15 Geldquellen für die Startup-Finanzierung

Die Digitale Transformation hat in den letzten Jahren auch die Startup-Szene erreicht. Digitale Technologien ermöglichen heute viele neue und innovative Anwendungen, die vor wenigen Jahren in der Form noch nicht denkbar waren. Doch für angehende Gründer ist eine spannende Idee mit einem entsprechenden Marktpotenzial nur ein erster Schritt. Bis sich der Traum vom eigenen erfolgreichen Startup erfüllen kann, müssen noch einige Schwierigkeiten gelöst werden. Eine der wichtigsten Fragen: Wie lässt sich das Startup am besten finanzieren?

Symbol Geld Finanzierung
(Foto: © AntonMatyukha, depositphotos.com)

An Ideen für Startups mit Marktpotenzial mangelt es nur selten – zumindest, wenn es nicht gleich ein neues Google oder Facebook sein soll. Auch die Umsetzung guter Ideen ist heute dank digitaler Technologien deutlich leichter geworden. Und das gilt keinesfalls nur für das als „Startup-Mekka“ bekannte Silicon Valley, sondern längst auch für Europa: Die Zahl der Unicorn-Startups hat sich in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Im Grunde ist der Begriff „Unicorn“ für ein Startup mit einer Unternehmensbewertung von mindestens einer Milliarde US-Dollar bereits wieder hinfällig, denn ursprünglich sollte die sprichwörtliche Seltenheit des Fabelwesens auf die geringe Zahl solch hochgehandelter Gründungen hinweisen. 

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Startups liegen weiter im Trend

Doch laut der Studie „Titans of Tech 2019“ des britischen Investmentunternehmens GB Bullhound gibt es allein in Europa aktuell 84 Unicorns. Und deren Zahl steigt schnell: Allein 2018 kamen 21 neue Startups neu auf die Einhörner-Liste. Davon kamen wiederum drei aus Deutschland: Celonis, N26 und About You. Der „Global Unicorn Club“ von CB Insights weist im Oktober 2019 weltweit 406 Unicorns aus, davon 11 aus Deutschland. Besonders schön an dieser Datenbank: Sie wird laufend aktualisiert und lässt sich nach Kriterien wie Bewertungshöhe, Land oder Branche sortieren.

Die Unicorns unter den deutschen Startups (Quelle: CB Insights)

Da Unicorns als nicht mehr so rar sind, wird bereits über Decacorns, also „Zehnhörner“ gesprochen: Sie weisen eine Unternehmensbewertung von mindestens 10 Milliarden US-Dollar auf. Laut CB Insights gibt es davon derzeit weltweit 23, von denen mit dem britischen Global Switch nur eines aus Europa stammt.

Das Startup-Barometer 2019 von Ernst & Young zeigt zudem Rekordwerte für deutsche Startups im Jahr 2018. So stieg die Zahl der Finanzierungsrunden um 22 Prozent auf 621 und der Gesamtwert der Finanzierungen auf 4,6 Milliarden Euro. Rund 40 Prozent der Finanzierungsrunden und sogar 57 Prozent des Kapitals gingen dabei an Startups aus Berlin.

Diese Statistiken zeigen sehr deutlich, dass Startups in Deutschland weiter im Trend liegen. Es gibt eine lebendige Gründungsszene, in die kräftig investiert wird. Allerdings ist das nur die sichtbare Spitze des Eisbergs, denn viele Startups tauchen in den Statistiken, die Finanzierungsrunden von externen Geldgebern auswerten, gar nicht auf. Sie finanzieren sich über alternative Modelle oder die Gründer entwickeln ihre Idee ohne große finanzielle oder zeitliche Ressourcen als Nebenprojekt zu einer Festanstellung in einem Unternehmen.

Es gibt eben keine Schablone für das perfekte Setup eines Startups und das gilt auch für die Finanzierung.

Der Kapitalbedarf der verschiedenen Startup-Phasen

So unterschiedlich die Gründer und ihre Startups selbst sind, so verschieden ist auch der finanzielle Bedarf. Eine neue Anwendung, die ein bestimmtes Problem löst, ist in der Entwicklung günstiger als ein physikalisches Produkt wie beispielsweise ein Flugtaxi.

In Relation zum letztlichen Produktpreis ergeben sich dennoch Gemeinsamkeiten: In den verschiedenen Gründungsphasen ist der zu deckende Kapitalbedarf an die Aufgaben dieser Phasen gekoppelt und damit einigermaßen gut kalkulierbar. 

Pre-Seed-Phase

Die Vorgründungsphase ist vor allem von der Teamfindung geprägt: Wie sieht das Gründungsteam aus, welche Kompetenzen haben die Mitglieder und welche Fähigkeiten werden zusätzlich benötigt. Zudem werden das Produkt skizziert und erste Überlegungen zu einem Geschäftsmodell angestrengt. Der Kapitalbedarf kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen und hängt unter anderem davon ab, wie aufwändig die Entwicklung eines Prototyps ist, sollte dieser notwendig sein.

Seed-Phase

Die anschließende Seed-Phase dauert etwa ein Jahr und legt die Basis für den späteren Erfolg. Hier geht es darum, einen konkreten Businessplan zu erstellen, der für alle Finanzierungsarten eine wesentliche Rolle spielt. Zudem sollten in dieser Phase alle benötigten personellen Ressourcen für das Team gewonnen und erste Branchenkontakte geknüpft werden. Der Kapitalbedarf ist zwar in dieser Phase noch recht überschaubar, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Produkt selbst noch weit von der Marktreife entfernt ist und sich somit noch nicht verkaufen lässt. Gründer haben daher in dieser Phase oft noch keine Einnahmen und müssen Investoren ohne fertiges Produkt oder gute Verkaufszahlen von sich überzeugen. 

Growth-Phase

In dieser Phase wird das Produkt intensiv weiterentwickelt und die Produktion erhöht. Zudem wird der Vertrieb nun wichtiger, um das Wachstum zu beschleunigen. Ist eine Internationalisierung vorgesehen, startet auch diese jetzt voll durch. Die Kosten für Produktion, Marketing und Vertrieb schnellen nach oben und können in der Regel bei weitem noch nicht von den erzielten Umsätzen gedeckt werden. Daher ist der Kapitalbedarf in dieser Phase am höchsten. Dafür hat sich aber auch die Ausgangslage für die Investorengespräche verbessert. Es geht nicht mehr um eine Anschubfinanzierung, sondern bereits um Kapital für das Wachstum.

15 Möglichkeiten zur Startup-Finanzierung

Je nach Startup-Phase, Art des Produkts und den Präferenzen der Gründer bieten sich verschiedene Finanzierungsmodelle an. Folgende Möglichkeiten stehen dabei zur Auswahl:

Accelerator

Accelerator-Programme bieten Jungunternehmern die Möglichkeiten, ihr Startup in wenigen Monaten zur Marktreife zu bringen. Die Investition besteht hier weniger aus finanziellen Mitteln, sondern aus ganz praktischer Unterstützung. Über ein intensives Coaching wird das nötige Wissen vermittelt, es werden Netzwerk-Kontakte aufgebaut und oft werden dazu u.a. Büroräume und andere Ressourcen zur Verfügung gestellt. Dafür ist der Zeitrahmen meist eng abgesteckt und auf wenige Monate begrenzt. In dieser Zeit soll das Startup zusammen mit den Experten seine Entwicklung so beschleunigen, dass am Ende ein Produkt oder eine Dienstleistung präsentiert werden kann. Als Gegenleistung sind Unternehmensanteile nicht selten.

Bootstrapping

Beim Bootstrapping handelt es sich um eine Finanzierung allein durch Eigenkapital der Gründer. Das Budget ist dabei in der Regel sehr knapp, so dass die weitere Entwicklung sehr schnell aus den ersten Gewinnen finanziert wird. Es geht also darum, möglichst schnell einen positiven Cash Flow zu erreichen und dabei die Betriebskosten möglichst gering zu halten. Reicht das Eigenkapital dann dennoch nicht, kann sich entweder eine Fremdfinanzierung anschließen oder die Gründer einigen sich daraus, dass die Idee nicht ausreichend marktfähig war.

Business Angel

Als Business Angel werden Investoren bezeichnet, die Gründern in der frühen Phase mit finanziellen Mitteln, aber vor allem auch mit ihrem Branchen-Wissen und ihrem Netzwerk zur Seite stehen. Sie arbeiten zum Teil sehr intensiv mit dem Gründungsteam und schließen vielfältige Lücken. Das kann sehr zum Erfolg eines Startups beitragen, birgt gleichzeitig aber ein gewisses Konfliktpotenzial, wenn sich beide Seiten nicht gut genug verstehen oder unterschiedliche Wege einschlagen wollen. 

Crowdfunding

Eine Finanzierungsmethode, die statt auf wenige große lieber auf viele kleine Investoren setzt, ist das Crowdfunding. Eine Crowdfunding-Kampagne zielt bewusst auf die Masse, die sich mit kleinen Beiträgen beispielsweise zwischen 10 und 100 Euro an der Entwicklung eines Produkts beteiligt.

Als Gegenleistung erhalten die Schwarminvestoren je nach Höhe der Investition definierte Leistungen. Häufig ist das das Produkt selbst, es gibt aber meist verschiedene Pakete zur Auswahl, die die Entwicklung einer ersten Produkt-Serie unterstützen.

Ein Nebeneffekt dieser Finanzierungsmethode ist der Einstieg in das Marketing: Die ersten Kunden sind schon an Bord, bevor das Produkt fertig ist. Sind sie dann zufrieden oder sogar begeistert von der Entwicklung, sorgen sie oft unentgeltlich für Aufmerksamkeit. Das kann aber auch nach hinten losgehen, wenn das Produkt nicht den Erwartungen entspricht.

Abgewickelt werden die Kampagnen über Plattformen wie Kickstarter, Startnext oder Indiegogo.

Startnext gehört zu den bekannten Plattformen für Crowdfunding.

Crowdinvesting

Ähnlich wie beim Crowdfunding wird auch beim Crowdinvesting die Masse angesprochen. Allerdings geht es hier weniger um die kurzfristige Entwicklung eines bestimmten Produkts, sondern um die langfristige Finanzierung eines Startups. Daher gibt es bei dieser Methode für die Investoren auch keine Produkte, sondern stille Anteile am Startup. Die Nachteile liegen im erschwerten Zugang: Zum einen muss eine Plattform wie Seedmatch, Seedrs oder Companisto das Startup erstmal für eine Kampagne annehmen und zum anderen muss das Konzept dann auch noch genügend Investoren überzeugen. Letzteres erfordert einiges an Kommunikation und Marketing, aber diese Fähigkeiten benötigen Gründer ja grundsätzlich sowieso.

Family Office

Bei einem Family Office handelt es sich um eine Gesellschaft, die sich um die Verwaltung des privaten Großvermögens einer Eigentümerfamilie kümmert. Solche Gesellschaft investieren immer wieder einen gewissen Anteil des Vermögens als Risikokapital in Startups. Die Investitionen sind im Vergleich zu Venture-Capital-Gesellschaften meist langfristiger und zielen weniger auf einen lukrativen Exit ab. Dafür gibt es einen anderen Haken: Wer nicht gerade einen direkten Kontakt zu einem Family Office hat, muss auf seine „Entdeckung“ warten und hoffen.

Gründungszuschuss

Eine Komplettfinanzierung eines Startups gelingt mit dem staatlichen Gründungszuschuss zwar nicht, er kann aber unter bestimmten Voraussetzungen eine hilfreiche Unterstützung für den eigenen Lebensunterhalt darstellen. Gefördert werden allerdings nur selbstständige Tätigkeiten, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gestartet und hauptberuflich ausgeführt werden.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach den Leistungen aus dem Arbeitslosengeld I, für das ein Anspruch bestehen muss und das von der Agentur für Arbeit als Gründungszuschuss zunächst für sechs Monate weitergezahlt wird. Dazu kommen 300 Euro für die soziale Absicherung des Antragstellers. Nach sechs Monaten wird die Tätigkeit nochmals überprüft. Bei positiver Beurteilung des Businessplans kann sich eine weitere Förderung für neun Monate anschließen, die dann allerdings nur noch den Absicherungsbetrag in Höhe von 300 Euro umfasst.

Inkubator

Inkubatoren werden oft zusammen mit Acceleratoren genannt, dabei gibt es zwischen den beiden Programmen einen entscheidenden Unterschied: Während Acceleratoren ein Startup beschleunigen, geben Inkubatoren den Gründern die Zeit zur Entwicklung, die sie individuell benötigen. Auch finden sich Inkubatoren oft in öffentlichen Institutionen und Universitäten, die für das Engagement keine Anteile als Gegenleistung erwarten. Die Ähnlichkeit besteht wiederum aus der Bereitstellung von Ressourcen, die eher passiv zur Finanzierung beitragen. 

Internes Startup

Der stetig steigende Innovationsdruck durch die Digitalisierung hat in vielen Branchen einen Trend zu internen Startups ausgelöst. Die Idee: Statt weit fortgeschrittene Startups für teilweise hohe Summen zu akquirieren, bilden etablierte Unternehmen interne Ideen-Wettbewerbe, aus denen der Sieger dann zu einem internen Startup wird.

Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand: Die Frage der Finanzierung ist bereits geklärt. Das Gründerteam kann die Ressourcen des Mutterkonzern nutzen, muss sich dabei aber oftmals nicht komplett an die restriktiven Regeln halten, die ansonsten im Unternehmen gelten. Für die Unternehmen hat das Modell zudem den Vorteil, dass das Startup speziell auf die spezifischen Bedürfnisse des Geldgebers eingehen kann – was allerdings auch schnell zum Nachteil werden kann, da disruptive Ideen dadurch erschwert werden können.

Da internen Startups meist auch dem Controlling des Konzerns unterliegen, müssen die Investitionen nach strengen zeitlichen Vorgaben Umsätze und Gewinne erzielen, ansonsten wird ein internes Projekt auch schnell beendet.

Lesetipp: In einem eigenen Artikel haben wir beispielhaft den CA Accelerator vorgestellt.

Kredit, Darlehen

Wer sich sicher ist, dass seine Startup-Idee ein voller Erfolg wird, weil er beispielsweise schon größere Kunden für sich gewonnen hat, kann für den weiteren Aufbau auch auf klassische Kredite und Darlehen zurückgreifen. Die aktuell sehr niedrigen Zinsen machen diese Finanzierungsform durchaus attraktiv, da hierbei auch externe Interessen keine Rolle spielen. Nachteilig ist zum einen der bürokratische Aufwand und zum anderen die starren Modalitäten für die Rückzahlung. Für bereits am Markt etablierte Startups mit stabilen Umsätzen wird es etwas einfacher, denn sie können über die Betriebsmittelkreditlinie Fremdkapital bei ihrer Hausbank beantragen.

Mezzanine-Kapital

Der Begriff leitet sich vom italienischen „mezzo“ ab, was so viel wie „halb“ bedeutet. Es handelt sich konkret um eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital, bei der die eigenen finanziellen Mittel durch externes Kapital aufgestockt werden. Bei dieser Startup-Finanzierung sorgen beispielsweise stille Beteiligungen für die nötige Liquidität, um ein Produkt zur Marktreife zu verhelfen. Im Unterschied zu anderen Fremdkapitalarten wird den stillen Investoren kein Mitspracherecht eingeräumt.

Peer-to-Peer-Lending

Auch bei dieser Finanzierungsart wird die Masse involviert. Im Unterschied zum kurzfristigen Crowdfunding und dem langfristigen Crowdinvesting deckt das Peer-to-Peer-Lending eher die mittelfristige Finanzierung in Form von privaten Krediten ab. Dieses Modell ist vor allem dann interessant, wenn eine Startup-Idee bei den Banken abblitzt, weil die Gründer nur schwer belegen können, dass ihre Idee einen Markt hat. Über Plattformen wie Auxmoney, Lendico oder Smava suchen die Startups dann nach privaten Kreditgebern. Die Konditionen wie Laufzeit und Zinsen werden individuell festgelegt, Anteile werden nicht vergeben.

Bei Auxmoney gibt es private Kredite.

Staatliche Fördermittel / Gründungszuschuss

Bei rund 2.000 Förderprogrammen von Bund, Ländern und der EU fällt ein schneller Überblick sehr schwer. Es gibt Fördermittel als Darlehen, Zuschüsse, Beteiligungen, Bürgschaften und Beratungsförderung. Eine erste Orientierung bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einer Übersicht zu den Förderprogrammen an. Dazu gesellt sich eine Förderdatenbank, die sich nach verschiedenen Parametern durchsuchen lässt. Oder man nutzt den Förderassistenten. Hilfreich ist auch der Guide von starting-up.de, der Tipps für die einzelnen Fördermittelarten bereithält.

Startup-Wettbewerb

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Wettbewerbe speziell für Startups, die für Gründer mit Preis- und Fördergeldern oder andere Unterstützungsangeboten ausgeschrieben sind. Wirklich planbar sind solche Finanzierungshilfen zwar nicht, aber sie können sich dennoch lohnen. Selbst wenn es nicht zu einer dotierten Platzierung reicht, können die Gründer eine Menge mitnehmen. So lernen sie unter anderem sich und ihre Startup-Idee einer oft sehr fachkundigen Jury vorzustellen. Sie können aber auch wichtige Kontakte knüpfen und sich von anderen Gründern inspirieren lassen. Nicht zuletzt gibt es Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Im Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt es einen Überblick über bundesweite, regionale sowie internationale Gründerwettbewerbe. 

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Venture Capital

Eine der bekanntesten Finanzierungsformen ist das Wagniskapital oder eben Venture Capital. VCs kommen vor allem in der Wachstumsphase ins Spiel, wenn es um die Skalierung eines Produkts geht. Nicht selten sorgt eine Geldanlage eines bekannten VC-Kapitalgebers auch für eine größere Bekanntheit des Startups, was insbesondere für die Internationalisierung ein Startsignal sein kann.

Die bekannten Unicorns sind ausnahmslos mit Venture Capital ausgestattet, denn ihre Bewertungen beziehen sich vor allem auf das von außen zugeführte Kapital. Die Konkurrenz im Wettstreit um die VC-Millionen ist daher auch entsprechend groß.

Ein weiterer Faktor, den Gründer unbedingt bedenken sollten, wenn sie sich Investoren an Bord holen: VCs gehen das erhebliche Risiko nicht ohne Gegenleistung ein. Sie erhalten oft Geschäftsanteile und ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht. Dafür bringen sie allerdings nicht nur Geld mit, sondern auch wirtschaftliches Know-how.

Fazit: Startup-Finanzierung ist auch eine Typ-Frage

Bei allen Erfolgsgeschichten rund um die Unicorns bleibt die Gründung eines Startups ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Letztlich scheitern rund 80 bis 90 Prozent aller Startups innerhalb der ersten drei Jahre. Einer der Hauptgründe für das Ende eines Startups ist und bleibt fehlende finanzielle Mittel. Es ist also für Gründer sehr wichtig, sich mit dem Thema Finanzen intensiv auseinander zu setzen. 

Welches Finanzierungsmodell letztlich richtig ist, hängt von vielen Faktoren ab und ist am Ende auch eine Typfrage. Nicht jeder Gründer will oder kann mit Investoren zusammenarbeiten, die klare Absichten verfolgen und diese über ihre Beteiligung auch einfordern. Dann gibt es auch den Sicherheitstyp, der niemals seine eigenen Ersparnisse für eine Idee aufs Spiel setzen würde, dessen Ausgang ungewiss ist. Die Lebenskünstler unter den Gründern sehen darin wiederum überhaupt kein Problem. Für jeden Gründer geht es darum abzuwägen, wie viel Kontrolle sie behalten wollen und was sie für externes Kapital bereit sind abzugeben.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 76

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