14 Einsteigertipps für eine erfolgreiche Facebook-Unternehmensseite

Auch heute kann es sich noch lohnen, eine neue Facebook-Unternehmensseite zu starten. Die Konkurrenz hat zwar stark zugenommen, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn die Nutzerschaft und die Funktionen des weltgrößten Social Networks gut zu einem passen. In diesem Artikel zeigt dir Keyvan Haghighat Mehr die allerersten Schritte auf, falls du noch überhaupt gar keine Unternehmensseite angelegt hast. Außerdem stellt er dir die wesentlichen Grundlagen einer erfolgreichen Facebook Page vor.

(Illustration: vasilyrosca, 123rf.com)

Einführung

Um als Unternehmen im Online-Bereich Erfolg zu haben, muss man sich mit den Großen auf den Social-Media-Kanälen tummeln – das ist schon lange Fakt. Deshalb ist im Prozess der Unternehmensgründung und -etablierung auch einer der ersten Gedanken, sich aussagekräftige Profile zu erstellen. Was dabei aber nicht immer ganz so klar ist: Welcher Social-Media-Kanal ist der beste und wie kann sich ein Unternehmen effektiv auf diesem profilieren? 

Da Facebook trotz großer Konkurrenten wie Twitter und Co. noch immer die beste Plattform ist, um eine Marke vorzustellen und Drittanbieter-Seiten wie Online-Shops zu verlinken, liegt die Erstellung einer eigenen Facebook-Unternehmensseite nahe. Allerdings ist es heute nicht mehr ganz einfach, sich gegen all die anderen Firmen zu behaupten. Das bedeutet aber nicht, dass sich nicht unzählige Vorteile aus einem Unternehmensauftritt auf Facebook ergeben.

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Wie du deine Firmenseite auf Facebook professionell aufziehen und so das volle Potenzial deines Auftritts auf Facebook nutzen kannst, wird in diesem Artikel beschrieben.


Basics

Wenn du noch keine Schritte in Richtung Profilerstellung unternommen hast, dann ist es vielleicht gut, erst einmal einige Grundlagen für modernes und erfolgreiches Social-Media-Marketing zu festigen:

1. Erstelle eine richtige Unternehmensseite

Die Voraussetzung für eine Unternehmensseite auf Facebook ist ein privates Konto, mit dem die Unternehmensseite verknüpft werden kann. So kommt es häufig zu einem klassischen Unfall: Die Seite, die eigentlich für das Unternehmen gedacht ist, wird ebenfalls als privates Profil erstellt. Das kann rechtlich aber negative Auswirkungen haben. Achte also darauf, tatsächlich eine öffentliche Unternehmensseite zu starten, die Du dann mit deinem privaten Konto verknüpfst.

2. Wähle ein professionelles Profilbild

Ziel deines Profilbilds ist nicht nur, Interesse zu wecken, sondern vor allem einen starken Wiedererkennungswert zu erzeugen. Wenn du ein Logo hast, kannst du dieses beispielsweise für all deine Profile auf anderen Social-Media-Kanälen verwenden – deine Zielgruppen und Webseitenbesucher werden dich anhand dessen sofort erkennen.

Dementsprechend solltest du auch auf überzeugende Qualität bei deinem Profilbild achten: Verwende nur Bilder mit hoher Auflösung und Top-Design. Wenn du auf Kreativität setzt, ist auch ein Cover-Video eine Idee – oder stimmst du lieber dein Profilbild auf das Titelbild ab, um den Eindruck abzurunden? 

3. Verwende eine Vanity-URL 

Bei der Erstellung des Profils erhältst Du von Facebook automatisch eine Nummer. Diese hat aber für Besucher praktische keinen Wiedererkennungswert. Wenn du hier ein wenig optimieren möchtest, dann kannst du dir auf http://www.facebook.com/username eine individuelle URL, auch Vanity-URL genannt, erstellen lassen.

4. Nutze die Info-Box

Auf deiner Facebook-Unternehmensseite hast du die Möglichkeit, dich vorzustellen. Diese Möglichkeit will genutzt werden, denn genau hier kannst du alles platzieren, was dich für Suchmaschinen sichtbar macht und für deine Zielgruppe interessant ist. 

Stell dich deshalb nicht nur überzeugend vor, sondern strukturiere den Text gut lesbar und in kleinen Portionen. Setze dabei relevante Keywords (hier eine Anleitung für Keyword-Recherchen) und hebe diese hervor. 

Setze Kurzlinks, die auf weitere Webseiten verweisen und nutze UTM-Parameter, um relevante Daten für Dein Facebook-Marketing geliefert zu bekommen. 

5. Setze einen Call-to-Action-Button in die Facebook Unternehmensseite 

Lass Deine Besucher nicht passiv bleiben, sondern fordere sie per Call-To-Action auf, mit Dir zu interagieren. Platziere beispielsweise eine Anregung, um auf „Gefällt mir“ zu klicken, sich für einen Newsletter zu registrieren oder ein Video anzusehen. Auch hier kannst Du eine Verbindung zu Deinen anderen Social-Media-Accounts setzen.


Das Unternehmen richtig profilieren

Wenn du die Basics bereits hinter dir hast, dann sind die folgenden Ratschläge für die ausgefeilte Führung deines Unternehmenskontos auf Facebook sicherlich interessanter. Und das bedeutet zunächst: Content-Management und Statistiken-Beobachtung.

Dennoch kennst du dein Unternehmen noch immer am besten und kannst die spezifischen Anforderungen dafür am ehesten einschätzen. Nimm die folgenden Tipps also nicht als unverrückbare Regeln, sondern als Hilfestellung für Deine Erfolgsstrategie im Social-Media-Bereich. 

6. Timeline strukturieren

Fixiere wichtige und beliebte Posts ganz oben in deiner Timeline – so wird Usern auf den ersten Blick dein erfolgreichster Content präsentiert, der Lust auf mehr macht. Das können zum Beispiel Erfolgsschritte deiner Firma sein oder ein neues Produkt. Bei Aktionen, Angeboten oder interessanten Events bietet sich diese Option ebenfalls an. Da manche Posts ein Ablaufdatum haben, solltest du die Fixierung zuweilen auflösen und dort einen aktuelleren Inhalt platzieren.  

7. Erstelle Facebook-Werbeanzeigen und Promote deine Firma

Bevor du deine Facebook-Seite der Öffentlichkeit präsentierst, fülle diese am besten erst mit ausreichend Inhalten. Dann ist die Seite schon bereit, richtig beworben zu werden. Erstelle hierzu dann eine Werbeanzeige und gib Facebook alle relevanten Daten, die es für deine Anzeigenerstellung braucht: Willst du beispielsweise deine Reichweite oder Markenbekanntheit steigern oder den Traffic auf deine Seite erhöhen? 

Du kannst alle Einstellungen spezifisch vornehmen. Vergiss dabei nicht, weiterhin mit herausragendem Content aufzuwarten. Was genau für deine User interessant ist, kannst du ganz leicht herausfinden, wenn du lernst, den User-Intent richtig zu interpretieren.

8. Setze auf Einheitlichkeit

Als Unternehmen ist es wichtig, eine einheitliche und klare Message zu senden. Deshalb sollte dein Content auch mit dieser Message bzw. dieser Firmenphilosophie übereinstimmen. Sprich deine Zielgruppe also passend zu deren Interessen an und überleg dir bei jedem Inhalt, ob dieser wirklich das kommuniziert, wofür deine Marke steht. 

Eine konsistente Markenkommunikation ist essenziell, damit der Kunde die Marke wiedererkennt: Deine Zielgruppe muss sich darauf verlassen können, das Erwartete auch präsentiert zu bekommen. Du kannst dabei ruhig kreativ sein, aber weiche nicht von deiner Markenbotschaft oder dem Tonfall ab, mit dem du deine Zielgruppe ansprichst.

9. Poste regelmäßig und abwechslungsreich 

Deine Zielgruppe muss sich darauf verlassen können, zu gewissen Zeiten einen neuen Beitrag von dir zu sehen. Versuche dabei, Abwechslung zu schaffen und probiere neue Content-Formate aus, die zu deinem Unternehmen passen. Sei dabei kreativ und interagiere auch häufig mit deiner Zielgruppe. Lass sie beispielsweise an der Gestaltung deines Unternehmens per Umfragen teilnehmen oder gewähre einen Blick hinter die Kulissen.

10. Visueller Content gewinnt

Social-Media-Posts waren schon 2019 das meistgenutzte Content-Format. Besonders visuelle Inhalte – ganz im Speziellen Bewegtbilder (Stories und Vertical Videos) – hinterlassen einen bleibenden Eindruck und stehen dementsprechend hoch im Kurs. Punkte also mit faszinierenden Bild- und Videoinhalten, die du gekonnt mit dem passenden Text verknüpfst.

Zögere auch nicht, einen Call-To-Action zu setzen oder einen weiterführenden Link einzubauen. Wichtig: Ab der sechsten Zeile müssen User auf „mehr anzeigen“ klicken und den weiteren Text aufklappen. Diese Hürde kann vermieden werden, indem du den Link noch vor der fünften Zeile einbaust. So wird er am ehesten wahrgenommen.

11. Präsentiere Deine Erfolge und Fachkompetenzen 

Als Unternehmen muss man sich nicht nur vorstellen, sondern auch etablieren. Zeig also, was du kannst und lass deine Fans und Follower an deinem Erfolg teilhaben. So erzeugst du nicht zuletzt eine emotionale Verbindung zu deiner Marke und schaffst dir mit der Zeit treue Fans. Wenn du darüber hinaus dein Fachwissen vermittelst, demonstrierst du dein Können und schaffst nicht nur Interessenten, sondern im besten Fall natürlich Kunden. 

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12. Kollaboriere mit anderen für kreativere Markenführung

Je nach Projekt solltest du externe Experten dazu einladen, an der Marke mitzuarbeiten und ihren kreativen Input zu liefern. Dinge wie beispielsweise Influencer Marketing, das für die Marke sehr wichtig sein kann, übernehmen eigene Agenturen. Diese sind darauf spezialisiert, mit Unternehmen und Marken zusammenzuarbeiten, um diese in ihrer Kampagne zu unterstützen und die Corporate Identity hervorzuheben und zu stärken.

Kollaboration heißt auch, digitale Medien mit klassischen Medien wie Print, TV und Radio zu ergänzen, denn zu einer ausgefeilten Marketingstrategie gehört ebenso das Bespielen von linearen Kanälen. Auch wenn Interaktion hier ausbleibt, so bieten sich klassische Medien an, um eine emotionale Schnittstelle für potenzielle Kunden zu schaffen, an welcher sie andocken können, um im Online-Bereich in die Interaktion bzw. den Austausch überzugehen. 

Etabliere bei alldem ein kollaboratives Mindset, vor allem in der Social-Media-Sphäre ist Zusammenarbeit unabdingbar.

13. Nutze die internen Statistiken und Targeting-Funktion von Facebook  

Facebook und zahlreiche Drittanbieter stellen Tools zur Verfügung, mit denen du wichtige Metriken bestimmen kannst: z.B. Reichweite, Interaktionsraten, CPC (Cost per Click) oder ROAS (Return on Ad Spend). Mit diesen Informationen kannst du beispielsweise die für dich optimale Zeit zum Posten herausfinden und schnell erkennen, welche Inhalte gut bei deiner Zielgruppe ankommen und welche nicht. 

Social Listening Tools helfen Dir wiederum dabei, auf Erwähnungen deiner Firma im Netz zu reagieren und sofort entsprechend zu antworten. Du kannst mit all diesen Tools deine Treffsicherheit im Social-Media-Bereich enorm verbessern – es gilt nur, die richtigen für dich zu finden.

14. Marketingerfolge messen, beobachten und optimieren

Bleib kontinuierlich dran. Der Marketing-Bereich ist im stetigen Wandel und erfordert Voraussicht und Anpassungsfähigkeit. Nur wer sich nicht zurücklehnt und ständig dabei ist, zu beobachten und zu optimieren, bleibt up-to-date mit dem eigenen Erfolg und hat den Einfluss der Facebook-Unternehmensseite auf das Zielpublikum im Griff. Behalte also alle für Dich relevanten Metriken im Auge und handle entsprechend. 

Schlusswort

Heute ist es zwar schwieriger geworden, sich in den Social-Media-Kanälen zu behaupten, aber dafür auch umso notwendiger. Wer hier einige Regeln beachtet, Anfängerfehler umgeht und damit gleich professionell einsteigt, blickt vielen Vorteilen und Wachstum entgegen.

Natürlich weißt du am besten, welche Art von Content für deine Firma die relevanteste ist und was deine Zielgruppen am ehesten anspricht. Diese Tipps sollen helfen, deine Content- und Unternehmensstrategien zu optimieren, sind aber in keinem Fall die universelle Lösung für jede Marke. Eine allgemein gültige Lösung ist nur folgende: Nutze Statistik- und Social-Listening-Tools. Finde Schritt für Schritt heraus, welche Art von Content deine Zielgruppe anspricht und antworte auf Kommentare, Beschwerden und Anregungen in regelmäßigen Abständen. Dann werden deine Mühen auch von Erfolg gekrönt sein.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 97

Wir haben diesmal eine einsteigerfreundliche Ausgabe für euch, die aber auch für Fortgeschrittene einige interessante Tipps bereithält. So erklären wir, welche Rolle Ziele und Zielgruppen fürs Content Marketing spielen und warum das sonst so beliebte „Buyer Persona“-Modell hier in die Irre führen kann. Außerdem geben wir Tipps für den Fall, dass du Inhalte für ein bereits hart umkämpftes Thema erstellen möchtest. Dazu zwei Bonus-Artikel: Wir erklären dir, welche 10 Fehler du bei deinem Newsletter unbedingt vermeiden solltest. Und wir haben eine Einführung zu Facebook-Unternehmensseiten im Angebot.

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