20 inspirierende Beispiele für Markenbotschafter auf Facebook

Im vorigen Beitrag haben Sie viel darüber erfahren, wie erfolgreiche Markenbotschafter agieren. Aber wie sieht dies denn nun in der Praxis tatsächlich aus? Dazu habe ich Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen gefragt, die auf Facebook mit ihren Profilen sichtbar sind. Ich habe sie gebeten, mir aufzuschreiben, ob und wie sie sich als Markenbotschafter sehen, wie wichtig ihnen die persönliche Vernetzung ist, was ihnen diese bringt und ob sie sich mit anderen Menschen auf Facebook beruflich austauschen. Die folgenden Beispiele könnten Ihnen dabei helfen, sich selbst einzuordnen und eigene Ideen zu entwickeln.

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Ich habe jeweils zu den Facebook-Profilen der Betreffenden verlinkt. Was in welchem Umfang öffentlich sichtbar ist, haben diese in ihren eigenen Einstellungen bestimmt. Was ich Ihnen, den Leserinnen und Lesern hier, noch mitgeben möchte: Auch wenn Sie nun Zugriff auf die Profile haben und dies sehr verlockend ist, senden Sie bitte nicht allen Genannten eine Freundschaftsanfrage, wenn dazu kein konkreter Anknüpfungspunkt besteht. Ob und in welchem Umfang jemand Kontakte auf Facebook annimmt, ist ebenfalls individuell sehr verschieden. Nicht jeder passt zu jedem. Bleiben Sie mit dem Fokus bei Ihrem eigenen Netzwerk!

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dr-joerg-ehmerDr. Jörg Ehmer: „Keine andere Plattform ist thematisch ähnlich breit aufgestellt.“

Dr. Jörg Ehmer ist der CEO von Apollo Optik und verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung des Optik-Filialisten GrandVision das Deutschland- und Österreich-Geschäft der Unternehmensgruppe.

Jeder Mitarbeiter ist gerade auch in sozialen Medien ein Markenbotschafter seines Unternehmens. Natürlich gilt dies für Führungskräfte in besonderem Maße.

Zur Frage, ob Facebook das richtige Medium für berufsbezogene Kontakte ist: Facebook ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung. Vermutlich ist aber keine andere Plattform thematisch ähnlich breit aufgestellt. Dies macht zusammen mit der extremen Reichweite den besonderen Reiz aus. Erfolgreiche Menschen haben sich schon immer vernetzt; die Digitalisierung bietet hierfür bessere Möglichkeiten als je zuvor.

Ganz sicher ist aber Facebook nicht der richtige Kanal für platte Kaltakquise. Das gilt umso mehr, je austauschbarer die angebotene Leistung objektiv ist. So etwas passiert mir allerdings auch selten. Wenn ich in sozialen Medien auf Berufliches angesprochen werde, wählen die meisten Nutzer zum Glück den zum Anlass passenden Kommunikationskanal.

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anita-freitag-meyerAnita Freitag-Meyer: „Im Laufe der Zeit sind sehr spannende und inspirierende Kontakte entstanden.“

Anita Freitag-Meyer ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag GmbH & Co. KG.

Als Inhaberin in der dritten Generation unseres Unternehmens, die auch noch den Namen unserer Marke trägt, sehe ich mich als Identifikationsfigur und Ansprechpartnerin nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gegenüber Handelskunden und Endverbrauchern. Ich stehe für Transparenz und Offenheit und halte dies in Zeiten von Vorbehalten gegenüber der Lebensmittelindustrie für äußerst wichtig. Und wer kann dies glaubwürdiger repräsentieren als die Inhaberin?

Ich schätze die Vernetzung durch die sozialen Medien sehr und mixe in meinem persönlichen Profil sowohl berufliche News aus meinem Unternehmen, als auch meine privaten Interessen. Mit mehr als 900 persönlichen Kontakten und über 21.000 Fans auf unserer Facebook-Page sind hier im Laufe der Zeit sehr spannende und inspirierende Kontakte entstanden, die mich weiterbringen und mir immer wieder Anregungen liefern.

Leider ist es in meiner Branche nicht üblich, dass ich mich als Lieferant mit Kunden des Handels auf Facebook vernetze – das „tut man irgendwie nicht“ habe ich den Eindruck … Ich selbst verpasse aber keine Chance, über meine „Zuckerbude“ zu sprechen und zu posten, wann immer ich hierzu befragt werde oder sich die Gelegenheit ergibt. Dies tue ich dann öffentlich und wer weiß, wer sich das dann außer meinen Freunden auf Facebook noch alles ansieht und wofür es nützlich ist.

Ich freue mich über jegliches Interesse und Feedback zu unseren Produkten, auch wenn dies einmal nicht hundert Prozent positiv ausfallen sollte. Ich lerne daraus und gebe die Informationen immer hausintern weiter.

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christian-gerickeChristian Gericke: „Sind Mitarbeiter heute nicht alle Markenbotschafter?“

Christian Gericke ist bei Acrolinx  für das europäische Geschäft verantwortlich und weltweit für Professional Services und Support.

Sind Mitarbeiter heute nicht alle Markenbotschafter? Im privaten sowie im beruflichen Umfeld gelten meiner Meinung nach ähnliche Prinzipien – jedes „Stück Content“ hat Einfluss auf eine Marke und die Reputation. Daher darf Content auch nicht die Marke beschädigen und auch nicht meiner persönlichen Reputation schaden. Gerade auf Facebook kann man davon ausgehen, dass die Meinungen als meine eigenen gesehen werden – im Gegensatz zu LinkedIn. Grundsätzlich poste ich nur an meine „Freunde“ und nicht öffentlich.

Durch meine internationale Tätigkeit, Jobwechsel etc. habe ich Freunde und Bekannte in der ganzen Welt. Facebook hilft mir, dieses Netzwerk aufrecht zu erhalten und in Kontakt zu bleiben. Auch hier unterscheide ich zwischen Freunden und beruflichen Kontakten. Der von mir veröffentlichte Content ist – hoffentlich – kompatibel für beide Gruppen.

Ich sehe einen Trend, dass sich enge geschäftliche Kontakte auch mit mir auf Facebook verlinken, und es daher „persönlicher“ wird. Gerade mit diesen tausche ich Content aus und diskutiere diesen auch mal – vieles auch mit einem Augenzwinkern.

Allerdings sehe ich auch viel „Content“ und Meinungen von Kontakten, die mich teilweise abschrecken, wie zum Beispiel radikale politische, ethische oder religiöse Ansichten. Das hat bei mir auch schon dazu geführt, dass ich mich von den Kontakten wieder getrennt habe und das auch Einfluss auf das Business hatte.

Generell glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus einem „privaten“ Facebook-Kontakt auch etwas Geschäftliches entwickelt, höher ist, als dass sich etwas „Privates“ aus einem Geschäftskontakt entwickelt. 90 Prozent meiner LinkedIn-Kontakte sind daher keine Facebook-Kontakte.

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ragnar-heilRagnar Heil: „Ich denke, man spürt die Authentizität.“

Ragnar Heil, Partner Sales Executive bei Microsoft, ist auf Office 365 spezialisiert

Ich habe ja selbst keine PR-oder Marketingposition inne. Dennoch werde ich oft als Markenbotschafter vor allem für Office 365-Themen wahrgenommen. Ich teile ganz streng nur die Themen und News, die mich wirklich richtig interessieren. Ich denke, man spürt die Authentizität. Es gibt dutzende Microsoft Nachrichten, die täglich erscheinen, die ich nicht teile, um mehr Zeit mit  Zuhören, Austauschen, Helfen und Kollaborieren zu verbringen. Der Dialog steht bei mir im Vordergrund. „Märkte sind Kommunikation“ (Cluetrain Manifest).  Es macht mir Freude, wenn ich Menschen direkt oder indirekt von Microsoft-Lösungen überzeugen konnte und diese einen konkreten, praktischen Mehrwert im Alltag liefern können. Wenn Menschen und Organisationen produktiver und  innovativer werden und darüber hinaus mehr erreichen können, dann habe ich meine Markenbotschaft vermittelt.

Facebook stellt für mich neben E-Mail, Yammer, Skype und Twitter meinen wichtigsten Kommunikationskanal mit Familien, Freunden, Bekannten, Kollegen, Kunden und Partnern dar. Ich verbringe bewusst und vor allem gerne viel Zeit auf Facebook, weil ich sehr gerne lerne und einen großen Bedarf an Nachrichten habe. Die Vernetzung bietet vielfältige Optionen, die ich kurz anreißen möchte:

  • Kontakt aufrecht erhalten mit Schulfreunden, Kommilitonen und Ex-Kollegen und Kunden aus beendeten Projekten (Ersatz von Visitenkarten). Faszinierend ist vor allem, welche weiteren Anknüpfungspunkte sich über die Jahre bei diesen Wegbegleitern finden.
  • Familie mit aktuellen Fotos von Kindern, aus dem Urlaub und dem  Leben versorgen (Ersatz von Postkarten und ausgedruckten Fotos)
  • Kollaboration mit Kollegen, Partnern, Kunden und Branchen-Peergroups zu aktuellen beruflichen Themen (oft sogar Ersatz von Meetings, Telefonaten und Emails)
  • Lernen und inspirieren lassen von Fremden / Meinungsführern / Influencern, die ich zum Teil noch nie getroffen habe (Ersatz von Fachzeitschriften, jedoch nicht von Fachbüchern)
  • Folgen von Musikern, um sich über neue Alben, Videos, Konzerte informieren zu lassen (Ersatz von Musikzeitschriften, CDs und Postern)
  • Folgen von Marken, um sich über neue Produkte und Services auf dem Laufenden zu halten (Ersatz von Werbung)

Auf Facebook folgen mir viele Freunde und Familienmitglieder, die keine Geeks, Nerds, IT PROs oder Entwickler sind. Daher teile ich nur dann Neuigkeiten von Microsoft, wenn sie für eine breitere Masse relevant sind. Daher wird man von mir nicht lesen, welches die Inhalte eines SQL Server Bugfixes sind, sondern eher, wo man sich kostenlos die neueste Office-Version zum Testen herunterladen kann.

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Carmen Hillebrand: „Die persönliche Vernetzung ist ein wichtiger Faktor für meine Kreativität.“

Carmen Hillebrand ist Abteilungsleiterin Social Media & Content bei METRO Cash & Carry Deutschland.

Ich habe auf meinem persönlichen Facebook-Account meinen Arbeitgeber genannt, um Transparenz zu schaffen. Zwar ist dieses Profil eher privater Natur, jedoch sind mein Berufs- und mein Privatleben nicht so strikt getrennt. Das liegt schlichtweg daran, dass ich seit Jahren Social Media lebe und dass ich selbst ein Foodfanatiker bin. Da ist es ein glücklicher Umstand, dass ich meine Leidenschaft in meinem Job ausleben kann. Jeder Mitarbeiter ist – das gilt insbesondere, wenn er wie ich im sozialen Netz lebt – ein Markenbotschafter. Jedoch darf nicht jede Äußerung, die ich tätige, als offizielles Statement gewertet werden. Wenn ich gezielt auf Inhalte von METRO verlinke, füge ich den Posts den Zusatz „In eigener Sache” hinzu, damit klar wird, wie dieser Inhalt zu werten ist. Mir ist Transparenz sehr wichtig.

Die persönliche Vernetzung ist mir in allen Social-Media-Kanälen und auch natürlich offline wichtig. Das erleichtert einfach die Kommunikation in so vielen Aspekten und ist ein wichtiger Faktor für meine Kreativität.

Ich habe mich schon immer auch beruflich auf Facebook vernetzt, das hat sich im Laufe der Zeit so ergeben. Obwohl mein Facebook-Account nicht unbedingt die Meinung meines Arbeitgebers widerspiegelt, ist mir bewusst, dass ich – egal, wo ich mich aufhalte, im Netz oder offline – als Markenbotschafter wahrgenommen werden kann. Ich bin einfach an dem Thema Food interessiert und vernetze mich gerne mit Gleichgesinnten.

Mein Facebook-Account ist ein Sammelsurium an persönlichen und beruflichen Kontakten, wie gesagt, ist das bei mir nicht so strikt trennbar. Facebook eignet sich gut, Feedback zu einer Fragestellung zu bekommen, und die kann auch beruflich sein. Zum Beispiel habe ich einmal gefragt, was für Fragen meine Food-liebenden „Freunde“ einem Forellenzüchter stellen würden. Die Antworten haben mir sehr weitergeholfen für mein Interview mit einem Lieferanten. Ich selbst kläre auch mal gerne etwas per Direct Message, das ist einfach schneller als auf dem herkömmlichen Weg mit einer E-Mail.

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andrea-juchemAndrea Juchem: „Ich mache mich als Mensch sehr transparent.“

Andrea Juchem ist geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmen der Juchem-Gruppe.

Ja, natürlich sehe ich mich als Markenbotschafterin. Wenn man auf dem Werksgelände groß wird und die Firma um einen herum vor allem ein großer Abenteuerspielplatz ist, man mit fünf schon weiß, dass man mal Chefin werden will/soll und einen die Menschen im Umfeld erstmal als „die Tochter von“ identifizieren, dann findet irgendwann eine Kernschmelze zwischen Person und Unternehmen statt. Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass ich von unseren Produkten total begeistert bin und am liebsten alle Menschen um mich herum mit meiner Begeisterung anstecken möchte. Bei einer Brownie-Backmischung oder einer Backmischung für Dinkelvollkornbrot ist das ja auch noch gut möglich. Bei einem Fettpulver für Tütensuppe wird es schon etwas anspruchsvoller.

Meine beruflichen Themen richten sich an zwei Zielgruppen. Mit der B2B-Gruppe findet (noch) kaum ein Austausch über Facebook statt. Für mich erwähnenswert ist aber ein sehr, sehr persönlicher Moment, als uns zum Tode eines unserer Mitarbeiter kondoliert wurde, und ein Kunde schrieb, wie sehr er ihn geschätzt hat. Diese Art der Anteilnahme habe ich bisher so noch nicht erlebt und das war sehr berührend. Generell ist es aber eher so, dass ich mit MitarbeiterInnen von Kunden befreundet bin und durch meine Postings auf Facebook nicht nur Wissenswertes aus der Branche poste, sondern mich auch als Mensch sehr transparent mache.

Mit der B2C-Gruppe ist der Austausch wesentlich intensiver. Da wird vor allem das Thema Backen diskutiert. Tipps und Tricks, Rückfragen, Trends. Aber auch Hintergründe zu Rohstoffen und zu Produktionsverfahren. Oft werde ich auch per Privatnachricht nach einem Job, einem Ausbildungsplatz, Preisen oder auch unseren Öffnungszeiten während der Getreideernte gefragt. Generell ist das auch kein Thema für mich. Ich bitte dann aber immer schnell darum, den Schriftverkehr auf Mail zu verlegen, sonst verliere ich den Überblick.

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stefan-keuchelStefan Keuchel: „Der Markenbotschafter kommt ganz natürlich.“

Stefan Keuchel ist seit April 2014 als „Head of Communications“ bei mytaxi in Hamburg verantwortlich für die PR- und Social-Media-Arbeit des Unternehmens.

In der Position des Pressesprechers ist man meiner Ansicht nach auch immer Markenbotschafter des Unternehmens, für das man gerade arbeitet. Wenn man nicht zu 100 Prozent hinter der Marke oder dem Unternehmen stehen kann, wird man vermutlich auch Schwierigkeiten haben, seinen Job als Pressesprecher gut zu erfüllen.

In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich das große Glück für Unternehmen arbeiten zu dürfen, für die ich selbst „brenne“ oder „gebrannt“ habe und deren Produkte mich begeistern.Darum konnte ich immer mit voller Überzeugung über diese Produkte sprechen und das merken dann natürlich auch diejenigen, mit denen man spricht – beispielsweise Journalisten oder Blogger. Der Markenbotschafter ist also keine „Zusatzaufgabe“, die ich mir mühsam erarbeiten muss, sondern das kommt ganz natürlich.

Die Vernetzung ist mir sehr wichtig, auch wenn ich Facebook in erster Linie für die private/persönliche Kommunikation nutze. Sprich in meinen Posts geht es eher selten um mytaxi, sondern eher um Dinge, die so in meinem Leben passieren. Aber natürlich poste ich auch etwas zu spannenden Neuigkeiten oder Aktionen von mytaxi, wenn ich der Meinung bin, dass es die Leute, mit denen ich auf Facebook vernetzt bin, interessieren könnte. Wie heißt es so schön? Der Mix macht’s. :-)

Ich bin ja auf recht vielen Social-Media-Kanälen/Plattformen unterwegs und habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass Facebook für mich eher ein „persönlicher“ als ein beruflicher Kanal ist. Schon vor geraumer Zeit habe ich mich dazu entschieden, dass meine Facebook Posts nur „für Freunde“ zu sehen sind und ich akzeptiere auf Facebook auch nur Freundschaftsanfragen von Menschen, die ich tatsächlich kenne (und schätze).

Darum sind Fragen zu meiner beruflichen Tätigkeit oder zu mytaxi bei Facebook eher die Ausnahme. Das passiert tatsächlich eher auf Twitter oder den beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Dort finde ich diese Fragen thematisch auch passender und beantworte sie in der Regel auch immer gern und schnell.

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uwe-knausUwe Knaus: „Die meisten nehmen mich als ‘Daimler-Mann’ wahr.“

Uwe Knaus ist bei der Daimler AG für das Daimler-Blog und für die Nutzung von Social Media zur Unterstützung der Unternehmenskommunikation zuständig.

Obwohl in meinem Profil steht: „Hier als Privatperson. Beruflich: Corporate Social Media & Digital Life“, werde ich von einem Großteil meiner Facebook-Freunde als „Daimler-Mann“ wahrgenommen. Dies gilt vor allem für diejenigen, mit denen ich durch meine berufliche Tätigkeit vernetzt bin; hauptsächlich Blogger, Journalisten oder Multiplikatoren im weitesten Sinne. Insofern sehe ich mich tatsächlich als Markenbotschafter.

Vernetzung ist mir wichtig, wobei ich Facebook hauptsächlich als „privaten“ Kanal sehe – wohlwissend, dass es andere nicht so sehen. Ich vernetze mich dort lediglich mit Menschen, denen ich schon einmal im echten Leben begegnet bin und mit denen ich darüber hinaus auch ein Glas Wein trinken würde. Letzteres, weil mir nicht die Anzahl der Kontakte wichtig sind, sondern auch der „Fit“ zu mir und zu meiner Einstellung vom Leben. In dem Fall kommt Relevanz vor Reichweite. Ich poste wenig zu meinem Fachgebiet auf Facebook. Wenn es um geschäftliche Vernetzung geht, eignen sich LinkedIn und Xing sehr viel besser; dort poste ich ausschließlich Themen, die mit meiner Arbeit zu tun haben.

Auf Facebook lese ich eher mit und melde mich im Kommentarfeld anderer zu Wort, wenn ich denke, dass ich zu einer Diskussion etwas beitragen kann. Manchmal bleibe ich auch bewusst weg, weil ich nichts sagen möchte oder kann. Dabei ist das primäre Ziel in der Regel, sichtbar zu sein und gegebenenfalls Dinge ins rechte Licht zu rücken. Für reine Zustimmung begnüge ich mich mit einem schlichten Like.

Bei Facebook gibt es aber immer auch ein sekundäres Ziel: die eigene Sichtbarkeit. Mit jeder Interaktion wird der Newsfeed-Algorithmus – der sogenannte „EdgeRank“ – gefüttert, welcher die eigene Sichtbarkeit bestimmt. Und die will man ja als Kommunikator. Auch hier zählt Relevanz vor Reichweite.

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johannes-kortenJohannes Korten: „Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten Markenbotschafter sein.“

Johannes Korten verantwortet bei der GLS Bank im Bereich „Kommunikation und Entwicklung“ die Themen Online-Kommunikation, Markenführung und Innovation.

Als derjenige, der in der Bank auch das Thema Markenführung verantwortet, ist es für mich selbstverständlich, dass ich Markenbotschafter der GLS Bank bin. Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten das sein. In unserem Haus gibt es eine hohe Übereinstimmung der persönlichen Werte unserer Mitarbeitenden mit den Werten, für die auch die Bank selbst steht.

Für mich persönlich ist Vernetzung grundsätzlich sehr wichtig. Und zwar sowohl virtuell wie real. Facebook ist da nur eine von vielen Optionen. In den letzten neun Jahren habe ich immer mehr für mich gemerkt, dass sich dabei die Grenzen zwischen der privaten und beruflichen Sphäre auflösen. Wenn ich beispielsweise auf Barcamps gehe, dann tue ich das gleichermaßen aus beruflichen wie aus privaten Interessen. So kann es sein, dass sich Kontakte zunächst aus beruflichem Interesse ergeben, bei denen man dann zunehmend privater wird, oder es sind private Kontakte, bei denen dann irgendwann berufliche Fragestellungen aufs Tableau kommen. Beide Wege sind für mich völlig normal.

Ich tausche mich regelmäßig auf Facebook mit Menschen über berufliche Fragestellungen aus. Ich bin Mitglied in diversen fachlich orientierten Gruppen und folge vielen spannenden Menschen, von deren klugen und spannenden Impulsen ich mich immer wieder inspirieren lasse.

Johannes Korten ist nach Erscheinen dieses Beitrags verstorben. Wir haben uns im Gedenken an sein Lebenswerk entschlossen, seinen Beitrag zu diesem Artikel stehenzulassen und mit diesem kurzen Hinweis zu versehen.

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jochen-muellerJochen C. Müller: „Facebook und öffentliche Verwaltungen haben noch nicht wirklich zusammengefunden.“

Jochen C. Müller ist Leitender Kreisverwaltungsdirektor beim Kreis Mettmann und dort als Leiter des Amtes für Informationstechnik tätig.

Meinen Arbeitgeber habe ich sorgfältig ausgesucht – was ich hier mache, ist für mich mehr als nur ein Nine-to-five-Job. Hier ist es mir gelungen, sowohl meine politische Überzeugung als „public servant“ als auch mein Hobby „Informationstechnik“, unter einen Hut zu bringen. Daher setze ich mich sowohl im Dienst als auch privat für meinen Arbeitgeber (bei uns Beamten nicht aus Zufall „Dienstherr“ genannt) und seine Themen – zum Beispiel das „Neanderland“ – ein.

Für den Austausch auf der „streng beruflichen“ Ebene haben wir IT-Dienstleister natürlich andere Möglichkeiten geschaffen, als Facebook, Twitter und Co. zu nutzen. Insofern ist der Austausch auf Facebook nur „halb-beruflich“: Wenn mir private Informationen in einem sozialen Medium über den Weg laufen, von denen ich weiß oder zumindest glaube, dass sie für meine Kollegen/innen von Interesse sind, gebe ich sie auf diesem Medium weiter. Umgekehrt erfahre ich so auch von spannenden Themen und „kopiere“ sie dann in die Verwaltungsnetzwerke. Niemals „kopiere“ ich allerdings von den Verwaltungsnetzwerken in die Öffentlichkeit.

Facebook (und Konsorten) und öffentliche Verwaltungen haben noch nicht wirklich zusammengefunden. In Einzelfällen natürlich, es gibt sogar herausragende Beispiele – aber in der Breite noch nicht. Behörden tun sich nach wie vor schwer mit sozialen Medien – teilweise zu recht, teilweise zu unrecht. Kontaktaufnahmen in sozialen Netzwerken in Bezug auf meinen Arbeitgeber sind daher ausgesprochen selten; wenn, dann eher auf XING oder ähnlichen Plattformen. Und das empfinde ich als völlig in Ordnung.

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bianca-oertelBianca Oertel: „Und ob ich die bin!“

Bianca Oertel ist Community Managerin bei MOTOR-TALK.de

Ein Community Manager kümmert sich um die Kommunikation im Internet, daher ist es nur konsequent, mich auch auf anderen Plattformen, wie beispielsweise Facebook, als solcher zu erkennen zu geben. Es obliegt mir, wie ich mit Anfragen meinen Arbeitgeber betreffend umgehe. Ich sehe mich als Schnittstelle und auch Anlaufstelle für Interessenten von Motor Talk. Natürlich agiere ich zeitgleich auch als Ambassador und zwar in dem Maße, wie es für mich authentisch ist.

Ziemlich früh habe ich mich dazu entschieden, meine Facebook, Twitter etc. Profile auch beruflich zu nutzen. Aus der Kommunikationssicht macht es keinen Sinn, hier eine Unterscheidung zu treffen. Vielmehr ist es hilfreich, einen Mix zwischen Privatem und Beruflichem zu pflegen. Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen engen Freunden und der Öffentlichkeit. Ein Post ist bei mir immer öffentlich. Viele der Community und Social-Media-Manager sind innerhalb der Social-Media-Netzwerke miteinander vernetzt, so auch ich. Hier sind die Social-Media-Plattformen klar im Fokus für den beruflichen Austausch und auch die Weiterbildung.

Da meine Kommunikation in den Kanälen so ausgelegt ist, dass ich auch ansprechbar bin für meine berufliche Tätigkeit, sind dies für mich lediglich weitere Kommunikationskanäle. Ich empfinde dies als Bereicherung, so gibt es manches Mal lustige Situationen wie: „Hey, sorry, will dich nicht zuspammen. Als ich deinen Namen hier gelesen hab, kam der mir iwie bekannt vor. Bist du die Bianca von Motor Talk?“ Und ob ich die bin!

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svea-rassmusSvea Raßmus: „Die Vernetzung ist enorm wichtig.“

Svea Raßmus leitet bei der Deutschen Bahn den Bereich Social Media Management und den übergeordneten Bereich Online-Redaktion und Media-Management.

Obwohl ich auf Facebook eher privat unterwegs bin, sehe ich mich schon mit Themen oder auch in Diskussionen als Markenbotschafterin. Ich versuche es aber einzudämmen, wenn es in Richtung Service & Auskunft geht. Da verweise ich lieber auf die Servicekanäle der Bahn, die Kollegen und Kolleginnen im Community-Management sind um ein Vielfaches fitter als ich. Durch mein Langstreckenpendeln schleichen sich schon einige Bahnhofsbilder in meine Chronik und auch in Diskussionen in Gruppen gebe ich mich zu erkennen oder empfehle Mal einen Service oder eine Seite auf zum Beispiel bahn.de oder inside.bahn.de.

Die Vernetzung ist enorm wichtig. Es ist an einigen Stellen natürlich eine Scheinöffentlichkeit und Vertrautheit, aber durch die Vernetzung nehme ich Kollegen anderer Unternehmen oder Influencer anders und differenzierter wahr. Zum einen bei persönlichen Themen – wie ist der oder diejenige als Mensch – zum anderen auf einer fachlichen Ebene – was sind Themen im Bereich Content oder CMS. Als stiller Teilhaber in Gruppen oder als aktiver Part ist ein gewisses Grundrauschen zu meinen beruflichen Themen gegeben, auch wenn es selektiv und in der eigenen Blase ist.

Es passiert sehr selten, dass mich jemand anschreibt oder adden will, der mich nicht persönlich getroffen hat. Ich nehme auch keine Freundschaftsanfragen an, wenn ich die Person nicht kenne oder sie mir empfohlen wird. Es ist viel häufiger, dass mich Menschen in ein berufliches (meist Service-)Gespräch verwickeln, wenn ich leibhaftig unterwegs bin und sie mitbekommen das ich für die Bahn arbeite. Das war aber früher schon bei eBay oder StudiVZ so. Es ist für mich in Ordnung bis zu dem Punkt, wenn mein Gegenüber nicht einsieht, dass ich bei Supportfragen nur bedingt helfen kann oder es nicht die Qualität hat wie bei meinen fachlich geschulten Kollegen und Kolleginnen. Der ein oder die andere loben auch unsere Arbeit und das freut natürlich.

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magdalena-roglMagdalena Rogl: „Persönliche Treffen sind mindestens genauso wichtig.“

Magdalena Rogl arbeitet als Head of Digital Channels in der Unternehmenskommunikation für Microsoft Deutschland.

Grundsätzlich denke ich, dass jeder Mitarbeiter jedes Unternehmens ein Markenbotschafter sein kann. Gerade im Kommunikationsbereich ist das aber besonders wichtig. Ich persönlich muss mich auch privat für das Unternehmen begeistern, für das ich arbeite. Nur so kann ich authentische Geschichten erzählen und Spaß bei der Arbeit haben.

In meiner Position verantworte ich unter anderem die interne und externe Social-Media-Kommunikation bei Microsoft. Dieser Bereich entwickelt sich rasant weiter, jeden Tag gibt es neue Funktionen und Plattformen. Um hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist es wichtig, sich mit anderen Experten auszutauschen. Gleichzeitig muss ich natürlich wissen: Wer sind die wichtigen Influencer der Szene? Wer kennt wen? Wer interessiert sich für das Thema oder die Produkte meines Unternehmens? Auch hier hilft die Vernetzung auf Social-Media-Plattformen natürlich sehr. Aber, auch wenn ich die sozialen Netzwerke liebe, persönliche Treffen auf Konferenzen oder Branchen-Events sind mindestens genauso wichtig.

Häufig bekomme ich auf Facebook auch Anfragen zu Social-Media-Themen und versuche hier natürlich so gut wie möglich weiterzuhelfen. Manche verwechseln das aber auch mit dem Facebook-Hilfecenter, da muss man dann freundlich aber bestimmt darauf verweisen ;). Wenn ein Markenbotschafter ein Unternehmen verlässt, ist das sicher immer ein Verlust. Gerade im Kommunikationsbereich sind Personen, die authentisch für die Marke stehen und mit ihr identifiziert werden, sehr wichtig. Sie werden zu Multiplikatoren und können so wertvolle Kontakte herstellen.

Mein beruflicher Focus liegt im Digitalbereich und so war es eine konsequente Entscheidung, zu Microsoft zu wechseln, wo ich diese Expertise nutzen kann. Ich bin sehr frisch im Team von Microsoft und als ich diese Angabe in meinem Facebook-Profil aktualisiert habe, kamen hunderte positive Rückmeldungen, hauptsächlich in Kommentaren oder Privatnachrichten. Mich freut das natürlich sehr und bestätigt mich in meiner Entscheidung für diesen spannenden Job.

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juergen-scheerJürgen Scheer: „Facebook ist längst zu einem gewachsenen Kommunikationskanal geworden.“

Jürgen Scheer ist der Leiter Zentralabteilung Unternehmenskommunikation bei den Stadtwerken Neuss. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Jessica Wolf (siehe weiter unten) betreut er unter anderem selbst die Facebookseite des Unternehmens.

Ich sehe mich als Markenbotschafter, weil ich mich als Mitarbeiter mit meinem Unternehmen identifiziere. Kraft meiner Funktion bin ich zudem Sprachrohr des Unternehmens gegenüber der Öffentlichkeit. Über mein persönliches Profil teile ich mitunter auch Inhalte der Stadtwerke-Facebookseiten.

Die Vernetzung ist mir sehr wichtig, weil Facebook längst zu einem selbstverständlichen und tagtäglichen Informations- und Austauschkanal geworden ist. Ein Großteil meiner regelmäßigen beruflichen Kontakte nutzt das Medium. Zunehmend tun dies auch Journalisten der „klassischen Medien“. Über Facebook erfolgt in meinen Augen auch beruflich aktive Beziehungspflege.

Über die Chatfunktion läuft zum Teil auch mein beruflicher Austausch. Das Posten von Themen aus meinem Fachgebiet über mein persönliches Profil geschieht vor allem durch das Teilen von Inhalten unserer Stadtwerke Neuss-Facebookseiten. Über den Chat werde ich auch regelmäßig auf meine berufliche Tätigkeit und meinen Arbeitgeber angesprochen. Ich finde das in Ordnung und es zeigt mir, dass Facebook längst zu einem gewachsenen Kommunikationskanal geworden ist.

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wolfgang-suepkeWolfgang Süpke: „Die persönliche Vernetzung ist für mich einer der Hauptgründe, bei Facebook zu sein.“

Wolfgang Süpke ist Bäckermeister und Mitinhaber der Bäcker Süpke oHG in Orlishausen bei Erfurt.

Ob ich will oder nicht, werde ich in der Öffentlichkeit wie in den sozialen Netzwerken immer als Bäckermeister wahrgenommen. Von engen Freunden weniger als von Bekannten und Kunden. (Freunde sehen in mir noch mehr). Als Bäckermeister repräsentiere ich immer meine Bäckerei. Ich versuche diesen Effekt aber zu verstärken, indem ich zum Beispiel auf Facebook über den Spaß und die schönen Seiten an meiner Arbeit berichte. Auf der Firmen-Fanpage ist das klar, aber auch in meinem persönlichen Facebook-Profil. Immer habe ich im Hinterkopf, dass ich meine Bäckerei vertrete, verkörpere.

Die persönliche Vernetzung ist für mich einer der Hauptgründe, bei Facebook zu sein. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die ich nur von Facebook kenne oder mal kurz kennengelernt habe und mir denen ich seitdem regelmäßig über Facebook in Kontakt bleibe. Aber auch mit Freunden und Bekannten, welche räumlich weit entfernt leben. Wenn man sich dann mal im realen Leben sieht, ist das als ob man schon lange Freunde ist. Oftmals schreibt man sich, wenn die meisten Menschen schlafen :) Das ist oft inspirierend und fruchtbar.

Als Beispiel führe ich gern die Facebook-Freundschaft mit einer Journalistin an. Als sie einen Fernsehbeitrag drehen wollte, dachte sie unter anderem auch an mich. denn sie „kennt“ mich. Der Fernsehbeitrag hat mir dann sehr geholfen.

Das ist mein Ziel, als Marke wahrgenommen zu werden: als „Bäcker Süpke“.

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sina-trinkwalderSina Trinkwalder: „Soziale Netzwerke leben doch vom Dialog.“

Sina Trinkwalder ist Gründerin und Geschäftsführende Gesellschafterin von manomama. Auf ihrer Visitenkarte steht: Mädchen für alles bei manomama und Streetworker in der Wirtschaft.

Meine Firma ist ein Teil meines Lebens, Schaffens. Sie gehört zu mir wie andere Leidenschaften. Weniger wichtig ist meine berufliche Tätigkeit als mein politisches Engagement. Deshalb teile ich ja auch nicht jeden Eintrag, den meine Firma auf Facebook postet, wohl aber Inhalte, die mein Engagement für eine aufgeklärtere Wirtschaftswelt betreffen.

Selbstverständlich tausche ich mich aus beruflichen Gründen mit anderen Menschen auf Facebook aus. Soziale Netzwerke leben doch vom Dialog. Mein Ziel ist zu lernen.

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yasmin-tuncayYasmin Tuncay: „Facebook ist für mich immer noch das Netzwerk erster Wahl.“

Yasmin Tuncay ist bei der Fraport AG in der Unternehmenskommunikation für die Social-Media-Kanäle zuständig.

Ich teile nicht nur ausgewählte Beiträge, sondern bin als Fraportlerin über mein Profil und meine Interaktion in diversen Gruppen nicht nur auf Facebook zu erkennen. Ich identifiziere mich mit den Themen der Fraport AG und bin auch stolz darauf ein Teil davon zu sein. Darum gebe ich diese Information auch offen und gern in meinem Facebookprofil an. Ich empfinde mich als inoffizielle Markenbotschafterin unseres Unternehmens und das mit Begeisterung!

Facebook ist für mich immer noch das Netzwerk erster Wahl, beruflich als auch privat. Social Media verbindet und vernetzt auf einfachem, unkomplizierten Weg. Man nutzt den kurzen Weg um in Kontakt zu bleiben, neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen oder mal kurz etwas nachzufragen. Die Menschen sind hier gut anzutreffen und oft auch kurzfristig erreichbar. Gerade im Bereich Social Media gibt es hier eine Vielzahl  interessanter Fachgruppen in denen auch ich Mitglied bin. Aber, auch wenn Facebook aktuell das größte weltweite Netzwerk ist, so versuche ich meine Kontakte doch auf Personen zu begrenzen, die ich persönlich kenne oder mit denen ich zumindest online auch zu tun habe.

Die Vernetzung mit Kollegen meiner Branche, also der Aviationbranche, erfolgt auf der anderen Seite, bis auf einzelne Kontakte, noch nicht so stark auf Facebook. Hier erfolgt der Austausch noch eher über persönliche Treffen, per E-Mail oder Telefon. Dies mag sicher auch am Thema Datenschutz liegen, den man gerade, wenn es über den Austausch auf sozialen Netzwerken geht, doch nicht aus dem Auge verlieren sollte. ;-)

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susanne-ullrichSusanne Ullrich: „Meine Freundesliste ist eine bunte Mischung aus privaten und geschäftlichen Kontakten.“

Susanne Ullrich ist Marketing Director DACH/FR bei Brandwatch, einem internationalen Anbieter für Social Media Monitoring und Social Analytics.

Da ich sehr viel Wert auf Networking lege – ob online oder offline – sehe ich mich in der Tat als einen Markenbotschafter für Brandwatch Deutschland. Ich habe hier vor vier Jahren das Marketing für die DACH-Region aufgebaut und war vor allem in den ersten Jahren sehr viel auf Events deutschlandweit unterwegs: BarCamps, Networking-Events, Konferenzen. Viele der Kontakte, die ich dort geschlossen habe, sind mittlerweile Facebook-Freunde von mir. Das erleichtert das Kontakthalten und die Kommunikation ungemein.

Ganz am Anfang habe ich Facebook ausschließlich privat genutzt. Durch Social Media verschwimmt aber der Begriff „Freunde“ immer stärker, gleichzeitig wird alles offener und öffentlicher. Irgendwann habe ich daher angefangen, mehr und mehr „Social-Kontakte“ von Events, Twitter und sonstigen beruflichen Aktivitäten auch auf Facebook hinzuzufügen. Mittlerweile ist meine Freundesliste eine bunte Mischung aus privaten und geschäftlichen Kontakten. Die persönliche Vernetzung ist sehr wichtig für mich geworden – als Adressbuch, zur schnellen Kontaktaufnahme, zum Informieren und natürlich auch zum Austausch über Privat- oder Gruppennachrichten.

Ich werde immer häufiger aus beruflichen Gründen von Personen über Facebook kontaktiert. Oftmals handelt es sich dabei um Anfragen von Personen, die ich auf Events kennengelernt habe, aber auch einige Journalisten-Anfragen haben mich schon über meinen privaten Facebook-Account erreicht. In der Regel sind mir all diese Personen aber schon im Vorfeld bekannt und sie wählten einfach Facebook als schnellsten und unkompliziertesten Weg der Kommunikation. Auch ich schreibe manchmal bestimmte Personen lieber über Facebook als über E-Mail an, weil der Weg der Kontaktaufnahme schneller und unverbindlicher ist. Darüber hinaus habe ich von vielen meiner Facebook-Kontakte keine berufliche Mail-Adresse. Sobald es aber in konkrete Absprachen und Details geht, verlagern wir die Kommunikation dann doch eher auf Mail.

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dr-barbara-volkweinDr. Barbara Volkwein: „Man ist nicht allein und versteht sich untereinander.“

Dr. Barbara Volkwein ist Musikvermittlerin, Konzert- und Produktionsdramaturgin bei den Dortmunder Philharmonikern.

Musik ist mein Leben, dazu kommt mein großes Interesse für Kultur und kulturelle Bildung. Meine Liebe ist faktisch mein Beruf geworden – seit Längerem arbeite ich mit sehr guten Orchestern und Konzerthäusern. Auch dort sitzen meistens Menschen, die aus Liebe zur Musik zu ihrem Beruf gekommen sind. Daher war es für mich selbstverständlich, viele Musik- und Kultur-relevante Inhalte mit anderen zu teilen. Diese Teilen macht die Gemeinschaft der Musik-Treibenden um ein Vielfaches stärker.

Ich werde auf Facebook sehr häufig angesprochen auf meine berufliche Tätigkeit, es ist ein Austausch unter Kollegen, manchmal hilft man sich untereinander oder bildet Synergien – dies ist der angenehme Teil des Angesprochen-Werdens. Wenn Abends ein Konzert vorbei ist und jemand aus der Branche nachts noch „daddelt“, das ist besonders schön, da sind schon viele Dialoge entstanden – es ist da ein tiefes Verständnis, dass nach dem Sturm die Stille kommt, das Nachwirken der Musik. Da ist ein Austausch mehr als schön und manchmal auch witzig und gesellig, man ist dann nicht allein und versteht sich untereinander.

Häufig jedoch kommen Freundschaftsanfragen unter dem Deckmäntelchen des gemeinsamen Interesses, die sich dann als reine Akquise-Anfragen entpuppen: Wir möchten gern spielen mit und bei Euch, Eurem Orchester. Das kann sehr nervig sein. Da werden einem Sachen geschickt, die man nicht will, Konversationen aufgezwungen. Mit der Zeit bin ich vorsichtiger geworden, schaue genau, wer anfragt, wenn es genauso Musik und Kulturnerds sind wie ich und der Austausch niveauvoll ist, dann läuft’s ;)

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jessica-wolfJessica Wolf: „Als ‘Jessica von den Stadtwerken’ kann ich auch mal ein Augenzwinkern mitschicken.“

Jessica Wolf ist PR-Referentin bei den Stadtwerken Neuss und unter anderem zuständig für die Social-Media-Aktivitäten, aber auch für Pressearbeit, Website oder Veranstaltungsplanung.

Die Nennung meines Arbeitgebers stimmt nur teilweise: Bei Facebook gehöre ich zu denjenigen Menschen, die Listen pflegen. Das heißt, unterschiedliche Menschen sehen unterschiedliche Details aus meinem Leben. Mein öffentliches Profil gibt keine Infos zu meinem Arbeitgeber preis. Neue Kontakte sortiere ich in die passende Liste. Wenn es sich um einen (halb-)beruflichen Kontakt oder eine privaten Kontakt mit gegebenfalls beruflichen Anknüpfungspunkten handelt, sieht er natürlich auch meine Arbeitgeber-Info.

Auf der Unternehmensseite halte ich eine gewisse „Botschafter-Funktion“ für wichtig, um auch eine persönliche Seite des Unternehmens zeigen zu können. So habe ich viel bessere Möglichkeiten, auf Leute einzugehen oder Themen zu spielen. Standardfloskeln in der Kundenkommunikation kommen doch bei uns allen nicht wirklich gut an. Das individuelle Wort funktioniert meines Erachtens viel besser. Als „Jessica von den Stadtwerken“ kann ich – bei aller Professionalität – auch mal ein „Augenzwinkern“ mitschicken und unser „duzen“ wirkt natürlich. Das macht den Usern und mir mehr Spaß. Gleichzeitig transportiere ich etwas vom und für das Unternehmen: Wer arbeitet bei den Stadtwerken Neuss? Wie arbeitet und kommuniziert der/diejenige? Welches Gefühl wird mir vermittelt?  Einige FB-User schreiben regelmäßig, sie kenne ich inzwischen auch persönlich oder bin mit ihnen „privat“ auf  Facebook befreundet.

Damit zurück zum privaten Profil: Ich muss davon ausgehen, dass diejenigen, die meinen Arbeitgeber in meinem Profil sehen können, sich ein Bild von mir und/oder meinem Arbeitgeber machen. Auch wenn es gegebenfalls nur ein kleines Puzzlesteinchen ist: Damit bin ich automatisch auch eine Markenbotschafterin. Insbesondere, wenn ich darüber hinaus auch berufliche Inhalte in meiner Timeline poste.

Offenlegung: Mit einigen der Personen in den genannten Beispielen verbinden mich Geschäftsbeziehungen oder/und persönliche Freundschaften. (Kerstin Hoffmann)

Bildnachweise:

  • Foto Carmen Hillebrand: gourmetgeeks
  • Foto Johannes Korten: GLS Bank
  • Foto Svea Raßmus: Michael M. Roth, MicialMedia
  • Foto Sina Trinkwalder: Michael Schrenk
  • Foto Jessica Wolf: Jörg Nouvertné

Artikel vom 20. Juni 2016