Lebenszyklus eines Weblogs

Ein Beitrag von: Jan Tißler



Weblogs entstehen und vergehen immerzu. Ein einziges Durcheinander von Starten, Beenden und Vergessen. Wird ein größeres Blog geschlossen oder eingestellt, wird das Ende der Blogosphäre ausgerufen. Dabei ist das Sterben eines Blogs so normal wie seine Geburt – und sogar noch einfacher. Es gibt fünf Phasen des Bloggens. In welcher bist Du?

1. Annäherung

Du stößt auf Blogs. Erst weißt Du nicht, was das ist. Es wird offenbar viel geschrieben und diskutiert und verlinkt. Alles ist voller seltsamer Begriffe. Was ist eine Blogroll? Was passiert bei einem Pingback? Ist ein Alpha-Blogger ein Anfänger? Irgendwie schon faszinierend, findest Du. Hättest Du nicht auch viel mitzuteilen? Und manche machen sogar Geld damit. Toll. Gleichgesinnte treffen, sich selbst verwirklichen und Spaß haben – klingt gut.

2. Euphorie

Du willst unbedingt mitmachen. Du startest ein eigenes Blog. Eine spannende Welt tut sich für Dich auf. Du lernst neue Leute kennen, Du veröffentlichst interessante Dinge und wenn alles klar geht, könntest Du sogar berühmt werden oder zumindest Geld verdienen mit Deinem Blog. Das Bloggen ist schön! Du schreibst wie ein Wilder. Du liest bei anderen, kommentierst. Du machst alles richtig und bist mittendrin. Die Pläne für Dein Blog werden immer größer.

3. Ernüchterung

Du hast festgestellt, dass es auch unter Bloggern Typen gibt, mit denen Du nichts zu tun haben willst. Kommentare? Leider noch immer Mangelware. Interessiert sich denn wirklich niemand für Dich? Es sieht so aus. Du bist ein Blogger unter Millionen, in einem Univserum voller Informationen verloren. Ein einsames Licht. Natürlich hast Du interessante Leute kennen gelernt, aber die kannst Du über Skype oder ICQ genau so kontaktieren. Aber bloggen…? Es fällt einem ja auch nicht immer was ein. Du lässt es einen Tag bleiben. Dann mehrere Tage. Bald stellst Du fest, dass Dein letzter Beitrag einige Wochen her ist.

4. Gleichgültigkeit

Bloggen? Es gibt wichtigere Dinge im Leben. So vieles ist dort draußen zu entdecken und man muss nicht alles im Netz veröffentlichen. Freunde kann man auch persönlich treffen und seitdem Du weiß, was Alpha-Blogger sind, ist Dir erst Recht die Lust vergangen. Alles eingebildete Fatzkes. Pöh. Sowas brauchst Du wirklich nicht.

5. Sucht

Solltest Du nach Schritt 4 nicht komplett aufgehört haben, hat es Dich gepackt. Eines Tages hast Du vielleicht einen Blick auf Dein Blog geworfen und festgestellt: So eine klitzekleine Kleinigkeit könnte man doch wieder schreiben. Nur mal so. Man muss ja nicht.

Innerhalb kürzester Zeit bist Du wieder voll dabei. Und Du stellst fest: Man braucht am Anfang einfach ein bisschen Durchhaltevermögen. Wenn der Reiz des Neuen verflogen ist… Na, das kennst Du ja aus anderen Bereichen des Lebens. Erst schwer verliebt, dann nicht mehr so sehr und dann entscheidet sich, was wirklich daraus wird. Hast Du das überwunden, ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Oder gar die große Liebe?

Jetzt geht’s erst richtig los.

 


Dir hat der Artikel gefallen? Dann kannst Du ihn hier auf Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Oder sag Dankeschön per Flattr:

Was ist Flattr?


Dranbleiben? Nichts verpassen? Ganz einfach per...
RSS-Feed, Twitter oder Facebook.


Schlagwörter:
,

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 14. Mai 2008 um 06:00 Uhr veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

 


Werbung


 

53 Reaktionen zu “Lebenszyklus eines Weblogs”


XiongShui
schrieb am 14. Mai 2008 um 08:12 Uhr:

Ob “Sucht” die richtige Bezeichnung für Phase 5 ist, wage ich zu bezweifeln.

Eher sehe ich einen anderen Ablauf: Nachdem die Ernüchterung eingetreten ist, sieht man ob man wirklich etwas zu sagen hat und es auf diese Weise mitteilen will.

Wenn nicht, war’s das dann mit dem Bloggen.

Wenn doch, wird es zum Spaß; zur Bühne; zum Experimentierfeld; zur Aufgabe und gelegentlich zur Nemesis, weil natürlich auch Frustration und Misserfolg zum Bloggen gehören…

Link auf diesen Kommentar



Sonja
schrieb am 14. Mai 2008 um 09:28 Uhr:

Klingt alles sehr schlüssig – aber da ich mich wohl noch gerade in Phase 2 befinde, ist alles noch prima:)

Sehr guter Beitrag! Und lustig dazu.

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 14. Mai 2008 um 09:34 Uhr:

@XiongShui: Stimmt. “Leidenschaft” wäre vielleicht der bessere Begriff :-)

Link auf diesen Kommentar



Martin
schrieb am 14. Mai 2008 um 09:37 Uhr:

Schöner Beitrag. Ich befinde mich eigentlich in einer fiktiven Phase 6, in der aus Sucht eine Art Pflicht wird. Spaß macht es aber nach wie vor sehr :)

Link auf diesen Kommentar



Denis L.
schrieb am 14. Mai 2008 um 11:04 Uhr:

Ich bin gerade in Phase 3. Aber das fängt schonwieder an, sich zu legen. Ich blogge also schonwieder mehr, als vorher… ;)

Link auf diesen Kommentar



SaschDaily
schrieb am 14. Mai 2008 um 14:14 Uhr:

DU hast genau den Punkt getroffen. Ich habe insgesamt vier oder fünf Blogs angefangen und nach recht kurzer Zeit wieder aufgehört. Jetzt bin ich über ein Jahr mit meinem Blog zugange und es ist immer noch nicht langweilig.

Ich möchte also fast sagen, dass ich in Phase 5 bin. Alpha-Blogger? Muss ich nicht sein. Mein Feedcounter zeigt immer etwas über 50 oder 60 Leser an. Das ist doch schon gut, oder?

Link auf diesen Kommentar



Sonja
schrieb am 14. Mai 2008 um 14:29 Uhr:

Ich habe mein Blog nun nach fast 4 Jahren mehr oder minder aufgegeben, obwohl ich sicherlich zugebe, dass mich die Sucht für einige Jahre gepackt hatte. Irgendwann hat es sich doch ausgelutscht. Ich denke die Erkenntnis, dass man nichts zu sagen hat, kann man u.U. auch schon mal künstlich in die Länge ziehen. Nun gut, ich habe es schlussendlich dann doch gerafft.

Link auf diesen Kommentar



Carola
schrieb am 14. Mai 2008 um 14:41 Uhr:

Ich befinde mich seit längerem schon mit viel Freude in Phase 1 und beabsichtige auch keine weiteren der hier genannten Etappen zu durchlaufen. :-) Bei http://www.blogpatenschaften.de können sich z.B. Neugierige melden und u.a. übers Gastbloggen erst mal ausprobieren, ob ihnen das Bloggen überhaupt Spaß macht. Das Schöne daran ist, als Gastblogger benötigt man keinerlei technische Kenntnisse. Die habe ich nämlich auch nicht.

Link auf diesen Kommentar



Sonja
schrieb am 14. Mai 2008 um 15:51 Uhr:

@SaschDaily: Ich hatte vor meinem jetztigen Blog auch einige Testläufe, die aber bald im Sand verlaufen sind – wohl weil mir die Themen, die ich mir ausgesucht hatte, dann doch nicht lagen.

Manchmal dauert es halt einige Anläufe, bis man einen (für sich selbst) runden Blog hat. Nur Gleichgesinnte zu finden, finde ich echt schwer – irgendwie spucken die Blogsuchen nicht die richtigen Ergebnisse aus… Gibt es da Tricks?

Link auf diesen Kommentar



Joachim Zischke
schrieb am 14. Mai 2008 um 17:40 Uhr:

Tja, das Bloggen ist eine schöne, tolle Tätigkeit – ___wodurch man viele nette Leute kennenlernt, die einem sonst wohl nie begegnet wären,
___sich eine Menge an Know-how ansammelt, weil man recherchieren muss,
___das Freundschaften entstehen lässt, wenn man sich auch mal live trifft und
___richtig Freude machen kann, wenn man es nicht zu ernst nimmt.

Dennoch habe ich mein Blog zu- und ein Magazin aufgemacht: mit geregeltem Zeit- und Themenplan, mit Unterstützung netter Autorenkollegen, mit mehr Perspektiven für die Zukunft. Abe ohne meinen Blogstart im Frühjahr 2007 wäre das alles nichts geworden.

Viele Grüsse an die Blogfront ;-)

Link auf diesen Kommentar



Webguard
schrieb am 14. Mai 2008 um 17:54 Uhr:

Also von Sucht kann man beim Bloggen sicherlich sprechen. Jedoch stimme ich mit den Phasen nicht wirklich überein. Ich hatte von Anfang an viel daran gearbeitet und das hat sich auch gelohnt wenn ich mal meinen Traffic (und PR) anschaue. So gesehen stecke ich noch in Phase 2… ;-)

Link auf diesen Kommentar



asaaki
schrieb am 14. Mai 2008 um 21:58 Uhr:

kann gut möglich sein, dass ich mich schon in phase 5 bewege. ich kann einfach nicht die finger davon lassen, will es gar nicht. ^^

Link auf diesen Kommentar



Henning
schrieb am 14. Mai 2008 um 23:07 Uhr:

Ich glaube, ich habe die Phasen 3 und 4 übersprungen. Oder kann man jahrelang in Phase 2 steckenbleiben? Bin kurz davor, meinen dritten Blog zu starten.

Ganz das Gleiche wie am Anfang ist es nicht mehr, aber ich bin nach wie vor immer noch total begeistert davon, was für kuriose Geschichten einem durchs Bloggen passieren. Sehr faszinierend!

Auch wenn ich von den zwei Beiträgen pro Tag auf nur noch 1,5 runter bin.

Link auf diesen Kommentar



tinius
schrieb am 15. Mai 2008 um 06:43 Uhr:

Ich bin wohl in Phase 7. Ich betreibe ein themenbezogenes Weblog, mit einer unfreiwilligen Unterbrechung von einem Jahr wegen eines unfreundlichen Zeitgenossen, der den Einsatz der Polizei notwendig machte, und einer stümperhaft ausgeführten Skriptänderung meines damaligen Bloganbieters. Gleichzeitig verspürte ich auch gewisse Ermüdungserscheinungen durch den zeitlichen und intellektuellen Aufwand, der wegen der Recherche und der Formulierung getrieben werden mußte. Dennoch habe ich – unter anderem Nick, mit anderem Weblogtitel und bei einem anderen Anbieter wieder neu begonnen (und bin, was den Aufwand angeht, längst wieder in den alten Bereichen = 4 Stunden pro Rezension, ein bis zwei Stunden für Meldungen). Ich sehe mein Bloggen wie jede andere Ausübung eines ernsthaften Hobbys, inklusive des Bemühens, einen gewissen qualitativen Standard zu erreichen / zu halten. Mit Sucht hat das wenig zu tun, allerdings sehe ich schon Mechanismen, die greifen, wenn man eine gewisse konstante Leserzahl bei der Stange halten will. Neben dem notwendigen Schreib – und Rechercheaufwand ist es vor allem eine regelmäßige Präsenz, etwa um Kommentare zu kontrollieren bzw. darauf zu reagieren, aber auch relativ geringe Abstände zwischen einzelnen Einträgen, auch wenn mir ein Bücherweblog größere Abstände zugesteht als etwa ein persönliches Tagebuch oder ein Weblog, das sich mit den Erscheinungen von IT oder Internet auseinandersetzt. Derzeit möchte ich mein Projekt gern noch für einige Jahre fortsetzen und irgendwann freiwillig beenden, ohne durch von mir nicht zu beeinflussende Umstände dazu gezwungen zu werden.

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 15. Mai 2008 um 09:14 Uhr:

Vielen Dank für Eure interessanten Rückmeldungen. Weitere Erlebnisberichte sind sehr willkommen. :-)

Link auf diesen Kommentar



Claudia
schrieb am 15. Mai 2008 um 10:07 Uhr:

Da der Trackback warum auch immer nicht funzt, hier händisch mein Resonanzartikel

* Und plötzlich heißt es bloggen…
http://www.webwriting-magazin.de/und-ploetzlich-heisst-es-bloggen/

Link auf diesen Kommentar



marcus
schrieb am 16. Mai 2008 um 11:43 Uhr:

hi jan,

die digitale beate und moi stellen deinen lebenszyklus in der blogschau 08 vor.

http://www.dw-world.de/blogschau

best regards,
m

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 16. Mai 2008 um 18:12 Uhr:



majak
schrieb am 17. Mai 2008 um 10:05 Uhr:

Wow, ich bin in phase 4 und weiß immer noch nicht was ein blogroll ist…

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 17. Mai 2008 um 10:22 Uhr:

Eine Blogroll ist die Liste Deiner Lieblingsblogs – also praktisch eine Blog-Linkliste. Ganz unspektakulär :-)

Link auf diesen Kommentar



Christa Schwemlein
schrieb am 17. Mai 2008 um 13:44 Uhr:

Leidenschaft trifft’s vielleicht eher statt Sucht. Ein sehr schöner Artikel, der Gedanken an meine Studienzeit aufleben ließ.

Obwohl ich den Unterschied zwischen Pingback und Trackback immer noch nicht verstehe befinde ich mich in der letzten Phase, der Phase der Leidenschaft.

Geschrieben habe ich auf meinem Blog auch etwas dazu nur mit dem Trackback hat das leider nicht geklappt.

Gruß
Christa Schwemlein

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 17. Mai 2008 um 14:21 Uhr:

Einen Pingback macht Deine Blog-Software allein, in dem sie versucht, alle in Deinem Artikel verlinkten Seiten anzusprechen. Einen Trackback machst Du selbst bewusst, in dem Du Deiner Blog-Software sagst: Hier, dem gibst Du jetzt bescheid. Wird es jetzt etwas klarer?

Bei UPLOAD scheinen die Trackbacks und Pingbacks seit einiger Zeit nur noch selten anzukommen. Ich schätze mal, dass das Anti-Spam-Plugin “Bad Behavior” damit zu tun hat. Das hat aber wiederum die Spam-Flut in allen Bereichen so sehr eingedämmt, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte. Falls es also nicht klappt, gern einfach per Kommentar auf den eigenen Beitrag hinweisen.

Link auf diesen Kommentar



Ich bin nicht alleine
schrieb am 19. Mai 2008 um 09:12 Uhr:

Bei zeitsturz bin ich auf den Beitrag Lebenszyklus eines Weblogs bei UPLOAD aufmerksam geworden. Sehr interessant, wie genau diese fünf Punkte meinen Weg treffen. Man kann sich doch immer wieder darauf verlassen, wie reproduzierbar menschliche Verhaltensweisen sind. Das erschreckt, gibt andererseits aber wieder Hoffnung. Man kann halt manchmal doch von sich auf andere schließen. …

Link auf diesen Kommentar



Frank@ Biertischgarnituren
schrieb am 23. Mai 2008 um 10:34 Uhr:

Sehr schön geschrieben. Ich selbst befinde mich wohl in der Zwangsphase. Aus irgedn einem Grund fühle ich mich verpflichtet, spätestens jeden zweiten Tag einen Post oder Cast meinen Besuchern bereit zustellen.

Link auf diesen Kommentar



schlagloch
schrieb am 26. Mai 2008 um 14:14 Uhr:

Hallo!

In welcher Phase ist man, wenn man seinen fünften Bloggeburtstag feiert? Drei Kommentare aus den letzten Monaten:

Zu einem Eintrag über eine Waldkapelle mit Besucherbuch schreibt Gerhard :
Gerhard (31.12.07 12:26)
Ich betrachte Dein Blog fast wie eine Kapelle, zu der ich öfters mal pilgere und meinen Eintrag hinterlasse.

Linda – BLOGTXT- PROJEKT schreibt:
Ich habe heute den neuesten Text auf Ihren Blog gelesen, den mit dem Schneewachstum. Schneewachstum, so eine tolle Vorstellung!!!
Ich finde, dass das Schönste an Ihren Texten darin liegt, dass Sie imstande sind, die ganze Entwicklung, die im Text stattgefunden hat, am Ende in wenigen Wörtern (oder sogar nur ein Wort) zusammenzufassen. Diese Wörter sind unvergesslich.

Es gibt einen freundlichen Bericht zum Blog von Robert:
„Wer Schlagloch nicht kennt, dem empfehle ich gleich den Beitrag zum Thema “Ist bloggen out”, das gibt einen Einblick in die Schreibweise von Franz, dem Betreiber von Schlagloch, und erklärt auch den Namen des Blogs. Franz schreibt Nachdenkliches, Berührendes oder Alltägliches.”

E. M. CIORAN stellt in seinen „Aufzeichnungen aus Talamanca” die Frage:
„Welcher Unterschied besteht darin, von Tausenden, Zehntausenden oder Hunderttausenden gelesen zu werden oder einen Leser zu haben”. (Zitat)

Link auf diesen Kommentar



Henning
schrieb am 27. Mai 2008 um 02:01 Uhr:

Ich hab jetzt heute den zweiten Blog-Geburtstag und musste gerade drüber nachdenken, ob es wirklich erst der zweite ist. Kommt mir viel länger vor. Wie war nochmal das Leben ohne Blog?

Link auf diesen Kommentar



Eugen
schrieb am 28. Mai 2008 um 18:17 Uhr:

Ein Hype produziert Hype-Leichen.
Viele Blogs starben schon 2007. Kaum ein Jahr nach den großen Tralala. Nicht mal Punkt 3 wird erreicht. Man geht vom Punkt 2 nahtlos zum Punkt 6 über – dem Vergessen.
Was man so beim Rundgang durch die Blogosphäre sieht gleicht einem Friedhof. Lauter Leichen und misslungene Versuche sich der Welt mitzuteilen. Das eingefrorene Datum steigert die Peinlichkeit ins Unerträgliche.
Nicht selten folgt auf das Juhu-Startposting das Tschüss-Statement.

Link auf diesen Kommentar



rniedere
schrieb am 28. Mai 2008 um 22:21 Uhr:

puh… schon ganz viele kommentare… hab sie jetzt nicht alle gelesen… aber ich möchte jetzt auch noch kurz meinen “senf” dazu geben…

du hast die phasen sehr gut beschrieben, obwohl nach der “sucht” kann man zurück zur euphorie oder gleichgültigkeit fallen. ich bin in einem ständigen zyklus zwischen euphorie und “sucht”.

bei meinem zweiten blog allerdings, bin ich bei punkt 3 (ernüchterung)…

Link auf diesen Kommentar



rniederer
schrieb am 28. Mai 2008 um 22:24 Uhr:

shit….

hab ein “r” beim namen vergessen….

*ups*

Link auf diesen Kommentar



Warteschlangee
schrieb am 16. Juni 2008 um 17:43 Uhr:

Ein sehr interssanter Beitrag. Dort steckt viel wahres drin. Ich habe auch erst vor ca. 1,5 Monaten angefangen und manchmal gibt es Tage da ist man echt süchtig. Aber wenn die Sonne scheint, fehlt manchmal die Lust dazu.

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 17. Juni 2008 um 12:13 Uhr:

Da würde ich mich mal aus dem Fenster lehnen und sagen: Das ist nicht nur normal, das ist sogar gesund :-)

Link auf diesen Kommentar



Warteschlangee
schrieb am 17. Juni 2008 um 13:01 Uhr:

Ja für einen selbst ist es wohl besser, nur wollen die Leser ja auch versorgt werden ;-)

Link auf diesen Kommentar



rniederer
schrieb am 17. Juni 2008 um 13:15 Uhr:

@Warteschlangee:
Die meisten leser haben sowieso mehrere Feeds abonniert (manchmal sogar über 100). Ob du da jetzt mal 3-4 Tage keinen Beitrag schreibst, spielt da keine Rolle…
Klar du hast in dieser Zeit weniger Besucher, aber das ist nicht so schlimm….

Link auf diesen Kommentar



Thomas
schrieb am 17. Juni 2008 um 13:26 Uhr:

Nur weil mal 4 Tage kein Beitrag erscheint, werfe ich noch lange keinen Feed aus meinem Reader, pflichte da rniederer auch bei in seiner Sichtweise. 4 oder 5 Wochen sind wieder ganz was anderes.

Link auf diesen Kommentar



Henning
schrieb am 17. Juni 2008 um 17:34 Uhr:

Ich hab noch nie jemanden wegen ZU WENIG Beiträgen aus dem Feed-Reader geschmissen. Gerade dort stört’s doch nicht, wenn mal ein paar Wochen nichts kommt. Ich vermisse dann evtl. die Inhalte oder den Autor/die Autorin. Aber dann den Feed rauszuschmeißen ist ja kontraproduktiv, dann krieg ich ja nicht mal mehr mit, wenn dann doch wieder was kommt.

Wird jetzt aber etwas off-topic…

Link auf diesen Kommentar



Warteschlangee
schrieb am 17. Juni 2008 um 20:35 Uhr:

Es geht mir nicht um die Feeds sondern um die Besucherzahlen. Es ist natürlich nicht so schlimm. Auf der anderen Seite gehen bei großen Blogs dann auch viele Einnahmen verloren.

Link auf diesen Kommentar



rniederer
schrieb am 17. Juni 2008 um 20:48 Uhr:

@Warteschlangee:
Lieber weniger, dafür hochwertigere und längere Beiträge, als ganz kurze und langweilige Beiträge. Wenn du dann ein “grosser” Blog bist, mit vielen guten Beiträgen, leben die Besucher von den bereits geschriebenen, sprich, die Besucher kommen dann einfach über Google oder andere Suchmaschinen.

Link auf diesen Kommentar



Peter
schrieb am 28. Juni 2008 um 11:37 Uhr:

Spuer Bericht!
Da findet sich doch jeder wieder!
Vielen Dank,
Gruß,
Peter

Link auf diesen Kommentar



mig
schrieb am 2. Juli 2008 um 15:50 Uhr:

Ich bin in der letzten Phase. Der Ablauf war genau so, allerdings würde ich es nicht als “Sucht” bezeichnen.

Link auf diesen Kommentar



Büroartikel
schrieb am 8. Juli 2008 um 11:48 Uhr:

Ich bin mittlerweile in Phase 4 würd ich meinen, …Zwar jetzt nicht so extrem wie oben beschrieben aber naja….Gruß

Link auf diesen Kommentar



Panorama Fotograf
schrieb am 10. Juli 2008 um 18:05 Uhr:

Ich glaub ich bin gerade kurz davor, direkt von Phase 2 auf Phase 5 überzuspringen. Ich hoffe das ist dann die letzte Phasse und es geht nicht wieder rückwärts

Link auf diesen Kommentar



_Nils
schrieb am 13. Juli 2008 um 20:28 Uhr:

Wie der Zufall so spielt ;) !

Ich habe gestern eine Emailbenachrichtigung erhalten, dass es hier wieder einen Kommentar gibt … hmmm … dabei hatte ich hier noch nicht kommentiert???

Ist sicherlich ein kleiner Ausetzer des Benachrichtigungsplugins. Aber ein guter, da ich die Einteilung sehr anregend finde :) … und erleichtert bin, dass die vielen Menschen, die sich nach Kosumgütern benennen, nicht nur bei mir kommentieren ;)

Link auf diesen Kommentar



Jan Tißler
schrieb am 13. Juli 2008 um 20:55 Uhr:

Hi Nils, das ist aber schon seltsam, dass Du einfach so eine E-Mail bekommst… Was die kommentierenden Konsumgüter angeht: Ich erlaube mir dann, den entsprechenden Link zu entfernen – ich bin ja hier keine Linkfarm ;-)

Link auf diesen Kommentar



Hurkunde
schrieb am 18. Januar 2009 um 17:07 Uhr:

Hey,

ich blogge schon seit Monaten TÄGLICH mindesten 5 Beiträge, teilweise bis zu 10 pro Tag…Ich werde auch nicht aufhören! NIE!

Link auf diesen Kommentar



Julia Stern
schrieb am 17. März 2009 um 18:09 Uhr:

Toller Artikel. Ich bin bei Schritt 6 und muss ehrlich zugeben, bloggen macht süchtig. Mir macht es sehr viel Spaß und mir würde ohne meinen Blog wirklich etwas fehlen.

Link auf diesen Kommentar



 


« »