Mobile Livestreaming: Unterwegs auf Sendung

Livestreaming geht inzwischen auch von unterwegs und je nach Anspruch auch für kleines Geld. Dieser Beitrag erklärt, was inzwischen möglich ist, wie man anfängt und was man zu beachten hat. In einem kostenlosen PDF-Download werden außerdem zwei mögliche Setups fürs Livestreaming aufgeführt.

Artikelbild Livestreaming

© IvicaNS – fotolia.com

Video ist auf dem Vormarsch

Schon seit einigen Jahren ist ein deutlicher Trend erkennbar: Es werden immer mehr Videoinhalte konsumiert. Das liegt einerseits daran, dass die Bandbreite – auch für mobile Endgeräte – stetig weiter ansteigt. Andererseits verändern sich durch die Möglichkeiten des Internets auch die Gewohnheiten der Nutzer. Diese gehen immer häufiger aktiv auf die Suche nach Videoinhalten, die sie interessieren, anstatt sich dem aktuellen Programm der vorhandenen Kanäle auszuliefern.

Doch nicht nur das: Die Technik macht es mittlerweile ohne weiteres möglich, dass jeder Besitzer eines Smartphones selbst als Sendestation agieren kann. Social Media wird schließlich nicht im stillen Kämmerlein bedient. Im Gegenteil: Brühwarm oder gleich live dabei bieten soziale Medien die Möglichkeit, Freunde und Kollegen unabhängig von Raum und Zeit an unseren persönlichen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ich habe zum Beispiel einmal einen Livestream von der Kumbh Mela geschaltet, einem spirituellen Festival in Indien. Das ist schon Wahnsinn: Ich stehe inmitten von 100 Millionen Menschen und meine Aufnahme ist mit nur wenigen Sekunden Verzögerung live in Deutschland zu sehen. Einziges Handwerkszeug dafür war ein iPhone und eine extra Batterie. Das Mobilfunknetz war außerordentlich performant und ermöglichte sogar eine Übertragung in HD.

Was ist Livestreaming?

Live bedeutet einfach, dass etwas in Echtzeit passiert, also nicht aufgezeichnet ist. Ein Stream ist der ursprünglichen Bedeutung nach ein „Fluss“ oder „Gewässer“. Übertragen auf digitale Inhalte bedeutet es eine Präsentation von Informationen, die sich ständig aktualisieren, wobei aktuelle Informationen immer sichtbar sind und ältere Informationen aus dem Sichtfeld verschwinden. Die bekanntesten Beispiele sind der Twitter-Stream und die Facebook Wall, aber auch ein Bundesliga-Liveticker oder Liveblogging von einem Event fallen in diese Kategorie. Ein Livestream beschreibt also eine bestimmte Art, wie Informationen präsentiert werden. Diese Informationen können zu einem oder verschiedenen Medientypen gehören: Texte, Bilder oder Videos. Umgangssprachlich wird „Livestreaming“ allerdings vor allem für Videoinhalte genutzt, die über das Internet übertragen werden.

Was ist Mobile Livestreaming?

Mobile Livestreaming Setup

Ein Setup für mobiles Livestreaming mit einem iPhone.

Mobile Livestreaming fügt noch den Faktor der Unabhängigkeit von einer Infrastruktur und festen Installationen hinzu. Ein Mobile Livestream kann daher von jedem Ort der Welt gesendet werden – mit der einzigen Voraussetzung, dass die Daten ins Internet übertragen werden können. Mobile Livestreaming ist relativ neu und hat noch keine klare Definition. Für mich bedeutet es, dass eine einzelne Person mehrere Stunden lang eine Videoübertragung ins Internet sendet, die gleichzeitig von beliebig vielen Zuschauern mitverfolgt werden kann. Oft wird hierbei eine Mobilfunkverbindung genutzt und es kommen Smartphones mit speziellen Apps als Kamera zum Einsatz.

Einsatzszenarien

Für Mobile Livestreaming gibt es viele Einsatzmöglichkeiten. Im Prinzip könnte man sein ganzes Leben als 24-Stunden-Doku streamen, wobei das für die meisten Zuschauer wahrscheinlich nicht sehr interessant sein dürfte. Eher vorstellbar wäre es, zum Beispiel eine Hochzeitszeremonie live zu übertragen, wenn die Verwandten in Übersee leben und nicht reisefähig sind. Was kommerzielle Szenarien für Livestreaming angeht, eignen sich vor allem spannende Events, Konferenzen und Veranstaltungen aller Art, da hierbei ein gewisses Publikumsinteresse bereits vorhanden ist. Livestreaming vergrößert in diesem Fall die Reichweite des jeweiligen Events, da man von jedem Ort der Welt aus teilnehmen kann. Mobiles Livestreaming sorgt außerdem dafür, dass alle notwendigen Ressourcen (Kamera, Internet, Audio-Equipment) ohne großen Aufwand an den Ort des Geschehens gebracht werden können. Das senkt die Preise für Produzenten und macht Livestreams auch für kleine Events attraktiv. Eine besondere Form sind Livestreams, in denen es vorrangig um Computersoftware geht. Hier wird oft der Bildschirm ins Internet übertragen. In anderen Ländern (z.B. Korea) ist dieses Format schon so populär, dass Computerspiel-Turniere (wie z.B. Starcraft 2) auch im „normalen“ Fernsehen übertragen werden.

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Warum das Video nicht einfach bei YouTube posten?

Livestreaming hat Event-Charakter. Es ist verbindlich. Es passiert jetzt. Zusätzlich enthalten viele Livestreaming-Lösungen auch eine Kommentar- und/oder Chat-Funktion. Hierdurch verlieren die Zuschauer endgültig ihre passive Rolle und können sich ins Geschehen einbringen bzw. untereinander austauschen. Es entsteht sehr viel schneller das Gefühl einer Gemeinschaft als mit Inhalten, die zeitverzögert von jedem Teilnehmer individuell konsumiert werden.

Mit Google Hangout on Air hat Google einen weiteren Schritt in Richtung Livestreaming gemacht, allerdings ist dieses Tool vor allem für Gespräche zwischen mehreren Menschen, zum Beispiel für Online-Konferenzen geeignet. Die Nutzung als reines Livestreaming-Tool im „TV-Stil“ gestaltet sich oft schwierig. Der Trend geht aber auch bei YouTube zu Live-Übertragungen. Sicher bekommen wir in Zukunft von Google weitere Lösungen zu sehen, z.B. in Kombination mit Google Glass.

Warum sollten Unternehmen Livestreaming einsetzen?

Livestreams bringen Aufmerksamkeit. Ganz klar. Durch die neuartige Technologie kann ein Unternehmen sein Branding als Vorreiter stärken und der Community einen echten Mehrwert bieten. Shows, die bisher „ganz normal“ als Video aufgezeichnet wurden, können mit wenig Mehraufwand auch live gesendet werden. Sie heben sich damit deutlich von der Masse ab. Livestreams bieten Unternehmen auch die Möglichkeit der direkten Interaktion mit ihrer Zielgruppe. Im Chat und in den Kommentaren entstehen nicht nur Gespräche von Zuschauern untereinander (die oft enorm interessant sind), sondern auch zwischen den „Livestreamern“ und den Zuschauern. Das ist eine unschätzbare Informationsquelle in Bezug auf die Zielgruppe sowie deren Wünsche und Probleme.

Last, but not least, können Livestreams natürlich auch direkt monetarisiert werden. So könnte man einen Livestream aus dem Backstage-Bereich einer Filmpremiere streamen, oder aber eine Fachkonferenz übertragen, die in einem entfernten Land stattfindet. Grundsätzlich lassen sich Livestreams natürlich auch mit Werbung monetarisieren, allerdings sollte gut darauf geachtet werden, dass die Zuschauer dadurch nicht vergrault werden. Ich persönlich empfehle die Nutzung von Livestreams als kostenfreies Marketing-Tool. Richtig eingesetzt können in kurzer Zeit große Mengen an Kontakten generiert werden.

Selbst machen oder einen Full-Service Anbieter wählen?

Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen alles selbst zu machen. Allerdings ist ein Video-Livestream kein Kinderspiel. Es müssen teilweise enorme Kapazitäten vorgehalten werden, was Serverleistung und Bandbreite betrifft. Allein die Technologie, den Videostream für jeden Zuschauer optimal auszuliefern, ist äußerst komplex. Schließlich möchte der eine Zuschauer die Konferenz auf seinem Fernseher mit VDSL-Anschluss in HD anschauen, während ein anderer unterwegs auf dem Smartphone einen Stream mit viel geringerer Bandbreite benötigt. Schließlich muss der Stream auch “live” sein. Und wenn er unverhofft zusammenbricht, ist dies für die eigene Marke nicht eben positiv. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, grundsätzlich auf einen Full-Service-Anbieter zu setzen, der die komplette Technik übernimmt. So kann ich mich vollständig auf die Produktion und Vermarktung der Inhalte konzentrieren.

Welche Anbieter gibt es und was sind die Unterschiede?

Livestream.com

Website von Livestream.com

Es gibt unzählige Anbieter auf dem Markt, die sich nur marginal voneinander unterscheiden. Ich habe es aufgegeben, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, da sich deren Systeme schnell weiterentwickeln. Die Investition in (Anbieter-abhängige) Hardware und in die Community einer bestimmten Plattform sorgt dafür, dass es gewichtige Gründe für einen Wechsel geben sollte. Ich stelle deshalb eine Lösung auf Basis des Anbieters Livestream.com vor, den ich aus verschiedenen Gründen bevorzuge.

Im Folgenden zähle ich die Kriterien auf, die ich bei der Wahl des Anbieters wichtig finde, bzw. Fragen, die sich jeder Interessierte vor einer Entscheidung stellen sollte.

Wo wird gestreamt? Möchte man den Stream auf der eigenen Seite anzeigen? Dann muss der Anbieter einen Embed-Code zur Verfügung stellen. Einige Services lassen sich hierfür fürstlich bezahlen. Oder will man die entsprechende Plattform für Ihren Livestream nutzen? Dies hat den Vorteil, dass diese Portale oft schon gut optimiert sind, was Interaktivität und Nutzerfreundlichkeit angeht. Außerdem ist da natürlich noch die Frage, was letztendlich mit den Nutzerdaten passiert. „Gehören“ diese dem Anbieter oder hat man anschließend Zugriff auf Daten wie Namen und E-Mail Adressen, um die Zuschauer kontaktieren zu können? Die aufgeräumte Oberfläche und die Möglichkeit das Design an mein eigenes Branding anzupassen, war ein entscheidender Grund für mich, die Dienste von Livestream.com in Anspruch zu nehmen. Andere Anbieter lassen diese Art des Brand-Designs oft erst bei deutlich teureren Accounts zu.

Wie stabil ist der Stream? Das absolute Worst-Case-Szenario ist, dass der Stream einfach zwischendurch abbricht. Daher sollte der Anbieter genug Kapazitäten vorhalten, um auf eine hohe Zahl von Anfragen reagieren zu können. Das Problem bei Live-Events ist, dass sehr kurzfristig und kurzzeitig hohe Anforderungen an das System gestellt werden. Ich empfehle daher Anbieter, die über eine entsprechende Größe verfügen, um solche Peaks systemweit abfedern zu können.

Benötigt man mehrere Streams und ein Kontrollzentrum? Will man „echtes“ Fernsehen machen und verschiedene Kameras abwechselnd im Livestream anzeigen, benötigt man ein System, das Multistream-fähig ist und ein Kontrollzentrum mitbringt. Die meisten Anbieter haben mittlerweile eine solche Profi-Lösung im Programm. Besonderes Interesse gilt hier vor allem der Frage, ob der Anbieter in der Lage ist, Dienstleistung, Hardware und Software aus einer Hand zu liefern. Persönlich nutze ich dieses Feature nicht. Ich nutze zwar manchmal mehrere Kameras, zum Beispiel eine fest installierte Kamera und eine mobile Variante, verzichte aber auf Überblend-Effekte und schalte einfach den Stream von einer zur anderen Kamera um.

Wieviel kostet (Mobile) Livestreaming? In der günstigsten Variante 0 Euro. Nutzt man z.B. die kostenfreie, werbefinanzierte Variante von Livestream.com und ein iPhone, so zahlt man nur für die Kosten der Internetverbindung. Die App für das Smartphone ist ebenfalls kostenlos. Man muss auch zwischen den einmaligen Anschaffungskosten für Hardware und den laufenden Kosten für die Dienstleistung des Streaming-Anbieters unterscheiden. Anstatt teure Hardware anzuschaffen, kann diese oftmals auch kostengünstig ausgeliehen werden. Doch auch die Streaming-Kosten unterscheiden sich enorm pro Anbieter. Ein weiteres Plus für Livestream.com: Man bezahlt eine monatliche Flatrate. Anschließend kann der Stream von beliebig vielen Nutzern angeschaut werden. Wer die Kosten für Live-Übertragungen bei großen Events (wie WM oder Olympiade) kennt, weiß bereits, dass die Kosten nach oben hin unbegrenzt sind. Als sinnvolle Investition sehe ich eine „vernünftige“ Videokamera (ca. 3000 Euro) und eine Livestream-Box (ca. 600 Euro). Damit kann man deutlich bessere Videos produzieren, als es mit einem gewöhnlichen Smartphone je möglich wäre.

Wie gut ist die App? Wer das Smartphone nutzen will, um den Livestream zu senden, sollte die entsprechende App vorher gründlich testen. Kommt man gut damit klar? Läuft die App stabil? Testen sollte man auch ungünstige Situationen, wie z.B. eine schlechte Internetverbindung.

Wie lange werden die Videodaten aufbewahrt? Bei den meisten kostenfreien Accounts werden die Videodaten nach ein paar Tagen wieder gelöscht. Will man länger auf diese Videos zugreifen, muss man diese entweder herunterladen oder für den Account bezahlen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für die Zuschauer später oft nicht mehr relevant ist, das komplette Rohmaterial zur Verfügung zu haben. Stattdessen bevorzugen die meisten User eine geschnittene Zusammenfassung des Events.

Sehen die Zuschauer Werbung? Wieviel wird es kosten, damit der Anbieter keine eigene Werbung schaltet? Oder, falls Geld mit dem Livestream verdient werden soll: Kann man eigene Werbung einblenden? Ich persönlich bevorzuge werbefreie Livestreams und verzichte deshalb auch für meine Zuschauer auf Werbung.

Logins: Offen oder geschlossen? Wer will, dass möglichst viele Leute beim Livestream zuschauen können, stellt diesen am besten öffentlich zur Verfügung. In den meisten Fällen ist das der effektivste Weg. Falls man die Kontaktdaten der Zuschauer haben möchten, kann man ihnen vielleicht noch ein Extra anbieten, dass nach der Eingabe der E-Mail-Adresse freigeschaltet wird.

Wer diese Fragen im Hinterkopf behält, sollte in der Lage sein, eine gute Wahl für den Anbieter zu treffen.

Das optimale Livestream-Event

Livestreaming sollte immer als Teil eines kompletten Social-Media-Konzepts gedacht werden. Daher sind auch das Vorher und das Nachher wichtig. Ohne Zuschauer macht Livestreaming wenig Spaß. Man sollte deshalb seinen Livestream bereits im Voraus promoten. Dazu kann man ein Facebook-Event erstellen und überlegt sich einen Twitter Hashtag, den man in den Wochen vor der Übertragung schon in relevanter Kommunikation bewirbt.

Im besten Fall hat man ein Livestream-Team zur Verfügung. Dieses besteht aus:

  • Einem Kameramann mit einer (semi-)fest installierten Kamera, die einen Stream mit sehr guter Qualität sendet.
  • Einem Videoreporter, der mit einem mobilen Setup in kurzen Videos die Stimmung am Rande des Events einfängt.
  • Einem Fotografen, der professionelle Fotos macht, die direkt in der Cloud zur Verfügung stehen.
  • Einem Community-Manager, der den Chat betreut, Fotos und kurze Texte postet und den Stream-Produzenten vor Ort Hinweise gibt, was sich die Community wünscht.

Es ist sinnvoll, dass das gesamte Team über einen Kommunikationskanal verfügt, der unabhängig vom Livestream existiert. Gerade bei einer geringen Bandbreite ist es ungünstig, zusätzlich eine Skype-Konferenz laufen zu haben. Ich empfehle daher, alle Livestreamer mit günstigen Handy- und Bluetooth-Headsets auszustatten. Anschließend kann man per Telefonkonferenz das Team miteinander verknüpfen. Alternativ eignen sich Chat-Tools wie Hipchat oder Yammer. Falls Smartphones eingesetzt werden, sollte die Kommunikation aber über andere Devices laufen.

Es gibt auch die Möglichkeit, zu festgelegten Zeiten bestimmte Posts im Livestream erscheinen zu lassen. Allerdings sollten diese Infos auch wirklich relevant sein. Gerade bei Live-Veranstaltungen verschieben sich Termine kurzfristig. Dann wirkt es recht unprofessionell, wenn der vorgefertigte Post automatisch in der falschen Situation im Stream erscheint.

Tipps und Tricks aus meiner Erfahrung mit mobilen Livestreams

Equipment-Beispiel

Kamera mit angeschlossenem „Livestream Broadcaster“.

Nutzt man ein Smartphone mit externer Audioquelle, so schaltet man am besten die komplette Telefonfunktion (inklusive mobiler Daten) aus. Oft führen schlecht abgeschirmte Kabel zu ungewünschten Audio-Effekten im Stream. Stattdessen sollte man lieber einen mobilen Hotspot benutzen. Das schont auch die Batterie.

A propos Batterie: Livestreaming verbraucht sehr viel Energie, da Kamera, Display und Internetverbindung auf Hochtouren laufen. Außerdem muss die App den Videostream auf dem Smartphone in Echtzeit umrechnen. Das braucht Power und Strom. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass man mindestens zwei USB Akkus mit ausreichender Kapazität dabei hat. Diese sollten zwei USB-Ports haben, so dass sich gleichzeitig Smartphone und Mobile Router anschließen lassen.

Pro Aktion nutzt man genau ein Device. Man kann sich beispielsweise dafür entscheiden, den Livestream mit dem Smartphone zu senden und mit dem iPad auf Kommentare zu reagieren. Man sollte also darauf verzichten, ein Gerät für alle Aktionen zu verwenden, auch wenn das verlockend erscheinen mag. Durch ständiges Hin- und Herschalten verringert man deutlich die Gesamtqualität der Übertragung.

Hilfreich ist es auch, wenn man zwei oder drei Zuschauer hat, die direkten Zugang zum Livestreaming Team haben, am besten zum Community Manager oder Teamleiter. So erfährt man schnell, ob es zu langweilig wird, der Ton nicht gut rüberkommt oder der Videostream hakt. Man kann „Fans“ vorher explizit ansprechen und diese beim Livestream-Event einspannen.

Letztendlich geht es darum, selbst Erfahrungen zu sammeln. Am besten fängt man ganz einfach an und streamt einmal Teile eines Events, entweder mit dem Smartphone oder mit einer fest installierten Kamera. So macht man erste Erfahrungen mit der Community im Kleinen, bevor man ein großes Livestream-Event startet. Zugleich macht man sich mit der Technik und dem „sozialen Feeling“ von Mobile Livestreaming vertraut. Idealerweise sieht man es als ein Experiment, um einen neuen, authentischen und direkten Kommunikationskanal mit den zukünftigen Fans aufzubauen.

Gratis-Download: UPLOAD Extra „Livestreaming-Equipment“

livestreaming-equipment-150pxErgänzend zu diesem Artikel gibt es einen kostenlosen PDF-Download! Darin werden euch zwei verschiedene Setups fürs Livestreaming vorgestellt, die ihr auf den Fotos dieses Artikels schon sehen könnt:  Das „Profi-Paket“ ist auf hohe Qualität optimiert und eher für den stationären Einsatz geeignet, das „Mobile-Paket“ hingegen ist auf maximale Handlichkeit ausgerichtet. Zu beiden Varianten bekommt ihr ausführliche Erläuterungen sowie eine Hardware-Liste.

Artikel vom 14. Juli 2014