Top oder Flop Level Domains? Das bringen die neuen Endungen [Sponsored Post]

Die lange Suche nach einer passenden Domain hat ein Ende – oder beginnt sie erst gerade? Seit 2012 bereitete die ICANN die Einführung von über 200 neuen Endungen zusätzlich zu den älteren wie .com, .org oder .de vor und startete sie 2013. Somit ist nicht jede generische Kombination vergeben, doch sorgt die große Auswahl gleichzeitig für die Qual der Wahl. Wir sehen uns den bisherigen Erfolg bzw. Misserfolg der neuen Domainendungen an und wagen einen Blick in die Zukunft. Und wie immer darf Google dabei natürlich nicht fehlen.

Symbolfoto Webadresse
(Bild: © viperagp – Fotolia.com)

.shop, .coffee, .business, .agency und zahlreiche weitere Endungen haben unter der Bezeichnung „neue Top Level Domains“ ihren Weg ins Web gefunden. Zu verdanken ist dies einerseits der ICANN, andererseits aber auch vielen Unternehmen und Vereinen, die sich mit einer Gebühr von jeweils 185.000 US-Dollar für die Registrierung einer Endung beworben haben.

Doch trotz aller Mühe scheinen die Domains zwei Jahre nach Einführung „an der Grenze zur Irrelevanz“ zu liegen. Mit diesen Worten beschrieben Experten auf der Domain Pulse Konferenz im Februar den aktuellen Wert der neuen Domainendungen. Ausgedrückt in Zahlen bedeutet das 4,1 Millionen Anmeldungen für sämtliche neue Top Level Domains seit ihrem Start. Im Vergleich dazu: Allein die .de-Endung bringt es derzeit auf über 15 Millionen Anmeldungen.

Die überschaubare Begeisterung zeigt sich auch in Deutschland. So feierte .berlin kürzlich seinen ersten Geburtstag. Die 150.000 bislang registrierten Domains scheinen ein guter Wert zu sein, doch werden allein auf dem Domain-Marktplatz Sedo knapp 80.000 .berlin-Domains zum Verkauf angeboten. Darunter Einträge wie stuntman.berlin, bettzeug.berlin und buchtipp.berlin – klassische Kombinationen, die gerne von Domainhändlern massenhaft reserviert und später zu hohen Preisen verkauft werden.

Weniger „an der Grenze zur Irrelevanz“ scheinen die Domains für große Unternehmen wie Google zu sein. So zahlte der Such- und Werbegigant für die Endung .app stolze 25 Millionen, Amazon für .buy 4,6 Millionen US-Dollar. Was nach einer überflüssigen Investition aussieht, könnte den nächsten Schritt in den Suchmaschinen-Rankingfaktoren darstellen.

Unter Privatpersonen lässt sich die überschaubare Begeisterung unter anderem auf den häufig höheren Preis für die neuen Top Level Domains zurückführen. So kostet eine .de-Domain bei Mittwald CM Service monatlich 1,50 Euro, Endungen wie .international, .club oder .bike und .berlin 1,99 bis 4,99 Euro – für Unternehmen ein vernachlässigbarer Aufpreis, für Privatpersonen eine bemerkbare Differenz.

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Warum Google die neuen Top Level Domains lieben wird

Google dürfte ein großer Fan der neuen Top Level Domains sein. Überrascht? Dabei ist doch eines der großen Ziele des Unternehmens das komplette Durchforsten aber auch Sortieren des Internets, wobei Domainendungen eine große Hilfe sein könnten. Sobald sich diese durchgesetzt haben, könnte eine Suchanfrage nämlich so beantwortet werden:

  1. Ein Nutzer befindet sich in Berlin und sucht nach einem Restaurant.
  2. Automatisch werden beim Generieren der Ergebnisse Endungen wie .berlin oder .restaurant bevorzugt.
  3. Der Nutzer erkennt relevante Seiten direkt an der Endung und kommt schneller zum Ziel.

Natürlich werden Domainendungen nicht zum einzigen Rankingfaktor werden, jedoch gewinnen sie sicherlich an Wert. Denn sie erlauben eine eindeutige Zuordnung. Und bereits jetzt scheinen Domains mit regionaler Zuordnung einen Vorteil zu genießen.

In einem Blog-Artikel von Searchmetrics aus dem Oktober 2014 wird die Auswertung eines Tests mit Suchanfragen zur Domainendung .berlin präsentiert. Hierbei wurde ermittelt, dass bei 42 Prozent der getesteten Anfragen eine .berlin-Domain durchschnittlich um einen ganzen Platz besser platziert war. Zurückführen könnte man das auf das Klickverhalten der Nutzer (.berlin-Domains fallen eher auf und werden daher eher geklickt) oder auf die Neuregistrierungen (bekanntlich erhalten neue Webseiten von Google einen Newbie-Bonus, um überhaupt in Suchergebnissen aufzutauchen). Womit das positive Ranking auch zusammenhängt, eines steht fest: Suchmaschinen werden die neuen Domainendungen früher oder später als Rankingfaktor mit einbeziehen.

Direkt an die Registrierung gehen?

Während bei manchen Webseiten (z. B. amazon.shop statt amazon.de) eine neue Domainendung kein Problem wäre, könnte ein Online-Shop mit dem Namen “kamera-welt.de” nur holprig auf kamera-welt.camera wechseln. Besser wäre hier eine neue Domain (z. B. welt-der.camera) und eine Weiterleitung per 301. Je nach Umfang der Seite sollte man sich dabei mit einer erfahrenen Agentur für SEO zusammensetzen, um abnehmende Rankings zu vermeiden.

Es scheint zudem, dass Unternehmen und Privatpersonen häufig die Verbundenheit zu einer Domainendung unterschätzen. Während .berlin eine geografische Beschränkung ist, kann .restaurant die Art der dazugehörigen Seite einschränken. So war die heutige Ratgeberplattform Helpster ehemals eine medizinische Plattform mit Informationen für Patienten. Eine Neuausrichtung auf sämtliche Ratgeberthemen wäre kaum gelungen, wenn die Domain die Endung .medicine getragen hätte. Durch ein voraussichtliches Planen und Einschätzen der Zukunft der Webseite, lassen sich solche Fallen vermeiden.

Unternehmen können sich heute auf die sichere Seite stellen, indem sie relevante Domains mit den neuen Domainendungen reservieren und per 301-Weiterleitung auf die bisherige Seite verweisen. Sollte Google dann die neuen Domainendungen als echten Rankingfaktor bestätigen, stünde einem Umstieg nichts im Weg.

Checkliste für das Registrieren einer neuen Top Level Domain

Einige wesentliche Punkte auf einen Blick:

  • Kann ich durch die neue Endung meine Zielgruppe besser ansprechen?
  • Ist die Domainendung auch in Zukunft relevant?
  • Klingt die Domain mit der neuen Endung weiterhin ansprechend?
  • Entstehen zusätzliche Kosten für die neue Domain und sind diese tragbar?
  • Ist die gewünschte Domainendung bei meinem Hoster verfügbar?

Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 22

Das Titelthema „Gut gemacht“ dreht sich um gelungene Beispiele zu Mobile Websites, Storytelling, Corporate Blogs und Social Customer Care. Außerdem haben wir Beiträge zu diversen aktuellen Themen des Monats.

Viktor Peters

Viktor ist Online Marketing Spezialist bei Mittwald CM Service. Er ist seit Jahren im Web unterwegs und enthusiastischer WordPress- sowie Apple-Fan.

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3 Gedanken zu „Top oder Flop Level Domains? Das bringen die neuen Endungen [Sponsored Post]

  1. Hallo Micha,

    Mittwald richtet sich mit seinen Angeboten an B2B-Kunden im Agentur-Bereich, für die ein kompetenter Support sehr wichtig ist. Bei allen Hosting-Paketen ist dieser Service inklusive. Kunden bekommen für ihr Geld nicht “nur” eine Domain und Webspace, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket.

    Viele Grüße

    Kristina vom Mittwald Team

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