Vom Blog zum Magazin: Dienste und Tools im Vergleich

Sebastian Schürmanns sucht bekanntlich ein Plugin, um aus Blog-Inhalten ein Magazin generieren zu können. Inzwischen ist er bei seinen Recherchen etwas weitergekommen und stellt die Ergebnisse bei der trendschau vor. Zwei Favoriten hat er ausgemacht: Tabbloid und FeedJournal. Beide treffen aber trotzdem nicht ganz das, was er braucht. Fünf weitere Tools und Dienste gehen zwar ebenfalls in die gewünschte Richtung, haben aber wiederum jeweils spezielle Macken. Bleibt die Frage: Ist das nicht ein Markt für die Zukunft? Wer wagt sich ran?

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(Cover-Illustration: © enotmaks, depositphotos.com)

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7 Gedanken zu „Vom Blog zum Magazin: Dienste und Tools im Vergleich

  1. Mir ist der Sinn der Aktion nicht ganz klar. Warum soll also ein “Webmagazin” plötzlich wieder aussehen, wie ein gedrucktes Exemplar?

    Der Fortschritt des Weblogs, gegenüber statischen Seiten und auch gegenüber der gedruckten Ausgabe eines Magazins ist doch, daß man beobachten kann, wie der Inhalt wächst. Man wird Teilnehmer am Entstehungsprozess des Weblogs, welches ja nicht nur aus dem aktuellen Beitrag besteht – sondern hier ist ein Unterschied zur Tageszeitung – die Inhalte sind überwiegend als langfristige Beiträge angelegt.

    Ein Magazin (gedruckt) ist ja ein Ding, was wömöglich monatelang herumliegt und immer wieder zum schmökern genutzt wird. Ähnlich kann ich das mit dem Weblog machen: über die Linkleiste auch immer wieder alte Beiträge aufrufen, um dies und das noch einmal nachzulesen (oder überhaupt erst zu entdecken).

    Verzichte ich auf die Linkleiste (wie das neuerdings Mode wird) oder mache ich gleich so ein Pseudoprint- Magazin daraus, fällt diese Möglichkeit weg: ich gehe einen Entwicklungsschritt zurück…

    Wo liegt der Vorteil?

  2. @ XiongShui

    Das klassische Blogangebot bleibt davon ja unberührt, es wäre einfach eine Format-Erweiterung.

    Wie vorteilhaft das ist, hängt davon ab, welche Zielgruppe man erreichen und welche Lesegewohnheiten man bedienen will. Es gibt genug Zielgruppen, die weniger webaffin sind und nicht einmal einen Feedreader besitzen, viele haben wohl auch keine Lust und Zeit, einen Blog jeden Tag zu verfolgen. Für diese Gruppe wäre eine monatliche Zusammenfassung im vertrauten Magazin-Style (abgesehen von der besseren Lesbarkeit schmaler Spalten) sicher ein Gewinn, zumal bei einer guten Gliederung der Rubriken.

    Zur Übersichtlichkeit: Will man in einem Blog oder einem Web-Angebot auf einen Blick wissen, was in den vergangenen sieben Tagen alles in den verschiedensten Kategorien publiziert wurde, ist es mit der Übersichtlichkeit – je nach Webangebot – schnell vorbei (nicht alle sind da so vorbildlich, wie dein Blog).

    Hinzu kommt, dass ein klassisches Mag weitere Möglichkeiten für die Werbeplatzierung und Kommerzialisierung bietet (ich weiß, möchte nicht jeder Blogger).

    Nicht zuletzt: selbst Techfreaks könnten PDF-Ausgaben künftig für eReader & co. schätzen.

    Also, ich würde es nicht als “entweder / oder” sehen, sondern als einen Schritt, Inhalte medienneutral zu machen und in die verschiedensten Formate ausgeben zu können, genau daran arbeiten Verlage ja seit Jahren mit ihrer XML-Umwandlung, warum also nicht auch Blogs in die andere Richtung?

  3. Dem kann ich mich bekanntlich nur anschließen – denn wozu gibt es ansonsten des PDF-Magazin von UPLOAD? Dass davon erst zwei Ausgaben existieren, hat jedenfalls andere Gründe ;-)

    Ich würde nur noch ergänzen wollen: Für mich ist ein Magazin sehr viel mehr als eine kompakte Sammlung von Artikeln. Aber das ist dann sicher die hohe Schule. Deshalb ist das PDF-Magazin hier auch ein komplett eigenes Format und überschneidet sich kaum mit dem Blog. Viele Inhalte aus dem Magazin funktionieren nur dort, weil sie im Zusammenhang mit anderen Inhalten und einem Oberthema stehen. Man könnte das auch im Blog realisieren, aber man könnte Bücher auch im Zeitungsformat drucken und doch macht es keiner ;-)

    So oder so finde ich die Idee gut, die Inhalte eines Blogs auch in anderen Situationen als nur einer Website zu verwenden. Wie man vom Blog zum Buch kommt, hatte ich ja mal beschrieben – ebenfalls eine interessante Sache, wie ich finde. Bücher und E-Books erreichen wieder andere Leser und befriedigen andere Bedürfnisse als ein Blog oder auch ein Magazin.

    Ich finde, dass das alles seine Berechtigung hat. Schließlich ist das in der Print-Welt auch so. Es existieren Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren und Bücher parallel und keiner würde behaupten, dass das eine das andere ersetzt.

  4. Hallo, Sebastian und Jan,

    so wird das schon klarer. Meine Nachfrage ergab sich ja aus den gezeigten Beispielen und dem, was ich bisher im Netz so an “Magazinen” gesehen habe. Das fand ich nicht besonders überzeugend. Wobei ich Dein PDF- Magazin ausnehme, Jan. Das ist wieder was anderes.

    Wenn sich da also wirklich ein neues Web- Format etablieren würde, dessen Gebrauchstüchtigkeit sich mit Blogs, bzw. CMS- Systemen vergleichen ließe, wäre das eine spannende Entwicklung. Denn ich finde es schade, daß bei vielen solchen Angeboten die älteren Artikel hinterm Horizont verschwinden und später nahezu unauffindbar sind. Gerade das Stöbern in einem Angebot, der Vergleich alter Beiträge mit neuen, oder auch die Verifizierung von Vorhersagen, hat doch seinen besonderen Reiz.

  5. Ich habe damals lange mit Jonas Martinsson (FeedJournal) diskutiert. Er würde das FJ schon weiter entwickeln, braucht aber für eine Zeitung bzw. ein Magazin möglichst einfache, einheitliche Grundregeln. und eine geringer Freiheit beim Posten oder Geld um zusätzliche AMPRO Tools zu schaffen.

    Es gäbe die z.B. Möglichkeit die Postings (bzw. die Textdatenbank davor) mit Auszeichnungen für eine Veröffentlichung als Zeitung, Mobile, Blog oder sonst wo zu versehen und/oder die Möglichkeit das Groblayout nachträglich zu bearbeiten.

    Interesse am Kontakt / eMail Adresse?

  6. Hallo Sebastian,

    Ich hatte längere Zeit eine US- Seite aboniert, die auf Feed- Journal aufbaute. Das habe ich dann aufgegeben, weil es nach und nach einfach zu unübersichtlich wurde, Navigation kaum möglich, endloses scrollen usw.

    Hast Du Dir denn schon mal Drupal angesehen (www.drupalcenter.de)? Das ist ein mächtiges System, mit dem man nahezu alles machen kann. Ausserdem hat es eine große und gut funktionierende deutsche Community, die Hilfen gibt. Wenn Du unbedingt mehrspaltig schreiben willst, geht das mit einer kleinen Änderung im Script. Die Linkspalten können an beliebiger Stelle plaziert (und auch mit beliebigem Inhalt gefüllt) werden: oben, rechts, links. Was mir daran gefällt, ist zum Beipiel die Möglichkeit, Blogs im Blog zu schreiben, so daß man Themenbereiche gegeneinander abgrenzen kann.

  7. Sorry, ich hab die Diskussion aus den Augen verloren!
    @ Hugo E. Martin, vielen Dank, hab gerade eine Mail abgeschickt,

    @ XiongShui, ebenfalls vielen Dank, ich hatte mit Joomla, Drupal & Co bislang noch nicht viel zu tun, hab aber schon gehört, dass die Möglichkeiten dort sehr groß sind. Allerdings möchte ich wegen eines einzelnen Tools nicht das komplette System wechseln, noch hoffe ich darauf, dass es auch mit WordPress & Co. eine Lösung geben wird :-)

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