist von der Oberfläche her simpel, aber von den Möglichkeiten her schon heute recht vielfältig. Auf t3n hat Nicole Dornseif dazu einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Darin beschreibt sie auch die Möglichkeit, Fundstücke aus dem Netz recht schnell bei Posterous zu veröffentlichen. Ein Nachteil von Posterous wird für manche sicher sein, dass man das Layout derzeit nicht ändern kann. Und inzwischen kann man auch das Layout ändern! Vom vorgefertigten Theme bis zur Eigenkomposition ist offenbar alles möglich. Werde ich mir bei nächster Gelegenheit anschauen.

Tumblr

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Tumblr ist schon eine ganze Weile dabei und immer noch lebendig – nicht selbstverständlich in der schnelllebigen Web-2.0-Szene. Zwei Dinge zeichnen Tumblr aus:

  • 1. Eine simple Oberfläche, die Bezug auf den Inhalt nimmt, den man veröffentlichen möchte. Ist es ein Link? Ein Foto? Ein Film? Man wählt es aus und bekommt ein entsprechendes, sehr reduziertes Eingabeformular. Die zahlreich verfügbaren Designs stylen die Inhalte dann entsprechend – sehr schick.
  • 2. Während Posterous Inhalte ins Netz schiebt, liegt eine von Tumblrs Stärken darin, sie sich von diversen Stellen zu holen, in dem man RSS-Feeds einbindet . So können alle neuen Flickr-Fotos hier landen, alle bei YouTube als Favorit gekennzeichneten Videos, alle bei Delicious abgespeicherten Links usw.

Ich habe Tumblr lange nicht ausprobiert. Mir persönlich fehlte da immer die Vernetzung mit den Lesern und anderen Blogs. Ich habe es eher als sehr schnelles und simples Sammelblog angesehen. Wie ich nun gesehen habe, funktioniert hier ebenfalls das Posten per E-Mail und auch hier gibt es eine Möglichkeit, Fundstücke aus dem Netz mit wenigen Klicks im eigenen „Tumblelog“ zu veröffentlichen.

WordPress.com

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Wer ein WordPress-Blog haben möchte, sich aber vor dem Aufwand scheut, es selbst zu installieren und aktuell zu halten, ist bei WordPress.com gut aufgehoben. Hier ist alles für einen vorbereitet und die neuesten Sicherheitsupdates sind hier natürlich so schnell wie sonst nirgends wirksam – ohne dass man dafür einen Finger rühren müsste.

Im Gegenzug hat man einige Freiheiten nicht, die ein selbst installiertes WordPress bietet. Aber inwiefern man sich dadurch eingeschränkt fühlt, kann jeder selbst für sich herausfinden. Und schließlich kann man immer noch auf ein selbst verwaltetes WordPress-Blog wechseln.

Inwiefern WordPress noch schnell und simpel ist, ist hier und da umstritten. Unstrittig ist aber, dass wir es hier mit der aktuellen Nr.1 in Sachen digitales Publizieren zu tun haben.

Eure Hinweise, Anmerkungen, Erfahrungen, Blogs?

Wie oben schon erwähnt: Ich freue mich über Eure Hinweise, Anmerkungen und Erfahrungen. Welche anderen Dienste würdet Ihr empfehlen, mit denen man sehr schnell ein Blog starten kann, das leicht zu bedienen ist und dabei aber doch viele nützliche Funktionen mitbringt? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Posterous, Tumblr und WordPress.com gemacht? Wäre klasse, wenn Ihr das mit den anderen UPLOAD-Lesern teilt.

Und in Sachen Eigenwerbung: Wenn Ihr ein Blog bei einem solchen Dienst habt, dann verlinkt es gern in Eurem Kommentar. Sollte der Kommentar nicht erscheinen, sagt mir bitte unter jan@upload-magazin.de bescheid.

Artikel vom 16. September 2009