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	<title>UPLOAD PDF-Magazin &#187; Highlights</title>
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	<description>Ein weiterer toller UPLOAD Blog</description>
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		<title>Die Verkaufstricks der Profis: Manipulationen bis zum Rande der Legalität</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 16:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Tricks in der Werbung und im Verkauf, die so alltäglich sind, dass wir sie gar nicht mehr bemerken. Du tust dadurch Dinge, an die Du allein gar nicht gedacht hättest. Dieser Artikel verrät Dir die besten Tricks und wie sie funktionieren. Du kannst Dich gegen sie zur Wehr setzen &#8211; oder sie zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tricks in der Werbung und im Verkauf, die so alltäglich sind, dass wir sie gar nicht mehr bemerken. Du tust dadurch Dinge, an die Du allein gar nicht gedacht hättest. Dieser Artikel verrät Dir die besten Tricks und wie sie funktionieren. Du kannst Dich gegen sie zur Wehr setzen &#8211; oder sie zu Deinem eigenen Vorteil nutzen.</p>
<p><span id="more-91"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-93" src="/magazin/files/2009/01/02-verkaufstricks.jpg" alt="" width="465" height="340" /></p>
<p>Oh, Du liest diesen Artikel? Wolltest Du schon immer etwas über Verkaufstricks erfahren oder habe ich Dich etwa durch die Überschrift und den Vorspann dazu gebracht? Willkommen in diesem Artikel und willkommen in der Welt der Manipulationen.</p>
<p>Ein besonders gut funktionierender Trick ist die Andeutung. Produziere im Kopf des Lesers, Zuschauers oder Hörers ein loses Ende. Sein Gehirn wird den Drang haben, dieses lose Ende zu verbinden, die Neugier zu befriedigen.</p>
<p>Der Trick besteht also darin, viele Informationen zu liefern und viele weitere nur anzusprechen. Diese Infos gibt es erst nach dem Kauf.</p>
<p>„Lesen Sie hier, mit welcher Methode Sie Ihre Verkäufe um 200% steigern können.“ &#8211; Dieser Satz ist ein typisches Beispiel. Man wird neugierig, will es unbedingt wissen: Welche Methode mag das sein? Würde ich sie benennen, wäre es längst nicht mehr so kraftvoll.</p>
<p>Dieser Trick gehört zu der Kategorie, der man sich auch dann kaum entziehen kann, wenn man sie bereits kennt.</p>
<p>Eine andere wichtige Methode ist die Wiederholung. Das, was der potenzielle Kunde tun soll und was an dem Produkt besonders hervorhebenswert ist, wird nicht nur einmal angesprochen, nicht zweimal, sondern immer wieder.</p>
<p>Werbebotschaften werden uns bis an den Rand der Gehirnwäsche immer und immer wieder mitgeteilt. Nur so sind die unglaublichen Summen zu erklären, die in Fernsehwerbung investiert werden, wo derselbe Werbefilm über Wochen, Monate oder manchmal gar über Jahre gezeigt wird. Denn:</p>
<p>Wiederholung ist ein mächtiges Instrument im Marketing.</p>
<p>Wiederholung sorgt dafür, dass sich eine Aussage einprägt.</p>
<p>Wiederholung funktioniert sogar dann noch, wenn sie auffällt.</p>
<p>Was wollen wir wetten, dass der Trick „Wiederholung“ bei den Lesern dieses Artikels am ehesten hängen bleibt?</p>
<p>Wer sich einmal die Verkaufsseiten einschlägiger E-Books ansieht, wird feststellen, wie lang sie sind. Und immer wieder findest Du im Text den Link zur Verkaufsseite.</p>
<p>Und natürlich lautet dieser Link nicht: „Beza-len Sie mir jetzt 49,- Euro, damit ich Ihnen ein PDF-Dokument mit Infos zuschicke.“ Sondern beispielsweise: „Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar der besten Tipps und Tricks für erfolgreiche Verkaufsseiten.“</p>
<p>Von Geld ist nicht die Rede. Es ist „mein“ Exemplar &#8211; das will ich natürlich haben. Sonst bekommt es am Ende noch jemand anderer. Und „die besten Tipps und Tricks“ möchte ich natürlich kennen, bevor meine Konkurrenten sie kennen.</p>
<p>Negative Formulierungen sind zu vermeiden. Wohl jeder Versicherungsvertreter kennt das. Am Ende soll der Kunde den Vertrag „bestätigen“ &#8211; nicht etwa „unterschreiben“. Das klingt so endgültig und man bemerkt eventuell, was man gerade tut.</p>
<p>Eine andere, dauernd eingesetzte und dennoch wirksame Methode ist das Schnäppchen. Am besten wird es zeitlich begrenzt. Sehr oft ist dieser Trick beispielsweise im Bereich der DSL-Anschlüsse anzutreffen. Hier jagt ein begrenztes Sonderangebot das nächste. So billig wie jetzt, war es natürlich noch nie und nur wer schnell ist, kann es wahrnehmen. Bis das nächste Sonderangebot nahtlos anschließt.</p>
<p>Und was wären Shops ohne durchgestrichene Preise? Hervorgehoben wird, was man spart &#8211; nicht aber, was man bezahlt. Etwas nicht zu kaufen, kommt natürlich gar nicht in Frage. Stell Dir einmal vor, Läden und Märkte müssten bei Sonderangeboten schreiben: „Sparen Sie jetzt 20 Euro gegenüber dem alten Preis! Oder sparen Sie 49,- Euro, in dem Sie dieses nutzlose Zeug erst gar nicht kaufen!“ Unvorstellbar, nicht wahr?</p>
<p>Vorteile betonen, Nachteile verschweigen &#8211; das eben ist Marketing.</p>
<p>Ein nächster Schritt ist es, Bedürfnisse anzusprechen. Jeder Mensch hat sie. Man möchte gesund bleiben, Geld verdienen, beliebt sein, nette Menschen um sich haben, erfolgreich sein, Spaß am Leben haben.</p>
<p>Aber kann eine Schachtel Süßigkeiten, eine Flasche Alkohol oder ein Fahrzeug das leisten? Glaubt man der Werbung: Ja, auf jeden Fall!</p>
<p>Natürlich glauben wir beide nicht der Werbung. Nur die anderen da draußen, die fallen darauf herein. Natürlich.</p>
<p>Dabei ist es bekannt, dass sich dieselben Produkte erheblich teurer verkaufen lassen, wenn sie eine aufwändigere Verpackung haben. Etwas zu einem Luxusgut stilisieren zu können, ist die beste Gelddruckmaschine.</p>
<p>Dabei sind Luxusgegenstände natürlich das, was wir am wenigsten brauchen. Wir könnten sie als erstes weglassen. Aber wir tun es nicht, denn man will sich ja „mal etwas gönnen“ können. Warum eigentlich? Wozu? Im Prinzip komplette Geldverschwendung. Und dennoch&#8230;</p>
<p>Besonders beliebt ist außerdem, was schon besonders beliebt ist. Wenn alle etwas haben, will ich es auch. Wenn alle es gekauft haben, kann es nicht schlecht sein. Allein durch diesen Effekt werden mithilfe großer Gelder Produkte in den Markt gedrückt. Ist etwas erst ein „Bestseller“, wird es das über lange Zeit bleiben.</p>
<p>Wichtig ist uns Menschen, dass wir zu einer Gruppe gehören. Wenn ich einen Bestseller kaufe, dann gehöre ich dazu. Dann muss ich nicht erklären, warum ich etwas anderes gekauft habe. Außer natürlich, meine Kunden wollen auf jeden Fall nicht das, was alle anderen haben. Dann betone ich die Exklusivität und die Manipulation funktioniert. Zugehörigkeit signalisieren beispielsweise auch Kundenmeinungen. Solche Statements tauchen im Verkauf immer wieder auf. Sie zeigen mir zudem: Das Produkt ist wirklich gut. Auch andere sagen das. Vertrau der Masse.</p>
<p>Unabhängige Testergebnisse sind ebenfalls wichtig. Kürt die Stiftung Warentest ein Produkt zum Testsieger, kann sich der Hersteller praktisch zurücklehnen und Platz für die Geldsäcke schaffen, die ab sofort per Schubkarre ins Büro gefahren werden.</p>
<p>Ganz wichtig: Mit dem eigenen Gesicht und dem eigenen Namen für ein Produkt stehen. Der nette Herr von Hipp-Babykost, der andere nette Herr von Idee-Kaffee und die meisten Leute, die Dir ein teueres E-Book verkaufen wollen: Sie alle zeigen sich mit ihrem vertrauenswürdigen und seriösen Gesicht. Wer sich selbst zeigt, steht zu seinem Produkt. Das wird wohl kein Betrüger sein. Das kann doch kein Betrüger sein!</p>
<p>Geht es an den Verkauf, ist das Trichter-Prinzip wichtig: Von Verkaufsschritt zu Verkaufsschritt werden die Seiten immer dezenter. Ablenkungen sind plötzlich tabu. War die Seite eben noch voll mit Hinweisen, Buttons, Bildern und anderen Elementen, ist nun alles auf eine Sache konzentriert: den Verkauf. Man zeigt Dir keine andere Wahl. Achte beim nächsten Amazon-Kauf darauf, wie sich die Seite plötzlich verändert. Denn jede Ablenkung kostet den Verkäufer Geld &#8211; das ist nachgewiesen.</p>
<p>Diese und viele andere Tricks gibt es schon seit Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten. Und doch: Sie funktionieren immer und immer wieder. Wie zum Beispiel die Sache mit der Wiederholung.</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-2-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.2, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/12-nr2-geld-verdienen/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Steuer &amp; Rechtliches beim Geld verdienen: 11 Tipps vom Anwalt</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 16:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schwenke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Die rechtlichen Aspekte des Geldverdienens sind lästig. Doch wer sie kennt, wird sich viele unangenehme Überraschungen ersparen. Hier die wichtigsten: 1. Gewerbeanmeldung Sie ist notwendig, wenn ein Gewerbe betrieben wird. Kein Gewerbe sind die so genannten freien Berufe, deren Ausübung von „höherer Bildung und ideeller Motivation“ gekennzeichnet ist. Dazu gehören u.a. Künstler, Schriftsteller oder Journalisten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die rechtlichen Aspekte des Geldverdienens sind lästig. Doch wer sie kennt, wird sich viele unangenehme Überraschungen ersparen. Hier die wichtigsten:</p>
<p><span id="more-86"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-88" src="/magazin/files/2009/01/02-rechtliches.jpg" alt="" width="465" height="346" /></p>
<h2>1. Gewerbeanmeldung</h2>
<p>Sie ist notwendig, wenn ein Gewerbe betrieben wird. Kein Gewerbe sind die so genannten freien Berufe, deren Ausübung von „höherer Bildung und ideeller Motivation“ gekennzeichnet ist. Dazu gehören u.a. Künstler, Schriftsteller oder Journalisten. Wer also sein Blog mit bezahlten Beiträgen, Partner- oder Werbelinks finanziert, muss kein Gewerbe anmelden.</p>
<p>Anders sieht es aus, wenn man mit der Website Geld verdient, ohne journalistisch tätig zu sein. Wer dann nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht handelt, übt ein Gewerbe aus. Lediglich wenige Links, die kaum die Websitekosten decken sind unschädlich. Doch wer Zeit oder gar Geld investiert und sich Gewinnchancen ausrechnet, muss ein Gewerbe anmelden.</p>
<h2>2. Industrie- und Handelskammer (IHK)</h2>
<p>Als Gewerbetreibender wird man Mitglied der IHK und muss ab einem Gewinn von mehr als 5.200 Euro im Jahr einen Mit-gliedsbeitrag zahlen. Näheres erfährt man bei der örtlichen IHK, die auch sonst Auskünfte und Beratung in Gewerbesachen anbietet.</p>
<h2>3. Einkommensteuer</h2>
<p>Gewinne aus selbständiger Tätigkeit müssen spätestens mit der Einkommensteuererklärung (Anlage GSE) gegenüber dem Finanzamt erklärt werden. Freiberufler und Gewerbetreibende, deren Gewinn 25.000 Euro im Jahr nicht übersteigt, brauchen keine Bilanzen zu führen. Sie können den Gewinn ermitteln, indem sie Ausgaben von Einnahmen abziehen. Tipp: Für steuerrechtliche Fragen stehen in Finanzämtern geschulte Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung.</p>
<h2>4. Gewerbesteuer</h2>
<p>Bei freien Berufen fällt keine Gewerbesteuer an. Auch sonst ist der Gewinn bis zu 24.500 Euro im Jahr gewerbesteuerfrei.</p>
<h2>5. Umsatzsteuer</h2>
<p>Die Umsatzsteuer, auch als Mehrwertsteuer bekannt, kann mit ihrer monatlichen Anmeldepflicht beim Finanzamt sehr lästig werden. Aber wessen Umsatz im Vorjahr nicht mehr als 17.500 Euro betrug und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000 Euro betragen wird, der muss als Kleinunternehmer weder Umsatzsteuer anmelden noch zahlen. Alles woran er denken muss, ist auf den Rechnungen keine Umsatzsteuer auszuweisen, sondern „Steuerfreie Leistung gem. § 19 UStG“ zu schreiben.</p>
<h2>6. Agentur für Arbeit</h2>
<p>Wer Arbeitslosengeld bezieht, muss in der Regel jeden Geldverdienst anzeigen.</p>
<h2>7. Pflichtangaben in Geschäftskorrespondenz</h2>
<p>Nach § 15b der Gewerbeordnung muss jeder Gewerbetreibende in geschäftlichen E-Mails den ausgeschriebenen Namen sowie die Postanschrift angeben.</p>
<h2>8. Impressumspflicht</h2>
<p>Jede geschäftsmäßig betriebene Website &#8211; wofür einen einzige Werbeanzeige reicht &#8211; braucht nach § 5 Telemediengesetz ein Impressum. Bei journalistisch-redaktionellen Inhalten (z.B. Blogs) ist zudem nach § 55 II Rundfunkstaatsvertrag eine redakti-onell verantwortliche Person mit Anschrift zu benennen.</p>
<h2>9. Trennungsgebot</h2>
<p>Ein Seitenbesucher muss immer eindeutig erkennen können, ob er einen unabhängig-objektiven Inhalt oder Werbung vor sich hat. Daher muss Werbung klar vom übrigen Inhalt getrennt sein (Trennungsgebot). Das ist bei typischen Bannern und Popups der Fall. Vorsicht ist dagegen bei Links geboten. Die Faustformel lautet: Wer für das Setzen eines Links in irgendeiner Art und Weise entlohnt wird, muss den Link als Werbung kennzeichnen. Das gilt insbesondere für Dienste wie Adsense oder kommerzielle Linktauschangebote. Aber auch der Amazon-Partnerlink im Rahmen einer Buchrezension muss als Werbung gekennzeichnet sein. Ebenfalls ist der Leser darüber aufzuklären, wenn ganze Artikel bezahlt werden. Als Kennzeichnung für Werbung sind Begriffe wie „Werbung“, „Anzeige“ oder „Reklame“ zulässig. Dagegen reichen verschleiernde Hinweise wie „Promotion“, „PR-Anzeige“ oder „Werbereportage“ nicht aus.</p>
<h2>10. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb</h2>
<p>Wer sich in den Wettbewerb begibt, wird von den Mitbewerbern kritisch beobachtet. Und für eine abmahnfähige Wettbewerbs-handlung reicht oft nur ein Werbelink. Mögliche Wettbewerbsverstöße gibt es viele. Grob gesagt darf man gegen kein Gesetz verstoßen (z.B. Trennungsgebot), sich ohne Grund besser stellen („Bester Blogger Deutschlands“) oder Konkurrenten unsachlich herabwürdigen („Der schreibt nur Mist“).</p>
<h2>11. Markenrecht</h2>
<p>Ob als Tags oder Domainnamen, von fremden Marken und Unternehmensbezeichnungen sollte man im geschäftlichen Verkehr besser Abstand nehmen. Insbesondere darf man sie nicht unsachlich herabwürdigen oder deren guten Ruf gebrauchen (z.B. eigenes Blog mit der FAZ vergleichen).</p>
<h2>Der Autor</h2>
<p>Thomas Schwenke ist Rechtsanwalt und Gründer von <a href="http://www.advisign.de">Advisign.de</a> (Recht und Webdesign).</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="http://wp1119206.vwp1889.webpack.hosteurope.de/upload-magazin.de/magazin/files/2009/01/ausgabe-2-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.2, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/12-nr2-geld-verdienen/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Realistische Möglichkeiten, Geld zu verdienen</title>
		<link>http://upload-magazin.de/magazin/51-realistische-moglichkeiten-geld-zu-verdienen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Übers Geld verdienen wird viel gesprochen und angeblich soll es im Internet ja ganz leicht sein &#8211; wie manche meinen. Eine Werbung ist mit wenigen Klicks integriert und dann heißt es nur noch: Abwarten und reich werden.In Wirklichkeit gibt es nichts, was für alle gleich gut funktioniert. Weit verbreitete Services wie Google AdSense bringen manchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Übers Geld verdienen wird viel gesprochen und angeblich soll es im Internet ja ganz leicht sein &#8211; wie manche meinen. Eine Werbung ist mit wenigen Klicks integriert und dann heißt es nur noch: Abwarten und reich werden.In Wirklichkeit gibt es nichts, was für alle gleich gut funktioniert. Weit verbreitete Services wie Google AdSense bringen manchen tausende Dollar ein, anderen nur Cents. Manch einer feiert mit Partnerprogrammen riesige Erfolge und gibt seinen Hauptberuf auf, andere geben stattdessen den Versuch auf, es ihnen gleich zu tun. Daneben gibt es Chancen wie beispielsweise E-Books, die bislang nur von wenigen entdeckt wurden. Auf den nächsten Seiten findest Du einige Tipps. Und Du erfährst, wie gut sie funktionieren (können) und ob Du damit reich und berühmt wirst.</p>
<p><span id="more-51"></span></p>
<h2>1. AdSense &amp; Co</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-55" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-adsense.jpg" alt="" width="465" height="364" /></p>
<p>Google AdSense ist sicher eine der bekanntesten Möglichkeiten, mit einer Website Geld zu verdienen. Kein Wunder also, dass das Modell inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden hat. Die Einnahmen bleiben aber oftmals klein. Warum eigentlich?</p>
<p>Google macht es einem richtig bequem: Man meldet sich bei AdSense an, bastelt sich seine Werbeplätze und baut sie in die eigene Seite ein &#8211; fertig. Den Rest erledigt die Suchmaschine. Sie analysiert die Inhalte und versucht, passende Anzeigen auf den Werbeplätzen einzublenden. Das funktioniert oft erstaunlich gut, manchmal auch gar nicht. In der Regel ist die Werbung pro Klick bezahlt. Von den Einnahmen bekommst Du als Seiteninhaber etwas ab. Das Geld sammelt sich an und wenn es mehr als 100 US-Dollar sind, kannst Du es auszahlen lassen.</p>
<p>Neben den per Klick bezahlten Textanzeigen gibt es inzwischen auch solche, die einen Festpreis für je 1.000 Einblendungen haben, es gibt grafische Werbung und sogar Videos. Du kannst aber bestimmen, dass Du beispielsweise nur Textwerbung auf Deiner Seite haben willst. Und nach meiner Erfahrung macht das noch immer die Masse der Werbeschaltungen aus.</p>
<p>Ähnliche Modelle gibt es auch von anderen Anbietern, darunter so große Namen wie eBay („Relevance Ads“) oder Amazon („Self Optimizing Links“). Das Partnerprogramm-Netzwerk Affilinet bietet Affilimatch und Angebote wie Contaxe oder adtube haben sich von Googles Vorarbeit zumindest inspirieren lassen. Jede Plattform ist wieder anders und bietet besondere Vor- und Nachteile.</p>
<p>Nicht selten aber bleiben die Einnahmen gering. Viele Webmaster schleppen sich geradezu im Schneckentempo bis zur ersten AdSense-Auszahlung. Andere wiederum berichten von mehreren tausend Dollar Einnahmen pro Monat. Wie kann das sein?</p>
<p>Das hat verschiedene Gründe:</p>
<ul>
<li>Grund 1: Nicht jedes Thema ist gleich wertvoll. Google lässt die Werbeplätze in einer Art Auktion versteigern. Es spielen zwar noch andere Faktoren eine Rolle, aber der Preis, den der Werbekunde zu zahlen bereit ist, ist dabei sehr wichtig. Themen, bei denen sich viel verdienen lässt, sind umkämpfter. Bei umkämpften Themen sind die Werbepreise höher. Bei höheren Werbepreisen sind die Einnahmen der Webmaster höher. Fazit: Wer es auf Einnahmen durch AdSense abgesehen hat, muss sich auf Themen spezialisieren, die viel Geld einbringen. Für einen Blogger ist das in der Regel aber keine Frage. Er möchte einfach bloggen, wonach ihm gerade ist.</li>
<li>Grund 2: Je mehr Nutzer ich auf der Seite habe, desto mehr Klicks werde ich erzielen &#8211; rein rechnerisch jedenfalls. AdSense-Einnahmen lassen sich ganz banal dadurch steigern, dass es mehr Leser gibt, die klicken könnten.</li>
<li>Grund 3: Die Anzeigen sind schlecht platziert. Grundsätzlich gilt: Am besten funktionieren die Anzeigen dort, wo die Aufmerksamkeit des Nutzers liegt und wo er sowieso gerade klicken will. Beispiele: in der Nähe der Navigation oder am Ende eines Textes. Siehe dazu die „<a href="https://www.google.com/adsense/support/bin/answer.py?hl=de&amp;answer=17954">Google AdSense Heatmap</a>“. Da es möglich ist, die Anzeigen dem eigenen Layout anzupassen, sehen sie auf manchen Seiten wie weiterführende Links aus. Ob man seine Nutzer in dieser Form in die Irre führen will, muss aber jeder selber wissen. Dem Blogger-Karma ist das jedenfalls nicht gerade zuträglich&#8230;</li>
<li>Grund 4: Die eigenen Nutzer klicken einfach nicht gern auf Werbung. Das kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise ist das Thema der Seite so interessant oder der Artikel so ausführlich, dass die Leser gar kein Bedürfnis haben, auf einen weiterführenden Link oder eine Anzeige zu klicken. Oder aber AdSense-Anzeigen sind bekannt und die Leser gönnen dem Webmaster die Einnahmen nicht&#8230;</li>
</ul>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-58" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-adsense1.png" alt="" width="274" height="136" /></p>
<h2>2. Links vermieten</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-59" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-links.jpg" alt="" width="465" height="360" /></p>
<p>Eine verführerische Einnahmequelle ist die Vermietung von Links. Sie ist einerseits sehr dezent und bringt andererseits durchaus stattliche Summen ein. Schade nur, dass Google solche Aktivitäten überhaupt nicht mag &#8211; aus gutem Grund.</p>
<p>Links sind im heutigen Internet wie eine Währung. Jedenfalls sind sie bares Geld wert. Auslöser ist wiederum die Suchmaschine Google, die die Zahl der Links, die Linktexte und eine „PageRank“ genannte Bewertung von Seiten in die Berechnung der Suchergebnisse einbezogen hat. Am Anfang klappte das so überraschend gut, dass Google einen Markt komplett umkrempelte, der bereits fest vergeben schien.</p>
<p>Je besser die Besitzer von Webseiten allerdings verstanden, dass es nun auf die Links ankam, desto weniger funktionierte Googles System. Heute werden Links verkauft, getauscht und gemietet. Es haben sich sogar eigene Plattformen gebildet wie beispielsweise <a href="http://www.linklift.de/">LinkLift</a> .</p>
<p>Bei LinkLift meldest Du Dich an und setzt in Deine Seite einen Code-Schnippsel dort ein, wo die gemieteten Links erscheinen sollen. Interessenten können diesen Platz nun buchen. Der Preis berechnet sich dabei unter anderem danach, wo Du diese Links platzierst und wie gut Deine eigene Seite im Linkkosmos dasteht.</p>
<p>Der große Vorteil ist, dass die Links sehr dezent sind und die Nutzer Deiner Seite kaum stören dürften. Auch die Verdienst-möglichkeiten sind sehr gut. 10 bis 20 Euro pro Link und Monat sind hier der untere Bereich.</p>
<p>Bei starken Seiten mit wenigen weiteren Links nach außen können es leicht über 100 Euro werden &#8211; nur dafür, dass Du auf eine Seite mit einem bestimmten Linktext verweist.</p>
<p>Es gibt allerdings Nachteile.</p>
<p>Lass uns mit dem kleinsten Anfangen: Mancher Leser könnte irritiert sein, warum Du in Deinem Blog über Online-Games einen Link auf gebrauchte Stoßdämpfer oder private Krankenversicherungen hast. Aber sofern Du „Partnerlinks“ o.ä. drüberschreibst, dürfte das wohl vernachlässigbar sein. Schon etwas schwerer wiegt, dass Du Deine eigene Position in den Suchmaschine schwächen könntest. Das betrifft Dich dann, wenn Du professionell auf ein bestimmtes Keyword oder einen Themenbereich optimierst. Die ausgehenden Links gehen bei Google in die Bewertung Deiner Seite mit ein. Hast Du themenfremde Links, verwässert das Dein Profil. Das aber, wie gesagt, betrifft nur die Hardcore-Optimierer. Der Durchschnitts-Blogger bekommt davon ebenfalls nichts mit. Am schwersten wiegt hingegen, dass Google solche Linkvermietungen (natürlich) als Manipulationen ansieht, sofern die Links nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Da braucht man auch nicht drumhe-rumzureden: Man kann nur deshalb gutes Geld mit den Links verdienen, weil sie am anderen Ende wieder gutes Geld bringen. Denn Suchmaschinenpositionen entscheiden heute über Gedeih und Verderb vieler Onlineprojekte.</p>
<p>Google hat nun kürzlich ein eigenes „Petz-Formular“ eingerichtet, auf der ein Konkurrent Dich anschwärzen könnte. In der Folge fliegst Du möglicherweise ganz aus dem Google-Index. Je nachdem, wie wichtig Besucher von Google für Dich sind, ist das schmerzhaft oder egal.</p>
<p>Automatisch kann Google diese gekauften Links wohl bislang nicht erkennen. Das dürfte in vielen Fällen auch schwierig werden, weil sie sich rein technisch nicht von einem anderen Link unterscheiden. Die reale Gefahr besteht also nur darin, dass Dich jemand anderes anschwärzt und ein Google-Mitarbeiter die Zeit findet, Deine Seite zu begutachten.</p>
<p>Ob Du das eingehen willst, musst Du selbst entscheiden. Das Geld jedenfalls lockt und mit Deinem Blogger-Karma sieht es auch einigermaßen aus. Immerhin kannst Du Dir bei vielen Plattformen direkt aussuchen, welche Links Du zulässt und welche nicht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-60" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-links.png" alt="" width="273" height="133" /></p>
<h2>3. Bezahlte Artikel</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-61" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-trigami.jpg" alt="" width="465" height="345" /></p>
<p>Gegen Geld zu bloggen ist einerseits eine gute Möglichkeit, eine nennenswerte Summe zu verdienen &#8211; und das noch mit dem, was man sowieso tut. Auf der anderen Seite kann es Dein Blogger-Karma nachhaltig beschädigen.</p>
<p>In den USA sind Dienste wie ReviewMe oder PayPerPost schon länger bekannt. Man bekommt Geld dafür, dass man über ein bestimmtes Thema schreibt. Im deutschsprachigen Raum brachte das „<a href="http://www.trigami.com">trigami</a>“ in die Blogosphäre &#8211; und brauchte sich um schlechte Blogpresse keine Sorgen zu machen.</p>
<p>Im Prinzip läuft es so: Du meldest Dein Blog bei trigami an. Das geht relativ fix. Du musst allerdings ein paar statistische Angaben zur Hand haben. Und mit ein bisschen Glück bekommst Du bald darauf Deine erste E-Mail mit dem verheißungsvollen Betreff: „Neuer Ausschreibung“. Welche Firma genau dahintersteckt und was von Dir erwartet wird, erfährst Du dann auf der Website.</p>
<p>Meist geht es darum, ein neues Internetprojekt zu besprechen oder einen neuen Service vorzustellen. Gelegentlich kannst Du auch einmal kurz vor der Veröffentlichung einen neuen Dienst ansehen und bewerten. Ab und an gab es auch Produkttests mit entsprechenden Proben.Der Auftraggeber beschreibt, was er erwartet. Deine Meinung sollst Du Dir allerdings selbst bilden und es gab schon trigami-Kunden, die die böse Seite der Blogosphäre zu spüren bekommen haben&#8230; Auch ich habe schon einen Verriss geschrieben &#8211; und bin dafür bezahlt worden.</p>
<p>Du bewirbst Dich um den Auftrag und erfährst einige Tage später, ob Du ihn bekommst.</p>
<p>Ist der Artikel fertig, veröffentlichst Du ihn und teilst den Link mit. Jemand von trigami und der Auftraggeber begutachten den Artikel und wenn er soweit den Anforderungen entspricht, bekommst Du Dein Geld.</p>
<p>Das können zwischen 20 und 100 Euro sein. Das waren jedenfalls die Werte, die mir persönlich bislang begegnet sind. Es können aber wohl auch weit über 100 Euro sein. Das hängt von einer Reihe von Messwerten ab, beispielsweise Deiner Verlinkung bei Technorati, dem PageRank, den erfassten Seiten bei Google usw. Je größer Dein Weblog, desto besser bezahlt ist die Rezension. Viele Kunden scheinen es aber erst einmal mit den kleinen Blogs zu probieren. Wer als Blogger also mehrere Pferde im Rennen hat, steht also am besten da&#8230;</p>
<p>Negativ ist an trigami, dass die Werbung mitten in Deinem Inhalt steht &#8211; mitten im Herzen Deines Weblogs. Hier liegt es an Dir, dass Du die bezahlte Rezension so gestaltest, dass Du Dir nicht Deine Leser vergraulst. Und: Wenn Du Dir mehr Mühe gibst, wirkt sich das auch auf die künftige Bezahlung aus &#8211; sagen jedenfalls die Jungs von trigami.</p>
<p>Zweiter Punkt den Du wissen musst: trigami prüft die Werbekunden nicht oder kaum. Du solltest also, bevor Du einen Auftrag annimmst, genau nach der Seite und der Firma dahinter recherchieren. Kommt Dir das Geschäftsmodell seltsam vor: Lass es lieber. Das gibt sonst ganz schlechtes Blogger-Karma.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-62" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-trigami.png" alt="" width="273" height="134" /></p>
<h2>4. Buch und E-Book</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-63" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-buch.jpg" alt="" width="465" height="361" /></p>
<p>Wenn Du Dich bei Deinem Blog auf ein Thema oder einen Themenbereich spezialisierst, sammelst Du im Laufe der Zeit eine Menge Informationen und Wissen an. Warum dieses Wissen nicht in ein Buch verwandeln?</p>
<p>Ein Buch zu veröffentlichen war vor Jahren noch etwas besonderes. Heute kann man es in Auftrag geben. Man schreibt es, erstellt die Druckvorlage und beauftragt einen Dienstleister damit, es herzustellen. Unromantisch, aber praktisch. Und es hat eine Menge Star-Potenzial!</p>
<p>Der wohl größte Anbieter in dem Bereich ist die <a href="http://www.bod.de">BoD GmbH in Norderstedt</a>. Sie hat inzwischen die Preise soweit gesenkt, dass sich sogar experimentelle Buchtitel lohnen. Wer 39 Euro investiert, bekommt ein fertig gedrucktes Buch, das sich in praktisch jeder Buchhandlung und bei nahezu jedem Online-Buchversender bestellen lässt.</p>
<p>BoD hat dabei den großen Vorteil, so direkt wie kein anderer Anbieter an den Buchhandel angebunden zu sein. Die Firma aus Norderstedt tritt dabei wie einer der größeren Verlage auf.</p>
<p>Man muss dazu wissen, dass der Buchmarkt ein Haifischteich ist, in dem es kleine Verlage und einzelne Autoren sehr schwer haben. Du kannst Dich praktisch sofort von dem Gedanken verabschieden, Dein Buch in einer Buchhandlung zu sehen &#8211; außer, Du stellst es heimlich selbst hin. Es gibt rund 1 Million lieferbarer deutschsprachiger Titel. Kannst Du Dir diese Menge Bücher nebeneinandergelegt auf dem Boden vorstellen? Siehst Du: Ich auch nicht. In einem Buchladen gibt es also nur eine sehr kleine Auswahl und natürlich nur solche Werke, die auch einen Verkaufserfolg versprechen. Denn: Buchhändler sind eben auch nur Händler &#8211; letzten Endes. Natürlich haben sie eine schöne und kulturell wertvolle Ware.</p>
<p>Aber es ist eben eine Ware. Und gerade die vielen großen Buchhandelsketten sehen es genau so.</p>
<p>Mit einem Sachbuch kannst Du es aber trotzdem schaffen. Wenn der Titel klarmacht, worum es geht und die passenden Suchbegriffe enthält, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass jemand darüber stolpert. Wenn es dann auch noch in Deinem speziellen Bereich wenig Konkurrenz gibt: umso besser. Und noch besser ist es natürlich, wenn Du Dir mit Deinem Blog schon einen Leserstamm aufgebaut hast, der Dein Buch kauft und es weiter bekannt macht.</p>
<p>Und wenn Du gerade dabei bist: Aus der Druckvorlage kannst Du ratzfatz auch ein E-Book erstellen und über Deine Website vertreiben. Auch Dein gedrucktes Buch solltest Du übrigens am besten selbst verkaufen: Dann ist die Gewinnspanne am größten.</p>
<p>Bei BoD findest Du einen <a href="http://www.bod.de/preiskalkulation.html?&amp;no_cache=1">Preiskalkulator</a> der Dir das alles ausrechnet.</p>
<p>Ungeschlagen natürlich die Gewinnspanne beim E-Book: Der Verkaufspreis bleibt fast hundertprozentig bei Dir.</p>
<p>Bezahlen können die Interessenten beispielsweise per Überweisung oder per <a href="http://www.paypal.com">PayPal</a> , das viele bereits von eBay kennen dürften. Ein Account dort ist schnell eingerichtet, ebenso der Bezahlbutton für Dein E-Book.</p>
<p>Wenn Du richtig findig bist, kannst Du den Verkaufsprozess sogar automatisieren. Das geht auf jeden Fall bei <a href="http://www.clickandybuy.com">Clickandbuy</a>, die durch große Kunden wie Stiftung Warentest und Spiegel Online recht bekannt sind, aber leider sehr heftige Provisionen von Deinen Einnahmen abziehen. Das schmerzt, aber es kommt eben darauf an, welche Zielgruppe Du erreichen willst. Wer eBay kennt, kennt meist auch PayPal &#8211; aber das sind eben doch sehr viel weniger Leute, als man selbst so glauben möchte&#8230;</p>
<p>Ein Buch oder ein E-Book haben jedenfalls jede Menge Star-Potenzial. Auch wenn Du so etwas heute auf Bestellung herstellen lassen kannst, bedeutet es doch eine Menge Arbeit. Und davor haben viele Leute Respekt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-64" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-buch.png" alt="" width="273" height="134" /></p>
<h2>5. Journalist</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-65" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-journalist.jpg" alt="" width="465" height="365" /></p>
<p>Wer sowieso schon viel schreibt und sich in einem bestimmten Bereich gut auskennt, kann doch eigentlich auch gleich Journalist werden, das Hobby zum Beruf machen und damit Geld verdienen? Einerseits ja. Andererseits bist Du dann nicht so ganz der erste mit dieser Idee&#8230;</p>
<p>Journalist ist in vielerlei Hinsicht ein seltsamer Beruf.</p>
<p>Zum ersten ist es überhaupt kein Beruf. Der Begriff „Journalist“ ist nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen. Zum zweiten ist es für viele Menschen ein Traumberuf. Zum dritten ist es einer der Berufe mit dem schlechtesten Image. Zum vierten leisten viele Journalisten jeden Tag eine wichtige Aufgabe. Zum fünften haben Journalisten eine der geringsten Lebenserwartungen. Zum sechsten erwirtschaften freie Journalisten vielfach gerade einmal das Existenzminimum.</p>
<p>Ich persönlich finde ja, dass Blogger und Journalisten zwei verschiedene Sparten sind. Meinetwegen so wie Journalisten und Buchautoren. Oder wie Blogger und Dichter. Aber das schließt andererseits nicht aus, dass es Leute geben kann, die sich in mehr als einem Feld zu Hause fühlen.</p>
<p>Die Perspektiven für freie Journalisten sind schlecht. Ich muss Dir das jetzt einfach mal so ungeschminkt vor den Latz knallen. Wenn Du die durchschnittlichen Verdienste eines freien Journalisten siehst, wirst Du sofort den Drang haben, ihm einen Kanten Brot zu spenden und mit einem fürsorglichen Lächeln in die schmutzige Hand zu drücken.</p>
<p>Aber als Nebenberuf gar nicht so übel. Und wer weiß, ob Dich nicht irgendwann mal jemand fest anstellt&#8230;</p>
<p>Die erste Hürde, die zu überwinden ist, ist die journalistische Schreibe. Es gibt eine bestimmte Art des Schreibens, die für Zeitungen erwartet wird. Idealerweise kannst Du diesen speziellen Zeitungsstil selbst erkennen, in dem Du Deine Zeitung entsprechend analytisch liest. Wie sind die Texte aufgebaut? Wer wird zitiert? Womit? Wie? Wie oft?</p>
<p>Es würden den Rahmen dieses Textes sprengen, Dir eine journalistische Ausbildung mitzugeben. Aber durch Beobachtung kann man schon eine Menge lernen. Dazu gibt es bergeweise Literatur rund um den Journalismus. Aber ich finde: Nichts geht über die Praxis.</p>
<p>Die lokale Heimatzeitung wäre jedenfalls schon einmal eine gute Anlaufstelle, um erste Erfahrungen zu sammeln. Für Praktikanten sind sicher viele Lokalredaktionen aufgeschlossen. Oft sind die Kollegen froh, wenn jemand den einen oder anderen Termin abnimmt. Probier es einfach mal.</p>
<p>Bezahlt wird dann in der Regel ein Zeilenhonorar, also ein bestimmter Betrag pro Druckzeile. Wenn Du Bilder veröffentlichen kannst, sollte es dafür ebenfalls Geld geben. Wieviel, hängt ganz von Deiner Zeitung ab. Du wirst es erleben.</p>
<p>Natürlich werden Dich die Redakteure wenn überhaupt erst einmal nur zu kleinen Terminen schicken, bei denen Du nicht viel falsch machen kannst. Bewährst Du Dich, werden die Themen mit der Zeit interessanter und man ruft Dich häufiger.</p>
<p>Hast Du Deine Lokalzeitung mit Erfolg absolviert, kannst Du versuchen, für eines der „Mantelressorts“ etwas anzubieten &#8211; wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport. Das dürfte schon schwierig werden, weil es hier meist feststehende Quellen gibt, auf die zurückgegriffen wird. Hier musst Du Dir schon was einfallen lassen &#8211; und Deine schreiberischen Qualitäten bewiesen haben.</p>
<p>In der Perspektive sollte es für Dich darum gehen, für überregionale Zeitungen und vor allem für Fachmagazine zu schreiben. Hier musst Du dann aber endgültig eine Menge Fachwissen zu Deinem eigenen Gebiet mitbringen, um angenommen zu werden. Besonders die Zeitschriften zahlen oft recht gut, verlangen aber auch viel dafür. Kannst Du Dich bei der Tageszeitung mal eben schnell mit einem Gesprächspartner und ein paar im Internet recherchierten Fakten durchschlagen, wird das bei den finanziell interessanten Medien schon ganz anders. Zudem wird es ohne fundierte journalistische Ausbildung (= Volontariat) schwer, in diese Sphären aufzusteigen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-66" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-journalist.png" alt="" width="273" height="134" /></p>
<h2>6. Partnerprogramme</h2>
<p><a href="http://wp1119206.vwp1889.webpack.hosteurope.de/upload-magazin.de/magazin/files/2009/01/02-geld-partnerprogramme.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-67" src="/magazin/files/2009/01/02-geld-partnerprogramme.jpg" alt="" width="465" height="359" /></a></p>
<p>Bei Partnerprogrammen läuft es so: Eine Firma belohnt Dich dafür, dass Du Ihr Besucher, Neukunden oder Käufer lieferst. Geschickte Leute können davon ihren Lebensunterhalt bestreiten. Bei vielen anderen bleibt es hingegen bei Cent-Beträgen.</p>
<p>Auf den ersten Blick sieht alles ganz einfach aus: Man meldet sich bei einem Partnerprogramm an, baut die entsprechenden Werbegrafiken in die eigene Website ein und wartet auf den Reichtum. Wer so verfährt, kann sehr reich werden &#8211; allerdings erst in einigen tausend Jahren.</p>
<p>Da die meisten sicher nicht so viel Zeit haben, braucht es doch ein paar Anstrengungen mehr.</p>
<p>Aus meinen Erfahrungen kann ich erzählen, dass es sich rentiert, einige wenige Partnerprogramme sehr intensiv einzusetzen und sich vor allem Gedanken zu machen, wie man sie am besten integriert und bewirbt. Durch das bloße Einbauen von Werbebannern dürfte kaum jemand reich werden, außer man betreibt zufällig eine Seite mit Millionen von Besuchern.</p>
<p>Stattdessen ist es eine gute Idee, am Anfang einiges an Arbeit zu investieren.</p>
<p>Ein Beispiel: ein Testbericht. Viele Menschen suchen nach Meinungen und Vergleichen im Internet. Wenn Du Dich in einem bestimmten Bereich gut auskennst, kannst Du dieses Wissen mit ein bisschen Glück in Geld verwandeln.</p>
<p>Zu dem Glück gehört, dass es passende Partnerprogramme gibt. Suchen kannst Du beispielsweise auf <a href="http://www.100partnerprogramme.de">100partnerprogramme.de</a>. Mit dessen Macher Karsten Windfelder findest Du noch ein Interview im Magazin.</p>
<p>Hast Du die passenden Partnerprogramme gefunden, geht es um den Inhalt, den Du Deinen Lesern anbieten willst. Du könntest nun der Idee verfallen, alle gut zahlenden Partner mit Lob zu überschütten. Viele Deiner Leser werden das bemerken, Dir entsprechend nicht glauben und nicht klicken. Sie sollen Dir aber glauben und wenn Du Ihnen etwas sehr Hilfreiches lieferst, nutzen Sie vielleicht sogar Deinen Link und Du bekommst die Provision.</p>
<p>Schreibe also lieber einen ehrlichen Testbericht, der alle Vor- und Nachteile benennt und auch Konkurrenten nicht ausspart. Oder baue einen Vergleich, den es in dieser Form nicht gibt &#8211; wenn Du mit PHP und MySQL umgehen kannst, hast Du einen großen Vorteil, weil Du eventuell sehr nützliche Webseiten programmieren kannst.</p>
<p>Aber auch ohne solche Kenntnisse funktioniert es, wenn Du Deinen Nutzern und Lesern einen Mehrwert bietest und die Werbung nicht im Vordergrund steht. Ich habe es meinen Lesern oft sogar freigestellt, ob sie den Werbelink benutzen oder einen normalen Link, für den ich keine Provision bekomme. Diese Ehrlichkeit hat zumindest bei mir gewirkt und ich habe zum Teil schöne Einnahmen.</p>
<p>Allerdings bewerbe ich die Themen oft auch gleichzeitig mit Google AdWords. Und das ist dann wiederum ein Kapitel für sich.</p>
<p>Du merkst an dieser Stelle: Wenn Du es professionell betreiben willst, brauchst Du Fachwissen, Ideen und Zeit &#8211; wie bei jedem anderen Job auch.</p>
<p>Wenn Du es nur nebenbei als Zusatzverdienst einsetzen willst, sieht das schon viel entspannter aus. Such Dir Testobjekte, die thematisch zu Deinem Weblog passen. Schreibe einen oder mehrere passende Berichte. Baue dort direkt die Werbung ein. Verheimliche nicht, dass es Werbung ist. Verlinke Deine Artikel gut.</p>
<p>Dann kann alles oder nichts passieren&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-68" src="/magazin/files/2009/01/02-ranking-partnerpr.png" alt="" width="274" height="134" /></p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-2-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.2, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/12-nr2-geld-verdienen/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		<title>Blogging All Over The World: Russland</title>
		<link>http://upload-magazin.de/magazin/42-blogging-all-over-the-world-russland/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 14:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Krusenstern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Russische Blogger sind besser vernetzt und haben höhere Leserzahlen, die dortigen Top 100-Blogs lesen sich wie ein Who’s Who der russischen Intelligenzija &#8211; und trotzdem teilen russischen Blogger Beleidigungen aus wie die Kosaken. Der Artikel im UPLOAD PDF-Magazin Nr.1. Die gesamte russischsprachige Blogosphäre besteht in mehr als 90 Ländern aus 1,15 Mio. Blogs, von denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Russische Blogger sind besser vernetzt und haben höhere Leserzahlen, die dortigen Top 100-Blogs lesen sich wie ein Who’s Who der russischen Intelligenzija &#8211; und trotzdem teilen russischen Blogger Beleidigungen aus wie die Kosaken.</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-48" src="/magazin/files/2009/01/01-russland.jpg" alt="" width="465" height="358" /></p>
<p>Der Artikel im UPLOAD PDF-Magazin Nr.1.</p>
<p>Die gesamte russischsprachige Blogosphäre besteht in mehr als 90 Ländern aus 1,15 Mio. Blogs, von denen 46 Prozent oder 540.000 Blogs in den letzten drei Monaten aktiv genutzt wurden. Zum Vergleich: Im deutschsprachigen Raum gibt es 600.000 Blogs, von denen maximal 60.000 aktiv sind.</p>
<p>Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber oder der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg als Blogger? Undenkbar! Nicht so in Russland, wo ein großer Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzia">Intelligenzija</a> bloggt:</p>
<ul>
<li><span><a href="http://belyh.ru/">Nikita Belych</a></span>, Oppositionspolitiker und Vorsitzender der Partei SPS</li>
<li><span><a href="http://hakamada.livejournal.com/">Irina Chakamada</a></span>, Präsidentschaftskandidatin 2003 und Vorsitzende der Partei SPS</li>
<li><span><a href="http://delyagin.livejournal.com/">Michail Deljagin</a></span>, Direktor des Institutes für Globalisierungsstudien IGSO</li>
<li><span><a href="http://maxim-kononenko.livejournal.com/">Maxim Kononenko</a></span>, Journalist und Internet-Berater von Präsident Putin</li>
<li><span><a href="http://abstract2001.livejournal.com/">Marina Litwinowitsch</a></span>, Kasparow-Sprecherin und „Best of the Blogs“-Jurorin der Deutschen Welle</li>
<li><span><a href="http://doctor-livsy.livejournal.com/">Sergei Lukjanenko</a></span>, erfolgreichster russischer Science-Fiction-Autor</li>
<li><span><a href="http://vnovodvorskaia.livejournal.com/">Walerija Nowodworskaja</a></span>, Bürgerrechtlerin und Duma-Abgeordnete der Partei DU</li>
<li><span><a href="http://shenderovich.livejournal.com/">Wiktor Schenderowitsch</a></span>, populärster russischer Satiriker</li>
</ul>
<div>Weblogs haben in Russland die wichtigen Funktionen von Medien und Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) übernommen. Nur über die Weblogs gibt es noch die Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit &#8211; alles Grundrechte für die Bürger eines demokratischen Staates.</div>
<p>Maxim Kononenko glaubt sogar, dass „die gesamte politische Diskussion in Russland heute in Weblogs stattfindet“. Man dürfe sich aber keine Illusionen machen, erklärt der Politologe Dmitri Oreschkin, Russland-Direktor des amerikanischen <a href="http://www.mgboston.com/">Merkator-Think Tank</a>: „Die Weblogs repräsentieren nur den fortschrittlichsten Teil der Bevölkerung“.</p>
<p>Tatsächlich leben 79 Prozent aller russischen Blogger in den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg (wo nur 10 Prozent der Bevölkerung leben), 20 Prozent der Blogger verteilen sich auf die zehn nächstgrößeren Städte (8 Prozent der Bevölkerung). Das letzte 1 Prozent verteilt sich über 82 Prozent der Bevölkerung &#8211; die russische Blogosphäre ist dort ein Schwarzes Loch. Auffallend ist, dass russische Blogger austeilen wie die Kosaken. „Normalerweise degeneriert die Diskussion eines wichtigen Themas schnell zu einer Flut von Beleidigungen und Anschuldigungen“, stellt der russische Journalist <a href="http://tayga.info/">Dmitry Winogradow</a> resigniert fest. Der Gesprächspartner wird als „Handlanger des Kreml“ oder „Laufbursche des Weißen Hauses“ bezeichnet, als „Nazi“ oder „Agent der zionistischen Weltverschwörung“.</p>
<p>Maxim Kononenko pöbelte zum Beispiel nach einem brutalen Überfall auf die 31-jährige Oppositionelle Marina Litwinowitsch gegen deren Freunde (und nicht etwa die Täter):</p>
<blockquote><p>Ihr Hundesöhne benutzt die herausgeschlagenen Zähne Eurer Freundin, um Eure Aufgaben zu lösen. Ihr, Vieh und Lumpen, habt Eure Freundin verprügelt. Ihr, Arschlöcher und Viehzeug, seid bereit, eine Frau und ihr Kind zu töten, um an Geld zu kommen. (&#8230;) Alles Elend meines Landes kommt von solchen wie Euch! Ich hoffe, das Land frisst Euch auf, zusammen mit Eurer Scheiße!</p></blockquote>
<p>Manchmal wird man bei russischen Weblogs den Eindruck nicht los, im legendären Brief der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saporoger">Saporoger Kosaken</a> zu lesen, welche den türkischen Sultan 1676 als „Ziegendieb, Schweineschnauze, Stutenarsch und Metzgerhund“ bezeichneten. Die Saporoger Kosaken zählten allerdings nicht gerade zur Intelligenzija.</p>
<p>Interessant ist, dass sich viele russische Blogger selbst über diese Auswüchse schämen. „Vielleicht liegt es daran, dass es keine russische Tradition eines politischen Dialogs gibt?“ fragt sich Dmitri Winogradow. Oder an den „sicheren Distanzen“ im größten Land der Welt? Bei uns ist die Chance größer, dass ich dem „Stutenarsch“ irgendwann einmal gegenübersitze…</p>
<p>Zum Glück haben Weblogs auch positive Auswirkungen, zum Beispiel auf die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit. Oppositionelle mussten früher neue Mitglieder heimlich unter ihren Bekannten anwerben, was die Miliz früher oder später erfuhr. Jetzt bauen sich oppositionelle Jugendbewegungen wie „<a href="http://community.livejournal.com/ru_oborona/">Oborona</a>“ , „Da!“ und „Ja dumaju“ über ihre Blogs im LiveJournal auf und organisieren damit sogar Demonstrationen.</p>
<p>Doch der Kreml schaut dem Treiben nicht untätig zu: Mit der Abhöreinrichtung SORM wird das russische Internet überwacht und im Oktober 2006 kaufte das russische „Medienunternehmen“ Sup.com überraschend für 20 Mio. Dollar die Rechte für den russischsprachigen Teil von LiveJournal. Dahinter steckt einer jener russischen Oligarchen, der als Inbegriff von Kremltreue und Zensur gilt.</p>
<h2>Über den Autor</h2>
<p>Jürg Vollmer ist Ex-Journalist (u.a. „Tagesschau“ des Schweizer Fernsehens) und Kommunikationsfachmann. Seit Mai 2006 schreibt er im <a href="http://www.krusenstern.ch">Krusenstern-Weblog</a> täglich über Russland und die Ukraine. Krusenstern zählt mit täglich 350 bis 500 Lesern sowie Backlinks von 120 Blogs zu den 35 größten Weblogs der Schweiz sowie zu den drei größten englisch-/deutschsprachigen Russland-Weblogs weltweit.</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-1-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.1, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/3-nr1-abgemahnt/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&quot;Fotos zu klauen ist kein Kavaliersdelikt&quot;</title>
		<link>http://upload-magazin.de/magazin/37-fotos-zu-klauen-ist-kein-kavaliersdelikt/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 14:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Folkert Knieper ist unter Bloggern bekannt, gefürchtet und höchst umstritten. Mit allen juristischen Mitteln verteidigt er seine Rechte an den Fotos, die er für die Seite „Marions Kochbuch“ macht. Das banal scheinende Bild eines Brötchens kann leicht mit einigen hundert Euro zu Buche schlagen, sofern man es widerrechtlich benutzt &#8211; und sich erwischen lässt. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folkert Knieper ist unter Bloggern bekannt, gefürchtet und höchst umstritten. Mit allen juristischen Mitteln verteidigt er seine Rechte an den Fotos, die er für die Seite „Marions Kochbuch“ macht. Das banal scheinende Bild eines Brötchens kann leicht mit einigen hundert Euro zu Buche schlagen, sofern man es widerrechtlich benutzt &#8211; und sich erwischen lässt. Das Entsetzen und die Empörung in der Blogosphäre sind entsprechend groß. Im Gespräch mit UPLOAD äußert sich Folkert Knieper zu den Vorwürfen, die im Zusammenhang mit seinen Abmahnungen immer wieder geäußert werden. Und er erklärt aus seiner Sicht, warum er gar nicht anders handeln kann.</p>
<p><span id="more-37"></span></p>
<p><strong>Erzählen Sie doch einmal mehr zu den Hintergründen. Es geht doch meistens um Aufnahmen von Lebensmitteln. Wie kam es zu diesen Fotos?</strong></p>
<p>Erst haben meine Frau und ich privat Rezepte gesammelt. Da wir oft hinterher nicht mehr wussten, wie das Gericht aussieht, habe ich schließlich Fotos zu den Rezepten gemacht. Das war erst einmal nur für uns. Dann habe ich eine Datenbank daraus erstellt und als es mit dem Internet billiger wurde, haben wir die Website „Marions Kochbuch“ gestartet. Sieben Jahre ist das jetzt her.</p>
<p><strong>Inwiefern sind diese Fotos für Sie wertvoll?</strong></p>
<p>Ich höre oft: Die Bilder sind nichts besonderes. Aber genau das wollen wir mit diesen Fotos: Sie sollen das Gericht möglichst naturgetreu darstellen. Das ist sonst in diesem Bereich nicht üblich und die Bilder haben anderswo mit dem fertigen Gericht gar nichts zu tun. Über die Jahre sind die Fotos noch besser geworden und heute mache ich sicher schönere Aufnahmen als noch vor zwei, drei Jahren. Wirklich wichtig ist für uns aber, dass die Fotos bei der Google Bildersuche so gut gelistet werden. Pro Bild bekommen wir einige hundert Besucher.</p>
<p><strong>Und was ist genau das Problem, wenn jemand eines ihrer Bilder auf seiner Seite verwendet?</strong></p>
<p>Zum einen habe ich das Urheberrecht an den Fotos. Sie zu klauen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Das sollte man wissen. Zum anderen erkennt Google Bilder, die mehrfach vorhanden sind und wirft Duplikate aus seinen Suchergebnissen. Das Problem: Das kann auch unser eigenes Bild sein, das wir mit einigem Aufwand nach oben gebracht haben. Wir haben uns vor zwei Jahren mit dem Kochbuch selbstständig gemacht. Die Besucher über Google zu bekommen, ist unsere Existenzgrundlage. Wird sich da fleißig bedient, fliegen wir raus. Da kann man nicht tatenlos zusehen. Irgendwann ist der Spaß vorbei.</p>
<p><strong>Warum schreiben Sie die Website-Besitzer nicht einfach per Mail an, die unberechtigt eines ihrer Fotos benutzen? Warum gleich eine Abmahnung?</strong></p>
<p>Wir haben es sehr lange per E-Mail probiert und damals eine Entschädigung von 50 DM verlangt. Selbst das war den meisten zuviel. Wir haben keine guten Erfahrungen damit gemacht. Und irgendwann wurden es auch so viele Fälle, dass es für uns nicht mehr zu leisten war. Da haben wir es einem Anwalt übergeben. Selbst der war irgendwann mit der Menge an Verstößen überfordert. Heute hilft uns eine Kanzlei.</p>
<p><strong>Manche werfen Ihnen vor, die Urheberrechtsverstöße zu provozieren. Wie stehen Sie dazu?</strong></p>
<p>Wir weisen auf jeder Seite unserer Website darauf hin, dass die Werke urheberrechtlich geschützt sind. Noch deutlicher kann man es nicht mehr machen. Aus der Google Bildersuche wollen wir unsere Fotos nicht entfernen, weil wir darüber sehr viele Besucher bekommen.</p>
<p>Wer ein Foto auf die Website stellt, das er selbst nicht gemacht hat, begibt sich immer in Gefahr. Das gilt selbst dann, wenn man das Foto aus einer der kostenlosen Datenbanken hat. Denn wer will garantieren, dass die Bilder dort wirklich von den jeweiligen Fotografen hochgeladen werden? Wenig Sinn macht es auch, Bilder im Ausland zu klauen. Schließlich können diese Aufnahmen wiederum aus Deutschland stammen.</p>
<p><strong>Wie man liest, schlägt eines Ihrer Brötchenfotos mit 6000 Euro zu buche. Mal ehrlich: Ist das nicht überzogen?</strong></p>
<p>Das ist auch so eine Sache: Die 6000 Euro sind der Streitwert. Niemand bekommt dieses Geld. Nach dem Streitwert berechnet sich das Honorar des Anwalts. Ich selbst bekomme 130 Euro Lizenzkosten für das Bild. In diesem Punkt werden alle möglichen Unwahrheiten verbreitet und es wird viel durcheinandergeworfen. Der Betrag in der Unterlassungserklärung beispielsweise muss rein rechtlich sehr hoch angesetzt werden. Er soll abschreckend sein, damit die Erklärung auch wirksam ist.</p>
<p><strong>Trotzdem kommen inklusive der Anwaltskosten schnell mehrere hundert Euro für die Abgemahnten zusammen. Was ist, wenn derjenige das nicht bezahlen kann?</strong></p>
<p>Wir haben in der Vergangenheit schon oft mit uns reden lassen. Wir wollen niemanden ruinieren. In manchen Fällen haben wir am Ende draufgezahlt, weil wir unsere Anwaltskosten selbst übernommen haben &#8211; soviel dann auch zum Thema „Abzocker“. Wenn manche allerdings anfangen, Unwahrheiten über uns zu verbreiten und andere aufzuwiegeln, haben sie natürlich keine Möglichkeit mehr zu verhandeln.</p>
<p><strong>Müssen Sie sich nicht davor fürchten, dass jemand die Abmahnung zurückweist und vor Gericht geht?</strong></p>
<p>Nein. Diese Fälle sind absolut eindeutig. Wir legen dem Richter das Original in hoher Auflösung vor, er sieht im Vergleich das Bild auf der anderen Website und damit ist der Fall klar. Ich kann nicht verstehen, wie manche Anwälte ihre Mandanten so falsch beraten können. Ich kann nur raten, sich einmal in einen Gerichtssaal zu setzen und sich das Geschehen dort anzusehen. Wenn diese Maschinerie erst einmal angelaufen ist, wird es richtig teuer. Die Leuten wissen oft gar nicht, was sie sich da antun.</p>
<p><strong>Warum trifft es eigentlich so oft Blogger?</strong></p>
<p>Bei uns waren es gar nicht sehr viele. Aber das Problem bei den Bloggern ist, dass sie ihre Pflichten nicht kennen. Die laufen blind in solche Sachen rein und werden unglücklich damit. Irgendwann ist so ein Punkt, wo man sagt: Da können wir keine Rücksicht mehr drauf nehmen. Wenn man davon leben muss, kann man sich nicht die Lebensader durchschneiden. Da muss man dagegen vorgehen.</p>
<p><strong>Sind Sie selbst auch schon abgemahnt worden?</strong></p>
<p>Natürlich, das passiert immer wieder. Wer weiß zum Beispiel schon, dass „Dresdner Stollen“ ein geschützter Begriff ist, „Hamburger Aalsuppe“ aber nicht? Auch das Impressum sollte angeblich mal nicht vollständig sein.</p>
<p><strong>Was raten Sie Bloggern?</strong></p>
<p>Das einzige, das funktioniert, ist Respekt und sich einmal zu überlegen, Inhalte selber zu schaffen. Beispiel: Anstatt ein Rezept zu kopieren, kann ich ja darüber schreiben und dann auf das Original verlinken. Das ist schließlich der tiefere Sinn der Hyperlinks: Man hat eine Information an einem Ort und der Rest verlinkt darauf.</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-1-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.1, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/3-nr1-abgemahnt/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie ein Schlag in die Magengrube</title>
		<link>http://upload-magazin.de/magazin/26-wie-ein-schlag-in-die-magengrube/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 14:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kirstin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil sie die olympischen Ringe in ihrem „Saftblog“ abgebildet und über die olympischen Spiele geschrieben hatten, bekam die Kelterei Walthers Post vom Anwalt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) berief sich dabei auf seine Rechte an diesem Symbol, die durch ein eigenes Gesetz geschützt sind. Kurz zuvor hatten die Walthers gerade in einer anderen Sache eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil sie die olympischen Ringe in ihrem „Saftblog“ abgebildet und über die olympischen Spiele geschrieben hatten, bekam die Kelterei Walthers Post vom Anwalt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) berief sich dabei auf seine Rechte an diesem Symbol, die durch ein eigenes Gesetz geschützt sind. Kurz zuvor hatten die Walthers gerade in einer anderen Sache eine Abmahnung erhalten. Warum es das Saftblog daraufhin fast nicht mehr gegeben hätte, wie die Reaktionen ausfielen und warum es das Blog heute doch noch gibt, schreibt Geschäftsführerin und Bloggerin Kirstin Walther hier für UPLOAD – verbunden mit einem ganz großen Dankeschön an die Blogosphäre.</p>
<p><span id="more-26"></span><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-32" src="/magazin/files/2009/01/01-saftblog.jpg" alt="" width="465" height="359" /><br />
Dieser Artikel im UPLOAD PDF-Magazin Nr.1.</p>
<p>Unsere erste Abmahnung erhielten wir im August 2006 von einem Wettbewerber, weil wir im Internetshop Aussagen trafen, die laut Lebensmittelverordnung unzulässig waren.</p>
<p>Diese Abmahnung war berechtigt und zog nach sich, dass wir in den Monaten vor der DOSB-Abmahnung ausschließlich damit beschäftigt waren, alle Verpackungen, Werbeflyer, Webinhalte etc. prüfen und ändern zu lassen. Das war extrem zeitaufwendig und hat auch sehr viel Geld und Nerven gekostet.</p>
<p>Als im Dezember 2006 dann diese 17-seitige Abmahnung von den Anwälten des DOSB reinflatterte, war das wie ein Schlag in die Magengrube. Viele Gedanken gingen uns damals durch den Kopf… Von: „Soll das ein Scherz sein?“ Bis: „Wenn man das so liest, bekommt man Bedenken, dass man ins Gefängnis wandert.“</p>
<p>Das war auch der Grund, warum ich damals, als ich kurz über die Abmahnung im Saftblog berichtete, ziemlich geschockt war und wirklich ernsthaft darüber nachdachte, nie wieder Inhalte ins Netz zu stellen. Denn wenn man den Kopf nicht aus dem Graben steckt, wird man natürlich weniger schnell getroffen.</p>
<p>Die Welle die nach Hinweis auf unsere Misere losbrach, war gigantisch und völlig überraschend für uns. Die Solidarität der Blogger führte auch dazu, dass wir unzählige und wertvolle Informationen erhielten, die uns viel Mut machten und zeigten, dass die Anschuldigungen des DOSB doch erstmal geprüft werden sollten.</p>
<p>Und außerdem scheint es so gewesen zu sein, dass die Pressestelle des DOSB schon etwas verdutzt war, wieso sie plötzlich jede Menge E-Mails und Anrufe erhielten, mit dem Inhalt, dass sie uns bzw. das Saftblog doch gefälligst in Ruhe lassen sollen.</p>
<p>Wir sind sehr froh, dass mit Unterstützung der vielen Blogger und der anderen Leute die Sache sehr glimpflich für uns ausging. Die Einträge durften wir stehen lassen, nur die Ringe wurden entfernt und die Kostenquote auf 10 Prozent verringert.</p>
<p>Im Nachhinein war es natürlich eine sehr außergewöhnliche Erfahrung, die uns, nachdem klar war, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen, trotz allem sehr viel Mut gemacht hat. Und somit war auch sonnenklar, dass wir weiterbloggen. Es macht uns stolz, zu dieser „Bloggerszene“ dazu zu gehören.</p>
<p>Das Fazit, was sich für uns ergab ist – in Bezug auf weitgehend abmahnsicheres Bloggen – ist: (Dummheit)/Naivität schützt vor Strafe nicht.</p>
<p>Und immer zweimal nachdenken bzw. nachprüfen, bevor man Dinge (in erster Linie Bilder) veröffentlicht, die man nicht selber gemacht hat.</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-1-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.1, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/3-nr1-abgemahnt/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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		<title>Vier Chancen, abgemahnt zu werden</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 14:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer im Alltag Gesetze übertritt, kann meist darauf hoffen, nicht erwischt zu werden. Anders im Internet: Das weltweit verfügbare Netz macht es leicht wie nie, Verstöße gegen Gesetze zu entdecken. In Deutschland gibt es die Abmahnung, die wie ein „blauer Brief“ in der Schule ist: die letzte Warnung vor schlimmeren Konsequenzen &#8211; in diesem Fall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Alltag Gesetze übertritt, kann meist darauf hoffen, nicht erwischt zu werden. Anders im Internet: Das weltweit verfügbare Netz macht es leicht wie nie, Verstöße gegen Gesetze zu entdecken. In Deutschland gibt es die Abmahnung, die wie ein „blauer Brief“ in der Schule ist: die letzte Warnung vor schlimmeren Konsequenzen &#8211; in diesem Fall ein Gerichtsverfahren. Eigentlich eine gute Sache. Aber die Abmahnung kombiniert mit dem schnell durchsuchbaren Internet und vielen Nutzern mit geringen Rechtskenntnissen ergibt ein explosives Gemisch. UPLOAD stellt hier einmal die vier besten Chancen vor, selbst Opfer einer Abmahnung zu werden. Es gibt noch mehr. Aber die folgenden sind die häufigsten Fallen für Blogger.<span id="more-17"></span><img class="alignnone size-full wp-image-18" src="/magazin/files/2009/01/01-vier-chancen.jpg" alt="" width="465" height="373" /></p>
<h2>Bilder und Grafiken</h2>
<p>Manch einer denkt: Was im Internet frei verfügbar ist, darf auch frei verwendet werden. Das Gegenteil ist der Fall: Das meiste darf nicht ohne entsprechende Erlaubnis genutzt werden. Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Gleiches gilt beispielsweise für Illustrationen, Grafiken und Stadtpläne.</p>
<p>Das heißt: Nur der ursprüngliche Macher darf bestimmen, was mit seinem Werk geschieht. Eine Einschränkung: Es muss eine gewisse „Schöpfungshöhe“ erreicht werden. Das Bild muss also ein eigenständiges Werk sein. Das aber wird meist großzügig für den Urheber ausgelegt. Im Fall der Fälle entscheidet es ein Richter.</p>
<p>Fotos, Grafiken und Stadtpläne können ein teurer Spaß werden. Als Schadenersatz werden hier meist die Lizenzkosten angesetzt, die der Urheber erzielt hätte &#8211; unabhängig davon, wie realistisch das in diesem Fall ist.</p>
<p>Wenn Du das Bild verwendest, musst Du dafür zahlen. Da kommen sehr schnell einige hundert Euro zusammen. Hast Du das Bild bei einer der großen internationalen Agenturen „entliehen“, können es auch einige tausend Euro werden. Das kannst Du mir glauben, ein entsprechendes Schreiben habe ich selbst schon in Händen gehalten &#8211; glücklicherweise war ich nicht derjenige, der es zu bezahlen hatte.</p>
<p>Also: Die Google-Bildersuche ist eine ganz schlechte Idee. Die meisten Fotos und Grafiken dort darfst Du nicht verwenden und können Dir sehr viel Ärger einbringen. Auch die Bilder in Communitys wie flickr.com sind meist nicht frei verfügbar. Eine Ausnahme stellt hier die „Creative Commons“-Lizenz dar. Die ist aber immer unterschiedlich. Am Besten fragst Du beim Urheber direkt nach. Ähnlich gilt das auch für Seiten wie photocase.com und pixelio.de. Hier heißt es zwar offiziell, man könne die Bilder verwenden. In Wirklichkeit übernehmen die Seiten aber keine Garantie dafür, dass diejenigen, die das Bild hochgeladen haben, auch die entsprechenden Rechte besitzen.</p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit, das alles gut geht, ist hier hoch &#8211; aber es kann selbst hier schiefgehen.</p>
<h2>Texte</h2>
<p>Was für Bilder, Illustrationen und Grafiken gilt, gilt auch für Texte: Sie haben einen Urheber und der hat zunächst alle Rechte daran. Unter anderem darf der Urheber bestimmen, wo und wie seine Werke verwendet werden. Erlöschen können diese Rechte frühestens 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Aber selbst dann sind nicht alle Werke automatisch frei verfügbar.</p>
<p>Bei vielen Texten kann man sich streiten, inwiefern sie überhaupt ein eigenständiges Werk darstellen, dass per Gesetz geschützt werden sollte. Aber wenn Du Ärger vermeiden willst, gehst Du mit jedem Text respektvoll um. Dank solcher Internetdienste wie Copyscape.com ist es übrigens sehr leicht, gestohlene Texte im Internet zu entdecken. Und auch Google eignet sich, weil man die Suchmaschine nach typischen Textpassagen suchen lassen kann.</p>
<p>Übrigens können auch Listen und andere Sammlungen entsprechend geschützt sein. Wenn Du beispielsweise eine interessante Linkliste entdeckst, solltest Du sie also nicht einfach kopieren. In gefährliche Gewässer begibst Du Dich auch, wenn Du Textsammlungen wie Lexika oder Rezepte übernimmst. Zwar gibt es hier unterschiedliche Urteile, aber sag hinterher nicht, man hätte Dich nicht gewarnt. Wenn Du Texte brauchst, setzt Du Dich am besten selbst ran. Es ist übrigens nicht verboten, die Fakten aus einem Artikel zu übernehmen und daraus einen eigenen zu machen. Selbst wörtliche Zitate sind nicht geschützt. Zum guten Ton gehört es allerdings, die Quelle der Informationen zu nennen.</p>
<p>Apropos Zitate: Du darfst einen Text zitieren. Zitieren heißt aber nicht, den gesamten Text als Zitat auszugeben. Andere Möglichkeit: Du beauftragst jemanden mit dem Schreiben. Wenn‘s ganz billig sein soll, bietet sich ein Dienst wie Textbroker an.</p>
<h2>Marken</h2>
<p>Ein elektronisches Gerät mit einem angebissen Apfel als Logo darauf hat an sich schon einen höheren Wert als ohne. Das liegt daran, dass sich die Firma Apple Inc. im Laufe ihrer inzwischen 30-jährigen Geschichte ein gewisses Image erarbeitet hat. Dieses Image hat viel Geld gekostet: Produktentwicklung, Marketing und Verkauf haben viele Milliarden Dollar verschlungen. Das zahlt sich nun aus, weil die Marke für etwas steht, was nicht unbedingt kommuniziert werden muss. Selbst einzelne Produkte des Unternehmens wie der MP3-Player iPod haben es zu eigenständigen Marken geschafft, die teilweise die Hauptmarke überstrahlen.</p>
<p>Solche Beispiele gibt es viele. Und es gibt Marken, die niemand kennt und die trotzdem geschützt sind. Recherchier mal beim Deutschen Patent- und Markenamt. Du wirst erstaunt sein, was alles geschützt ist. Selbst alltägliche Begriffe, Redewendungen oder Aussprüche können dazugehören. Erinnerst Du Dich an den Stress, den es rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gab? Viele Begriffe in diesem Zusammenhang waren markenrechtlich geschützt und durften nur von dafür autorisierten Firmen genutzt werden.</p>
<p>Bis vor kurzem war mir persönlich auch nicht klar, dass die olympischen Ringe geschützt sind &#8211; sogar durch ein eigenes Gesetz. Die Saftblogger von der Kelterei Walthers haben das schmerzhaft zu spüren bekommen. Sie haben nicht etwa mit den olympischen Ringen geworben, sondern sie als Illustration in einem Blogbeitrag genutzt. Das reichte.</p>
<p>Also überleg Dir zweimal, ob Du eine Marke in Deinem Weblog abbilden oder benennen willst &#8211; ja richtig: Das Benennen kann schon zuviel sein. Denn in Blogs tauchen Begriffe aus der Überschrift beispielsweise oft auch in der Adresse des Artikels auf. Sortiert Google Dich dann auch noch weit vorn ein, kann das als Missbrauch der Marke angesehen werden. Der Werbeblogger machte dazu beispielsweise unschöne Erfahrungen mit dem Vater von Model Heidi Klum.</p>
<p>Übrigens: Eigentlich gilt das Markenrecht nur gegenüber Unternehmern, nicht gegenüber Verbrauchern. Aber darauf solltest Du Dich nicht verlassen: Die Grenzen sind fließend.</p>
<h2>Meinungen</h2>
<p>Weblogs sind meinungsstark. In vielen Artikeln geht es hoch her, in der anschließenden Diskussion noch höher. Das ist ja auch alles kein Problem, schließlich haben wir ja Meinungsfreiheit in unserem schönen Europa. Oder?</p>
<p>Meinungsfreiheit: ja. Aber wie es im Juristendeutsch so schön heißt: Die Meinungsfreiheit findet ihre Grenzen in höher-tehenden Gesetzen. Manche Meinung entpuppt sich beispielsweise als Tatsachenbehauptung. Andere Meinungen sind in den Augen eines Richters Beleidigungen. Der Grat dazwischen kann verflucht schmal werden und zu beiden Seiten geht es tief, tief runter.<strong></strong></p>
<p><strong></strong>Wenn ich beispielsweise schreibe: „Deutschlands erfolgreichster Blogger Robert Basic lässt sich kaufen“, dann ist das keine Meinung, sondern eine behauptete Tatsache. Wenn ich diese Aussage belegen könnte, ginge das sogar in Ordnung. Wenn ich aber eigentlich nur einen entsprechenden Verdacht habe, kann Robert Basic per Anwalt und Gericht einfordern, dass ich diese Aussage entferne. Wenn ich schriebe: „Robert Basic ist eine Blognutte“, könnte das eine Beleidigung sein. Dann wird‘s für mich eng, sofern Robert dagegen vorgeht: Denn wo kein Kläger, da kein Richter. Schriebe ich hingegen: „Nach meinem Eindruck lesen sich manche Beiträge von Robert Basic, als würde er dafür bezahlt“, dann kann er dagegen nicht viel unternehmen. Das wäre mein persönlicher Eindruck und den kann man mir nicht wegklagen.</p>
<p>Übrigens halte ich Robert Basic für einen fleißigen, weitsichtigen und sympathischen Blogger. Und ich glaube, dass er alles offenlegt und seine Meinung nicht käuflich ist. Aber er musste jetzt einfach mal als Beispiel herhalten&#8230;</p>
<h2>Mehr zum Thema</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10" src="/magazin/files/2009/01/ausgabe-1-titel.jpg" alt="" width="465" height="328" /></p>
<p>Der Artikel stammt aus dem PDF-Magazin Nr.1, das Du Dir jetzt kostenlos herunterladen kannst. <a href="http://upload-magazin.de/magazin/3-nr1-abgemahnt/">Mehr dazu in diesem Artikel.</a></p>
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