5 Fragen an… Martin Fröhlich, PaperC

Ein Beitrag von: Jan Tißler



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Die PaperC-Gründer am Strand… Foto: Manuel Krug

Im Rahmen des Themenschwerpunkts befragen wir interessante Buch-Startups und -Dienste aus dem deutschsprachigen Raum und stellen sie kurz vor. In diesem Fall antwortet Martin Fröhlich, Mitgründer von PaperC. Nutzer können hier Fachbücher online kostenlos lesen. Martin Fröhlich sagt: “Die Zukunft liegt meines Erachtens darin, dass Wissen frei zugänglich für die Welt zu machen.”

1. Was sind die wichtigsten Eckdaten, die man von Eurem Projekt kennen sollte, um sich ein Bild davon zu machen?

PaperC-Meilensteine:

  • Juni 08: Sicherung von Seed Kapital „EXIST Gründerstipendium“
  • Okt 08: Start: Closed Alpha an Univ. St.Gallen und FHW Berlin
  • März 09: Start: Closed Beta mit echtem Geld
  • Juni 09: PaperC-Kongress „Buch Digitale“; Sieger AKEP Award
  • Aug 09: Start: Offene Plattform
  • Okt 09: Venture Capital Investment
  • Dez 09: Startup des Jahres 2009
  • Feb 10: O`Reilly stellt komplettes Verlagssortiment auf PaperC
  • März 10: Zweisprachigkeit der Plattform (Internationalisierung)

2. Beschreibe einmal die Grundidee. Was genau finde ich bei Euch?

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Martin Fröhlich. Foto: Tobias Bohm

Auf PaperC kann man das gesamte Buch von A bis Z kostenfrei lesen und durchsuchen. Will man die Seite ausdrucken, downloaden oder Notizen und Zitate innerhalb des Dokumentes ablegen, so zahlt man 10 Cent für jede Seite – wie eine virtuelle Kopie. Für dieses Geschäftsmodell haben wir letztes Jahr vom “Börsenverein des deutschen Buchhandels” den Innovationspreis für Elektronisches Publizieren gewonnen (AKEP Award) und wurden zum “Startup des Jahres 2009″ in Deutschland ernannt.

Auf paperc.de findet man derzeit rund 5.000 Fachbücher aus 37 verscheiden Fachbuchverlagen von IT, Medizin, Wirtschaft, Recht bis hin zu Philosophie.

Zu unseren Verlagspartnern zählen neben Pearson auch O’Reilly, Walter de Gruyter und viele andere.

3. Wie kam es zu dieser Idee?

Einer der Gründer von PaperC, Felix Hofmann, war im Sommer 2007 in den letzten Zügen seiner Diplomarbeit und begann gleichzeitig mit seinem Studium an der Universität St. Gallen. Es gab zu diesem Zeitpunkt keine komfortable und verlagsübergreifende E-Book-Plattform die dem Kundenbedürfnis des Studenten vollkommen befriedigte. Auch musste er schwere Print-Bücher von Berlin nach St Gallen schleppen und wurde beim Easy Jet Flugschalter aufgehalten und musste letztendlich Übergepäck zahlen. Zudem mussten natürlich die Bücher innerhalb einer Ausleihfrist wieder nach Berlin zurückgelangen.

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4. Was interessiert Euch gerade am Bereich “digitales Publizieren”?

Es ist im Zeitalter des digitalen Publizierens immer leichter möglich, schnell und einfach an seine Informationen zukommen. Auch der ganze Prozess von der Herstellung bis zur Vermarktung eines Buches in elektronischer Form verändert sich rasant. Es eröffnet neue Möglichkeiten interaktiv und kollaborativ zu arbeiten.

5. Schau mal in Deine Glaskugel und verrate uns: Wie wird sich die Landschaft fürs Publizieren in den nächsten 10 Jahren verändern?

Die Zukunft liegt meines Erachtens darin, dass Wissen frei zugänglich für die Welt zu machen. PaperC versucht die Fachbuchverlage und die Open Access Bewegung in sein Geschäftsmodell mit einzubeziehen.

 


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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 24. August 2010 veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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