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Trends
Eure Meinung zur Zukunft des Bloggens
Auf dem BarCamp in Hamburg möchte ich vielleicht eine Session anbieten, in der über die Zukunft von Blogs diskutiert werden kann. Einige Anregungen und Informationen möchte ich dazu heute und hier schon einmal veröffentlichen. Und ich wäre gespannt auf Eure Meinung, Eure Ideen, Eure Visionen von der Zukunft des Bloggens.
Das YouTube-Dilemma: Einnahmen, verzweifelt gesucht
YouTube ist der Gigant im Videomarkt. Aber Besitzer Google kostet das Portal nur Geld – viel Geld. Wie diese Summen jemals wieder reinkommen sollen, ist bislang nicht abzusehen. Bisherige Versuche waren allesamt erfolglos. Dabei zeigen Konkurrenten, wie man mit einem eigenen Profil und mit Qualitätsanspruch Nutzer bindet und am Ende sogar etwas damit verdienen könnte.
Deutschland hat die passivsten Internetnutzer
…jedenfalls nach Zahlen von Forrester. 53 Prozent der Deutschen sind demnach “inaktiv”. In Frankreich und Großbritannien sind es 42 Prozent, in den USA 25 Prozent und in Südkorea gar nur sieben Prozent. Zugleich hat Deutschland besonders wenige “Creator” – also solche Internetnutzer, die bloggen oder ihre eigenen Videos und ihre eigene Musik hochladen. Nur elf Prozent können in Deutschland dieser Gruppe zugeordnet werden.
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Die Beta-Gesellschaft
Die Geschwindigkeit unserer Gesellschaft erhöht sich. Alles muss Schlag auf Schlag gehen. Nur wer rennt, gewinnt. Ein Effekt daraus: Unser ganzes Leben wird immer mehr zu einer andauernden Beta-Phase. Man nimmt Unfertiges in Kauf, um nicht Zweiter zu sein. Die Dinge dann auch fertigzustellen – dafür ist oft keine Zeit mehr. Eine Bestandsaufnahme.
Print und Online (2/2): Welche Rolle spielt Print künftig?
Online und Print sind nicht etwa natürliche Feinde, wie man bei manchen Diskussionen denken könnte. Sie können sich vielmehr gegenseitig ergänzen und nach vorn bringen. Zweiter Teil eines Gastbeitrags, der das Online-Publishing von einer anderen Seite beleuchtet.
Print und Online (1/2): die heutige Lage
Wenn über die Zukunftschancen des digitalen Publizierens gesprochen wird, geraten die klassischen Print-Produkte schnell ins Hintertreffen. Ihre Uhr tickt und ihr Ende ist nur noch eine Frage der Zeit, scheint die weitverbreitete Meinung. Dabei können sich Print und Online ergänzen – wenn das Print-Produkt sich der neuen Lage anpasst. Erster Teil eines zweiteiligen Gastbeitrags, der das Online-Publishing von einer anderen Seite beleuchtet.
***SPAM***
Es wurde auch Zeit: Spam bekommt ein eigenes Musical. Die Künstler dahinter verwenden Texte von Spam-Mails, um daraus absurde Stücke zu kreieren, die wiederum nach Spam-Manier das Internet überfluten sollen. Und jeder darf mithelfen. Heute schon gespamt?
Was fehlt: ein lernender Feedreader
Ich habe eine Menge RSS-Feeds abonniert. Keine Ahnung, wie viele es genau sind. Aber wenn ich mal einen Abend nicht reinschaue, ist am nächsten Tag die Informationsflut schier übermächtig. Was ich mir in diesen Momenten wünsche: Ein lernendes System, das meine Themen erkennt, das ich teilweise anlerne und das künftig immer besser von allein genau die Artikel findet, die mich interessieren – vielleicht sogar in Feeds, die ich noch nicht kenne. Warum gibt es das noch nicht? Herr Google, übernehmen Sie!
Bloggen wie Gott in Frankreich
Als ich Olivier Creiche, Europachef des Blog-Unternehmens Six Apart, zum Ende unseres Gesprächs auf den immer wieder aufflammenden Streit zwischen Bloggern und Journalisten in Deutschland anspreche, muss er erst einmal herzlich lachen. “Ja, das kenne ich”, sagt er zu mir. “Das passiert, wenn Blogs eine gewisse Schwelle überschreiten. Vor einigen Jahren war das in Frankreich auch so.” Ich solle mir aber keine Sorgen machen. In Deutschland seien wir in zwei, drei Jahren sicher auch so weit und alles werde sich normalisieren. Frankreich – das Blogger-Paradies?

