Dank Keyword-Recherchen die Zielgruppe perfekt adressieren

Die genaue Ansprache der gewünschten Zielgruppe ist gar nicht so leicht. Jede Person sucht anders, tippt hierfür verschiedene Phrasen ein und erwartet dementsprechend unterschiedliche Ergebnisse. Wie sollten Sie da den perfekten Content erstellen, der Ihre komplette Zielgruppe ideal anspricht? Eine Keyword-Recherche ist der erste und grundlegende Schritt dafür! Lara Meyer erklärt, wie sie funktioniert.

(Foto: © saffiresblue, depositphotos.com)

Was ist ein Keyword?

Der Begriff Keyword hat viele Synonyme, er wird auch als Schlüsselbegriff, Suchbegriff, Stichwort oder Schlagwort bezeichnet. Eines haben alle Begrifflichkeiten gemeinsam: Sie sind das Wort, das in die Suchmaske einer Suchmaschine eingegeben wird und mithilfe dessen Nutzer:innen im Internet suchen. Nach der Suchanfrage spielt der Suchmaschinen-Algorithmus die passenden Suchergebnisse aus, die sich komplett an dem eingegebenen Keyword orientieren.  Im Umkehrschluss heißt das: Befinden sich in Ihren Textinhalten nicht die passenden Schlagwörter, können Google und Co. den Content nicht direkt den relevanten Suchanfragen zuordnen.  

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Welche Arten von Keywords gibt es?

Keywords lassen sich ganz klar klassifizieren. Dabei gibt es verschiedene Unterscheidungsmöglichkeiten:

Keyword-ArtBedeutungBeispiel
Transactional Keywords
(Synonym: Commercial oder Money Keywords)
Diese Keyword-Art impliziert eine Kaufabsicht beim Suchenden. Deshalb sind Transactional Keywords vor allem für Onlineshops und Paid Advertising wichtig. Gerade im Bereich der Werbeanzeigen sind sie allerdings hart umkämpft, was zu hohem Wettbewerb und dadurch auch hohen CPCs (Kosten pro Klick) führen kann.„Schuhe kaufen“
Do KeywordsÄhnlich wie Transactional Keywords haben Do Keywords die Absicht, ein Ziel zu erreichen. Das kann entweder ein Kaufabschluss, aber auch der Erhalt von etwas sein (z. B. Newsletter, E-Books, Downloads etc.). Somit zählen bei Do Keywords, anders als bei Transactional Keywords, alle Interaktionen mit einer Website und nicht nur der Kauf selbst.„Newsletter anmelden“
Brand KeywordsAls Brand Keywords werden alle Suchbegriffe bezeichnet, mit denen Nutzer nach einer eindeutig identifizierbaren Marke suchen. Der Wettbewerb für diese Art von Keywords ist geringer und das Suchvolumen oft sehr groß.„Adidas“
Compound KeywordsDiese Keyword-Art ist eine Mischung aus Brand und Transactional Keyword.„Adidas Schuhe kaufen“
Informational Keywords
(Synonym: Know Keywords)
Immer, wenn Nutzer auf der Suche nach konkretem Wissen oder Informationen sind, spricht man von Informational oder Know Keywords. Oftmals ist diese Art von Keywords auch als Frage formuliert.„Spargel schälen“
Navigational KeywordsDiese Art von Keywords soll Nutzern helfen, sich besser orientieren zu können. Sie navigieren sie durchs Internet.„hier“
Other KeywordsAlle Suchbegriffe, die sich in keine der obigen Kategorien einordnen lassen, werden als „Other Keywords“ bezeichnet.„coole Website“

Keywords und die dazugehörige Suchintention

Alle im Internet gestellten Suchanfragen zeugen von einer Absicht bzw. einem Grund, weshalb der Nutzer danach sucht. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Suchintention.  Dabei gibt es drei Unterscheidungen:

  1. Informationale Suchintention
  2. Transaktionale Suchintention
  3. Navigationale Suchintention

Informationale Suchintention

Bei der informationalen Suche verfolgt die suchende Person das Ziel, Informationen zu erhalten und das eigene Wissen zu erweitern. Häufig werden Suchanfragen mit informationalem Hintergrund auch als Fragen formuliert. 

Abbildung 1: Ein Beispiel einer informationalen Suchanfrage könnte das Keyword „Spargel schälen“ sein. Hierbei sucht die Person nach konkreten Anleitungen und möchte ihr Wissen erweitern.

Transaktionale Suchintention

Hier geht es um alle Suchanfragen, die auf eine Transaktion abzielen. Es besteht somit eine klare Handlungs- oder Kaufabsicht. Nicht immer geht es dabei aber um monetäre Käufe, auch Downloads etc. können das Ziel einer transaktionalen Suchanfrage sein.

Abbildung 2: Beispiel einer transaktionalen Suchanfrage mit dem Suchbegriff „Smart TV 55 Zoll kaufen“.

Navigationale Suchintention

Mithilfe von navigationalen Suchanfragen möchte der Nutzer etwas Bestimmtes im Internet finden. Der Nutzer hat also ein klares Ziel vor Augen, zu dem er durch seine Suche durchdringen möchte. Das kann eine Login-Seite sein oder die Homepage eines Unternehmens.

Abbildung 3: Die Suche nach der Online Marketing Agentur „eology“ ist ein Beispiel für eine navigationale Suchintention: Die Person möchte ganz konkret zur Website von eology gelangen.

Keywords und ihr Suchvolumen

Für Keywords gibt es Suchvolumina, die darauf schließen lassen, in welcher Häufigkeit nach diesem Begriff im Internet gesucht wird. Diese reichen von „extrem hoch“ bis zu „sehr niedrig“ oder sogar „nicht vorhanden“. Das ist abhängig davon, wie generisch oder spezialisiert das Keyword ist. Ein stark spezialisiertes Keyword (z. B. „Professionelle SEO“) hat deshalb ein wesentlich geringeres Suchvolumen als ein generisches Keyword wie „Wetter“. 

Suchvolumina können Ihnen im Verlauf Ihrer Keyword-Recherche dabei helfen, Keywords zu gewichten und so festzulegen, welches Ihr Fokus-Keyword für die Content-Erstellung wird. 

Wozu brauchen Sie eine Keyword-Recherche?

So viel zu den Basics. Doch wozu brauchen Sie Keywords und wieso ist eine Keyword-Recherche wichtig? Das ist einfach erklärt: Nutzer suchen im Internet nach etwas und verwenden dafür Suchmaschinen. Diese wiederum sollten das optimale bzw. relevanteste Ergebnis entsprechend der Suchanfrage ausspielen. Um das zu ermöglichen, sucht der Suchmaschinen-Algorithmus nach Übereinstimmungen.

Haben Sie vorab eine ausführliche Keyword-Recherche gemacht und diese Schlagwörter bei der Erstellung Ihres Contents integriert, wird die Suchmaschine entsprechend viele Übereinstimmungen zwischen der Suchanfrage und Ihren Inhalten finden. Ihre Seite wird dann als Suchergebnis auf die Suchanfrage ausgespielt.

Um gefunden zu werden und sichtbar zu sein, ist es also wichtig zu wissen, wonach, wie und mit welcher Intention potenzielle Nutzer suchen. So können Sie deren Ansprüchen bestmöglich entgegenkommen

Wie hilft Ihnen Google bei der Keyword-Recherche?

Google selbst hat verschiedene Tools, die Ihnen bei Ihrer Keyword-Recherche helfen können. Diese sind kostenlos und frei zugänglich. 

Google Suggest

Dieses Tool hat Google direkt in die Suchleiste eingebaut. Sie kennen es vielleicht? Es sind die vorgeschlagenen Suchbegriffe, die angezeigt werden, sobald Sie etwas in die Suchmaske bei Google eintippen. 

Abbildung 4: Beispiele für Google Suggest – Vorschläge, die zum Buchstaben „E“ kommen und weitere Vorschläge, die Google zu einem konkreten Suchbegriff wie „eology“ gibt.

Diese Wort-Kombinationen bzw. Vorschläge bilden laut Google ab, welche weiteren Begriffe im Zusammenhang mit dem Keyword besonders oft gesucht werden. Deshalb sollten diese unbedingt in Ihre Keyword-Recherche einfließen.

Ebenfalls sehr interessant ist die Funktion „Ähnliche Suchanfragen“, die unterhalb der Suchergebnisse bei Google erscheinen. Hier können Sie ebenfalls Keywords entdecken, die für Ihre Inhalte relevant sein können.

Abbildung 5: Den Bereich „Ähnliche Suchanfragen“ finden Sie am Ende der Suchergebnisseite bei Google.

Googles Suchergebnisse (SERPs)

Auch wenn die Suchergebnisseite von Google nicht als „Tool“ bezeichnet werden kann, so ist sie doch sehr hilfreich. Wenn Sie hier die Top-Ergebnisse betrachten, können Sie bereits Rückschlüsse darauf ziehen, weshalb diese Seiten eventuell gut ranken. Anhand dieser Ergebnisse können Sie folglich nachvollziehen, was Google für eine bestimmte Suchanfrage als wichtig und relevant wertet. Stellen Sie sich deshalb folgende Fragen:

  • Was macht die Seite besonders?
  • Welche Informationen beinhaltet sie?
  • Was ist der Fokus der Seite?
  • Für welche Suchintention ist die Website gedacht?
  • Wodurch hebt sie sich von anderen Websites ab?
  • Gibt es dort Specials wie Checklisten, Whitepaper etc.?

Google Keyword Planner

Der Google Keyword Planner ist das wohl bekannteste Keyword-Tool von Google. Es gehört zu Google Ads, da Sie hier auch Gebotsvorschläge einsehen können und besteht aus zwei Funktionen:

  1. „Neue Keywords entdecken“: Hier bietet Ihnen Google weitere Vorschläge inklusive Suchvolumina an, die zum eingegebenen Keyword passen.
  2. „Suchvolumen und Prognosen abrufen“: Über diese Funktion erhalten Sie weitere Informationen zu den von Ihnen ausgewählten Keywords. Neben den durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat sind das Einblicke zum Wettbewerb um das Schlagwort, aber auch Details zu den aktuellen Gebots-Kosten. Letzteres ist jedoch nur für Werbeanzeigen wichtig. 
Abbildung 6: Diese beiden Funktionen gibt es im Google Keyword Planner.

Weitere Tools, die für die Keyword-Recherche wichtig sind

Jetzt haben Sie schon einige Begriffe definiert, die zu Ihrer Keyword-Recherche gehören. Zusätzlich gibt es weitere Tools, die Sie unbedingt für eine ausführliche Keyword-Recherche nutzen sollten. Dazu gehören:

  • WDF*IDF-Tools
  • W-Fragen-Tools

WDF*IDF-Tools

WDF*IDF- oder auch TF*IDF-Tools sind wichtig, da Sie Ihnen relevanzsteigernde Keywords liefern. Diese benötigen Sie, weil die Suchmaschinen-Algorithmen semantische Zusammenhänge immer besser verstehen.

Die reine Platzierung von Keywords im Text ist deshalb nicht mehr ausreichend, um gute Rankings zu erzielen. Vielmehr fällt der Kontext der Inhalte ins Gewicht.

Suchmaschinen achten gezielt auf Textqualität, um den Nutzerbedürfnissen besser entgegen zu kommen. Mithilfe der Schlagwörter, die Sie aus WDF*IDF-Analysen ziehen, können Sie die Relevanz Ihres Contents für Suchanfragen somit noch weiter steigern.

Gängige Tools sind hierbei:

W-Fragen-Tools

W-Fragen-Tools sind wichtig, um zu erfahren, welche Fragen die Nutzer zu gewissen Themen haben. Oftmals wird nicht mehr nur mit bloßen Schlagwörtern gesucht, sondern vielmehr in ganzen Sätzen. Wenn Sie wissen, mit welchen Fragen gesucht wird, können Sie mit Ihren Inhalten relevante Informationen und Antworten liefern. W-Fragen sind außerdem wichtig, wenn Sie einen FAQ-Bereich auf Ihrer Landingpage einbauen möchten. 

Dabei sind folgende Tools empfehlenswert:

Schritt für Schritt – So geht eine Keyword-Recherche

Eine Keyword-Recherche ist gar nicht so aufwendig, wie das jetzt vielleicht für Sie klingt. Im Prinzip können Sie diese in wenigen, einfachen Schritten erledigen.

Schritt 1: Basics checken

  • Intention der Person herausfinden
  • Die Art ermitteln, wie Suchanfragen gestellt werden
  • Erstes Brainstorming von Keywords

Schritt 2: Google Suche nutzen

  • Google Suggest nutzen
  • Ähnliche Suchanfragen checken

Schritt 3: WDF*IDF-Analyse

  • relevanzsteigernde Keywords ausfindig machen

Schritt 4: Suchvolumina prüfen

  • Keyword Planner nutzen, um Suchvolumina abzuprüfen und Keywords dementsprechend zu gewichten

Schritt 5: W-Fragen-Tools

  • W-Fragen nutzen, um zu erfahren, wonach die Nutzer suchen

Schritt 6: Konkurrenzanalyse

  • Suchergebnisse der TOP-Rankings betrachten

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FAQs

Wie wichtig sind Keywords?

Keywords sind sehr wichtig, denn nur mit ihnen können Sie auf Suchanfragen von Nutzern reagieren. Wenn Sie wissen, mit welchen Begriffen nach für Sie relevanten Thematiken gesucht wird, können Sie diese in Ihrem Content aufgreifen. So erkennt der Google-Algorithmus, dass Ihre Inhalte und die Suchanfrage zusammenpassen und spielt diese dem Suchenden aus.

In welchen Bereichen kann eine Keyword-Recherche eingesetzt werden?

Eine Keyword-Recherche ist in erster Linie aus dem Bereich Content Creation bekannt. Dennoch gibt es weitere Anwendungsbereiche. Im Fall von Paid Ads ist es beispielsweise ebenfalls sehr wichtig, eine Keyword-Recherche umzusetzen. Nur so können Sie herausfinden, wie die potenzielle Kundschaft sucht und Ihre Anzeige dementsprechend darauf ausrichten.

Steht geringes Suchvolumen für ein schlechtes Keyword?

Keinesfalls! Das Suchvolumen zeigt Ihnen an, wie häufig nach einem bestimmten Keyword gesucht wurde. Dabei ist klar, dass ein eher generisches Keyword wie „Wetter“ viel häufiger gesucht wird als Nischen-Produkte, Dienstleistungen oder Themen. Je nachdem, in welchem Bereich Sie tätig sind, ist das Suchvolumen somit größer oder geringer. Umso höher die Spezialisierung Ihrer Branche, umso niedriger sind deshalb oft die Suchvolumina.

Lesetipp

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Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 92

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