Wie wir unsere Social-Media-Profile mit Buffer pflegen

In sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Google+ präsent zu sein ist so wichtig wie zeitaufwändig. Tools wie Buffer wollen einem dabei etwas von der Arbeit abnehmen. Und das schaffen sie tatsächlich – in gewissen technischen und praktischen Grenzen.

Symbolbild Social Media

(Bild: © maglara – Fotolia.com)

Buffers Rolle im täglichen Newsgeschäft

Wenn ich in den Arbeitstag starte, steht oft als erstes ein Belastungstest für den Chrome-Browser und mein Laptop an. Sowohl für meinen Job als Leiter von neuerdings.com als auch für UPLOAD bin ich jeden Tag auf der Suche nach spannenden Themen, lesenswerten Artikeln, neuen Entwicklungen, nützlichen Werkzeugen und mehr.

Zum einen habe ich dazu etliche Feeds via Feedly abonniert. Zum anderen nutze ich Seiten wie TweetedTimes und Nuzzel: Sie fassen mir Links in den Tweets all jener Nutzer zusammen, denen wir mit unserem Twitter-Account @uploadmag folgen. Ergänzend schaue ich dann noch auf Techmeme, einem amerikanischen News-Aggregator für Techthemen.

Im ersten Schritt gehe ich alle Feeds durch und markiere spannende Beiträge. Im nächsten Schritt öffne ich sie alle in einzelnen Tabs (und hier beginnt dann der Belastungstest für Browser und Rechner). Danach gehe ich TweetedTimes, Nuzzel und Techmeme durch und öffne hier alles, was ich noch nicht über meine Feeds gefunden habe.

Ist das geschafft, geht es ans Sortieren: Manche Artikel landen via Clearly in Evernote – entweder, um sie später zu lesen oder um sie einfach archiviert zu haben. Andere kommen in meine Ideen- und Themenlisten für neuerdings.com und UPLOAD. Und dann wiederum gibt es die Inhalte, die ich gern via Social Media teilen möchte, weil ich sie spannend und lesenswert finde.

Es ergibt nun allerdings wenig Sinn, alle diese Fundstücke in einem Rutsch auf Facebook, Twitter und Google+ zu posten. Erschwerend kommt hinzu, dass ich aktuell in einer anderen Zeitzone bin und daher unsere Social-Media-Kanäle nur abends bedient würden.

Hier kommt nun Buffer ins Spiel: Es funktioniert wie eine Warteschlange, in die ich meine Social-Media-Posts einreihen kann.

Darüber hinaus gibt mir Buffer Einblicke dazu, welche Posts besonders gut angekommen sind. Das ist einerseits eine Erfolgskontrolle und andererseits gut, um ein Gefühl für Themen zu bekommen. Denn wie man aus der Beschreibung oben vielleicht schon herausgelesen hat: Ich benutze die Kanäle von UPLOAD und neuerdings.com nicht etwa nur, um eigene Inhalte zu promoten. Vielmehr veröffentliche ich darüber hinaus interessante Fundstücke und lesenswerte Inhalte aus dem Netz.

Auf diese Weise ergänzen unsere Social-Media-Aktivitäten das Magazin und unsere Website um ein aktuelles Element. Wer auf dem Laufenden bleiben will, der kann das via Facebook, Twitter oder Google+ tun.

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Verfügbare Social Networks

Buffer kann dabei nach dem derzeitigen Stand auf folgende Social Networks zugreifen:

  • Facebook (Profilseite, Page, Gruppe)
  • Twitter
  • Google+ (nur Page)
  • LinkedIn (Profilseite, Page, Gruppe)
  • app.net

Neben HootSuite ist Buffer momentan das einzige mir bekannte Werkzeug, das einen offiziellen Zugang zu Google+ hat, auch wenn man leider nur auf Google+ Pages und nicht auf Profilseiten oder in Communities posten kann. Hier ist Google weiterhin sehr zögerlich.

Buffer-Accounts von kostenlos bis „Business“

Nach der simplen Anmeldung bei Buffer kann man gleich loslegen. Der kostenlose Account reicht aus, um ein Gefühl für den Dienst zu bekommen. Für so manchen wird der sogar für den Alltag passen. Einige wesentliche Funktionen und Begrenzungen der Accounts auf einen Blick:

  • Individual Plan (kostenlos): Für jedes der oben aufgeführten fünf Social Networks kann man einen Account einrichten. Bei Facebook muss man sich dann also beispielsweise entscheiden, ob man auf der Profilseite oder der Fanpage posten möchte. Und wer wie ich mehrere Social-Media-Hüte auf hat, müsste dann im Zweifel mehrere Buffer-Accounts anlegen, was aber unpraktisch ist. Die Warteschlange ist hier auf zehn Posts pro Social Network begrenzt. Und man kann die eingerichteten Accounts auch nur allein betreuen. Solange man Buffer nur für eine Marke/Institution/Firma nutzt, funktioniert dieser kostenlose Account aus meiner Sicht prima.
  • Awesome Plan (10 US-Dollar/Monat): Für umgerechnet knapp 7,30 Euro bekommt man bei Buffer schon eine Menge mehr. Es lassen sich dann bis zu 12 Accounts verbinden. Es gibt keine Begrenzung bei der Warteschlange mehr und man kann zwei Team-Mitglieder hinzufügen. Diesen beiden Helfern kann man individuell zuweisen, auf welche Accounts sie Zugriff haben dürfen. Weiterhin hat man mehr Freiheiten beim Zeitplan und kann beispielsweise Wochentage und das Wochenende individuell handhaben. Dieser Account ist alles in allem geeignet für kleinere Unternehmen sowie Projekte, die mehr als eine Marke zu betreuen haben und sich die Arbeit aufteilen wollen. Hier findet ihr weitere Informationen zum Awesome Plan.
  • Buffer for Business (ab 50 US-Dollar/Monat): Seit Ende 2013 hat Buffer für größere Kunden ebenfalls einen Tarif im Angebot. Wenig überraschend kann man hier noch mehr Accounts verknüpfen und noch mehr Teammitglieder einladen. Außerdem ist eine Hierarchie-Ebene im Team möglich, so dass ein Admin Posts noch freigeben muss, bevor sie in die Warteschlange eingereiht werden. Nicht zuletzt gibt es ausführlichere Statistiken mit grafischer Aufbereitung. Weitere Details findet ihr hier auf der Informationsseite zu Buffer for Business.

Wer gemeinnützig ist, bekommt nebenbei bemerkt 50 Prozent Rabatt auf den Awesome-Plan.

Erste Posts absetzen

Zwei Handgriffe sind zu erledigen, bevor man die automatisierte Buffer-Warteschlange nutzen kann: Zum einen legt man die betreffenden Accounts an, zum anderen legt man den Zeitplan fest, zu dem etwas gepostet werden soll. Das lässt sich frei gestalten, wobei es natürlich Empfehlungen unabhängig von einem Werkzeug wie Buffer gibt. So mag Facebook es bekanntlich nicht besonders, wenn man sehr viel auf seiner Fanpage postet und man läuft Gefahr, dass kaum noch jemand die eigenen Inhalte zu Gesicht bekommt. Twitter und Google+ überlassen es hingegen den Nutzern, was sie sehen und wann.

Wie oben bei den Preismodellen beschrieben, kann man im kostenlosen Buffer-Tarif pro Account nur einen Zeitplan festlegen und dann noch bestimmen, an welchen Tagen gepostet werden soll und an welchen nicht. Ab „Awesome“ kann man mehrere Zeitpläne erstellen. Übers Wochenende habe ich beispielsweise weniger Posts eingeplant und auch nicht so früh morgens.

Um Inhalte in die Warteschlange bei Buffer einzureihen, benutze ich das Addon für den Chrome-Browser. Ein Klick darauf öffnet ein simples Eingabefenster:

Buffer-Eingabefenster

Wie man sieht, wird die Vorschau bereits automatisch generiert. Sofern mehr als ein Bild im Artikel erkannt wurde, reicht ein Klick auf die Vorschau, um sich die verschiedenen Varianten anzusehen. Als Text wird zunächst der Titel der betreffenden Webseite genutzt, aber der lässt sich natürlich ändern.

Die Buttons oben geben die unterschiedlichen Accounts wieder, in deren Warteschlange der Post landen soll. Sie kann man mit einem Klick hinzuwählen oder abwählen. Darüber hinaus kann man festlegen, welche Accounts standardmäßig ausgewählt sein sollen. Dazu geht man auf bufferapp.com und setzt auf der linken Seite ein entsprechendes Häkchen, um die Standard-Accounts festzulegen:

Buffer-Warteschlange

Praktisch wäre es aus meiner Sicht, man könnte die Accounts gruppieren, so dass man sie im Eingabefenster mit einem Klick aktivieren und deaktivieren kann. Das ist aktuell nicht möglich.

Mit einem Klick auf den „Buffer“-Button oder auch mit Befehlstaste+Return landet der Post in der Warteschlange. Er wird dann auf den nächsten noch freien Platz im Zeitplan der Accounts gesetzt. Das ist die schnellste und bequemste Möglichkeit und die ursprüngliche Buffer-Funktionalität. Es gibt darüber hinaus drei weitere Varianten:

  • Man kann den Post sofort veröffentlichen lassen: Er wird also an der Warteschlange vorbei direkt gepostet. Das ist praktisch für „Breaking News“ oder andere Inhalte, die zeitkritisch sind.
  • Als nächsten veröffentlichen: Der Post drängelt sich vor und wird auf den nächsten Platz im Zeitplan gesetzt, auch wenn dieser bereits vergeben war. Alle bereits eingeplanten Posts rücken entsprechend einen Platz nach hinten. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn man zwar etwas Aktuelles und Interessantes hat, deshalb aber nicht den Veröffentlichungsrhythmus durchbrechen möchte.
  • Zu einem bestimmten Zeitpunkt posten: Hier kann man zu guter Letzt frei bestimmen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit der Post online gehen soll.

Nach meiner Erfahrung werden damit alle Fälle abgedeckt, die auftreten können. Zugleich aber bleibt Buffer dabei übersichtlich, denn diese Optionen werden nicht gleichrangig präsentiert.

Auf bufferapp.com hat man dann eine Übersicht dazu, welche Posts für welche Kanäle und welchem Zeitpunkt eingeplant sind. Zudem lassen sich hier auch noch Änderungen am Text vornehmen.

Sehr angenehm ist beim Crossposten über mehrere Social Networks hinweg übrigens ein kleines aber feines Feature von Buffer: Twitter-Handles wie @uploadmag werden für andere Social Networks automatisch durch den ausgeschriebenen Namen des Accounts ersetzt – in meinem Fall also „UPLOAD Magazin“. Leider werden die so im Text referenzierten Profile oder Personen nur auf Twitter über ihre Nennung informiert, aber nicht auf Facebook und Google+. Buffer verspricht, dass dieses Feature weit oben auf ihrer Todo-Liste stehe.

Statistiken und Auswertungen

Aber natürlich möchte man auch wissen, was gut ankommt. Entsprechend sieht man bereits in der kostenlosen Basisversion die wesentlichen Eckdaten bei jedem Post, also beispielsweise die Zahl der Likes auf Facebook, die Retweets bei Twitter etc. Außerdem kann man die Zahl der Klicks auswerten lassen, wenn man die Links automatisch mit buff.ly verkürzen lässt. In der Business-Version hat man darüber hinaus Verlaufsgrafiken und kann die Posts nach den verschiedenen Messwerten sortieren lassen:

Statistik in Buffer Business

Jeweils zwei Werte lassen sich gleichzeitig anzeigen, um sich auf die Suche nach eventuell vorhandenen Zusammenhängen zu machen. Dazu gehört auch die Zahl der Follower. Beim Zeitraum ist von einem einzelnen Tag bis zu einem individuell festgelegten Datumsbereich alles möglich. Für Standardansichten wie „letzte 30 Tage“ gibt es entsprechende Shortcuts.

Interessant für alle, die Google Analytics nutzen: Man kann die beim Link übergebenen Werte bestimmen, so dass in Google Analytics nahvollziehbar ist, welcher Kanal was gebracht hat. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Post im Buffer-Blog.

Was Buffer nicht kann

Obwohl Buffer momentan das Tool meiner Wahl ist, gibt es dennoch klare Funktionslücken. Die sind für mich und uns aktuell nicht so entscheidend, können aber für andere wichtig sein. Hier einige Punkte:

  • Buffer ist wie beschrieben dazu gedacht, das Posten von Inhalten zu vereinfachen, es bietet aber nicht wie beispielsweise HootSuite Funktionen eines Social Media Dashboards. Man bekommt also keine Nachrichten über neue Kommentare und ähnliche Reaktionen.
  • Generell haben sowohl HootSuite als auch SocialOomph zahlreiche Features, die bei Buffer fehlen. Darauf gehe ich weiter unten noch kurz ein. Bei HootSuite kann man beispielsweise sehr viel genauer die Berechtigungen der Teammitglieder einstellen und ganze Strukturen wie Abteilungen abbilden. SocialOomph wiederum hat seine Stärken bei Automatisierungsfunktionen.
  • Darüber hinaus wünsche ich mir gelegentlich bei Buffers Postingfenster eine „Pro“-Ansicht, wo ich zum Beispiel in dem Moment genau nachsehen kann, welche und wie viele Posts ich in den entsprechenden Kanälen bereits eingeplant habe. Das sieht man derzeit nur auf der Website. Das Postingfenster ist zum jetzigen Stand der Dinge schön übersichtlich, aber ich hätte gegen einen Link „Erweitert“ oder ähnliches nichts einzuwenden.
  • Wie bereits erwähnt, kann Buffer bei Google+ leider nur auf Pages posten, aber nicht auf Profile oder in Communities. Das in vielen Themenbereichen wichtige Pinterest wird zudem von Buffer nicht bedient, ebenso fehlt Instagram. Das alles kann man allerdings nicht Buffer vorwerfen, da diese Social Networks hierfür bislang keine Schnittstellen anbieten – ärgerlich, aber leider nicht zu ändern.
  • Praktisch wäre eine automatische Wiederholung von Links auf die eigene Website oder andere festgelegte Adressen. Denn oftmals wird empfohlen, auf wichtige Inhalte mehr als einmal hinzuweisen – an unterschiedlichen Wochentagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Das ist eine Funktion, die Buffer sehr gut automatisiert übernehmen könnte. Ich hatte das via Twitter vorgeschlagen und bekam immerhin zur Antwort, dass das eine interessante Idee sei.
  • Täglich automatisch wiederholte Tweets sind ebenfalls nicht möglich und auch nicht vorgesehen.

Buffer-Alternativen

Beispielhaft zwei Konkurrenten zu Buffer, die jeweils ganz eigene Stärken und Schwächen haben. Dieser Artikel ist kein Vergleichstest der drei Dienste, sondern soll nur der Vollständigkeit halber auf Alternativen verweisen. Bei entsprechendem Interesse können wir uns gern in einer zukünftigen Ausgabe einmal alle drei Tools genauer vornehmen:

SocialOomph

SocialOomph

Dieses Werkzeug gehört definitiv in diese Liste, aber ich habe es selbst noch nicht ausprobiert. Das Problem: Im Gegensatz zu HootSuite und Buffer hat dieser Dienst (noch) keine Verknüpfung zu Google+.

Wem Google+ hingegen egal ist, hat in Socialoomph eine spannende Alternative. Hier findet ihr eine Übersicht zu den Features. Wie man sieht, ist der kostenlose Account funktional stark eingeschränkt und kann nur für Twitter genutzt werden. Wer Facebook, LinkedIn und andere will, braucht den Professional-Account für 17,97 US-Dollar im Monat. Der bietet dann aber eine lange Liste sehr nützlicher Funktionen. Interessant sind diverse Automatisierungsfeatures: So kann man beispielsweise neuen Followern auf Twitter automatisch zurückfolgen. Wie sinnvoll das ist, steht auf einem anderen Blatt.

Registriert man sich neu, bekommt man für immerhin sieben Tage den Professional-Account. Der wird danach in den Gratis-Account herabgestuft, sofern man nicht vorher das Upgrade vornimmt.

HootSuite

HootSuite

Wer ein Tool für ein größeres Unternehmen oder gar den Agentur-Einsatz sucht, ist bei HootSuite besser aufgehoben als bei Buffer. Wer sich in die Tiefen der diversen Einstellungs- und Auswertungs-Möglichkeiten begibt, bekommt hier ein umfangreiches Werkzeug an die Hand. So lässt sich sehr viel genauer festlegen, welches Teammitglied für welchen Account welche Rechte hat. Weiteres Plus gegenüber Buffer: Es ist nicht nur zum Posten, sondern auch zum Reagieren geeignet, vereint also zugleich Features eines Social Media Dashboards in sich.

Praktischerweise können sich Teams auch direkt über HootSuite austauschen, brauchen dazu also keinen weiteren Kanal. Weitere nützliche Funktionen sind die Entwürfe: Sie kann man beispielsweise nutzen, um häufig benötigte Antworten zentral abzulegen. Zudem kann man seine geplanten Posts auch in Form einer CSV-Datei auf einen Schlag hochladen. Drei Tarife gibt es: einen kostenlosen Probetarif, den „Pro“-Tarif und den „Enterprise“-Tarif. Hier findet ihr eine grobe Übersicht zu den Tarifen. Vom Hinweis „ab 8,99 US-Dollar im Monat“ sollte man sich nicht täuschen lassen: Zwar kann man besser als bei Buffer festlegen, was man wirklich nutzen möchte. Will man aber eine vergleichbare Funktionalität, steigt dieser „ab“-Preis sehr schnell an. Man kann es 30 Tage lang kostenlos testen.

Eine andere Alternative war lange Zeit TweetDeck, mit dem man Posts für mehrere Social Networks vorausplanen konnte, die Reaktionen sah und vieles mehr. Nachdem Twitter es übernommen hat, wurde es leider zum reinen Twitter-Tool heruntergestutzt.

Eine kleine Warnung zum Schluss

So praktisch und nützlich Werkzeuge wie Buffer auch sind: Sie können dazu verführen, schlechte Angewohnheiten bei der Pflege seiner Social-Media-Kanäle anzunehmen. Zwei Dinge, die man vermeiden sollte:

  1. In allen Kanälen dasselbe posten. Das ist tatsächlich das, was ich momentan sowohl bei neuerdings.com als auch bei UPLOAD tue: Auf Facebook, Twitter und Google+ landen bis auf seltene Ausnahmen dieselben Inhalte. Das ist nicht die Idealvorstellung. Vielmehr sollte man die unterschiedlichen Charaktere der Netzwerke beachten. Bei Facebook sollte man beispielsweise eher weniger und dafür gezielter posten, während man da bei Twitter und Google+ mehr Freiheiten hat. Dafür stehen bei Facebook und Google+ Bilder mehr im Vordergrund als bei Twitter (wobei Twitter sich hier gerade den anderen beiden annähert). Diese Liste ließe sich fortsetzen.
  2. Social Media als Einwegkommunikation begreifen. Man kann es nicht oft genug sagen: Social Media funktioniert vor allem dann gut, wenn man es als Dialog begreift. Sprich: Wer nur via Buffer & Co. seine Inhalte in die Social Networks schiebt und sich ansonsten nie dort blicken lässt, verpasst die eigentliche Chance. Es geht schließlich ebenfalls darum, die Reaktionen wahrzunehmen und wiederum darauf zu reagieren. Idealerweise nutzt man Twitter und Google+ beispielsweise außerdem, um auf interessante Themen und Nutzer zu stoßen. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn man selbst auf der Seite aktiv ist.

Buffer ist also nicht etwa eine Art einheitliches Backend für Social Networks. Es ist ein Werkzeug, mit dem man sich bestimmte Arbeitsschritte erleichtern kann.

Fazit

Buffer ist ein sehr nützliches Tool, das ich nicht mehr missen möchte. HootSuite war für meine Anwendungsfälle hingegen deutlich zu komplex. Nicht selten werden übrigens alle drei im Artikel genannten Tools genutzt: Buffer zum Posten, HootSuite als Social Media Dashboard und SocialOomph für seine Automatisierungsfunktionen, die man schließlich nur einmal einrichten muss. Auch das ist eine Variante.

Artikel vom 26. Mai 2014