WordPress plus Podcast mit Podpress

Serie: WordPress plus...Podcasts und Blogs sind oft zwei Welten, die gern mal aufeinander prallen. Nicht immer ist es für einen Podcaster leicht, sein Werk auch in seinem Blog richtig zu präsentieren. Bei vielen Bloghostern gibt es dafür eigene Tools, doch für alle WordPress-User bleibt die Auswahl gering. Die wohl bekannteste Lösung heißt Podpress und ist ein WordPress-Plugin. Mit diesem Plugin werden gleich mehrere Probleme des Podcastings auf einmal gelöst. Aber es kommen auch ein paar neue hinzu…

Der nunmehr integrierte Player kann optisch an die Blogoberfläche angepasst werden. Somit ist das Anhören des Podcasts im Blog ermöglicht und umständliche Download-Links zu Podcast-Portalen oder -hostern entfallen. Auch der direkte Download der produzierten Podcasts ist möglich und die Einstellungen des Plugins in WordPress sind allemal einfach und verständlich. In den neusten Versionen bietet Podpress nun auch die Unterstützung für andere Audio- und Videoformate an, so dass es recht universell einsetzbar ist.

Screenshot: Optionen bei Podpress

Zusätzlich zu den Möglichkeiten des Podcasts direkt im Blog, bietet Podpress noch zwei weitere wichtige Aspekte: Es wird ein Feed generiert der Itunes kompatibel ist, aber auch von anderen Podcast-Portalen aufgenommen werden kann (Podcast Alley, Yahoo Podcasts, Podcast Ready…). Dies ist für eine optimale Verbreitung eines Podcasts durchaus wichtig. Diverse Einstellungsmöglichkeiten und Zusatzinformationen machen so einen multimedialen Feed.

Leider ist dies gleichzeitig aber auch eine der Schwachstellen dieses Plugins. Die Berichte über verstümmelte oder ganz verschwundene Feeds im Zusammenhang mit Podpress tragen allgemein nicht zur Vertrauensbildung bei. Gerade bei neueren Versionen (derzeit aktuell ist die Version 8.2) im Zusammenspiel mit WordPress 2.2 gibt es oftmals Klagen über Fehlfunktionen beim Player oder in der Feedgenerierung. Ich selbst nutze auch lieber eine etwas ältere Podpressversion (Version 7.7.), bei der ich mit Sicherheit weiß, dass sie auf meinem Blog einwandfrei funktioniert. Das Rätseln über die Ursachen ist vielfältig, die Abstände der neuen Relases verringert sich zunehmend.

Screenshot: Statistiken mit Podpress

Ein weiteres Feature von Podpress ist die Statistik-Funktion für die Podcasts. Fast jeder Podcaster hatte bislang seine Mühe, die einzelnen Abrufe, Downloads etc. für seine Podcasts zu ermitteln. Podpress bietet hierbei eine recht aussagekräftige Statistik an, über die Zuverlässigkeit der Zahlen gibt es allerdings bislang keine Erhebungen. Zu jedem Podcast ist nun einzusehen, wie oft er über die Feeds abgeruifen wurde, wieviel User den Player benutzt haben oder wie oft der Podcast heruntergeladen wurde. Es ergibt sich eine kleine Statistik, anhand derer man auch die beliebtesten Podcasts und Podcasthemen ermitteln kann.

Doch auch hier gibt es einen Schatten. In vielen Anleitungen zum Installieren des Plugins wird darauf verwiesen, diese Statistikfunktion ggf. zu deaktivieren. Gerade bei den neueren Versionen gibt es einen etwas seltsamen Zusammenhang zwischen der Abspielbarkeit des Podcasts im Player und der Aktivierung der Statistik. Wer dort also Probleme hat, ist gut beraten, diese Funktion vorübergehend zu deaktivieren.

Apropos Deaktivierung. So seltsam und unprofessionell es auch anmuten mag: Bei Problemen mit Podpress hilft oftmals eine kurze Deaktivierung des Plugins . Nach der Reaktivierung läuft es dann meist einwandfrei. Geheimnisse der modernen Programmierung…

Fazit: Podpress ist sicherlich eine der bekanntesten Lösungen für den Podcast im eigenen Blog. Um so komplexer die Möglichkeiten und Einsatzgebiete werden, desto anfälliger werden aber erfahrungsgemäß die Plugins bei WordPress. Vieles ist noch verbesserungswürdig und mancher Fehler muss noch ausgemerzt werden, dennoch bleibt Podpress für mich erste Wahl, was mich als Podcaster betrifft.

Übrigens: Dieser Artikel gehört zur Serie „WordPress plus…“

Über den Autor

„Bloggen und Podcasten, das ist Entertainment und Infotainment aus Leidenschaft“, sagt Uwe Werner über sich selbst. Mit über sechzig Podcasts und zwei Jahren Blogerfahrung versucht er die Onlinewelt aus seiner Sicht zu erklären.
Sein Blog: http://teddykrieger.blog.de

Artikel vom 21. Juni 2007