LINKLOAD vom 08.12.2009

Diesmal: Erlebnisbericht zum “Demokratiemedium” Internet, interessante Zahlen zum Verkauf von Kindle-Büchern, Verbesserungen für BuddyPress mit Version 1.2, Basis-Themes für Drupal, Buchverlosung, Verknüpfung zwischen Whiteboard und Kindle an Unis und Schulen, Raubkopien als potenzielle Einnahmequelle für Medienunternehmen, CNN investiert in hyperlokales Angebot, Deutsche Welle sucht die besten Blogs und Podcasts, 21 Fakten zu Disclaimern.

Menschen

  • Einen sehr lesenswerten Erlebnisbericht zum Internet als “Demokratiemedium” gibt es bei den Blogpaten zu lesen. Susanne Wiest berichtet darin, wie sich ihre Internetnutzung verändert hat, nachdem sie eine E-Petition eingereicht hatte, die sich dann in Windeseile im Netz verbreitet hat. “Ich erlebte Demokratie. So wie ich sie mir seit langem wünsche. Frei, eigenverantwortlich, zusammen und sehr lebendig. Und ich lernte das Internet kennen.”
  • Die New York Times hat Amazon-Chef Jeff Bezos zum Buchhandel, zu E-Books und dem Kindle interviewt und bekommt dabei reihenweise denkbar knappe Antworten. Interessante Fakten: Wenn es eine Kindle-Version zu einem Buch gibt, werden pro 100 physischen Büchern bereits 48 Kindle-Ausgaben gekauft. Es werde nicht mehr lange dauern, bis man mehr elektronische als physische Bücher verkaufe, erklärt Bezos. 350.000 Titel sind derzeit verfügbar. Die Vision sei, jedes jemals gedruckte Buch in jeder Sprache zur Verfügung zu stellen.

Werkzeuge

Trends

Beispiele

  • Der “hyperlokale” Aggregator Outside.in sammelt 7 Millionen Dollar Investorengelder ein. Unter den Geldgebern: CNN. Outside.in sammelt Inhalte aus Blogs und anderen Medienangebote, um sie bestimmten Regionen, Orten und Stadtteilen zuzuordnen. Schon nächstes Jahr sollen die Nutzer der CNN-Website so nicht nur erfahren, was in der weiten Welt los ist, sondern auch bei ihnen in der Straße – eben “hyperlokal”.
  • Die Deutsche Welle sucht im Zuge ihres Awards “The BOBs” wieder die besten Blogs und Podcasts. Einen Spezialpreis gibt es diesmal für das Thema Klimawandel. Mehr dazu auf der offiziellen Homepage. Gefunden im Blog der re:publica 2010.

Tipps

  • Man liest sie immer wieder: Disclaimer, mit denen der Sender einer E-Mail, ein Auktionsanbieter auf eBay oder ein Website-Betreiber die Verantwortung für irgendetwas von sich weisen will. Geht das eigentlich? Meistens nicht und manchmal kann das sogar eine Abmahnung einbringen, schreibt Rechtsanwalt Thomas Schwenke auf t3n. Er hat 21 Fakten zu Disclaimern parat.

Solche und andere Linktipps gibt es auch auf Twitter bei @uploadmag und auf der Facebook-Fanpage von UPLOAD.