Buchpublisher im Überblick

Ein Beitrag von: Sebastian Schürmanns



Hinweis vom 13.5.2013: Es gibt einen aktualisierten Überblick über Self-Publisher im Upload-Magazin. Die Informationen in diesem Beitrag sind größtenteils veraltet.

Wer heute ein Buch publizieren will, trifft auch abseits der traditionellen Verlage auf ein reichhaltiges Angebot: Neben den etablierten Dienstleistern wie BoD in Deutschland oder Lulu aus den USA existiert eine Vielfalt an Nischenanbietern mit sehr unterschiedlicher Ausprägung. Dennoch findet man keinen Service, der alle Wünsche vereint oder durch Design und Funktionalität ähnlich zu überzeugen weiß, wie beispielsweise Issuu im Magazin-Sharing-Bereich. Einige neue Plattformen schicken sich jedoch an, diese Lücke zumindest teilweise zu schließen. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Selfpublisher und interessantesten Newcomer mit ihren Besonderheiten kurz skizziert und abschließend in tabellarischer Form grob verglichen. Detaillierte Beschreibungen einzelner Anbieter folgen in separaten Beiträgen.

Amazon Digital Text Platform (Kindle)


Bereits seit 2008 online und dennoch weitestgehend unbekannt: Über die Digital Text Platform von Amazon kann man ohne Umwege seinen Text für den Kindle veröffentlichen. Für die Amazon-Plattform hat sich zuletzt eine SF-Autorengruppe in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion entschieden. Denn auch die Konditionen klingen im Vergleich zu traditionellen Verlagen zunächst verlockend: Ein Autorenhonorar von 35%.

Dennoch bleibt der Bekanntheitsgrad der Plattform gering – und ein genauerer Blick macht die Gründe verständlich: Zunächst verspricht die Veröffentlichung für den Kindle zumindest in Deutschland noch keine große Zielgruppe, zumal auch der Kindle nicht ohne Konkurrenz dasteht. Zudem stand die Plattform lange Zeit nur US-Nutzern zur Verfügung (für eine Veröffentlichung benötigte man eine amerikanische Sozialnummer sowie einen amerikanischen Bank-Account). Erst seit Mitte Januar 2010 hat Amazon seinen Kindle-Store sowie auch die Digital Text Plattform für deutsche Autoren und Verlage geöffnet. (Auf Lesen.net hat Thomas Knip einen ausführlichen Bericht über die Amazons DTP geschrieben).

Auch die Konditionen sind weniger gut, als es zunächst den Anschein hat: andere Selfpublisher gewähren bei Ebooks 50% bis 85% Autorenhonorar – freilich ohne die Vertriebskraft eines externen Händlers. Über externe Händler sinken auch bei anderen Anbietern die Honorare auf 20-40%. Nicht zuletzt lässt auch die Benutzerfreundlichkeit zu Wünschen übrig: Die Konditionen sind in einem Agreement mit entsprechend juristischen Formulierungen aufgelistet, aus den weit verzweigten FAQs wird man kaum schlau und schließlich wird eine html-Formatierung empfohlen, was für die meisten Autoren eine nicht unerhebliche Hürde darstellen dürfte. Nicht ausgeschlossen, dass Amazon mit der stiefmütterlichen Behandlung der Plattform Rücksicht auf seine Geschäftskunden demonstrieren will, die über eine starke Konkurrenz durch den Buchhändler wohl kaum begeistert wären.

Blurb

Der Selfpublisher Blurb aus den USA hat sich auf Bildbücher spezialisiert und dürfte in dieser Nische der bekannteste Anbieter sein.

Eine Übersicht gibt Auskunft über die Herstellungskosten, die je nach Format, Umfang und Auflage variieren. Ein 160-Seiten umfassendes Softcover-Buch kostet demnach ca. 21,- Euro, zzgl. Versandkosten von 5,- (standard) bis 28,- Euro (express).
Autoren können bei Blurb ihre Bücher verkaufen und ihr Honorar selbst bestimmen: es wird schlicht zum Herstellungspreis addiert. Hinzu kommt eine einmalige „processing fee“ von 4,- Euro.
Blurb-Bücher haben keine ISBN und können daher nicht über den normalen Buchhandel erworben werden, sondern nur über den Blurb-Shop. Käufer aus Europa müssen daher recht hohe Versandkosten tragen oder (bei Standard-Versand) lange Lieferzeiten in Kauf nehmen.
Für die Herstellung bietet Blurb mit BookSmart ein eigenes kleines Layout-Programm an. Passende Templates können über QuickStart Books gezogen werden. Als Ausgabeformat gibt es über den Blurb-Shop lediglich Print-Bücher, keine e-Formate.
Für überforderte Autoren bietet Blurb ein Vereichnis mit Grafikern, Editoren etc. an, zudem gibt es ein recht reduziertes, aber dennoch lebendiges Forum.
Fazit
Ohne ISBN und Anbindung an den Buchhandel bleibt Blurb ein Nischenanbieter für Foto- und Design-Bücher für den Eigenbedarf. Das macht Blurb allerdings gut: Das Angebot ist einfach und klar, die Seite übersichtlich und gut gestaltet, die Hilfestellungen praktikabel. Wer ein Fotobuch oder ähnliches für den privaten Kreis erhalten will, ist hier richtig. Wer jedoch auf eine möglichst hohe Verbreitung oder einen Verkauf setzt, wird es mit blurb schwer haben.

BoD

BoD ist der älteste und wohl größte Selfpublishing-Dienstleister im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und führt heute über 20.000 lieferbare Titel, an anderer Stelle ist von 150.000 Titeln die Rede, was vermutlich die Backlisten einschließt, die BoD für diverse Verlage druckt.

BoD

BoD – Books on Demand


Den Autoren stehen drei Möglichkeiten offen:

  • BoD-Fun = 0,- Euro Einrichtungsgebühr und 0,- Euro Jahresgebühr | Verkauf nur über den BoD-Buchshop ohne ISBN
  • BoD-Classic = 19,- Euro Einrichtungsgebühr und 19,- Euro Jahresgebühr | Mit ISBN und Verkauf über Buchhandelspartner (u.a. libri und amazon.de)
  • BoD-Comfort = 249,- Euro Einrichtungsgebühr und 19,- Euro Jahresgebühr  | Zusätzliches Ansichtsexemplar vor Drucklegung und persönliche Beratung

Die Daten werden bei BoD hochgeladen, nur für die Comfort-Version können Manuskripte auch per CD eingeschickt werden. Für den Satz gibt es mit EasyBook ein eigenes kleines Layout-Programm.
Bei BoD legt der Autor den Buchpreis und damit sein Honorar über den Buchkalkulator selbst fest. Ein 200-Seiten-Buch kann beispielsweise für 12,90 und einem Autorenhonorar von ca. 10% verkauft werden. Für das Selbstmarketing können eigene Autorenseiten erstellt werden, außerdem wird ein Novitätenkatalog an den Buchhandel geschickt (unwahrscheinlich, dass der gelesen wird).
Fazit
BoD hat sich auf die Herstellung klassischer Print-Bücher spezialisiert und macht diesen Job gut. Andere Formate wie E-Books oder gar Mobil-Ausgaben für eReader oder Smartphones (z.B. ePub) sucht man allerdings vergeblich. Auch in Sachen Marketing bleibt die große Frage, wie man seine Zielgruppe erreichen soll: Eine Webseite zu starten ist ein guter Anfang und auch die angebotenen PR-Instrumente können ein wirksames Mittel sein. Die Chancen für Selfpublisher, in althergebrachten Medien Aufmerksamkeit zu finden, ist jedoch marginal. Vielversprechender sind Communities, Social-Media-Netzwerke und ähnliches – auf diesen Zug ist BoD bislang allerdings noch nicht aufgesprungen.

Bookoven

Das junge und spannende Startup Bookoven aus Kanada setzt vor allem auf kollaboratives Publishing und gefällt mit einem reduzierten, übersichtlichen Design.

Die Plattform befindet sich noch im Entwicklungsstadium, hält aber bereits einige zentrale Features bereit:

  • Autoren können Texte hochladen und online editieren,
  • sie können andere Personen einladen und mit verschiedenen Rechten ausstatten,
  • sie können einzelne Snippets (Textbausteine) zur Überprüfung / zum Lektorat an die Community freigeben,
  • sie können abschließend das Buch online lesen lassen oder als ePup oder PDF downloaden.

Die Plattform ist bislang noch nicht kommerziell, allerdings arbeiten die Gründer an eine Book-on-Demand-Anbindung und dem Aufbau von Vertriebskanälen.
Fazit
Eine junge und noch recht unschuldige Plattform, die jedoch einiges an Potential birgt. Vor allem das Online-Editieren von Texten, die Online-Lesbarkeit, die Formatausgabe mit PDF und ePub und der kollaborative Ansatz könnte den Grundstein für eine neue Publishing-Plattform liefern, die frei vom Ballast älterer Selfpublishing-Tools ist und eine junge, online-affine und kollaborativ arbeitende Zielgruppe anspricht.

Bookriff

Einen völlig neuen Ansatz verfolgt das junge Startup Bookriff aus England: Texte oder Kapitel werden als „Riff“ bezeichnet, die die registrierten User zu einem neuen Buch „mixen“ können. Damit macht Bookriff nichts anderes, als vormals iTunes mit den CDs: Werke werden in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt und vom User in Compilations neu zusammengesetzt (passend als Playlist bezeichnet). Allerdings konnte iTunes auf die Traditionen der Mixtapes, CD-Compilations und DJs aufsetzen – bei Texten haben sich diese Formen – natürlich auch aus Mangel an technischen Möglichkeiten – noch nicht etabliert.
Der Preis eines neu gemixten Buches hängt von den Herstellungskosten (Seitenumfang) und den Einzelpreisen für die enthaltenen Riffs ab. Die Urheber eines Riffs erhalten bei Verkauf ein Honorar, nicht jedoch die „Composer“.
Noch befindet sich die Plattform im geschlossenen Stadium, erste Einblicke gewährt ein kleines Video:



Fazit
Der Ansatz ist äußerst spannend und ebenso mutig, denn er verlangt den Autoren, Lesern und „Composern“ viel Experimentierfreude ab. Interessant ist das Konzept vor allem für Autoren, die nicht gleich ein ganzes Buch veröffentlichen wollen, sondern ggf. nur Schnipsel, Kurzgeschichten oder Kapitel. Herausfordernd ist die Plattform sicherlich für Composer und Leser, die ihre Gewohnheiten umstellen müssen und sich ggf. als Content-DJ neu definieren können. Zwischen Autor und Leser einen neuen Mittler zu installieren, hat jedoch seinen Reiz.

Bookrix

Das Startup BookRix aus München bietet seinen Autoren zwar keine Kommerzialisierung und auch keine Printbücher an (von Einzelaktionen abgesehen), setzt jedoch umso mehr auf die Möglichkeiten des Webs: Das Sharing in der Community und die freie Verbreitung. Die Konditionen sind schnell erklärt: Nach der Registrierung ist für Autoren und Leser alles kostenlos: das Veröffentlichen, das Online-Lesen und das Downloaden.

Das angebotene Buchformat ist recht eigenwillig: Bei Bookrix-Büchern handelt es sich um HTML-Dateien und Media-Files, die in ein Zip-Archiv gepackt werden. Kein Wunder, dass Bookrix inzwischen auch das ebenfalls html/xml-basierte ePub-Format anbietet. Eine Distribution als Print-Buch oder PDF ist nicht im Angebot.
Die Stärke von Bookrix ist die Community: Bislang wurden etwa 15.000 Bookrix-Bücher von über 30.000 Mitgliedern veröffentlicht, der aktuelle „Bestseller“ ist ein etwa 200 Seiten starker Manga, der in acht Monaten über 4.600 mal angeklickt wurde und über 600 „Sterne“ erhielt. Neben der Community bietet BookRix Bücherregale, Empfehler-Funktionen und diverse Schreib-Wettbewerbe an. Die Zielgruppe ist überwiegend jung, die Publikationen oft nur ein paar Seiten lang, es dominieren Fantasy, Gedichte und Kurzgeschichten. Kein Ort für professionelle Ambitionen, aber ein hervorragender Ort für junge Hobby-Schreiber, die in einer zeitgerechten Weise Erfahrungen als Autor sammeln möchten.

epubli

Epubli ist der Selfpublish-Anbieter der Verlagsgruppe Holtzbrinck.

Die Plattform hat keine großen Besonderheiten, bietet jedoch alle Standard-Funktionen an: Bücher werden als PDF hochgeladen, anschließend mit einem Cover versehen und schließlich veröffentlicht.
An Kosten werden nur ein Pflichtexemplar zum Herstellerpreis sowie auf Wunsch der Kauf einer ISBN für 19,95 genannt. Zu den unterschiedlichen Vertriebskanälen gibt es keine Preisangaben (kostenlos?):

  • Ohne ISBN im epubli-Shop
  • Mit ISBN im Amazon-Marketplace
  • Mit ISBN im gesamten Buchhandel (amazon.de, buecher.de etc.)

Als Honorar erhält der Autor 75% der Gewinnmarge, anders ausgedrückt behält epubli von der Marge 25% ein, also ähnlich wie bei Fastpencil, Lulu und anderen Anbietern.
Als kleine Besonderheit bietet epubli eine Buchvorschau an, über die sich Käufer einen ersten Eindrück vom Buch verschaffen können. Leider lässt sich die Vorschau nicht extern embedden.
Fazit
Epubli ist ein relativ unspektakuläres, aber solides Angebot für Print-Bücher, das mit knapp 1.000 Publikationen (im Shop finden sich auch Publikationen des Dokumentenhändlers eload24) offensichtlich Zuspruch findet. Die Beschränkung auf Print-Formate lässt epubli vor allem als Alternative zu BoD erscheinen.

Fastpencil

Fastpencil ist eine junge Veröffentlichungsplattform mit viel Potential: Die Konditionen für Autoren bewegen sich im üblichen Rahmen, eine erfreuliche Besonderheit ist das kollaborative Arbeiten an Texten oder das Umschreiben von Klassikern ohne Verwertungsrechte. Ein noch erfreulicheres Tool hält Fastpencil für die Blogszene bereit: Inhalte können auf Knopfdruck per RSS importiert, neu sortiert und online editiert werden. Eine lang ersehnte Möglichkeit, sein Blog ohne viel Umstände in ein Print- oder Ebook zu verwandeln.

Der Gebührenkatalog sieht wie folgt aus:

  • Herstellerkosten für privaten Gebrauch ohne ISBN (ca. 7,80 für ein 200 Seiten s/w Paperback).
  • 9.99$ jährliche Bereitstellungsgebühr bei Verkauf des Buches
  • 19.99$ für ISBN und Vermarktung im eigenen Marketplace
  • 149.99$ für Distribution über Amazon & Co. im E-Book ODER Print-Format
  • 199.99$ für Distribution im E-Book UND Print-Format
  • 999.99$ für ein komplettes Betreuungspaket

Individuell können die Herstellungskosten über den Buchkalkulator ausgerechnet werden.
Das Autorenhonorar wird durch den selbst festgesetzten Buchpreis und den Distributionsweg bestimmt: Vom Ladenpreis werden die Herstellungskosten und ggf. 40% Händlerprovision abgezogen. Von der Marge erhält Fastpencil eine Provision von 25%.
Vertriebspartner für Print-Bücher sind unter anderem Amazon.com, Baker & Tailor, Barnes & Nobles sowie Ingram. Regionale Distributoren z.B. für den deutschen Markt sind leider nicht im Angebot. Ebooks werden in PDF und ePub geliefert und bei Amazon Kindle, Ingram Digital Network und einigen anderen amerikanischen E-Book-Sellern vertrieben. Die Distribution ist also derzeit noch auf den amerikanischen Markt ausgerichtet und für deutsche Autoren weniger attraktiv.
Fazit
FastPencil ist möglicherweise nicht der günstigste Anbieter, bietet jedoch einfache und transparente Konditionen. Interessant sind vor allem die Leistungen jenseits des Verkaufs: Der online-Herstellungsprozess macht es für webbasierte Inhalte sehr komfortabel und die Plattform ermöglicht kollaboratives Arbeiten – gute Argumente für Blogger und Webwriter. Auch die Nutzerführung, Formatausgaben und die Medienvielfalt sind ausgezeichnet. Bleibt abzuwarten, ob sich Pastpencil bald auch international aufstellt und die Distribution für deutsche Autoren attraktiver macht.

Fictionwise

Fictionwise ist kein Selfpublisher, sondern ein amerikanischer Audio- und Ebook-Publisher für Verlage oder Unternehmen, die mindestens 25 Titel über die Plattform anbieten möchten. Selfpublishing-Autoren könnten sich zwar zu diesem Zweck zu einem Kleinverlag zusammenschließen, allerdings publiziert Fictionwise nur englisch-sprachige Bücher, sodass das Angebot für deutsche Autoren ohne Relevanz ist. Da Fictionwise vor allem durch die Standard-Präsenz in der iPhone-Bibliothek Stanza bekannt ist, soll der Anbieter jedoch nicht unerwähnt bleiben. Interessierte können sich auf der Infoseite für Publisher über die Konditionen informieren.

GRIN

GRIN ist ein etablierter Selfpublisher im Hochschulbereich, der sich vor allem auf die Veröffentlichung von Abschlussarbeiten spezialisiert hat und zunehmend versucht, auch im Dissertationsbereich und aufwärts Fuß zu fassen. Viele Absolventen werden von GRIN bereits während der Schlussphase ihres Studiums aktiv angerufen und als Autoren angeworben.

Die Publikation bei Grin ist kostenfrei, es können Printbücher und Ebooks veröffentlicht werden, Grin bietet den Autoren ein Honorar, gestaltet die Preise jedoch selbst. Entsprechend der klassischen Kalkulation bei Wissenschafts-/Pflichtliteratur geht man schon vorab von einem geringen Interessentenkreis aus und setzt daher die Preise hoch an. Mit einer Handvoll Exemplaren müssen die Kosten wieder eingespielt werden. Ein hoher Verkauf wird damit zwar schon vorab ausgeschlossen, ist jedoch statistisch ohnehin sehr unwahrscheinlich. Für 10,- Euro kann man seine Honorarrechte an GRIN abtreten. Andernfalls staffeln sich die Honorare laut Anbieter wie folgt (Prozent vom Nettoverkaufspreis = Buchhandelspreis abzgl. MwSt.):

  • Ebooks: 40% für Abschlussarbeiten und Diss.,
  • Ebooks: 35% andere Arbeiten,
  • Print-Buch: 10% für alle Arbeiten.

Arbeiten werden ab der Note 3 veröffentlicht. Die Texte können als Word, RTF und – falls qualitativ ausreichend – in PDF hochgeladen oder eingeschickt werden. Das Ausgabeformat für Ebooks ist PDF. Der Vertrieb von E-Books erfolgt über den GRIN-Shop sowie über Partnerseiten wie Zeit.de, Spiegel-Online oder Tagesspiegel. Der Buchvertrieb erfolgt u.a. über Amazon und libri.
Fazit
GRIN ist eine zeitgemäße Spielart des Universitätsverlages und seit Jahren offensichtlich erfolgreich aktiv. Der Verlag hat Elemente eines Selfpublishers, behält sich jedoch die Preisgestaltung vor. Er spricht eine spezielle Zielgruppe an und knüpft die Veröffentlichung mit der Mindest-Benotung an weitere inhaltliche Bedingungen. Für Seminar- und Abschlussarbeiten ist Grin eine interessante Option, im Dissertationsgeschäft tut sich der Verlag noch schwer, was sicherlich dem Renommee geschuldet ist, das sich Autoren über klassische Verlage z.T. teuer erkaufen. Für Autoren außerhalb des Universitätsbetriebs stellt der Verlag keine Option dar. Ein weiteres Angebot im Wissenschaftsbereich macht der vdm-Verlag, der allerdings noch nicht ganz auf ein klassisches Lektorat verzichtet und daher nicht als Selfpublisher gelten kann.

Lulu

Der amerikanische Selfpublishing-Service Lulu.com ist in über 80 Ländern vertreten und Marktführer auf seinem Gebiet.

Bei Lulu legt der Autor entweder den Buchpreis oder sein Autorenhonorar fest. Anschließend rechnet der Kalkulator den Buchpreis oder das Autorenhonorar nach folgendem Muster aus: Druckkosten + Bindung + Honorar + Lulu-Provision (= 25% des Honorars als Aufschlag) = Buchpreis.
Lulu stellt drei verschiedene Vertriebspakete zur Auswahl, die wahlweise eine Listung bei Amazon.com (expanded distribution: free), Amazon Marketplace (25,- $) oder zusätzlich in nationalen Amazon-Portalen plus weiteren Online-Shops (global distribution: 75,- $) ermöglichen. Das deutsche Vertriebspaket „Published-By-You Deutschland“ existiert offensichtlich nicht mehr, sodass man ggf. die Global-Version erwerben sollte. Weitere Kosten entstehen durch ein (ggf. mehrmals) zu bestellendes Korrekturexemplar vor Freigabe der Druckdaten.
Die Buchdaten werden bei Lulu als PDF oder in verschiedenen Text-, Bild- oder Audioformaten hochgeladen. Für die Herstellung der Bücher bietet Lulu lediglich ein paar simple Word-Vorlagen an, den Rest muss der Autor selbst erledigen oder sich durch die ausführlichen FAQs durcharbeiten.
Große Vielfalt herrscht dagegen bei den Ausgabeformaten: Neben Kalendern, CDs oder Audio-Books bietet Lulu auch Ebooks im PDF-Format und neuerdings auch im ePub-Format an.
Im Bereich Marketing setzt Lulu auf die eigene Community mit Foren und Gruppen, die durchaus recht mitgliedsstark sind (bis zu 5000 User, im deutschen Forum kommen einzelne Threads auf mehrere tausend Klicks). Für das externe Marketing gibt es einen „buy now“-Button zum Einbinden in die eigene Webseite, Tipps für Suchmaschinen-Optimierung (SEO), FAQs zum Bloggen oder die Veröffentlichung von Pressemitteilungen.
Fazit
Lulu bietet als internationaler Marktführer ein breites Distributionsnetz und – soweit ersichtlich – gute Konditionen. Ein großes Manko von Lulu ist jedoch die völlig unübersichtliche Seitengestaltung: Informationen sind veraltet, widersprüchlich und in jedem Fall extrem schwer auffindbar. Die besten Konditionen mit dem sinnvollsten Vertrieb für deutsche Autoren sind auch im Forum niemandem so recht klar, und nicht einmal der Lulu-Mitarbeiter scheint die passende Antwort zu kennen. Ein weiteres (kleines) Manko ist das Fehlen von Service-Paketen, um z.B. überforderten Autoren die Formatierung abzunehmen. Dafür bietet Lulu jedoch eine große Vielfalt an Medien und Formaten an, vor allem das ePub-Format für E-Reader und Smartphones kann als großes Plus bewertet werden.

quillp

quillp ist ein junges Startup aus St. Gallen/Schweiz und streng genommen kein Angebot für Selfpublisher, sondern eine Mischung aus Leseplattform und Teststrecke für eigene Manuskripte. Für ihre eher skeptische Haltung gegenüber PoD-Verlagen führen die quillp-Macher gute Gründe an: Selbst publizierte Bücher seien für die Leserschaft mit durchschnittlich zwei verkauften Exemplaren schlicht nicht relevant. Statt der eigenen Buchveröffentlichung können die Autoren daher über quillp Texte hochladen und ihr Talent einem breiten Kreis von Lesern zugänglich machen – mit dem Ziel, dann doch von einem klassischen Verlag entdeckt zu werden.

Das Modell ähnelt in vieler Hinsicht dem weiter unten beschreibenen Ansatz von WeBook: Während dort jedoch Literaturagenten die Auswahl treffen und dementsprechend die Brücken zu den traditionellen Publishern bauen, sollen es bei quillp die Leser allein richten. Zwar besteht diese Leserschaft immerhin aus ca. 2.300 Mitgliedern. Allerdings wurden bislang nur etwa 10 Kommentare zu den knapp 250 Texten und Kurzgeschichten verfasst. Die übrigen Mitglieder scheinen sich mehr für die Publikationen der Verlage zu interessieren, die sie in ihr virtuelles quillp-Regal stellen können. Über die Anzahl der Views geben die Statistiken keine Auskunft.
Quillp ist seit Sommer 2008 live, hat in dieser Zeit jedoch offensichtlich keinen entscheidenden Impuls erfahren. Was nicht ist, kann natürlich noch werden, schließlich ist ein schlüssiges Vermittlungskonzept zwischen Schreibtalenten, Agenten und Verlagen wünschenswert. Nicht zuletzt haben Plattformen wie Myspace im Musikbereich gezeigt, dass der Weg über die Community zum etablierten Label erfolgreich sein kann. Nicht ganz verständlich ist jedoch die klare Ablehnung gegenüber dem Selfpublishing: Natürlich müssen die Möglichkeiten realistisch eingeschätzt werden, allerdings ist auch eine Veröffentlichung in einem Verlag noch lange keine Garantie für den Erfolg. Und überblickt man die Trends in Technologie, Marketing und Social Media, so dürfte das Selfpublishing zumindest für einige Autorenkreise eher an Bedeutung gewinnen.

Readbox

Readbox ist eine Lese- und Rezensionsplattform, die zahlreiche Bücher von Independent-Verlagen zum Online-Lesen und kaufen bereit hält. Über den Partnerverlag ruckzuckbuch.de bietet Readbox den Usern auch eine Veröffentlichung eigener Bücher an – allerdings bleibt der Publishing-Service absolutes Nebengeschäft, während sich die Readbox-Macher vor allem auf die Dateikonvertierung (auch als B2B-Service für Verlage) konzentrieren. Entsprechend bleibt Readbox hierzulande in Sachen Formatvielfalt ungeschlagen: Epub, Mobi, PDB und PDB, alles wird bedient. Ein weiterer Clou: Sämtliche Bücher können komplett online gelesen und sogar in externe Seiten eingebunden werden. Zwar ist die Embed-Box nicht sonderlich lesefreundlich – trotzdem geht Readbox damit einen ungewöhnlicher Schritt, der an Magazin-Plattformen wie Issuu erinnert und einen beträchtlichen Teil zum Erfolg dieser Plattformen beiträgt.

Preislisten für die Publikation eines Buches finden sich bei Ruckzuckbuch.de, und auch wenn einige Bücher von Readbox-Publishing zum Verkauf stehen, gibt es leider keine Informationen über eine Autorenbeteiligung, Distributionskanäle oder sonstige Konditionen.
Fazit
Das Online-Lesen und externe Embedden von Texten und Büchern ist ein Novum, das den anderen Buchpublishern fehlt und an das Angebot von populären Magazin-Plattformen wie Issuu erinnert. Ebenso ist die Formatvielfalt auf der Höhe der Zeit und den meisten anderen Anbietern in Deutschland weit voraus. Umso bedauerlicher, dass die Community mit etwa 550 Mitgliedern nach wie vor überschaubar ist und das Angebot für Selfpublisher eher dürftig bis undurchsichtig ist. Bleibt zu hoffen, dass die guten Ansätze von Readbox Schule machen und von etablierten Selfpublishern übernommen werden.

Smashwords

Smashwords ist eine reine Ebook-Publishing-Plattform aus den USA, die auf den ersten Blick wie ein Relikt aus den 90er Jahren wirkt. Auf den zweiten Blick hat es der Ebook-Publisher jedoch in sich: 85% Autorenhonorar bei dem Verkauf über Smashwords und bis zu 42% bei einer Distribution über Handelspartner wie Barnes&Nobles, außerdem eine Präsenz in den Bibliotheken von Stanza und eReader, die vor allem auf Smartphones wie dem iPhone weit verbreitet sind, und nicht zuletzt eine entsprechende Fülle an Ausgabeformaten von html über mobi bis ePub. Die Konvertierung läuft automatisch, als Eingabeformat akzeptiert smashword Word-Dokumente. Für die Formatierung gibt es einen Styleguide als freies (auch online lesbares) Ebook. Ein zweiter Guide befasst sich auf 30 Seiten mit dem Marketing für Ebooks – auch unabhängig von einer Smashword-Publikation eine lehrreiche Lektüre.
Fazit
Smashwords wirkt auf den ersten Blick altbacken, dürfte jedoch für reine Ebook-Publisher eine ausgezeichnete Alternative darstellen. Die Konditionen sind unschlagbar und auch die Formatauswahl und insbesondere die Präsenz in Handy-Bibliotheken überzeugen. Smashwords existiert erst seit März 2009, es bleibt abzuwarten, wie sich die Plattform in Zukunft entwickelt.

Tredition

Tredition aus Hamburg bezeichnet sich als Netzwerkverlag und bietet Autoren eine Veröffentlichung von Print-, Audio- und E-Books an. Über die angeschlossene Community von Fachleuten (Lektoren, Illustratoren etc.) können die Autoren Dienstleistungen dazu holen.

Die Publikation bei Tredition ist erst einmal kostenfrei und die Preise können vom Autor selbst festgelegt werden. Für E- und Audio-Books erhält der Autor bei einem Verkauf über den Shop von Tredition ein Honorar von 50%. Für den Verkauf von E- und Audio-Books über Partnerseiten fallen einmalig Kosten von 79,- Euro pro Titel an und der Autor erhält ein Honorar von 25%. Eine Liste der Partner-Plattformen findet sich in den FAQs von Tredition. Auch Print-Bücher sind kostenfrei, allerdings fällt ein Honorar erst nach Deckung der Verlagskosten an, alternativ kann man entsprechend viele Bücher als Eigenexemplare erwerben. Bei einem Buch mit 200 Seiten Umfang und einem Ladenpreis von 16,99 Euro erhält der Autor ab dem 26. Exemplar ein Honorar. Ob diese Zahl erreicht werden kann, hängt stark vom Thema und den Marketing-Fähigkeiten des Autors ab.
Fazit
Tredition bietet faire Konditionen, ist im Vertrieb innerhalb Deutschlands sehr stark aufgestellt und vor allem für Ebooks eine gute Option. Wer ambitionen hat, seine Bücher aktiv zu bewerben und das gute Distributionsangebot zu nutzen, dürfte hier richtig sein. Leider fehlen allerdings bislang noch Mobile-Formate wie ePub und Co. Weitere Kritik-Punkte: Tredition versucht vor allem über die kostenlos-Option zu punkten. Möglicherweise würde die Plattform jedoch besser fahren, wenn man am Design (nicht allzu ansprechendes Standard-Cover, mäßiges Look&Feel der Plattform), den Eingabeformaten (RSS-Import für Blogger), der Herstellung (Online-Editor) und dem Marketing (z.B. kostenloses Sharing und Embedding wie bei Readbox) arbeiten würde. Angesichts des insgesamt eher mageren Angebots für deutsche Autoren gäbe es mit solchen Service-Leistungen und technischen Zusatzoptionen noch viele Möglichkeiten, sich von den Mitbewerbern abzusetzen. Ein „Einstieg in den Preiskampf“ ist aus meiner Sicht bei den Marktvoraussetzungen nicht unbedingt nötig.

WeBook

Die New Yorker Plattform WeBook ist kein Selfpublisher, trotzdem in diesem Zusammenhang eine erwähnenswerte Spielart: WeBook ist eine Schreiberplattform von Literaturagenten, über die Autoren bei Gefallen auch veröffentlichen können. Faktisch wird damit das Lektorat durch Agenten ersetzt, wovon der Autor erst einmal wenig hat, außer möglicherweise eine noch kritischere Kontrollinstanz, im positiven Fall jedoch auch Kontakte zur klassische Verlagsszene. Sinn und Zweck der Plattform ist das kollaborative Schreiben und die Möglichkeit, über ein professionelles Feedback sein Talent zu entwickeln und das Schreiber-Handwerk zu erlernen. Wohl nicht zufällig ist dieses Modell im angloamerikanischen Raum entstanden, wo die Schreibkunst immer professioneller (auch) als Handwerk gelehrt wurde.

Auf einen Blick: Spezialisierung, Kosten, Honorar, Specials

*Die Tabellen sind noch nicht vollständig und „geproofed“, Korrekturen und Ergänzungen bitte in den Kommentaren.

Anbieter Spezialisierung Kosten Honorar Specials
blurblogo Bildbücher (Fotographie, Hochzeit, Reise etc.) Beispiel: 160 S. softcofer = 21 Euro + Versand aus USA (5,- bis 28,- Euro) + 4 Euro processing fee. Vom Autor selbst bestimmbar (Marge) keine
bodlogo Print-Bücher, alle Genre Fun: 0,- Euro
Classic: 19,- Euro
Comfort: 249,- Euro
Gebühr (montl.): 1,99 Euro
Vom Autor selbst bestimmbar (Marge) Eigenes Formatierungs-Programm
bookovenlogo Webbücher (html, PDF, ePub), alle Genre Kostenlos Kein Verkauf Online Editor, kollaboratives Schreiben.
bookrifflogo Alle Genre Kostenlos Honorar geplant Derzeit noch Einladung nötig. „Composer“ können aus Texten („Riffs“) eigene Bücher zusammenstellen
bookrixlogo Webbücher Text, Bild und Audio, Hobby-Autoren, u.a. Fantasy, Manga, Shortstories Kostenlos Kein Verkauf Bücher sind online/offline frei lesbar
logo_epubli Printbücher, alle Genre 1 Exemplar zu Herstellerkosten, 19,95 für ISBN Buchpreis selbst festlegbar, 75% Honorar von der Gewinnmarge. Online-Vorschau einzelner Seiten und Kapitel für Käufer
fastpencillogo Print und Ebooks, alle Genre Privatausgabe: Herstellungskosten
Gebühr (jährl.): 9,99$
ISBN + interner Shop: 19,99$
Print oder eBook über Handel: 149,99$
Print und ebook über Handel: 199,99$
Komplett-Betreuung:999,99$
Selbst festlegbar (25% der Marge geht an Fastpencil) Online-Editor, Import von Bloginhalten (RSS), Umschreiben von Klassikern
grinlogo Print- und Ebooks, wiss. Abschlussarbeiten ab Note 3 kostenlos Ebook: 40% (Abschlussarbeit und Diss) / 35% (Andere)
Printbuch: 10% (jew. Nettoladenpreis)
Preisgestaltung nur durch Verlag
amazonlogo Nur Ebooks (Kindle) über Amazon Kostenlos Preis selbst festlegbar, 35% Autorenhonorar Amerikanische Sozialnummer und Bankkonto nötig. HTML-Formatierung empfohlen.
Lululogo Print, Ebooks, Audio, Kalender, alle Genre Korrekturexemplar zu Herstellerkosten
Market-Reach (Amazon Marketplace und Ebay): 25,-$
Extended Reach (Amazon.com): 0??
Global Reach (Amazon.de etc.): 75,-$
Preis selbst festlgebar, Lulu erhält 20% vom Profit Große Community
readboxlogo Print und Ebooks, alle Genre Konditionen bei ruckzuckbuch.de einsehbar. Keine Angaben Bucherstellung von externem Dienstleister, eigene Lesecommunity, alle ebook-Formate, Bücher online lesen und extern embedden.
smashwordslogo Nur Ebooks, alle Genre Kostenfrei. Verschieden Formatierungspakete im Angebot. Smashwords: 85%, Händler: bis zu 42% Alle Ebook-Formate, freier Style- und Marketing-Guide
treditionlogo Print, ebook, Audio, alle Genre, auch Science. Print: Kostenlos. 79,90 für E-Book-Vertrieb bei Handelspartnern. Div. Service-Packete zum Verkauf. Preis selbst festlegbar. E- und Audio-book: 50% bei Verkauf über Tredition, 25% bei Verkauf über Partner. Print: Honorar nach Deckung der Verlagskosten abhängig vom Buchpreis. Gut im Vertrieb aufgestellt, insb. im ebook-Bereich. Mit Dienstleister-Community.

Auf einen Blick: Formate und Vertrieb

Anbieter Eingabeformat Ausgabeformat Vertrieb
blurblogo PDF (per InDesign-Templates oder Blurb Formatierungs-Programm) Print (Softcover, Hardcover) Ohne ISBN, nur Blurb-Shop
bodlogo Doc, PDF Print (Softcover, Hardcover) Fun: BoD-Shop ohne ISBN
Classic/comfort: Deutscher Buchhandel (Amazon/libri etc.)
+9,90 Euro: Händel US, Kanada, GB
bookovenlogo Online Editor, Import von docx und txt PDF, ePub, html, Print geplant Nur bookoven, Vertrieb über Handel geplant
bookrifflogo ??? Print (Softcover, Hardcover), Ebook Vertrieb geplant
bookrixlogo PDF, doc, div. Audio-Formate etc. Bookrix-Format (html), ePup Nur über Bookrix
logo_epubli PDF Print epubli-shop, Amazon-Marketplace, Deutscher Buchhandel (Amazon.de etc.)
fastpencillogo Div. Formate, insb. RSS, Online-Editor Print, PDF, ePub Fastpencil, Externe Händler (Amazon & Co.), keine deutschen Händler
grinlogo Doc, PDF Print, PDF Print: Grin, Amazon, Libri / Ebook: Grin, Spiegel, Zeit, Tagesspiegel etc.
amazonlogo html empfohlen Kindle Format Amazon
Lululogo PDF? Doc? Print, CD-ROM (z.B. Audio), PDF, ePub Amazon Marketplace, Ebay, Amazon.com, Amazon.de und div. Händler.
readboxlogo PDF Print, alle eBook-Formate von PDF über ePub bis mobi Nur Readbox?
smashwordslogo Doc Nur Ebooks, alle Formate von html bis epub Smashwords und diverse Retailer wie Amazon und Barnes&Nobles.
treditionlogo PDF, Doc Print, CD-ROM, PDF Nahezu alle deutschen Buch und ebook-Händler

Linktipps

  • Christiane Schulzki-Haddouti von Kooptech mit einer offenen Vergleichstabelle zu Publishing-Plattformen.
  • Interessanter Vergleich zu den Produktionskosten von Lulu, Tredition, ebubli und BoD im Carecas Blog
  • U.a. Vergleich der Druckqualität von Lulu, BoD und epubli (Erfahrungsbericht) im Carecas Blog
  • U.a. eine Sammlung von Erfahrungsberichten mit verschiedenen Selfpublishern: Wege-zum-Buch.de

 


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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 19. August 2010 veröffentlicht. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

 

18 Reaktionen zu “Buchpublisher im Überblick”


Horst JENS
schrieb am 20. August 2010 um 08:33 Uhr:

Ein wirklich ausgezeichneter Artikel, gratuliere. Habe ihn sehr gut brauchen können, ohne speziell danach gesucht zu haben…kannte bisher nur lulu.com. Habe Ihren Artikel gefunden über flattr. Wird Ihr Artikel in der c’t oder ähnlichen Zeitschriften erscheinen ? Fast zu schade für „nur“ einen Blog 🙂

Ergänzung: Meines Wissens nach bietet der Münchner Verlag Open Source Press auch Publisher-Teilleistungen an, siehe http://www.fosdoc.de/

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Sebastian Schürmanns
schrieb am 29. August 2010 um 09:59 Uhr:

Vielen Dank, das Lob freut natürlich sehr!! Fosdoc klingt interessant, scheint auf Publikationen zu Open-Source-Software beschränkt zu sein. Trotzdem, ich schaue mir das genauer an und nehme es in die Liste auf!

In der c’t wird der Beitrag wohl nicht erscheinen, erst einmal nur hier. Aber in der aktuellen c’t hat Christiane Schulzki-Haddouti (von Kooptech) einen großen Überblick veröffentlicht, die ist im Thema auch sehr up to date…

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Manfred S.
schrieb am 12. Januar 2011 um 12:13 Uhr:

Schade, dass ich diesen Buchpublisher Check erst jetzt gefunden habe.

Was habe ich mir nur bei lulu.com die Augen verdorben, um an Informationen zu kommen.

Entscheidend für Buchautoren ist, dass möglichst das ganze verfügbare Vertriebsnetz – zumindest was den eigenen Sprachraum angeht – abgedeckt wird.

Eine Ergänzung hätte ich noch: Die Vertragsbedingungen für die Bindung von Autoren. Während Anbieter es den Autoren wie lulu als Selbstverlegende leicht macht, darf man die Vertragsbindung bei dem großen deutschen Anbieter nicht außer Acht lassen. 5 (!!!) Jahre Bindung, die monatlichen Kosten für die Datenbank sind dabei anzumerken und die nur kostenpflichtige Ausstiegsmöglichkeit in Höhe von 399 € während dieser Zeit.

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Ulinne
schrieb am 11. Februar 2011 um 17:55 Uhr:

Ich habe mir eben auf der LULU-Site einen Wolf nach einem Impressum mit Email-Adresse gesucht. Nicht zu finden. Auf auf Unterseiten gibt es nur eine einzige Mail-Adresse, die darf man aber nur benutzen, wenn man etwas zu Urheberrechtsverletzungen mitteilen will, ansonsten gibts da keine Antwort. Hm …
Wie kann man die kontaktieren, ohne ein Buch veröffentlichen zu wollen? Weiß das jemand?

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Ulinne
schrieb am 11. Februar 2011 um 17:56 Uhr:

Ähm … ich hab keine Lust, denen einen „richtigen“ Brief zu schreiben …

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Careca
schrieb am 17. März 2011 um 23:52 Uhr:

Danke für die Eerwähnung. Aber noch mehr DANKE für diese aktuelle Gegenüberstellung verschiedener Verlage. Es erspart mir eigene Recherchen von Grund auf an. Danke.

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Sebastian
schrieb am 18. März 2011 um 08:52 Uhr:

Hi Careca,

freut mich, gern geschehen 🙂 Allerdings ist der Beitrag inzwischen ein wenig veraltet, ich muss ihn demnächst mal updaten. Tredition hat beispielsweise einen dicken relaunch hinter sich, außerdem sind neobooks u.a. hinzugekommen. Sobald ich Zeit finde …

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Thomas Holzer
schrieb am 21. Juni 2011 um 15:41 Uhr:

Eine sehr umfassende Übersicht (auch wenn sie nicht aktuell sein). Am besten gefällt mir die tabellarische Gegenüberstellung am Ende des Artikels. Vielen Dank.

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FF
schrieb am 31. August 2011 um 21:15 Uhr:

Die Gebühr, um den deutschen Marktführer innerhalb der 5 Jahre verlassen zu können, wurde von 399 auf 299 euro gesenkt ; bereits der „richtige Verlag“, in dem man dann bei Sachbüchern ggf. eine geänderte Neuauflage veröffentlichen will, wird dann dafür sorgen, dass man die 299 euro Abstand zahlt, weil Sie und er sonst ein teures und aussichtsloses Rechtsverfahren am Hals haben ; finden Sie keinen solchen Verlag, können Sie selbst, wiederum beim Marktführer, problemlos geänderte Neuauflagen unterbringen, wobei die Fünfjahresfrist natürlich wieder neu beginnt. Fürs Epublishing zahlen Sie her eine Grundgebühr von 99 euro und werden dann mit miesen 50 % abgespeist, weswegen Sachbuchautoren m.E. diese Option nicht wählen sollten ; ohne Ihr explizites Einverständnis darf man Ihr Buch (bislang noch) nicht auch elektronisch veröffentlichen.

Zu den miesen 35 % von Amazon in Europa beim Epublishing ist anzumerken, dass hier, wie auch sonst üblich, der Europäer ausgeplündert wird : in den USA (= wie oben dargestellt, mit US-Konto und US-Sozialversicherungsnummer) nimmt Amazon 30 %, belässt dem Autor also 70 %, also das Doppelte wie dem europäischen Autor ; diese Extremabzocke ist ein weiterer Grund dafür, bei amazon.de nur das absolute Minimum zu kaufen, und sicherlich nicht über Amazon zu publizieren ; US-Autoren machen sich derweil (m.E. berechtigte) Sorgen, dass Amazon nicht den Europasatz an den US-Satz angleicht, sondern umgekehrt vorgeht.

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FF
schrieb am 31. August 2011 um 21:41 Uhr:

Ich möchte es nochmal ganz deutlich sagen : Bei Bod zahlen Sie pro geänderter Neuauflage die 40 euro für die neue ISBN, aber die monatlichen 1,99 für Datenhaltung der Altauflage werden durch 1,99 für die Datenhaltung der Neuauflage ersetzt, d.h. Sie können im Laufe der Jahre Ihre Sachbücher inhaltlich und stilistisch immer mehr auf Vordermann bringen, was Sie pro Relaunch nur 40 euro kostet, und ohne, dass die Altauflage dann weiter Geld kostet.

Wenn Sie dann in einigen Jahren mehrere solchermassen optimierte Titel bei Bod haben, wird Ihnen ein etablierter Verlag leicht die x-mal 299 euro vorstrecken, um von Bod loszukommen, um bei ihm zu veröffentlichen.

In meinen Augen ist Bod somit eine durchaus gangbare Alternative für den angehenden Sachbuchautor und sein ideales Sprungbrett in die traditionelle Verlagslandschaft ; die Ablöse von 299 euro pro Titel finde ich durchaus gerechtfertigt.

Was Lulu angeht, so findet man hier deutlich mehr Formate (= quer, Ringbindung, Zwischengrössen, etc.), aber ich habe vergeblich nach der Möglichkeit einer D-ISBN gesucht, und Sie glauben nicht im Ernst, dass mehr als bestenfalls 1/10 der ursprünglichen Interessenten ihre Bestellung aufrechterhalten wollen, wenn ihnen der Buchhändler „Lieferung in 6 bis 10 Wochen aus den USA“ verspricht ? (Kurzfristiger) Druck in und Auslieferung hier aus D sind für den deutschsprachigen Autoren das A und O, nebst ISBN, sodass sämtliche Angebote, die dies nicht beinhalten, von vornherein ausscheiden.

Sie sollten ausserdem berücksichtigen, dass Sie (u.U. auch noch später, bei Verlagssuche oder sonstiger werblicher Verwendung Ihrer Sachbücher, z.B. um mit Ihrem Unternehmen an Aufträge zu kommen, wobei Ihnen Ihr Sachbuch als „bessere Unternehmensbroschüre“ perfekte Dienste leisten kann) PREISWERTE Autorenexemplare benötigen könnten ; einige Print-on-demand-Anbieter liefern die Ihnen aber nur sofort oder nur in geringster, völlig unzureichender Menge zum „Herstellungspreis plus ein bisschen“, und dann / weitere nur noch zum Wucherpreis, der sich dem Ladenpreis annähert.

Wenn Sie also zum einen veröffentlichen wollen, um an Glaubwürdigkeit zu gewinnen, wo Ihre Wettbewerber nur Werbesprüche draufhaben, und andererseits mal hier 100, mal dort 200 Exemplare zum Verteilen an potentielle Kunden benötigen, fallen viele Anbieter raus, weil Sie dort an Ihre eigenen Bücher nur noch zu einem Preis herankämen, den Sie nicht bezahlen könnten.

Auch unter diesem Aspekt ist Bod – mit denen ich (leider) nicht verwandt oder verschwägert (oder sonstwie verbandelt) bin – (bislang) vorbildlich.

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Guter
schrieb am 28. September 2012 um 12:00 Uhr:

Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel, der hoffentlich bald upgedated wird. Interessant wäre für mich noch, ob die jeweiligen Anbieter die Bücher als Whitelabel (also ohne Herstellerlogo) anbieten, oder ob dann hinten im oder auf dem Cover etwa steht cewe-fotobuch etc.

Das würde mich sehr interessieren.

LG

Guter Kuenstler

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Mediathek
schrieb am 11. Oktober 2012 um 23:33 Uhr:



Johannes Monse
schrieb am 20. November 2012 um 16:02 Uhr:

Hallo Sebastian,
der Artikel hat mir auch sehr gut gefallen, da sehr informativ. Etwas betrübt war ich natürlich, dass du unsere Plattform http://www.ruckzuckbuch.de nicht erwähnt hast, bzw. nur als „Partnerverlag“ der readbox. Verlag sind wir als Dienstleister natürlich nicht. Aber wir sind einer der dienstältesten auf dem deutschen Markt und bieten Autorendienstleistungen seit 1999 an.
Ich würde mich freuen, wenn unsere Angebote mit in diese informative Liste aufgenommen werden könnten und stehe bei Rückfragen natürlich gerne zur Verfügung.
Liebe Grüße!

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Sebastian Schürmanns
schrieb am 4. Dezember 2012 um 12:23 Uhr:

@Johannes: Danke für den Hinweis, der Beitrag oben ist etwas veraltet, ich denke ich werde den demnächst mal komplett neu schreiben, dann schaue ich mir auch ruckzuckbuch nochmal genauer an. Viele Grüße, Sebastian

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Ulinne
schrieb am 15. Januar 2013 um 13:17 Uhr:

Gibst du mir kurz Bescheid, Sebastian, wenn du einen neuen/aktualisierten Beitrag zu diesem Thema schreibst?
Dann kann ich den Link zu deinem Beitrag hier auf meiner WebSite http://www.wege-zum-buch.de entsprechend aktualisieren.
Gruß – Ulrike

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Bolina
schrieb am 16. Oktober 2013 um 17:43 Uhr:

Durch Zufall habe ich auf dieser Seite ein paar Kommentare gelesen. Bei dem Text von ‚FF‘ muss ich allerdings widersprechen; denn gravierende Aussagen habe ich in der Praxis anders erlebt. Es ist zwar richtig, dass bei Lulu vieles kunterbunt durcheinander ist und wenig kommuniziert werden kann, aber schon mein erstes Buch von 2007 habe ich auf Anhieb einstellen können. Und auch der Versand der Bücher ist kein Dauerbrenner. Ich habe alle meine Bücher in fünf Tagen und weniger im Hause gehabt. ‚FF‘ kann hier also nicht aus Erfahrung sprechen. Und die Lösung dafür ist nämlich, dass Lulu in Spanien drucken lässt.

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Karin
schrieb am 2. April 2014 um 23:44 Uhr:

Bei Amazons KDP (Kindle Direct Publishing) gibt es inzwischen übrigens auch in Deutschland 75% Tantiemen bei E-books. Und zwar ungefähr 2 Monate später ausbezahlt!

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