6 Tipps für mehr Produktivität in deinem Content-Team

Natürlich gibt es im Alltag eines Content Creators Tage, an denen man produktiv ist und Tage, an denen der Output etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Teamleiter:innen können zugleich die allgemeine Produktivität mit gezielten Maßnahmen verbessern und ein Arbeitsklima schaffen, in dem sich Content Creator wohl fühlen und dementsprechend ihr Potenzial voll ausschöpfen. Im folgenden Artikel stellt dir David Kadiri 6 Tipps vor, mit denen du für Motivation und Produktivität in deinem Content Team sorgen kannst.

(Illustration: © alexdndz, depositphotos.com)

1. Vertrauen entgegenbringen

Vertrauen in das eigene Team zu vermitteln ist ein essenzieller Punkt für alle Teamleiter:innen. Der erste Schritt dahin lässt sich für dich ganz leicht umsetzen: Indem du deinen Content-Verantwortlichen viel Freiraum für ihre Kreativität beim Schreiben und Designen lässt und ihnen bei ihren Arbeitsprozessen kaum auf die Finger schaust, gibst du ihnen zu verstehen, dass du ihnen vertraust.

Eine weitere Möglichkeit, Vertrauen in deine Mitarbeiter:innen zu zeigen, ist das Zuweisen von anspruchsvollen und wichtigen Aufgaben. Essenziell ist, diese Aufgaben den geeigneten Content-Schaffenden zu übergeben, denn so kannst du untermauern, dass du die Persönlichkeit bzw. die Vorlieben deiner Teammitglieder kennst und dies auch in deine Überlegungen einfließen lässt. 

Kennst du schon die UPLOAD Content Academy? Hier lernst du Content-Marketing aktuell, praxisnah und umfassend. Du bekommst Lektionen in Text-, Audio- und Videoformaten sowie viele weitere nützliche Inhalte. Alles auf dem neuesten Stand, gemacht von Content-Profis. Klingt interessant? Mehr erfahren …

Hier ist es wichtig, niemanden zu bevorzugen bzw. zu benachteiligen und innerhalb deines Teams auch klar zu kommunizieren, wie und warum du deine Entscheidung getroffen hast. So sehen sich Mitarbeiter:innen eher als Individuen, denen Raum zur persönlichen Weiterentwicklung geboten wird, anstatt als gesichtslose Leistungsbringer:innen. 

Zudem hast du als Teamleiter:in das Jahr über auch einmal Urlaub – eventuell über mehrere Wochen hinweg. Du kannst deine Leitungsfunktionen in dieser Zeit vielleicht teilweise an dein Team abgeben und so zeigen, dass du dich auf sie verlässt. Solltest du zudem in deiner Urlaubszeit nichts von dir hören lassen, so verstehen deine Content Creator das eventuell auch als Zeichen von Vertrauen. 

Merke: Wenn der Laden auch zwei bis drei Wochen ohne dich läuft, hast du viel richtig gemacht.

2. Wertschätzung zeigen

Unmittelbar verbunden mit Vertrauen ist die Wertschätzung. Diese sollte nicht nur in Form von Geld gezeigt werden, das am Ende des Monats auf dem Konto deiner Teammitglieder landet, sondern auch durch diverse Möglichkeiten und Freiheiten in Sachen Work-Life-Balance. 

  • Die Option auf Homeoffice
  • Gleitzeit (Option auf vorübergehende Teilzeit etc.)
  • Firmenevents
  • Kleine Geschenke zu Weihnachten
  • Ein Kuchen zum Geburtstag
  • Kaffee, Snacks und Obst zur freien Verfügung
  • etc. 

Wertschätzung zeigst du zudem dadurch, dass du für dein Team ein offenes Ohr hast – für Anliegen rund um die Arbeit und auch für privatere Dinge bzw. die Lebensrealität deiner Mitarbeiter:innen außerhalb des Büros. 

Weißt du etwa, dass jemand im Team gerade umgezogen ist, zeigst du mit der einen oder anderen Rückfrage zur neuen Umgebung dein Interesse. Auch der Gesundheitszustand – etwa nach einem etwas längeren Krankenstand aufgrund einer Corona-Infektion – ist ein wichtiges Thema bei dem du als Leiter:in deine aufmerksame Art zeigen kannst.

Eine besonders wichtige Sache im Bereich der Wertschätzung ist deine Offenheit gegenüber dem Wunsch nach verringerter Arbeitszeit seitens deiner Teammitglieder. 40 Stunden pro Woche mag zwar in den Köpfen vieler noch immer die Norm sein, die Realität sieht aber eher so aus, dass mehr Freizeit einem hohen Gehalt den Rang abläuft. Mehr Zeit für sich selbst zu haben, trägt  deutlicher zur Lebensqualität bei als ein prallgefülltes Konto. Vor allem bei jungen Leuten werden Teilzeit-Modelle immer beliebter.

Wie viele Stunden Teilzeit sind solltest du dabei klar kommunizieren, denn 20 Stunden die Woche entsprechen genauso einer Teilzeitarbeit wie eine 35-Stunden-Woche. Teilzeit bedeutet, dass weniger Stunden geleistet werden als im Zuge einer Vollzeitanstellung. Auch geringfügig zu arbeiten heißt, dass man teilzeitbeschäftigt ist.

So wirkt sich reduzierte Arbeitszeit auf die Freizeit aus (© timo24.de)

3. Konstruktiv Feedback geben

Positives Feedback und konstruktive Verbesserungsvorschläge geben dem Team bzw. den Mitgliedern einen Motivationsschub. Du solltest all die Leistungen hervorheben, die besonders gut waren (und damit wiederum Wertschätzung zeigen) und mit wohlplatzierten Vorschlägen zeigen, dass dir die Weiterentwicklung des Teams am Herzen liegt.

Konstruktives Feedback hat unmittelbar mit Wertschätzung zu tun, weil du als Leiter:in deine Kritik direkt auf die jeweilige Person abgestimmt äußern kannst. Mit generischen und verallgemeinernden Aussagen lässt sich nicht so viel erreichen wie mit zielgerichteten und gut gemeinten Verbesserungsvorschlägen. So beziehst du bei deiner Kritik die Persönlichkeit deines Gegenüber mit ein und lässt die Person wissen, dass du dir Gedanken gemacht hast.

Weitere Tipps rund um Feedback in Content-Prozessen findest du übrigens in der UPLOAD Content Academy …

4. Meetings vermeiden bzw. verkürzen

Wie eine Art Kompensation der in Coronazeiten im Homeoffice verbrachten Zeit stehen derzeit Meetings an der Tagesordnung. Der Spruch „I survived another meeting that should have been an e-mail“ wird mittlerweile mit einem Augenzwinkern auf T-Shirts und Tassen gedruckt und besonders gerne an Leute verschenkt, die in Büros arbeiten.

In der Regel sind Meetings auch wichtig. Informationen werden von Angesicht zu Angesicht weitergegeben, man findet gemeinsam Zeit für einen Austausch, der sich nicht nur um die Arbeit dreht und wächst als Team zusammen. Man kann es jedoch auch übertreiben. 

Für dich als Teamleiter:in ist es essenziell, gut abwägen zu können, ob es nötig ist, das Team zusammenzutrommeln oder ob eine Nachricht bzw. E-Mail ausreicht. Gerade wenn es etwa um neue Infos rund um Content geht, die sich die Content Creator selbst aus diversen Artikeln rausfiltern können, dann braucht es kein Meeting, um diese Neuerungen zu kommunizieren, die in verschiedenen Content Pieces publiziert wurden.

Meetings liefern dann einen Mehrwert, wenn es um den Austausch untereinander, also zwischen mehreren Teammitgliedern geht. Das Abhalten von Meetings ergibt wenig Sinn, wenn es um eine reine Informationsvermittlung von Vorgesetzten an Mitarbeiter:innen geht.

Eine gute Alternative zu den nicht allzu inhaltsvollen und wenig interaktiven Meetings wäre etwa ein geeignetes Kommunikationstool. Einerseits lassen sich verschiedene Channels für die jeweiligen Teams – etwa für Texter:innen, Designer:innen, Manager:innen – eröffnen und andererseits können sie als Sammelbecken für jegliche Infos dienen, die alle oder mehrere Teammitglieder erfahren sollten.

Diverse Unternehmen nutzen als Kommunikationstool auch ein Verteilersystem für Newsletter, die in einem bestimmten Intervall Updates rund um Content an alle relevanten Personen verschicken.

5. Weiterbildungen ermöglichen

Innerhalb des Unternehmens können Teamleiter:innen mit gezielten Weiterbildungsangeboten das Repertoire an Fähigkeiten ihrer Teammitglieder einerseits vergrößern und ihnen andererseits einen Motivations- und Produktivitätsschub verleihen. Neue Fähigkeiten bedeuten neue Aufgaben, die spannend und anspruchsvoll sein können.

Auch ist es für die weitere berufliche Laufbahn der Content Creator ein großes Plus, wenn sie Weiterbildungen absolvieren können. Deshalb sind auch die firmeninternen Weiterbildungsangebote ein Zeichen von Wertschätzung, denn das allgemeine berufliche Vorankommen sowie das lebenslange Lernen nehmen so einen angemessenen Platz im Unternehmen ein.

Wird den Content-Erstellern hier der Weg zu mehr Können und somit mehr Gehalt, Verantwortung und Vertrauen geebnet, sorgt dies für Motivation bei Mitarbeiter:innen sowie im Team. Auch kann etwa ein produktiver und erfahrener Creator jemanden, der neu zum Team gestoßen ist, mitziehen und ihn oder sie noch besser ins Team eingliedern, als du es als Leiter:in allein schaffen könntest. So geht Onboarding im Jahr 2022.

Tipp: Lesestoff für Content-Profis (und solche, die es werden wollen)

Das UPLOAD Content Briefing liefert dir alle 14 Tage:

  • eine nützliche und interessante Anregung für deine Content-Arbeit
  • Links auf lesenswerte Beiträge im Netz
  • Hinweise auf neue UPLOAD-Angebote für dich und woran wir gerade arbeiten

Kein Spam! 100% nützlich.

Hier eintragen …

6. Arbeitsplatz optimieren (lassen)

Es ist allseits bekannt, dass ein ergonomischer Arbeitsplatz mit einem guten Bürostuhl und einem höhenverstellbaren Tisch sowie geräuschdämmende Maßnahmen die Konzentration und damit auch die Produktivität fördern. Teamleiter:innen bzw. die Unternehmensführung stellen so die physische und psychische Gesundheit der Teammitglieder in den Vordergrund. 

Firmen, die Maßnahmen in diesem Bereich ergreifen und zudem mit flexiblen Zeitmodellen arbeiten, haben auch beim Anwerben von neuen Content-Talenten ein Ass im Ärmel.

Auch gepflegte Pflanzen und Deko-Artikel wie schöne Bilder – diese gibt es etwa auch als schalldämmende Akustikbilder – tragen einiges zum Wohlfühlklima im Büro bei. Das Konzipieren, Planen und Erstellen von hochwertigem Content ist eine Arbeit, die viel Konzentration erfordert. Je nach Lärmpegel im Büro kann etwa die Anschaffung von qualitativen Noise-Cancelling-Kopfhörern für die Belegschaft das fokussierte Arbeiten fördern.

Schlusswort

Die Leistungsfähigkeit im Content-Team lässt sich mit unterschiedlichen Maßnahmen fördern. Die diversen Mittel wie Vertrauen, flexible Zeitmodelle, konstruktive Kritik und ein ergonomisch ausgestattetes Büro sind im Grunde alle unmittelbar mit dem Aspekt Wertschätzung verbunden – einem absolut essenziellen Faktor in Unternehmen, der den Output eines Teams beeinflusst. Du als Teamleiter:in hast dabei viele Fäden in der Hand. Starte jetzt gemeinsam mit deinem Team richtig durch!


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 104

Die Welt der Content-Berufe wird größer und komplexer. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe schauen wir uns an, welche Kenntnisse und Fähigkeiten gefragt sind, wie verschiedene Berufe in diese Bereich aussehen, was den Job als Content-Manager:in so spannend macht oder auch wie du als Freelancer:in erfolgreich und zufrieden wirst. Außerdem haben wir zwei Kolumnen, einen Blick auf die Content-Gewohnheiten der Generation Z und einen Beitrag dazu, warum „Metaverse“ und „Web3“ nicht etwa ein und dasselbe sind.

Schon gewusst? Mit einem Zugang zu UPLOAD Magazin Plus oder zur Content Academy lädst du Ausgaben als PDF und E-Book herunter und hast viele weitere Vorteile!

Erfolgreiche Inhalte von A bis Z

Illustration zeigt Personen beim Lernen online
(Illustration: © AlisaRut, depositphotos.com)

Lerne in der Content Academy von erfahrenen Profis, was erfolgreiches Content-Marketing ausmacht. Mehr erfahren ...

 

Schreibe einen Kommentar