Kooperation mit KI-Kollegen
Wenn du die Experimentierphase mit KI verlassen und verlässlich mit einem LLM zusammenarbeiten möchtest, brauchst du eine sinnvolle Struktur. Zunächst solltest du für dich festlegen, was die Zusammenarbeit genau ausmachen soll. - Um welche Aufgaben geht es?
- Welche Rollen leiten sich daraus ab?
- Wer übernimmt was?
Ich würde dir empfehlen, die Aufteilung nicht statisch, sondern flexibel zu sehen. Gib also beispielsweise nicht immer der KI Instruktionen, sondern lass dich auch mal von ihr instruieren. Für die Strukturierung der Zusammenarbeit nutze ich „KIR Royal“, wie ich es für mich nenne. Dieser „Königsweg“ besteht aus - Kontext der Aufgabe
- Iteration: Verfeinerung im Dialog.
- Revision und Überarbeitung bis zum bestmöglichen Ergebnis.
Zunächst gebe ich dem LLM den Kontext der Aufgabe so umfangreich und konkret wie nötig. Beispielsweise informiere ich es darüber, woran ich gerade arbeite, wen ich ansprechen möchte, welche Ziele ich habe und vor welchen Problemen ich dabei stehe. Erst dann stelle ich die Aufgabe. Die erste Antwort ist nie das Endergebnis, sondern immer ein Zwischenschritt im Iterationsprozess. Hier frage ich nach und lasse bestimmte Aspekte optimieren. Oft liefere ich weiteren Kontext, wenn der KI noch Informationen gefehlt haben. Am Ende nehme ich die Antwort, mit der ich inhaltlich zufrieden bin, als Basis für eine Überarbeitung. Mir ist es sehr wichtig, dass alles nach mir klingt, weil es von mir kommt. Es wäre sicher einfacher und schneller, wenn ich alles mit einem Prompt erledigen und die eine zufriedenstellende Antwort gleich 1:1 oder mit kleineren Anpassungen übernehmen würde. Nur wäre das dann keine Zusammenarbeit mehr. Die KI würde dann den Großteil meiner Arbeit übernehmen und mir bliebe nur noch der passive Teil der Arbeitsbeziehung. Für mich funktioniert diese Kooperation gerade deshalb so gut, weil beide Seiten aktiv sind. Wie organisierst du die Zusammenarbeit mit deinen KI-Kollegen?
- Falk Hedemann, UPLOAD Magazin
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