Warum überhaupt einen Screencast erstellen?

Anhand zweier Indizien zeigt sich, dass Screencasts bei den Nutzern offenbar gefragt sind. Und als ob das nicht genug wäre, zeigt dieser Post auch noch drei Beweggründe, warum man sie selbst einsetzen sollte. Er verschweigt aber auch nicht, was gegen Screencasts spricht.

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Zwei Indizien, dass Screencasts gefragt sind

Indiz Nr. 1: Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt nach Google heißt YouTube. Und hier suchen die Nutzer eben nicht nur nach neuen Musikvideos oder der 10-Stunden-Fassung von Nyancat, sondern auch konkrete Tipps und Ratschläge. Denn mal ehrlich: Es ist schon bequemer, sich etwas im Video vorführen zu lassen, als es sich anlesen zu müssen.

Indiz Nr. 2: Ausführliche Video-Tutorials werden von Fachverlagen professionell produziert und für teils teures Geld verkauft. Hier bekommt man oft viele Stunden Material, das ein Thema erklärt. Es muss aber längst nicht ein solcher Umfang sein, um beispielsweise auf YouTube seine Zuschauer zu finden.

Drei Beweggründe, einen Screencast aufzunehmen

Trotz dieser Indizienlast fehlt die rechte Idee, wozu ein Screencast gut sein könnte? Hier drei Beispiele:

  • Man betreibt eine Website und möchte die Besucher mit einer kurzen Einführung begrüßen. Solche Intro-Videos sind in der Regel wirklich kurz: Man sollte sich auf 30 Sekunden bis vielleicht zweieinhalb Minuten beschränken. Schließlich sollen die Nutzer die Seite ausprobieren. Ein solcher einführender Screencast kann aber auf visuelle Weise in die wesentlichen Funktionen eines Angebots einführen.
  • Man hat ein erklärungsbedürftiges Angebot oder eine Software, die man per Screencast vorführen möchte. Im Gegensatz zum schnellen Intro-Video können solche selbstproduzierten Tutorials natürlich auch gern länger sein – nur eben nicht langweilig. Auch hier sollte man wissen, was man wie zeigen möchte, damit sich die Nutzer und Kunden zurechtfinden.
  • Man möchte sich als Experte auf einem Gebiet profilieren und der im Internet versammelten „Weltöffentlichkeit“ erklären, wie ein Webdienst oder eine Software funktioniert. Viele Menschen suchen nach solchen Anleitungen, um den Einstieg zu finden oder sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Solche Screencasts sind nicht nur in Form eines Tutorials denkbar, sondern auch als Test oder Vergleich.

Was spricht gegen Screencasts?

Aus Nutzersicht spricht viel für Screencasts (siehe Indizien). Etwas anders sieht man es als Macher auf der anderen Seite. Denn was auf den ersten Blick einfach erscheint, entpuppt sich beim Ausprobieren als schwierig. Wer einen Screencast produzieren will, der professionell wirkt und bei den Zuschauern gut ankommt, braucht…

  • …passende Hard- und Software,
  • …einen Plan, was zu tun und zu lassen ist,
  • …Zeit und Geduld für die Vorbereitung sowie vor allem für viele Testläufe, bis es denn endlich sitzt.

So ist es kein Wunder, dass man sich Screencasts auch vom Fachmann produzieren lassen kann. Wer es aber selbst probieren will, der findet in diesem Themenspecial hoffentlich viele nützliche Tipps und Tricks.

Special „Screencasting für Einsteiger“

Dieser Artikel gehört zu einem umfassenden Screencasting-Special.

Artikel vom 16. Mai 2012