Grundlagen der Keyword-Recherche

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In dieser Lektion erklären wir dir …

  • … welches Ziel die Keyword-Recherche hat
  • … wie du die besten Keywords findest
  • … wie du diese Keywords richtig einsetzt

Keywords stehen im Mittelpunkt der Suchmaschinen-Optimierung: Gemeint sind damit die Begriffe, für die du in Google & Co. gefunden werden möchtest. Wobei es nicht nur um einzelne Wörter geht, wie wir gleich sehen werden: Auch Begriffskombinationen und ganze Fragestellungen gehören dazu.

Was ist das Ziel der Keyword-Recherche?

In der Keyword-Recherche geht es darum, die folgenden Punkte in Einklang zu bringen:

  1. Du möchtest Keywords finden, nach denen tatsächlich gesucht wird. Es ist sehr einfach, bei Google auf dem 1. Platz für einen obskuren Suchbegriff zu landen. Wenn darüber aber keine Besucher zu dir kommen, hast du nichts gewonnen.
  2. Diese Keywords sollten zugleich die richtigen Personen anziehen. Beispiel: Du erstellst Websites für Unternehmen. Nach „Website erstellen“ suchen aber auch viele Verbraucher. Insofern solltest du deine Keywords nach Möglichkeit stärker fokussieren, z.B. „Unternehmenswebsite erstellen“. 
  3. Der Aufwand für vordere Suchpositionen zu diesem Keyword sollte in einem sinnvollen Verhältnis zu deinen Möglichkeiten und deinem Budget stehen. Du willst mindestens in den Top 10 der Suchergebnisse landen, idealerweise in den Top 3. Ist das nicht möglich, braucht es eine Alternative.

Deine idealen Keywords haben ein nennenswertes Suchvolumen, sprechen die richtigen Personen an und es ist realistisch für dich, vordere Positionen in den Suchergebnissen zu erreichen. 

Übung

Mit diesen drei Punkten im Hinterkopf erstellst du nun eine erste grobe Keyword-Liste: 10 Begriffe, die zu deinen Produkten und Angeboten passen. Das ist dein Startpunkt.

Wie verfeinere ich meine Keyword-Liste?

 Deine erste Keyword-Liste wollen wir nun verfeinern und dabei sowohl erweitern als auch eingrenzen. Dazu dienen die folgenden Punkte:

Die Suchintention bestimmen

Nicht jede Person, die nach „Sofa“ sucht, möchte sofort eines kaufen. Vielleicht sucht sie stattdessen nach Inspiration oder nach einem Ratgeberartikel, der bei der Auswahl hilft. Das ist die Suchintention: Welche Absicht steckt hinter der Suche?

Bei allgemeinen Begriffen wie „Sofa“ ist das nicht zu erkennen. „Sofa kaufen“ oder „Sofa reinigen“ sind hingegen eindeutig.

Wenn möglich, solltest du eine Suchintention für deinen Inhalt im Hinterkopf haben und deine Keywords entsprechend auswählen.

„Long Tail“-Keywords finden

Wenn du das Suchvolumen von Keywords zu einem Thema analysierst, wirst du feststellen: Es gibt einige wenige Begriffe, die besonders häufig gesucht werden. Daneben gibt es eine unüberschaubare Menge weiterer Begriffe und Begriffskombinationen, die einzeln betrachtet zwar deutlich weniger Besucher anziehen, aber zusammengenommen dann doch viel Volumen erzeugen. 

Wenn du das grafisch darstellst, sieht das so aus:

X-Achse: Suchbegriffe, Y-Achse: Suchvolumen (Illustration: © HonzaHruby, depositphotos.com)

Der rote Teil der Kurve wird „Long Tail“ genannt. Wenn die meistgesuchten Begriffe zu umkämpft sind, ist es eine gute Idee, darauf auszuweichen. 

Long-Tail-Suchen sind oftmals spezifischer und können es dann zugleich wahrscheinlicher machen, dass du die richtigen Personen mit der passenden Suchintention erreichst. 

Nach der „Golden Ratio“ Ausschau halten

Die „Golden Ratio“ meint Keywords, bei denen das Suchvolumen und die Konkurrenzsituation in einem perfekten Verhältnis zueinander stehen. Das können „Long Tail“-Keywords sein oder trendige neue Begriffe und Themen, an die noch nicht viele Wettbewerber gedacht haben. Solche Begriffe und Begriffskombinationen sollten deine Favoriten sein. 

Synonyme und verwandte Begriffe ergänzen

Wie in den SEO-Grundlagen erklärt: Suchmaschinen verstehen zunehmend den Gesamtzusammenhang und bewerten einen Inhalt auch danach, wie umfassend er ein Thema behandelt. Das ist ein guter Grund, nach Synonymen und verwandten Begriffen zu schauen. Ein anderer ist es, besser zu verstehen, wonach deine Zielgruppe sucht und wie sie das tut. Zudem kannst du dadurch auf weitere Themenideen kommen.

Passende Werkzeuge werden „WDF*IDF“-Tools genannt. Mehr dazu in einer eigenen Lektion zu Keyword-Tools.

Fragen finden und beantworten

Die Nutzer:innen von Suchmaschinen geben heute nicht mehr nur einzelne Begriffe ein, sondern zunehmend komplette Fragestellungen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sie die Sprachsuche häufiger nutzen. Entsprechend ist es eine gute Idee, die ebenfalls in deinen Text aufzunehmen. Zudem stellst du sicher, dass dein Inhalt alle wesentlichen Antworten zum Thema parat hat.

Hier helfen dir „W-Fragen-Tools“, die wir ebenfalls separat vorstellen.

Wie gehe ich mit umkämpften Begriffen um?

Nur weil ein Begriff bereits viel Konkurrenz hat, musst du ihn nicht sofort aufgeben. Überlege, ob du dein Vorgehen anpassen kannst:

  • Nutze eine Darstellungsform, die andere bislang nicht haben (Beispiel: FAQ statt Ratgeber-Artikel)
  • Erstelle deinen Inhalt aus einer anderen Perspektive oder für eine andere Zielgruppe (Beispiel: für Fachleute anstatt für Laien)
  • Wechsle das Contentformat (Beispiel: Video statt Artikel)

Im Magazin haben wir einen Artikel zum Umgang mit umkämpften Themen.

Wie setze ich mit diesen Keywords nun meine Inhalte um?

Sehr wahrscheinlich hast du jetzt eine lange Liste potenzieller Keywords, die sowohl einzelne Begriffe, als auch Begriffskombinationen und Fragestellungen enthält. Deine Entscheidung ist es nun, ob du einen umfassenden Inhalt erstellen möchtest oder viele kleinere, die dafür spezialisierter sind.

Empfohlen wird hier oft beides zugleich: Du erstellst einen „Säuleninhalt“, der den Leser:innen einen Überblick zum Thema gibt. Den ergänzt du durch weitere Inhalte, die einzelne Aspekte behandeln. Der Säuleninhalt und diese „Satelliten“ sind jeweils miteinander verlinkt.

Auf diese Weise erstellst du nicht nur einen thematisch passenden Artikel, sondern gleich ein ganzes Themenspecial. Das wird bisweilen „Cluster“ genannt. Weiterer Vorteil dieses Vorgehens: Die wichtige interne Verlinkung passiert (fast) automatisch.

Siehe ergänzend dazu die folgenden Lektionen:

Denke bei der Umsetzung außerdem an unterschiedliche Darstellungsformen (Ratgeberartikel, FAQ, Anleitung …) und Contentformate (Text, Grafik, Video …). Idealerweise planst du dies nicht nur für deine Website, sondern gleich für weitere Kanäle und Plattformen: So könntest du parallel zu einem Artikel ein Erklärvideo erstellen, das du auf YouTube veröffentlichst. Oder eine Grafik im Text ist für Pinterest optimiert. Das kann dir nicht nur bei der Suchmaschinen-Optimierung helfen, sondern generell bei deiner Content-Distribution. Auf dieses Thema gehen wir in einem eigenen Modul noch ausführlich ein.

Wo und wie verwende ich diese Keywords?

Wie in der Lektion zu den SEO-Grundlagen besprochen, möchtest du der Suchmaschine helfen, das Thema und den Wert deines Inhalts zu verstehen. Sie schaut sich dazu unter anderem die folgenden Elemente an:

  • Den eigentlichen Text. Das sollte selbstverständlich sein. Du verwendest die Begriffe, Synonyme, Begriffskombinationen und Fragen aus deiner Recherche. Hier helfen sinnvolle Hervorhebungen wie gefetteter Text oder strukturierende Elemente wie Listen. Verlinkte Texte und ihre Linkziele fließen ebenfalls in die Bewertung ein. Apropos Links: Denke auch daran, deinen Inhalt aus passenden anderen Inhalten heraus intern zu verlinken und dabei im Linktext dein wichtigstes Keyword unterzubringen.
  • Überschrift und Zwischenüberschriften geben den Leser:innen Orientierung und es ist logisch anzunehmen, dass die wichtigsten Begriffe, Themen und Aussagen hier zu finden sind.
  • Bilder und hier der Alt-Text, der Titel, die Bildunterschrift und in geringem Maß der Dateiname.
  • Den Seitentitel. Der war früher im Browserfenster zu sehen, wird mittlerweile allerdings aus Platzgründen oft nicht mehr angezeigt. Er wird aber meist für die Suchergebnisseite genutzt und wenn jemand deinen Inhalt im Social Web teilt. Der Seitentitel kann sich von der Überschrift deines Inhalts unterscheiden.
  • Die Beschreibung („meta description“). Die kann auf der Suchergebnisseite erscheinen. Sie hat keinen nennenswerten Einfluss aufs Ranking, sehr wohl aber auf die Klickrate: Die Nutzer:innen der Suchmaschine sollten sich animiert fühlen, auf dein Suchergebnis zu klicken und da hilft es, wenn der Begriff in der Beschreibung auftaucht.
  • Externe Links. Wie in den SEO-Grundlagen erklärt, ist die Off-Page-Optimierung wichtig. Links mit passendem Linktext von hochwertigen Websites aus thematisch relevanten Zusammenhängen heraus sind enorm wertvoll.

Es gibt weitere Punkte, die sich hier auflisten ließen, wie beispielsweise die URL des Inhalts. Aber die sind nicht sonderlich schwerwiegend. 

Weitere Rankingfaktoren neben den Keywords haben wir bereits in den SEO-Grundlagen besprochen.

Schlusswort

Bei alldem geht es nicht nur um brandneue Inhalte. Mit dem Wissen aus dieser Lektion und der SEO-Lektion solltest du dir gerade auch älteren Content anschauen und ihn entsprechend verbessern und erweitern. Wie du das machst, schauen wir uns in einer kommenden Lektion noch genauer an.

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