Startup-Steckbrief AppsFlyer: Spezialisten für App-Analytics

Seit letztem Jahr ist AppsFlyer auch in Deutschland aktiv und hat ein Büro in Berlin eingerichtet. Das junge Unternehmen hat sich ganz darauf spezialisiert, seinen Kunden nützliche und wertvolle Daten über die Nutzung ihrer Apps zu liefern. In diesem Steckbrief stellt es sich vor.

Über 300 Mitarbeiter aus 13 Ländern haben sich im Juni 2017 in Tel Aviv getroffen – darunter auch das Berliner Team. (Foto: AppsFlyer)

Basisdaten

  • Name des Startups: AppsFlyer
  • URL: https://www.appsflyer.com
  • Gründungsdatum: 2011
  • Gründungsort: Tel Aviv
  • Das Startup erklärt – was es leistet, für wen und wie: Mit der Verbreitung mobiler Technologien floriert auch der Markt für App-Werbung bei einem Gesamtvolumen von derzeit rund 100 Milliarden US-Dollar weltweit. AppsFlyer ist in diesem Markt ein zentraler Player, indem es als Plattform für Attribution und Marketing-Analytics den Erfolg mobiler Werbekampagnen messbar macht. Auf 98 Prozent aller Smartphones weltweit ist die Technologie von AppsFlyer zu finden. Mit dieser riesigen Datengrundlage hilft AppsFlyer Werbetreibenden, ihre Kunden und das Umfeld zu verstehen und dadurch ihre Werbebudgets auf die sinnvollste Weise einzusetzen.
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Fragebogen

Der wichtigste Meilenstein auf dem bisherigen Weg:

Jeder neue Kunde, jede Produkterweiterung, jedes neue Teammitglied ist ein wichtiges Puzzlestück für den Erfolg von AppsFlyer. Doch drei Meilensteine markieren in besonderem Maße wichtige Etappenziele: das Knacken der Marke von 10.000 B2B-Kunden, die Eröffnung von 13 Standorten rund um den Globus, darunter letztes Jahr in Berlin, und der Abschluss der C-Finanzierungsrunde über 56 Millionen US-Dollar Anfang dieses Jahres, an der sich unter anderem Deutsche Telekom Capital Partners beteiligt hat.

Wie sehen die Finanzierung und das Geschäftsmodell aus?

Nach der letzten Funding-Runde stieg die Gesamtfinanzierung auf 84 Millionen US-Dollar. Zu den Investoren gehören unter anderem Qumra Capital, Goldman Sachs Private Capital Investing, Deutsche Telekom Capital Partners und Pitango Growth. AppsFlyer bietet seine Plattform als SaaS-Modell an. Es gibt ein Basispaket nach dem Prinzip „Pay-Per-Use“, innerhalb dessen Werbetreibende pro Download einen Cent-Betrag zahlen, und ein Enterprise-Modell mit erweitertem Leistungsumfang, das individuell konfiguriert wird.

Wie kommen Sie an Ihre Kunden?

Da die Branche sehr gut vernetzt ist, spielen persönliche Weiterempfehlungen eine wichtige Rolle. AppsFlyer nimmt deshalb an wichtigen Branchen-Events teil und hat eine eigene Event-Reihe initiiert, die MAMA-Konferenz (für Mobile Attribution und Marketing Analytics), die nach dem Auftakt in Paris und Moskau im März in Berlin stattfand und Kunden, Partner und führende Mobile-Marketing-Experten aus der Region zusammenbringt. Einen wichtigen Beitrag leistet außerdem Inbound-Marketing. AppsFlyer spielt die gesamte Klaviatur mit einem gut gepflegten Blog, einer umfassenden Wissensbibliothek mit aktuellen Reports und vielen Daten zum App-Marketing sowie E-Mail-Marketing.

Wie organisiert sich das Team?

Für weltweite Kommunikation, Zusammenarbeit und Projektmanagement kommen intern Tools wie Slack zum Einsatz. AppsFlyer kultiviert aber auch den persönlichen Austausch. So haben sich beispielsweise im Juni über 300 Mitarbeiter aus 13 Ländern zum All-Hands-Meeting in Tel Aviv getroffen, darunter natürlich auch das Team aus Deutschland, um den Austausch zwischen dem Headquarter und den weltweiten Standorten zu intensivieren, Wissen zu teilen, Teamgeist und Innovationen zu fördern.

Die Tools, Dienste, Geräte etc., auf die dieses Startup nicht verzichten möchte und warum:

AppsFlyer schwört auf Kommunikation über Slack. Es erleichtert die interne Zusammenarbeit über die verschiedenen Standorte hinweg ungemein. Damit fühlt sich jeder Mitarbeiter von Anfang an gut informiert und integriert. Das Team nutzt weltweit außerdem Salesforce, Facebook at Work und Zoom für Video-Konferenzen.

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Wie groß ist das deutsche Team?

Derzeit besteht das Team in Berlin aus sechs Mitarbeitern. AppsFlyer sucht aktuell dringend Verstärkung in den Bereichen Customer Success und Sales, sodass das Team in den kommenden Wochen weiter anwachsen wird.

Welche Aufgaben hat es?

In erster Linie geht es um die lokale Betreuung von Bestandskunden wie Trivago, Kayak, Deutsche Telekom, Goodgame Studios, Shpock, Vodafone, etc. durch die Customer Success Manager und Support Engineers. Das Team hat immer ein Ohr am Markt: Es nimmt die Wünsche der deutschen Kunden auf, damit deren Bedürfnisse in die Produktgestaltung einfließen. AppsFlyer verfolgt den Ansatz, Kunden agil in die Entwicklung seiner Produkte einzubeziehen, um tatsächlich den Alltag der Anwender zu erleichtern. Außerdem gehört der Aufbau der Markenbekanntheit im DACH-Markt und die Kundenakquise zu den Aufgaben der lokalen Ansprechpartner. Aktuell wird ein Team aufgebaut, das darüber hinaus von Berlin aus den nordeuropäischen Markt erschließen und betreuen wird.

Welche Besonderheiten hat der deutsche Markt aus Ihrer Sicht?

Der deutsche Markt hat eine deutlich höhere Sensibilität beim Thema Datenschutz. Mit seinem datenbasierten Geschäftsmodell hält AppsFlyer seit jeher sehr hohe Standards bei Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre ein. Um den hohen Ansprüchen des deutschen Marktes gerecht zu werden, hostet AppsFlyer die Daten ausschließlich in Rechenzentren innerhalb der EU (Frankfurt und Dublin, Irland) und ist somit selbstverständlich Bundesdatenschutzgesetz-konform. Darüber hinaus ist unsere SOC-2-Zertifizierung für die deutschen Großkonzernkunden von entscheidender Bedeutung.

Mitmachen?

In der Regel suchen wir uns die Startups aus, die hier erscheinen. Wir sind aber auch für Vorschläge offen. Schreiben Sie uns an startup@upload-magazin.de. Das Unternehmen sollte in den letzten drei Jahren im deutschsprachigen Raum gegründet worden sein. Wie Sie am Beispiel AppFlyer sehen, ist das aber nicht in Stein gemeißelt. Wir bevorzugen Startups, die unsere Leserschaft als Zielgruppe im Auge haben – also Freelancer, Gründer, Manager, Unternehmer, Agenturen und andere, die das Internet als professionelles Werkzeug einsetzen.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 50

Zur 50. Ausgabe: Veranstaltungen als Publishingplattform, goldene Zeiten für Autoren dank Selfpublishing, Schritt für Schritt zur zukunftssicheren Content-Strategie und wir beantworten (fast!) alle Fragen unserer Leserinnen und Leser.

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