Verwirrung um deutsche Wikileaks-Domain

Als die deutschen Domain des Enthüllungsportals Wikileaks plötzlich als “im Transit” angezeigt wurde, gab es bisweilen “Zensur!”-Rufe. Der Provider der Domain habe kalte Füße bekommen, vermuteten einige. Oder aber die DENIC, Verwaltungsstelle für de-Domains, habe die Adresse gesperrt, munkelten andere. Das scheint verfrüht gewesen, denn nun hat es ich wohl anders aufgeklärt: Der Provider hatte die Domain bereits vor geraumer Zeit vertragsgemäß gekündigt und der Termin war dem Besitzer auch bekannt. Der hatte ihn aber verstreichen lassen, ohne sich um einen neuen Provider zu kümmern. So jedenfalls ist es bei netzpolitik.org zu lesen. Zum Hintergrund: Das Portal Wikileaks ist höchst umstritten, da es beispielsweise Dokumente veröffentlicht, die unter Verschluss stehen – darunter unter anderem die Internetsperrlisten der Australier. Eine Hausdurchsuchung beim Besitzer der deutschen Domain hatte kürzlich bereits für viele Diskussionen gesorgt.