Ausgabe Oktober 2018
 
Ausgabe Oktober 2018
 
Instagram Insiders
 

Liebe Leserinnen und Leser,

  Jan Tissler

man spricht schnell vom „Ende einer Ära“, aber nachdem die beiden Instagram-Gründer das Boot verlassen haben, ist es in diesem Fall wohl berechtigt. Einerseits sind sie erstaunlich lange am Ruder geblieben. Andererseits ist es trotzdem ein erheblicher Einschnitt. Angeblich sind sie zu häufig Facebooks Zielen ins Gehege gekommen. Dabei hatte Instagram in den letzten beiden Jahren bereits einen enormen Wandel hingelegt, mit den von Snapchat abgeschauten Stories einen großen Erfolg gelandet und nicht zuletzt viele neue Tools und Funktionen für Unternehmen eingeführt. Ein Vertrauter von Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist ihr Nachfolger. Die „Facebookisierung“ von Instagram war für langjährige Nutzer bereits ein Schreckgespenst. Wir werden in den nächsten 12 Monaten erleben, wie stark sich die neue Führung bemerkbar macht.

Viele Grüße,
Jan Tißler

 
 
 
 
 
TIPPS & TRICKS
 
 

Instagram Stories auf Facebook zweitverwerten oder nicht?

Jan Firsching wirft in seinem Artikel auf futurebiz die Frage auf, ob man seine Instagram Stories parallel auch auf Facebook veröffentlichen sollte oder nicht. So eine Zweitverwertung, auch Crossposting genannt, ist natürlich ein bekanntes Thema. Melanie Tamblé hat beispielsweise fürs UPLOAD Magazin einmal darüber geschrieben, wie man seine Blogposts über mehrere soziale Netzwerke hinweg bewirbt. Und auch Social-Media-Automatisierung geht in eine ähnliche Richtung.

Was dafür spricht: Mit wenigen Handgriffen bekommt man potenziell mehr Reichweite für seine Stories. Im Idealfall bekommt man also ein besseres Ergebnis für die investierte Arbeit.

Was dagegen spricht: Sie werden Nutzer langweilen oder verärgern, die Ihnen an beiden Orten folgen. Zudem sind die Funktionalitäten zwischen den Instagram Stories und den Facebook Stories unterschiedlich: Wenn Sie zum Beispiel die Fragen-Funktion auf Instagram nutzen und die Story dann zu Facebook weitergeben, wird das dort zwar ebenfalls angezeigt, ist aber nicht nutzbar. 

Zu bedenken ist außerdem, ob Sie auf Facebook und Instagram nicht doch unterschiedliche Nutzer erreichen, die eine entsprechend unterschiedliche Ansprache benötigen. Zwar sollten sowohl Facebook als auch Instagram ein Element in derselben langfristigen Strategie sein. Wie Sie dort jeweils auftreten und welche Inhalte Sie anbieten, sollte sich aber dennoch unterscheiden.

Insofern gilt: Es kann sinnvoll sein, Instagram Stories auch auf Facebook zu veröffentlichen. Sie sollten aber wohl in jedem Fall kritisch schauen, wie gut das zu Ihrem Auftritt im jeweiligen Social Network passt. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall Stories, die dann im anderen Social Network nicht korrekt funktionieren. Und wenn Ihre Ressourcen das hergeben, sollten sowohl Facebook als auch Instagram eigenständige Inhalte bekommen.

 
 

Weitere Tipps und Tricks in aller Kürze

  • Sieben Sticker für interessante Instagram Stories. Wer sich an die Instagram Stories heranwagt, sollte definitiv auch mit den Stickern experimentieren. Die sind nämlich nicht mehr nur optisches Beiwerk, sondern erweitern die Funktionalität und Reichweite der Stories. Das Content Marketing Institute stellt die sieben wesentlichen hier auf English vor. Mit Ortsangaben und Hashtags taucht Ihre Story dann beispielsweise in den entsprechenden Suchen auf. Und mit den Fragen und Abstimmungen können Sie die Nutzer zur Interaktion anregen. Das jedenfalls sind meine persönlichen Favoriten. 
  • Lohnt sich ein gestaltetes Fotogrid auf dem Profil? Auf Ihrer Profilseite werden alle Fotos, Videos und Galerien aus dem „klassischen“ Feed in umgekehrter Reihenfolge angezeigt – in einem Raster mit drei Spalten. Dieses „Grid“ können Sie auch kreativ nutzen, wie zum Beispiel der Hamburger Club „Uebel & Gefährlich“ zeigt. Ein tolles Beispiel ist zudem Casey McPerry. In einer Diskussion auf Facebook zu diesem Thema gingen die Meinungen zum Sinn und Unsinn weit auseinander. So hieß es, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehe. Zudem sei es viel Arbeit, es wirklich gut umzusetzen. Schließlich sollten auch die Einzelbilder eines solchen Mosaiks noch gut aussehen und Sinn ergeben – ansonsten wundern sich die Follower, was das wohl in ihrem Feed zu suchen hat. Insofern: Es ist sicher nichts, was man braucht oder machen muss. Es kann aber natürlich ein toller Effekt sein, wenn es dann smart umgesetzt ist.
 
 
 
 
 
IN EIGENER SACHE
 
Videokurs zu Instagram Business
 

Videokurs zu Instagram Business aktualisiert und erweitert

In vier Schritten sorgen wir in diesem Kurs gemeinsam dafür, dass Ihr Profil einladend aussieht, dass Sie eine Strategie für Ihren Account aufbauen und dass Sie regelmäßig neue Follower gewinnen. Im Dezember letzten Jahres war die erste Version dieses Kurses erschienen und er hat inzwischen fast 200 Teilnehmer. Nun ist er komplett aktualisiert und erweitert neu erschienen. Er ist auf der Plattform Udemy erhältlich.

Zur Feier des Tages gibt es den Kurs besonders günstig:

In diesem Kurs ist das E-Book „Erfolgreich mit Instagram Business“ im Wert von 9,99 Euro enthalten!

Hinweis für Abonnenten des UPLOAD Magazins: Sie bekommen den Kurs bald kostenlos. Mehr dazu im nächsten „Abonnenten-Rundbrief“ Anfang November!
 
 
 
 
 
NEUE FUNKTIONEN
 
Instagram Nametag
 

„Nametag“ ist ein neuer Weg, einem Instagram-Nutzer zu folgen

Wer einen Instagram-Nutzer außerhalb der App entdeckt, muss in der Regel die Suche bemühen und dort den @nutzernamen eingeben. Mit dem „Nametag“ gibt es nun eine einfachere Lösung dafür: Es ist eine Art persönlicher QR-Code, den man in der App einscannen kann. Nützlich könnte das für Unternehmen sein, um ihr Profil zum Beispiel in Drucksachen zu bewerben oder auch auf Hinweisschildern im Ladengeschäft.

Seinen Nametag findet man in den Einstellungen auf der eigenen Profilseite. Hier findet sich auch die Option, den Code eines anderen Nutzers einzuscannen. Alternativer Weg fürs Scannen: Sie öffnen auf der App-Startseite die Kamera mit einem Wisch nach rechts, fokussieren auf den Nametag und halten einen Finger auf den Bildschirm gedrückt.

Es mag nicht das Feature sein, auf das alle schon sehnsüchtig gewartet haben. Aber jetzt ist es da.

 
 

Neue und kommende Funktionen in aller Kürze

  • Experiment: Neuer Platz für die Hashtags. Die Verschlagwortung über #Hashtags wird auf Instagram bekanntlich fleißig genutzt. Bislang aber gibt es dafür keine eigenständige Funktion. Man fügt sie stattdessen einfach der Bildbeschreibung oder einem Kommentar hinzu. Das könnte sich nun ändern: Instagram testet eine Funktion, bei der man die Hashtags ähnlich dem Ort separat eingibt. (Quelle und Screenshots)
  • Experiment: Besseres Targeting der Zielgruppe von Posts und Stories über Orte. Vor allem wenn man englischsprachige Hashtags verwendet, erreicht man darüber eventuell eine Menge Nutzer, die überhaupt nicht zu einem passen. Bislang kann man die Zielgruppe eines Posts im Feed oder in den Stories aber nicht beeinflussen. Nun scheint Instagram hier eine entsprechende Option zu testen, die vor allem für Business-Profile gedacht sein dürfte. (Quelle)
  • Gerücht: Instagram arbeitet (wieder) an einer Resharing-Funktion. Bekanntlich gibt es auf Instagram eine ansonsten zentral scheinende Funktion nicht: die Möglichkeit, den Post eines anderen Accounts mit den eigenen Followern zu teilen. Die Instagram-Gründer hatten sich gegen diese oftmals „Regram“ genannte Funktionen gewehrt, weil sie den Feed zu stark verändern würde. Nun hat The Verge Informationen dazu erhalten, dass ein solches Feature intern doch wieder ausprobiert wird. Und bekanntlich stehen die Instagram-Gründer diesmal ja nicht mehr im Weg...
 
 
 
 
 
FRAGEN & ANTWORTEN
 
 

Hier beantworte ich Fragen rund um Instagram, die mir entweder direkt gestellt wurden oder andernorts aufgefallen sind.

 
 

Ist es eine gute Idee, möglichst viele Profile in einem Bild zu markieren, damit der Post mehr Reichweite bekommt?

Angeregt durch eine Frage auf Facebook

Kurze Antwort: Nein.

Längere Antwort: Es ist keinesfalls eine gute Idee, denn das wird von den betreffenden Profilen als Spam angesehen, wenn sie ansonsten nichts mit dem Bild zu tun haben. Und es hilft überhaupt nichts beim langfristigen Aufbau Ihres Instagram-Profils.

Es ist zwar manchmal schwer zu akzeptieren, dass die eigenen Posts nicht die Reichweite bekommen, die man gerne hätte. Viele von uns werden dieses frustrierende Gefühl kennen. Aber es gibt außer Geduld und konsequenter, guter Arbeit keinen alternativen Weg.

Es werden gern Tricks und Abkürzungen versprochen. Und so mancher Influencer nutzt davon auch einiges erfolgreich, um seine Follower- und Interaktionszahlen hochzutreiben. Gerade als Unternehmen macht das aber wenig Sinn.

Denn generell gilt: Wachsende Followerzahlen und eine höhere Interaktionsrate sollten Ergebnis, aber nicht Ziel Ihrer Bemühungen sein. Warum ist das so? Weil Ihnen diese Zahlen alleine überhaupt nichts bringen. Sie wollen doch sicherlich Follower versammeln, die an Ihnen, Ihren Angeboten und Produkten tatsächlich interessiert sind. Diesem Ziel kommen Sie aber mit Spam keinen Schritt näher.

Sie brauchen stattdessen eine klare Vorstellung von Ihrer Zielgruppe und was die interessiert. Sie müssen herausfinden, mit welchen Inhalten Sie diese Personen erreichen und begeistern. Dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

 
 
 
 
 
UND DANN WAREN DA NOCH...
 
@samepictureofatoaster
 

...die Teens, die jeden Tag dasselbe Bild auf Instagram posten und damit tausende Follower gewinnen. Mehr dazu beim Atlantic...

 
 
 
 
 

Bis zum nächsten Mal!

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