Online-Journalismus und die Sache mit den Links

Christiane Schulzki-Haddouti hat auf KoopTech einen lesenswerten Artikel über das merkwürdige Verhältnis vieler Journalisten zum Thema Links verfasst. Selbstredend besteht der Artikel aus jeder Menge Links… Tatsächlich trauen sich viele Autoren nicht, interessante Seiten zu verlinken oder wenigstens ihre Quellen zu benennen. Dabei können gerade wertvolle Links dazu führen, dass die Leser immer wieder auf die eigene Seite kommen.

Lesestoff entdecken: Dossier Digitale Transformation

(Illustration: © Krueatip, fotolia)

Mehr über die Inhalte erfahren...

 

7 Gedanken zu „Online-Journalismus und die Sache mit den Links

  1. Die klassischen Medien sehen sich wohl immer noch als “Sackgassen”, in welche die Leser gerne rein dürfen, aber möglichst nicht mehr herausgelassen werden. Auf Dauer schneiden sie sich damit ins eigene Fleisch.

  2. Übrigens sieht Google das auch so. Wer thematisch passende Links anbietet, landet eher oben. Dabei folgen sie genau dieser Logik: Wo ein Nutzer gute Infos und gute Link findet, ist er am besten aufgehoben.

  3. Das Web lebt von den Hyperlinks. Ohne Links ist das Web tot. Ob das die klassischen Journis irgendwann einmal alle begreifen? Studenten, die in ihren Arbeiten ihre Quellen nicht genau angeben, werden gelyncht. Nur Journis bleiben ungeschoren.

  4. Eigentlich lernt man als Journalist, seine Quellen immer anzugeben… Die Realität sah nur immer anders aus und in Zeiten des Internets fällt sowas eben sehr schnell auf. Tja. Ich find’s okay ;-)

  5. Klar, es gibt natürlich auch Journalisten, die ganz vorbildlich sind. Ich will da nicht alle in den gleichen Topf schmeissen. Das wäre nicht ganz fair. Auffällig finde ich jedoch, dass es diesbezüglich so etwas wie Verlagskulturen zu geben scheint. Da gibt es zum Beispiel so ein Verlagshaus in Zürich im Familienbesitz. Die klauen regelmässig bei Blogs und wissenschaftlichen Studien ohne dabei rot zu werden. Gerade heute bin ich wieder über so einen Zeitungsartikel gestolpert, der bereits vor mehreren Wochen praktisch wortgleich in der New York Times erschienen ist.

    Aber eines kann ich immer noch nicht so recht verstehen: Warum scheuen sich die meisten Journalisten so sehr, ihre Artikel mit (privaten) Blogs zu verlinken?

  6. Ich könnte mir vorstellen, dass es manchem Journalisten schwerfällt, die neue Situation zu akzeptieren. Und diese neue Situation bedeutet, dass sie nicht mehr allein diejenigen sind, die darüber entscheiden, welche Informationen verbreitet werden und welche nicht. Es ist noch nicht sehr lange her, dass sie ein Monopol darauf hatten. Das ist heute weg. Natürlich spielen sie noch immer eine große Rolle und werden das auch in Zukunft tun. Aber sie werden wohl nie mehr so mächtig sein. Ich könnte mir vorstellen, dass mancher das Rad zurückdrehen möchte. Und damit es sich zumindest nicht weiterdreht, versuchen sie es einfach mal mit der Verleugnung der Realität. Dass das nicht klappen kann, sollte ihnen bewusst sein. Aber Menschen sind eben doch wesentlich unlogischer in ihren Handlungen, als man manchmal annehmen möchte…

Kommentare sind geschlossen.