50 Ausgaben UPLOAD Magazin: Wir beantworten (fast) alle Fragen

Die 50. Ausgabe ist ein perfekter Anlass, um einige brennende Fragen zu beantworten. Sie stammen aus einem Fragebogen, den wir im Juli verbreitet hatten. Hier nun die Antworten!

(Grafik: palpitation, Shutterstock)

Bevor wir zu den Fragen kommen, einige kurze Hintergrundinformationen für alle, die das UPLOAD Magazin nicht so genau kennen: Als wir Ende Juli 2013 die erste Ausgabe des monatlichen Magazins herausgebracht haben, hatten wir bereits über ein halbes Jahr jeden Montag einen ausführlichen Beitrag auf unserer Seite veröffentlicht. Das war die Wiederbelebung von UPLOAD nach einer Zeit des Dornröschenschlafs. Ursprünglich gestartet hatte ich es Ende 2006. Mehr über die Story hinter dem UPLOAD Magazin habe ich zum 10. Geburtstag aufgeschrieben. Das will ich hier nicht alles wiederholen.

Grundidee des neuen, monatlichen UPLOAD Magazins ist es seit 2013: Wir publizieren darin gesammelt und vorab die Beiträge für den nächsten Monat. Das waren also jeweils vier bis fünf Artikel zu unterschiedlichsten Themen. Mit der Ausgabe Nr. 11 hatten wir dann erstmals einen thematischen Schwerpunkt: Social Media für Unternehmen. Das haben wir beibehalten und seitdem haben wir jeden Monat drei bis fünf Artikel zu einem von uns gewählten Oberthema sowie weitere Beiträge.

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Und jetzt: Die Fragen…

  • „Wie macht ihr Eure Redaktionsplanung?“ fragte der wiederholte UPLOAD-Gastautor Torsten Materna. Damit war er nicht allein: Auch Stefan Schütz (Zielbar, PR Stunt) wollte das wissen und fragte: „Mit welchem Tool wird der Redaktionsplan organisiert?“

Was man dazu wissen muss: Wir planen teils lange im Voraus. Unsere derzeitige Planung reicht beispielsweise bis zum Februar 2018. Jetzt wo ich diesen Beitrag hier Anfang August 2017 schreibe, sind wir in den letzten Zügen für die September-Ausgabe. Die ersten Artikel für die Oktober-Ausgabe erwarten wir Ende August und bis dahin sollen die Autoren und Artikelthemen für die November-Ausgabe feststehen. Im Idealfall fangen wir rund drei Monate vor einer neuen Ausgabe mit der konkreten Planung an – wer schreibt was bis wann. Die Ideensammlung aber ist laufend.

Bei den Tools, die wir dafür nutzen, sind wir gerade in einem Umbruch. Ursprünglich haben wir das alles über Evernote gemacht: Eine Notiz diente als Sammelbecken für Ideen und eine andere Notiz diente der Redaktionsplanung. Das funktionierte einigermaßen, war aber nie so wirklich ideal. Als Annette Schwindt als Redakteurin hinzukam, brachte sie Trello als Idee mit. Und nach ein bisschen Umstellungszeit läuft das jetzt darüber. Ich finde das ganz prima, weil wir dort auf einen Blick sehen, wie der Stand der Dinge ist. Es ist viel übersichtlicher als vorher.

  • „Wo nehmt ihr euch die Kreativität und das Durchhaltevermögen bei der Artikelerstellung her?“ fragt Jan Meyer von unserem Sponsor Mittwald CM Service. Und auch unsere Gastautorin Katharina Heder (Frau Heder) hatte eine ähnliche Frage: „Woher kommen eure Ideen?“

Das Durchhaltevermögen kommt daher, dass wir selbst so sehr dafür „brennen“, dass es gerade online gute, ausführliche, nutzbringende und glaubwürdige Inhalte für Profis braucht. Das Internet ist zwar voll mit Tipps und Tricks. Aber es ist mühsam, auf dem Laufenden zu bleiben und es ist oftmals nicht ganz klar, wie vertrauenswürdig die Inhalte sind. Zugleich gibt es etliche Seiten, denen die Abrufzahlen wichtiger sind als ihre Leser.

Insofern wollen wir eine Anlaufstelle für alle sein, die keine Zeit zu verschwenden haben. Und das motiviert uns.

Die Ideen kommen aus den verschiedensten Richtungen. Wir lesen alle viel und bleiben aus den unterschiedlichsten Quellen auf dem Laufenden. Wir verfolgen Diskussionen und Fragen im Netz. Wir bekommen Themen angeboten. Und, ja, auch Pressemitteilungen können eine Anregung sein! Aus all dem schöpfen wir mit der Zeit unsere Ideen für die monatlichen Schwerpunkte. Wir leisten es uns dabei oft, Themen ganz subjektiv auszuwählen, eben weil wir persönlich sie interessant und wichtig finden.

  • Verdient ihr eigentlich was?“ wollte Jens Jacobsen von benutzerfreun.de wissen. Die Frage kam in verschiedenen Variante vor. Beispielsweise auch von Stefan Schütz: „Verdient ihr Kohle mit dem UPLOAD Magazin?“

Dazu möchte ich erst einmal kurz erklären, woher unsere Einnahmen eigentlich kommen:

  • Von unserem Sponsor Mittwald, der uns nun schon seit über zwei Jahren unterstützt. Das ist die Grundlage und damit refinanzieren wir zumindest zum Teil die Arbeit, die in das Magazin fließt.
  • Aus unserem Abo „UPLOAD Magazin Plus“. Seitdem wir die Apps aufgegeben haben und zu unserem eigenen Web-Abo gewechselt sind, bringt uns das tatsächlich etwas ein. Hier kommt genug rein, um die Grundkosten des Magazins und seiner Website (z.B. Lizenzgebühren für die Addons etc.) zu bezahlen.
  • Aus einzelnen Verkäufen von Inhalten (Ausgaben, E-Books) in unserem Shop. Das ist bislang der kleinste Teil.

Da ich derzeit am meisten Zeit, Mühe und Energie in das Magazin stecke, ist ein Teil der Einnahmen mein Einkommen. Davon leben kann ich aber noch lange nicht. Ehrlich gesagt darf ich mir meinen Stundenlohn nicht so genau ausrechnen. Aber darum geht es natürlich auch nicht. Immerhin ist es kein reines Freizeitprojekt mehr. Bislang können wir es uns aber leider nicht leisten, angemessene Honorare für alle Beiträge zu bezahlen.

Ja, ich persönlich würde gern davon leben und auch allen Beteiligten ein anständiges Honorar bezahlen können. Das wäre ein Traum. Dafür bräuchten wir neben dem Sponsor erheblich mehr zahlende Abonnenten und Käufer. Um das zu schaffen, arbeiten wir an verschiedenen Dingen:

  • Den Nutzwert und die Qualität unserer Beiträge laufend ausbauen und verbessern. Jeder Artikel ist ein Aushängeschild für uns.
  • Zusätzliche Inhalte und andere Angebote schaffen, die das Abo interessanter und nützlicher machen. Ein Beispiel: Abonnenten bekommen unseren Instagram-Ratgeber kostenlos. Und das gilt nicht allein für Neu-Abonnenten im Zuge einer „Abo-Aktion“ wie es bei Print-Magazinen üblich ist, sondern für alle Abonnenten. Schließlich kann es nicht nur darum gehen, neue Abonnenten zu gewinnen, sondern wir wollen uns zugleich immer wieder bei unseren bereits bestehenden Abonnenten bedanken. Da wird es in Zukunft noch mehr geben.
  • Zusätzliche Inhalte und andere Angebote schaffen, die wir einzeln verkaufen. Dazu gehören die E-Books und künftig auch die Videokurse und andere Dinge.

Wir sind da übrigens jederzeit an Feedback und Input interessiert. Letztlich wollen wir dieses Angebot ja so gestalten, dass es für unsere Leserinnen und Leser nützlich und wertvoll ist.

  • Wie feiert Ihr den 50igsten Geburstag. Würde sogar vorbei kommen und was Selbstgebackenes mitbringen. :-)“, schrieb uns Holger Schönhardt von Le petit fou.

Vielen Dank für das Angebot, aber zumindest diesmal ist das alles virtuell. Wir feiern das also hier auf der Seite.

  • „Gibt es ein Archiv aller Beiträge?“ fragte Stefanie Möller von faktwerk PR.

Es gibt eine Übersicht zu allen monatlichen Ausgaben. Das ist das, womit wir im Sommer 2013 angefangen haben. Ansonsten findet sich alles, was hier seit 2006 gepostet wurde, natürlich weiterhin auf der Seite. Dazu muss man dann allerdings die Suche bemühen. Da gibt es also kein eigenes Archiv in dem Sinne.

Ich selbst bin ein großer Freund von Audio-Podcasts, die ich u.a. auf meinem täglichen Weg in den Coworking Space und zurück höre. Es gab auch schon über 70 Episoden eines UPLOAD Podcasts. Mir geht seit Jahren durch den Kopf, wieder einen anzufangen. Es wäre für uns sicherlich ein tolles Format, weil man hier Dinge auch einmal tiefgehender mit einem Experten bspw. besprechen könnte. Ich möchte diese Zeit aber erst investieren, wenn ich eine wirklich gute Idee habe. Denn natürlich gibt es viele andere und wichtigere Baustellen bei UPLOAD.

Ansonsten kümmere ich mich derzeit darum, dass es uns auch in Bewegtbild gibt. Also auf YouTube haben wir inzwischen drei Videos mit mehr als 10.000 Views, was für unseren kleinen Kanal schon ein toller Erfolg ist. Ich persönlich liebäugele auch immer mal wieder mit Live-Formaten und Webinare sind ebenfalls ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.

Es geht also immer darum: Wie können wir Wissen noch auf anderen Wegen sinnvoll vermitteln?

Letztlich muss aber natürlich alles so geplant sein, dass wir es tatsächlich leisten können, ohne beispielsweise die Arbeit am Magazin zu vernachlässigen. Das kommt immer als erstes. Es ist immer sehr verführerisch, alles mögliche gleichzeitig auszuprobieren und sich dabei zu verzetteln. Das kenne ich nur zu gut.

Die Idee ist tatsächlich schon wiederholt aufgekommen und ich habe auch einmal „spaßeshalber“ durchkalkuliert, wie teuer ein ein- bis zweitägiges Event werden würde. Dazu hatte ich netterweise einiges an Input von Marc Thiele, der u.a. die „beyond tellerand“-Eventreihe organisiert. Aktuell scheitert das vor allem am Arbeitsaufwand, den wir uns nicht leisten können. Und wir haben außerdem nicht das Kapital, um fünfstellig in Vorleistung zu gehen – was selbst bei einem bescheidenen Event notwendig wäre. So etwas wäre wohl nur möglich, wenn wir erst die Tickets verkaufen und dann bei entsprechender Nachfrage das Event angehen. Aber auch das bedeutet jede Menge Arbeit, um allein das vorzubereiten.

Es würde definitiv sehr gut zu uns passen. Wir haben schließlich bereits viele Fachleute unter unseren Autorinnen und Autoren, die für so ein Event spannend wären. Ich persönlich würde mir einen Mix aus tollen Vorträgen und vielen Möglichkeiten fürs Networking wünschen. Außerdem denke ich, dass ein Event mit einer eher kleinen Teilnehmerzahl gut wäre.

Vielleicht starten wir auch bescheidener und fangen mit Abendevents an oder auch virtuellen Events. Das wäre durchaus denkbar. Falls sich jemand unter unseren Leserinnen und Lesern mit der Organisation solcher Events auskennt und uns dabei unterstützen möchte, freue ich mich über eine entsprechende Nachricht.

  • „Wird es irgendwann auch irgendwo alle alten Ausgaben geben? So ein Archiv ist ja doch immer spannend…“ fragte uns Gastautor Stefan Evertz (Cortex digital).

Ja! Passend zur 50. Ausgabe haben wir auch die Archiv-Ausgaben in unserem Shop ergänzt. Die ersten zehn sind übrigens eigentlich nie als E-Book erschienen, sondern nur in unseren Apps. Die haben wir dafür extra im Nachhinein erstellt.

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Weitere Informationen zu den Inhalten und zum Datenschutz finden Sie auf dieser Seite.

Und der weiter oben schon zitierte Stefan Schütz hat die Gelegenheit gleich genutzt, uns eine ganze Reihe von Fragen zu stellen (vielen Dank!):

  • „Wie groß ist eigentlich das Team um Jan Tißler?“

Sebastian Schürmanns ist derjenige, mit dem ich Ende 2012 die Seite wiederbelebt habe. Und auch vorher hatten wir einiges zusammen auf die Beine gestellt. Sebastian hat im Moment nicht so viel Zeit – es kommt eben ab und an das Leben dazwischen. Aber das kann sich auch wieder ändern.

Falk Hedemann kam 2013 dazu. Wir kennen uns vom t3n Magazin und wollten immer gern etwas gemeinsam machen. Gemeinsam mit Sebastian haben wir uns dann getraut, mit den monatlichen Ausgaben anzufangen.

Und dann kam dieses Jahr Annette Schwindt als Redakteurin hinzu. Wir kennen uns schon viele Jahre aus dem Netz und ich bin froh, dass sie mit dabei ist und ihr Fachwissen und ihre Sichtweise mit einbringt.

Das ist das Kernteam. Darüber hinaus gibt es natürlich die vielen Autorinnen und Autoren, darunter einige „Wiederholungstäter“. Und andere Leute, die punktuell unterstützen. Torben Leuschner hat uns damals das neue Design beschert. Olaf Penke ist zur Stelle, wenn wir dann doch mal Papier bedrucken. Oliver Hermanni ist unser Admin, wenn mein WordPress-Wissen nicht mehr ausreicht…

  • „Warum gab es erst den Newsletter (1. April 2007) und dann das PDF-Magazin? (4. Juni 2007)?“

Ha, da hat aber jemand recherchiert! Das bezieht sich auf die erste Inkarnation des UPLOAD Magazins, im November 2006 als „Magazin für digitales Publizieren“ gestartet. Die Grundidee war zunächst, alle drei Monate ein Magazin als gestaltetes PDF herauszubringen. Da war übrigens der schon genannte Olaf Penke der Layouter. Die Website mit Blog und Newsletter war dazu gedacht, um auf das Magazin aufmerksam zu machen. Denn mir war klar: Ansonsten ist das Magazin unsichtbar. Außerdem wollte ich den Besuchern eine Möglichkeit geben, auf dem Laufenden zu bleiben. Deshalb gab es erst das Blog und den Newsletter und danach das PDF-Magazin.

Von diesem Magazin hat es damals aber nur zwei Ausgaben gegeben. Der Aufwand war einfach zu groß und 2007 war es außerdem zu früh für so eine Idee.

  • „Welche Pläne schmiedet ihr für die Zukunft, was dürfen wir noch erwarten?“

Unser Credo ist es, dass wir wertvolle, nützliche und gut gemachte Inhalte bieten wollen. Dazu gehören Artikel, inzwischen aber auch E-Books. Darüber hinaus sind wir mit Videos auf YouTube aktiv. Und es ist auch kein Geheimnis, dass ich an einem Videokurs arbeite – und das soll nur der erste sein. Wir wollen uns dazu eine eigene Plattform aufbauen, so dass man die Kurse direkt hier auf der Seite absolvieren kann.

Letztlich geht es uns darum: Was hilft unseren Leserinnen und Lesern, das wir auch selbst umsetzen wollen und können? Alles, was in diese Schnittmenge fällt, werden wir auf jeden Fall ausprobieren. Wie oben schon gesagt, sind die Magazin-Ausgaben aber immer der wichtigste Punkt auf der Todo-Liste.

Weitere Fragen?

Falls es noch mehr Fragen zum UPLOAD Magazin gibt oder auch generelles Feedback: Dafür ist Platz in den Kommentaren! Oder auch gern direkt an team@upload-magazin.de


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 50

Zur 50. Ausgabe: Veranstaltungen als Publishingplattform, goldene Zeiten für Autoren dank Selfpublishing, Schritt für Schritt zur zukunftssicheren Content-Strategie und wir beantworten (fast!) alle Fragen unserer Leserinnen und Leser.

Jan Tißler ist auch bekannt als jati. Er arbeitet seit über 20 Jahren als Journalist, die meiste Zeit davon digital. 2006 hat er das UPLOAD Magazin aus der Taufe gehoben. Er ist fasziniert von den Freiheiten des digitalen Publizierens und erklärt gern, wie Unternehmen, Organisationen oder auch Selbstständige mit ihren Botschaften im Netz gehört werden. Immer mit einem Bein fest in der Zukunft. Der gebürtige Hamburger lebt inzwischen in Santa Fe, New Mexico.

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