Gutes tun per App oder Web: So einfach geht das heutzutage

Hungersnöte, Kriegsflüchtlinge, Flutkatastrophen: Jeden Tag erreichen uns unzählige Nachrichten von Menschen in Not. Wie kann man diesen helfen? Und das möglichst einfach? Zum Glück gibt es das Internet und Smartphones. Mit Apps wie „Share The Meal“ oder „We Shelter“ kann jeder von uns mit einem Fingertipp etwas Gutes tun. Das ist kein leeres Versprechen, sondern funktioniert wirklich. Unser Autor Jürgen Kroder hat sich verschiedene Angebote angeschaut und mit den Machern geredet.

(Foto: © REDPIXEL, Fotolia)

„Ich würde ja gerne etwas für die Menschen und unsere Umwelt tun, aber mir fehlt dazu die Zeit“. Dieses Argument hört man immer wieder. Heutzutage zählt diese Ausrede aber nicht mehr. Mit entsprechenden Apps und Web-Diensten kann jeder – wirklich jeder! – innerhalb weniger Sekunden dem Klimawandel entgegentreten, hungernden Kindern ein Mittagessen schenken und Obdachlose vor dem Erfrieren bewahren. Eine dieser „Gutes tun mit einem Klick“-Apps ist Share the Meal.

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Share The Meal – Essen für hungernde Kinder

Dank der App Share The Meal konnten schon Millionen hungernder Kinder mit Essen versorgt werden (Bild: World Food Programme)

Dank der App „Share The Meal“ konnten schon Millionen hungernder Kinder mit Essen versorgt werden (Bild: World Food Programme)

App starten, auf das „Teile Deine Mahlzeit“-Icon und gleich danach auf den Spenden-Button klicken – fertig. So einfach kann man heutzutage ein hungerndes Kind mit Essen für einen Tag, eine Woche oder einen Monat versorgen. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern bei Share The Meal Realität. Die iOS- und Android-App punktet mit einer simplen Bedienung, über die jeder mit wenigen Klicks 0,40 Euro oder mehr spenden kann. Allerdings nur, nachdem man einmal seine Kreditkarten- oder PayPal-Daten hinterlegt hat.

Die Message von Share The Meal ist genauso einfach zu verstehen wie die Bedienung: Mit 40 Cent kann ein hungerndes Kind in Ländern wie Kamerun, Malawi, Syrien oder Lesotho einen Tag lang mit Essen versorgt werden. Immer wenn der App-User eine große Mahlzeit zu sich nimmt, kann er diese virtuell teilen, indem er auf das „Teile Deine Mahlzeit“-Icon drückt.

Hinter der App steckt das World Food Programme (WFP), eine der weltweit größten humanitären Organisation, die gegen den Hunger in der Welt kämpft. Share The Meal wurde von Sebastian Kowatsch und Sebastian Stricker in einem Sabbatical gegründet. Mit der Unterstützung verschiedener Freiwilliger konnten sie ihr Vorhaben umsetzen. Das kam so gut an, dass das Welternährungsprogramm die Schirmherrschaft übernahm. Zudem wird das junge Team hinter Share The Meal, das in Berlin ansässig ist, von der Bundesregierung unterstützt.

Im Juni 2015 wurde Share The Meal in Deutschland, Österreich und Schweiz gestartet, im November des gleichen Jahres erfolgte der weltweite Release. Im Mai 2016, kurz vor dem muslimischen Fastenmonat Ramadan, erschien eine arabische Version. Dieses Timing war laut Victoria Lenhard ein voller Erfolg. Doch die Pressesprecherin von Share The Meal meinte gegenüber dem UPLOAD Magazin: „Obwohl es die App seit anderthalb Jahren gibt, sind wir noch in der Anfangsphase.“

Seit dem Start wurde die App insgesamt mehr als 750.000 Mal heruntergeladen, die Nutzer spendeten darüber rund 11,5 Millionen Mahlzeiten (Stand: Anfang März 2017), was einem Umsatz von mehr als 4,5 Millionen Euro entspricht. Das kann man als Erfolg werten. Zumal – darauf scheinen die Macher sehr stolz zu sein – der größte Teil des Geldes bei humanitären Zwecken landet. Victoria Lenhard bestätigte uns, dass eine Spende von nur 40 Cent bzw. 0,50 US-Dollar ausreiche, um ein notleidendes Kind einen Tag lang mit Essen zu versorgen. Damit könne das WFP von der Nahrungsbeschaffung, dem Transport bis hin zum Monitoring alles abdecken. Die Transaktionskosten über Kreditkarte und PayPal seien damit ebenso gedeckt – unter anderem weil es Nachlässe für humanitäre Organisation gibt. Die kleinen Spendensummen reichen auch deswegen aus, weil das deutsche Team sich nichts aus dem Topf nimmt. Es wird unter anderem durch den Innovation Accelerator des WFP finanziert. Zudem gibt es ehrenamtliche Helfer.

Typisch Startup hat das Share-The-Meal-Team noch einige Baustellen, die sie meistern möchten. Eine liegt bei Apple und Google. Denn aktuell können die User nicht über In-App-Käufe ihre Geldspende abgeben. Stattdessen wird man auf eine Webseite verwiesen, worüber die Transaktion erfolgt. Anders sei das derzeit nicht möglich, so Victoria Lenhard, da Apple und Google für jede In-App-Aktion die Hand aufhalten würden. Das könne sich aber in naher Zukunft bessern – zumindest für gemeinnützige Organisationen.

Darüber hinaus haben die Berliner noch ein paar Ideen in petto. Zum Beispiel möchten sie mehr über die Lage vor Ort berichten, also von dort, wohin das Spendengeld fließt. Dazu fiel bei unserem Gespräch das angesagte Schlagwort „Virtual Reality“. Im Sommer 2016 veröffentliche Share The Meal bereits ein VR-Video aus dem Libanon, davon soll es in Zukunft mehr geben.

Außerdem möchte das humanitäre Startup eine direktere Verknüpfung zwischen Spender und Empfänger schaffen, das Gruppen-Feature erweitern, seinen Dienst in andere Apps integrieren … und, und, und. An Ideen scheint es nicht zu mangeln. Und das ist auch gut so: Eine attraktivere App sorgt für engagiertere Nutzer – davon profitieren die hungernden Kinder auf der ganzen Welt.

WeShelter – Hilfe für Obdachlose

Mit dieser App kann man Obdachlosen in Not helfen (Bild: WeShelter)

Mit dieser App kann man Obdachlosen in Not helfen (Bild: WeShelter)

Einem Menschen mit einem Klick helfen: Diese Mission hat nicht nur Share The Meal, sondern auch das Team von WeShelter. Damit wird nicht Kindern in Krisengebieten geholfen, sondern den Menschen vor Ort. Besser gesagt: Obdachlosen.

In New York steigt seit einigen Jahren die Anzahl der Obdachlosen rapide an, im Dezember 2016 wurden über 62.000 gezählt. Viele dieser Menschen benötigen Hilfe, weil sie beispielsweise frierend oder krank auf der Straße liegen. Doch das Wie ist die große Frage.

Die App von WeShelter hat zwei Buttons: Der größere sorgt dafür, dass bei jedem Tippen ein Sponsor einen kleinen Geldbetrag an eine Obdachlosen-Organisation spendet. Derzeit werden bei jeder Spende rund fünf US-Cent überwiesen. Mit dem kleineren Button ruft man die 311 an. Das ist die Nummer des „New York City’s Department of Homeless Services“, welches sich ebenfalls um die auf der Straße lebenden Menschen kümmert. Bei einem direkten Gespräch kann man einen Notfall genauer schildern und seinen Standort per App übermitteln. Auf diese Weise kann man also vergleichsweise schnell Hilfe holen, wenn man einen Obdachlosen in Not antrifft.

An dieser Stelle bemerkt man allerdings auch das Manko von WeShelter: Die iOS- und Android-Anwendung macht nur Sinn, wenn sich der Nutzer in New York City aufhält. Damit soll natürlich nicht Schluss sein. „Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft in weitere Städte expandieren können“, sagte uns gegenüber der WeShelter-Mitgründer Ilya Lyashevsky. Das Team arbeite hart daran, mit weiteren Stadtverwaltungen zusammen zu arbeiten, um die Reichweite zu vergrößern. Außerdem sollen die Kosten reduziert werden. Das Ziel der drei Gründer sei es, über 90 Prozent der Einnahmen als Spende weiterreichen zu können.

Allerdings sind gar nicht unbedingt die Kosten, sondern die lokale Begrenzung und die geringe Reichweite das größte Problem von WeShelter: Derzeit gibt es weniger als 5.000 App-User. Dafür sei die kleine Nutzergruppe laut Lyashevsky extrem aktiv: 15 Prozent würden die App mehrmals pro Monat nutzen. Auch das Feedback sei „größtenteils positiv“. besonders wenn das Projekt im Fernsehen vorgestellt wird. Dann würden dem Team viele Fragen gestellt werden. „Wir arbeiten daran, diese zahlreichen Nachfragen erfüllen zu können“, so Ilya Lyashevsky.

Um die Anfragen, die Expansion und die neuen Ideen zu meistern, ist das Team seit dem Start von WeShelter gewachsen. Neben den drei Gründern helfen derzeit auch noch einige Freiwillige mit. Sie unterstützen bei der App-Entwicklung und bei der Vermarktung. Das ist gut so, denn die Anfangszeit von WeShelter gestaltete sich recht träge: Das Projekt wurde 2013 geboren, doch die an sich simpel gestrickte App ging erst zwei Jahre später online. Im Namen der hilfsbedürftigen Obdachlosen wäre es gut, wenn WeShelter nun schneller Fahrt aufnehmen würde.

Ecosia – die Suchmaschine, die Bäume pflanzt

Wer etwas im Internet sucht, braucht dazu nicht unbedingt Google um Rat fragen! (Bild: Ecosia)

Wer etwas im Internet sucht, braucht dazu nicht unbedingt Google um Rat fragen (Bild: Ecosia)

Die Deutschen lieben Google. Über 90 Prozent der Bundesbürger nutzen die weltweit bekannt Suchmaschine, damit ist Google der unangefochtene Marktführer. Die wenigen verbleibenden Prozent teilen sich Bing, Ask.com und weitere Anbieter, wozu auch Ecosia gehört. Die deutsche Suchmaschine besitzt keine eigene Technologie, sondern nutzt die von Microsoft – und ist damit ein modifiziertes Bing. Doch Ecosia hat eigene Ideen: So möchte das Berliner Team den Suchmaschinen-Markt mit ökologischem Aktivismus aufmischen. Und das funktioniert so: Wie bei jeder Suchmaschine, gibt es auch bei Ecosia gesponserte Suchtreffer, also Anzeigen. Mindestens 80 Prozent des Gewinns (was ungefähr 50 Prozent des Umsatzes entspricht) steckt das Unternehmen ins Pflanzen neuer Bäume. Die unterstützten Aufforstungsprojekte befinden sich auf der ganzen Welt. Sie dienen dazu, dass neue Wälder entstehen und so unter anderem die Artenvielfalt, der Bodenschutz, die Regulierung des Wasserhaushaltes und die Sauberkeit der Luft vorangebracht werden. Oder anders ausgedrückt: Jeder, der Ecosia nutzt, beteiligt sich indirekt am Umweltschutz.

Eine Suchmaschine, die zum Erhalt der Natur dient – diese Idee hatte Ecosia-Gründer Christian Kroll bereits vor knapp zehn Jahren. Er startete im Jahr 2008 sein Projekt Forestle.org, dessen ausgeschriebener Name eine Anlehnung an seinen ersten Partner war: Forest Google. Doch Google stieg kurz vor Launch aus, also lieferte Yahoo als Ersatz die Suchergebnisse. Da es im Laufe der Zeit Kritik und Probleme gab, launchte Kroll parallel ein ähnliches Konzept – Ecosia. Seit 2011 leitet Forestle.org auf Ecosia.org um, seitdem scheint das Konzept besser zu laufen.

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Laut der offiziellen Webseite investierte Ecosia seit seinem Bestehen schon über 2,88 Millionen Euro, um damit über 6,57 Millionen Bäume zu pflanzen (Stand: 4. März 2017). Zirka alle 10 Sekunden kommt ein neuer Baum dazu. Laut der Pressesprecherin Jacey Bingler hat die „Öko-Suchmaschine“ derzeit über fünf Millionen Nutzer pro Monat, die für Traffic und Umsatz sorgen. „Dieses Jahr werden wir hoffentlich auf etwa 20 Millionen finanzierte Bäume kommen“, meinte Bingler uns gegenüber voller Enthusiasmus. Die Ziele für die nähere Zukunft sind sogar noch höher gesteckt: „Wir wollen bis 2020 die Pflanzung von einer Milliarde Bäumen finanzieren“, so Bingler. „Das ist ein extrem ambitioniertes Ziel, aber wir hoffen ihm so nah wie möglich zu kommen.“

Um diesen Meilenstein erreichen zu können, muss Ecosia seinen Marktanteil deutlich steigern. Auch hierfür hat sich das 20-köpfige Team eine entsprechend hohe Zielmarke gesetzt: Man möchte die größte alternative Suchmaschine werden. Das dürfte nicht einfach werden, zumal die Nutzer von Ecosia anscheinend recht kritisch sind. Dazu Jacey Bingler: „Wenn bei uns mal ein Geschäftsbericht zu spät veröffentlicht wird, ein Zahlendreher drin ist, oder aktuelle Fotos von den Projekten auf sich warten lassen, gehen viele User sofort passioniert auf die Barrikaden.“ Deswegen ist Ecosia ständig bemüht, möglichst transparent zu agieren. Zum Beispiel kann jeder öffentlich die Finanzberichte einsehen, zusätzlich belegen Videos und Fotos, wohin das gespendete Geld fließt.

Was dagegen für Technik-affine Menschen interessant sein dürfte: Dank der Bing-Technologie erhält man eine gute, zuverlässige Suchmaschine. Diese lässt sich recht einfach im Browser als Standard einstellen, für Android und iOS gibt es Apps bzw. Widgets. Wer eine Alternative zu Google sucht und zudem einen kleinen, einfachen Beitrag zum Umweltschutz leisten will, der sollte mal einen Blick auf das Berliner Projekt werfen.

Betterplace.org – Plattform für Hilfsprojekte

Das Besondere von Betterplace.org ist: Die Einnahmen gehen zu 100% an die Empfänger. (Bild: gut.org)

Das Besondere von Betterplace.org ist: Die Spendengelder gehen zu 100% an die Empfänger (Bild: gut.org)

Das Internet hat die Möglichkeit, das Leben zu verändern – positiv wie auch negativ. Till Behnke ist jemand, der die guten Seiten des World Wide Web nutzt: Er setzt es ein, um hierarchische Strukturen aufzubrechen und in Sekundenschnelle Millionen von Menschen zu erreichen. Sein Werkzeug dazu nennt sich Betterplace.org, das er 2007 zusammen mit Joana Breidenbach gründete. Ihr Ziel war es damals, dass Menschen möglichst zielgerichtet ihr Geld für wohltätige Zwecke spenden können. Dieser Vorgang sollte schnell und einfach sein. Und die Spenden sollten nicht durch teure Marketing-Kosten wieder aufgefressen werden.

Dieses Jahr feiert Betterplace das zehnjährige Jubiläum. Ein Grund zu feiern. Auch deswegen, weil über die Webseite bislang mehr als 43 Millionen Euro zusammenkamen, die in Projekte in über 180 Ländern flossen. Eine Erfolgsgeschichte, die laut Leonie Gehrke rasant wächst. Die PR- und Marketing-Managerin gab uns einen etwas tieferen Einblick: „Allein 2016 sind mehr als 13 Millionen Euro über Betterplace.org gespendet worden. Auch die Zahl der registrierten Projekte steigt deutlich an“.

Eine Besonderheit von Betterplace ist, dass die Nutzer selbst Projekte einreichen können, für die Geld gesammelt wird. Mal sollen die Spenden für den Brunnenbau im fernen Uganda verwendet werden, mal für eine Rutsche in der Kita nebenan. Dieses Online-Fundraising erinnert ein wenig an Crowdfunding, unterscheidet sich davon aber in manchen Aspekten. Zum Beispiel gibt es kein Minimumziel, das erreicht werden muss. Und die Gelder werden auch nicht für Dankeschön-Geschenke verwendet, sondern wandern zu 100 Prozent in die vorgeschlagenen Projekte.

100 Prozent? Ja, denn Gut.org, die Firma hinter Betterplace, erhebt keine Provision oder andere Abschlagszahlungen für die Spenden. Stattdessen kann jeder, der ein Projekt unterstützt, zusätzlich einen Beitrag an den Betreiber der Plattform abgeben. Mit diesen freiwilligen Geldern werden das 25-köpfige Team sowie die Weiterentwicklung der Webseite bezahlt. Und: Gut.org übernimmt alle Transaktionkosten, die bei der Überweisung via PayPal und Kreditkarte anfallen.

Neben Betterplace.org betreibt das gemeinnützige Unternehmen einen Think-Tank namens Betterplace.Lab. „Dieser analysiert im Auftrag von Ministerien oder Stiftungen, welche Trends die Welt an der Schnittstelle digital-sozial verändern“, erklärt uns Leonie Gehrke. Zudem entwickelt das Team innovative Formate für Unternehmen, die ein soziales Engagement gestalten möchten. Ein solches Format sei die Kooperation mit dem Mobilfunkleister goood: Wer hier einen Handytarif abschließt, kann 10 Prozent des Betrages für ein selbstgewähltes Projekt auf Betterplace unterstützen.

Gutes tun per Web – diese Vision von Till Behnke wurde über die Jahre real. Er erschuf mit Betterplace eine namhafte Anlaufstelle. Eine, dessen Idee aus der Not heraus geboren wurde. Wie es dazu kam, erklärte er zum Beispiel auf der TEDx Berlin 2009, was man in folgendem Video sehen kann.

Weitere Apps, mit denen man Gutes tun kann

Zum Schluss stellen wir noch kurz und bündig weitere nennenswerte Dienste vor, über die jeder leicht etwas Gutes tun kann.

Smoost

Einfach kostenlos Helfen: Dieser Slogan passt zu Share The Meal, WeShelter und genauso zu Smoost. Mit der App unterstützt man internationale Organisationen wie auch lokale Vereine. Der User muss dafür in der Regel nicht seinen Geldbeutel öffnen, sondern lediglich Werbung anschauen. Drei Viertel der Werbeeinnahmen spendet Smoost dann an Taifun-Opfer, an Schutzprogramme zur Erhalt der Meeresschildkröten oder an kleine deutsche Sportvereine.

Die Entwickler von Smoost stammen aus dem fränkischen Gundelsberg bei Bamberg. Ihre App ist für Android und iOS erschienen. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5/5 Sternen kommt sie bei den Nutzern sehr gut an.

FairGive

Wer Geld an verschiedene Organisationen spenden möchte, muss dafür nicht unzählige Webseiten absurfen. Die App FairGive (deutscher Titel: GutesTun) stellt ganz übersichtlich verschiedene humanitäre Projekte vor. Ein kurzer Text erklärt, worum es geht, darunter sind Hilfsorganisationen aufgelistet, die in diesem Bereich aktiv sind. In wenigen Schritten kann der FairGive-User einen frei einstellbaren Geldbetrag ganz gezielt an Caritas, Amnesty International, Terre des hommes, UNICEF oder Ärzte ohne Grenzen spenden.

FairGive bzw. GutesTun besitzt derzeit noch ein großes Manko: Die App kann derzeit nur mit einem Schweizer Mobilfunkvertrag oder einem Account bei der Schweizer PostFinanz genutzt werden.

Eco Challenge

Jeder Mensch kann einen kleinen Beitrag für den Umweltschutz leisten. Dafür muss man nicht einmal Geld spenden, sondern nur sein Verhalten umstellen. Wie? Das zeigt EcoChallenge auf spielerische Art und Weise. Die iOS-App bietet jede Woche neue Herausforderungen, die der User meistern soll. Diese sind eigentlich recht einfach zu schaffen: In einem Fall soll man beispielsweise mit Produkten aus der Region kochen, in einem anderen alle seine Glühlampen gegen Energiesparlampen tauschen.

EcoChallenge wird vom Land Brandenburg unterstützt und erhielt 2011 den Clean Tech Media Award. Entwickelt wurde die App vom Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam.

Krisenhilfe übers Netz

Und wer noch mehr lesen möchte, dem sei der UPLOAD-Artikel von Sebastian Schürmanns zu Krisenhilfe übers Netz empfohlen.

Artikel vom 21. Mai 2017