Aktion "Blogger gegen Mailspam"

Knut O. E. Pankrath ruft in seinem Blog dazu auf, gemeinsam gegen Mailspam vorzugehen. Er will in dem Artikel regelmäßig Mailadressen veröffentlichen, die bei deutschen Anbietern liegen und für den Versand von Spamnachrichten genutzt werden. Seine Frage an die jeweiligen Maildienstleister: “Was gedenken Sie dagegen zu tun?” Über etwaige Rückmeldungen will er wiederum bei sich berichten. Ob’s etwas hilft? Ich vertraue da eher meinem Spamfilter. Aber unterstützenswert ist der Versuch auf jeden Fall, wie ich meine. Also: Spread the word! – wie wir alten Lateiner sagen ;-)

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(Cover-Illustration: © enotmaks, depositphotos.com)

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6 Gedanken zu „Aktion "Blogger gegen Mailspam"

  1. Halt ich gar nichts von. Denn nur mit einem kurzen Blick auf die angefangene Liste da, wag ich mal zu behaupten, dass die Mails mit diesen Absenderadressen von Servern außerhalb Deutschlands verschickt wurden. Da muss schon der ganze Header her, um das wirklich anzugehen.

  2. Moment. Ich kann doch in den Header meiner E-Mail schreiben was ich will. Wenn da drinsteht, die Mail käme von bank@sparkasse.de muss das noch lange nicht etwas mit der Wahrheit zu tun haben. Außerdem, Spammer die Freemail-Dienste für ihr Handwerk benutzen? Das ist alles äußerst seltsam.

  3. Stimmt. Gerade dieser Tage hatte ich das Problem, dass jemand massiv im Namen einer meiner Domains Spam verschickt hat. Die Absenderadressen waren dabei alle fiktiv und die Mails wurden nicht wirklich über meine Domain verschickt. Ich habe erst einmal “catchall” bei der Domain abgestellt. Das hatte (für die Nicht-Freaks unter uns) bislang dafür gesorgt, dass alle Mails an die Domain an mich weitergeleitet wurden – selbst wenn es diese Mailadresse nicht gab. Das ist ganz praktisch, um zum Beispiel Tippfehler u.ä. abzufangen. Wenn sich jemand bei der Mailadresse im vorderen Teil verschreibt, kommt es dennoch bei mir an. Aber nun bekam ich bergeweise Post von Spamfiltern, die sich fälschlicherweise an meine (eigentlich nicht existierenden) Mailadressen wendeten.

    Insofern ist es gut möglich, dass die Mails gar nicht über Freenet etc. verschickt wurden.

    Und insofern ist Knuts Idee gut gemeint, aber in der Form wohl nicht zielführend.

    Gut, dass ich einen trainierten Spamfilter habe ;-)

  4. Mailadressen zu veröffentlichen bringt nichts, außer dass viele unschuldige Menschen dann ihre Adresse im Web veröffentlicht sehen und als vermeintliche Spammer gebrandmarkt sind.

    Spammer fälschen Absenderadressen im gesamten Header. Abhilfe bringt nur ein Spamfilter für Mail-Clients und Dienste/Software wie Akismet oder Spider-Trap für Weblogs.

    Aber bestimmte Mailadressen für Foren zu sperren, kann durchaus sinnvoll sein.

  5. Liebe Mitdenker,

    technisch gesehen kann ich die Einwände gegen meine Idee des öffentlichen Druckmachens gut nachvollziehen und ich danke sehr für die konstruktiven Hinweise.

    ABER: Wie sollte sich ein anderer Empfänger solcher Mails wehren, ohne sich Profiwissen anzueignen? Wo bleibt da der Versuch, den Verursacher zu bekommen? In öffentlichen Verkehrsmitteln werden auch Raucher an der Ausübung ihrer Sucht gehindert statt den Fahrgästen zu sagen, sie sollen sich bitte bei der nächsten Fahrt Gasmasken mitbringen, wenn sie saubere Luft atmen wollen.

    Ein wenig anders formuliert: Die aufgelisteten Provider könnten für meinen Geschmack a) als Dienstleister entweder die Daten des vermeintlichen Mißbrauchs bei mir abfordern und klarstellen, dass sie damit nichts zu tun haben und b) im Interesse ihrer Kunden und des eigenen Bildes in der Öffentlichkeit versuchen, den Verursacher dranzubekommen. Oder sollen 40 Millionen weiter an individuellen Lösungen rumpuzzeln?

    Also ich fände weiterhin toll, wenn es eine – gern auch inhaltlich raffiniertere und weiterentwickelte als meinen Schuss aus der Hüfte – Aktion “Blogger gegen Mailspam” gäbe. Wie könnte die denn Eurer Ansicht nach am besten aussehen?

    Gruß von Knut O.E. Pankrath

  6. Naja, was du da von den Mailprovidern verlangst, ist für mich die Umkehr der Unschuldsvermutung. Wieso haben die zu beweisen, dass die nichts mit dem Spam zu tun haben? Habens halt wahrscheinlich wirklich nicht, genausowenig, wie ich dafür verantwortlich bin, wenn wer meine Domains als Absender verwendet. Dank solcher Sachen stehn viele eh schon ungerechtfertigt auf diversen Blacklists, wo sie eigentlich nicht hingehören. Find ich alles immer noch nicht so toll, von welcher Seite das hier angegangen wird.

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