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Lesetipp: "Das Internet-Massaker"
Wie die ursprüngliche Freiheit des Internets nach und nach immer mehr eingeschränkt wird, beschreibt der Artikel “Das Internet-Massker” aus der De:Bug. Die Netzneutralität ist gefährdet, Überwachung und Beschränkung des Webs werden auch in Deutschland stärker. Kurz: “Das Internet, wie wir es kennen und lieben, ist ein Auslaufmodell.” Das müsse nicht so kommen. Aber es werde zunehmend wahrscheinlicher.
Umfrage: Streaming hilft der TV-Quote
Der US-Sender CBS hat 50.000 Nutzer ihres Streaming-Angebotes befragen lassen. Die Ausstrahlung kompletter Folgen im Netz hat demnach mehr positive als negative Folgen für die TV-Quote. Die meisten Befragten schauen nicht weniger fern als vorher. Ein Drittel gab an, die im Netz verfügbaren Serien eher im Fernsehen anzuschauen, weil sie im Internet darauf gestoßen sind. Mehr dazu in dieser Heise-Meldung, die sich wiederum auf diese Meldung beim Hollywood-Reporter bezieht.
Bayern: Internetregulierer fühlen sich missverstanden
Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien sieht sich zu Unrecht kritisiert. Von einer Verschärfung könne durch die geplante Fernsehsatzung keine Rede sein. Man wolle vielmehr “Planungssicherheit” für die “Verbreitung von Rundfunkangeboten”. Für mich klingt das nach “Fünf-Jahres-Plan” und “Fernsprecher”, aber nun denn. Mehr dazu bei Telagon Sichelputzer.
Fachtagung zum "Überall-Internet"
Am 8. Mai geht es in Mannheim um das überall verfügbare Internet und welche Konsequenzen das für unser alltägliches Leben hat. Studierende des sechsten Semesters des Studiengangs Digitale Medien der Berufsakademie Mannheim richten dieses “Medien Meeting” aus. Auf der Website heißt es: “Referenten renommierter Unternehmen aus Technik, Wirtschaft und Design informieren über heutige Möglichkeiten, Trends und Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen zukunftsweisende Technologien, innovative Anwendungen, neuartige Geschäftsmodelle und bereits erfolgreich realisierte Projekte.” Quelle: Pressemitteilung.
Lesetipp: Verlage auf der Suche nach der verlorenen Zukunft
In der aktuellen brand eins gibt es einen schönen Artikel, der die aktuelle Situation vieler Printverlage zwischen sinkenden Werbeeinahmen und nicht vorhandener Online-Strategie zusammenfasst. Zitat: “Das Heil aber, da sind sich plötzlich alle einig, liegt nun in der Qualität der journalistischen Erzeugnisse. Das ist erstaunlich, haben doch die deutschen Verlage in den vergangenen Jahren alles getan, um auf Kosten der Güte die Rendite hochzuhalten: Journalisten wurden entlassen, Redaktionen zusammengelegt, Seiten gestrichen und Werbeformate eingeführt, bei denen der Unterschied zwischen Reklame und Redaktion verschwimmt.” Zum ganzen Artikel bei brand eins.
Web 3D: Was vom Hype übrig blieb
Das Stichwort “Second Life” kann kaum noch jemand hören. Zu sehr wurde es durch alle Medien geschleppt – und wird es immer noch. Inzwischen schlägt man allerdings gern auf die Parallelwelt ein. So sind sie die Journalistenkollegen: hochjubeln und dann fallenlassen = zweimal ordentlich Aufmerksamkeit. Was aber bleibt vom “Web 3D”? Wie es aussieht, eine ganze Menge. Nur nicht heute.
Zwischen Holz und Blog: Online-Offensiven unter der Lupe
Die Neue Zürcher Zeitung hat einen sehr lesenswerten Artikel über den aktuellen Hang deutscher Tageszeitungen und Wochenmagazine zur “Online-Offensive” geschrieben. Die Seiten der überregionalen Tageszeitungen werden hier mit dem Marktführer Spiegel und dem kürzlich erneuerten Focus verglichen. Außerdem: Online-Redaktionen professionalisieren sich, Web 2.0 stößt teils auf Skepsis, teils auf Begeisterung und das gute alte “Holzmedium” Papier hat noch lange nicht ausgedient.
“Time Magazine”: Weblogs als Vorbild
Das “Time Magazine” nimmt sich Blogger zumindest teilweise zum Vorbild und verändert seine traditionelle Arbeitsweise. Auf diesem Weg will man einem Bedeutungsverlust vor allem bei den jüngeren Lesern entgegentreten. Bisher entstehen die Artikel als Gruppenarbeit: Es gibt Informationssammler, die ihre Ergebnisse an Korrespondenten übermitteln, die geben ihre Texte an die Redaktion, wo sie die endgültige Form erhalten. Den ganzen Beitrag lesen »
Mediennutzung: Internet vor Tageszeitung
Acht Prozent ihres Medienzeitbudgets nutzen die Deutschen derzeit fürs Internet. Das geht aus der Studie “Informationsverhalten der Deutschen 2006″ hervor. Radio und Fernsehen führen allerdings mit 36 und 38 Prozent mit weitem Abstand. Allerdings dürfte das Radio in den meisten fällen nur noch als Nebenbeimedium genutzt werden und auch das Fernsehen ist auf dem besten Wege dahin. Wie Ernst Probst neulich in Medien-News schrieb: “Beim Fernsehen bin ich schon oft eingeschlafen, beim Surfen im Internet noch nie.” Das Internet führt jedenfalls vor anderen aktiv genutzten Medien wie der Tageszeitung (fünf Prozent) und Büchern (vier Prozent). Weitere Informationen und Zahlen finden sich in diesem PDF. Quelle: Hugo E. Martin
Stefan Kornelius: die “Seuche” Internet
In einem Kommentar über das online abrufbare Video von Saddam Husseins Hinrichtung schreibt Stefan Kornelius in der Süddeutschen: “Die Seuche Internet garantiert, dass die Bilder auf immer abrufbar sein und – so weit der Begriff in diesem Zusammenhang erlaubt ist – kulthaften Status annehmen werden.” Journalistenkollege Stefan Niggemeier schrieb ihm dazu eine deutliche E-Mail und bekam sogar eine Antwort. Interessant, wie ein Printkollege das Medium als pestartige Cholera wahrnimmt. Da ist der Ruf nach Ausrottung dieser Krankheit nicht mehr weit. Die Seuche Internet sorgt jetzt jedenfalls dafür, dass diese Formulierung immer mit dem Namen Stefan Kornelius verknüpft bleibt.

