70.200-facher Protest gegen das Urheberrecht

Der Künstler Johannes Kreidler will am 12. September bei der GEMA ordnungsgemäß alle Einzelnachweise für Zitate in seinem neuesten Musikstück anmelden. Da es nach seinen Angaben 70.200 Zitate sind, wird er die dafür notwendigen Formulare mit einem Lkw anliefern. In einem YouTube-Video inszeniert er die Aktion und heißt Schaulustige und die Presse an diesem Tag herzlichen willkommen.

Auf Kreidlers Seite gibt es mehr dazu – und auch das 33-sekündige Musikstück. Weitere Infos auch bei Nerdcore. In den Kommentaren werden u.a. der Sinn und Unsinn der Aktion und die rechtlichen Aspekte diskutiert.

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(Coverfoto: © fizkes, depositphotos.com)

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6 Gedanken zu „70.200-facher Protest gegen das Urheberrecht

  1. Wenn die ursprünglichen Titel im Gesamtkunstwerk nicht mehr als solche einzelnen Titel wahrnehmbar / raushörbar sind, dürfte es keine Probleme geben. Und bei 70.200 Songs in 33 Sekunden scheint mir das gegeben.

  2. Ich finde das völlig OK. Denn schließlich sind wir ja nicht im Wilden Westen sondern in Deutschland – und da hat alles seine Ordnung.
    Dieses Land krepiert an seiner Bürokratie, und nur wenige haben das bisher realisiert.

  3. Klingt er als ob jemand mit einer vollkommen blödsinnigen Aktion auf sich Aufmerksam machen will. um 70 000 Zitate wahrnehmbare Zitate aneinander zu reihen (was dann keine Komposition sondern höchstens ein Arrangement wäre) müsste der Titel viele Sd. lang sein. . .

  4. Das Stück kannst Du Dir anhören – siehe Link oben. Und wie gesagt: Die GEMA fordert es offenbar so, egal ob das Zitat “wahrnehmbar” ist oder nicht. Wie es scheint, wollen sie das lieber selbst entscheiden.

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