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Visual Content im Newsletter: Was kann schon schiefgehen?!

Wer visuelle Inhalte in seinem Newsletter nutzen will, muss viele Dinge beachten. Doch richtig eingesetzt können Grafiken und GIFs ein mächtiges Werkzeug für das eigene E-Mail-Marketing sein. Mit dem einfachen Hochladen von Bildern ist es jedoch nicht getan. Es gibt einige Dinge, die bei der Einbindung von visuellen Inhalten in Newsletter schief gehen können. Welche das sind, erklärt Stephanie Kowalski in ihrer neuesten Kolumne.

(Illustration generiert mit Ideogram 1.0)

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick …
  • Visueller Inhalt in Newslettern hat sich vom No-Go zum Must-Have entwickelt, da moderne Bildformate und schnellere Ladezeiten das E-Mail-Marketing revolutioniert haben.
  • Die Integration von Bildern und GIFs in Newslettern kann das Erscheinungsbild auflockern, Emotionen wecken und wichtige Informationen hervorheben.
  • Die Wahl des Bildformats (GIF, JPG, PNG) hängt von den Anforderungen an Bewegung, Bildqualität und Dateigröße ab, wobei PNG oft für hohe Qualität und JPG für kleinere Dateigrößen verwendet wird.
  • Samsung und Trello werden als Beispiele für effektiven Einsatz visueller Inhalte genannt, mit Schwerpunkt auf Einfachheit und einer einheitlichen Bildsprache für Markenwiedererkennung.
  • Der „Newsletter-Newsletter“ zeigt, wie visuelle Vielfalt und Humor das Engagement in langen Textformaten steigern können.

Bilder im Newsletter: Vom No-go zum Must Have

Vor einigen Jahren war die Diskussion um visuelle Inhalte im E-Mail-Marketing noch eine ganz andere:

  • Bilder werden in manchen E-Mail-Postfächern nicht richtig oder gar nicht dargestellt.
  • Die Ladezeiten von Grafiken sind viel zu lang.
  • Die Leser:innen fokussieren sich beim Lesen eines Newsletters nur auf den Text – Bildmaterial ist zweitrangig.

Mittlerweile ist Visual Content meiner Meinung nach ein Must Have im E-Mail-Marketing:

  • Es gibt zahlreiche Bildformate, die sich gut für Newsletter eignen und viel weniger Platz benötigen als früher.
  • Die Ladezeiten dieser Formate können – richtig eingesetzt – sehr kurz sein.
  • Durch die zunehmende Vorliebe für Bilder und Bewegtbilder kommt kaum noch ein Newsletter ohne GIFs und Grafiken aus.

Die Diskussion hat sich damit vom No-Go zum Must Have gewandelt. Unserem Faible für das Visuelle sei Dank ;-) Weitere Argumente für visuelle Inhalte? Kein Problem.

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Newsletter mit Bildern landen im Spam: Ja oder nein?

Im Allgemeinen gibt es die These, dass E-Mails mit zu vielen Bildern, im Vergleich zum Text, eher als Spam bewertet werden. Der Grund? (Echte) Spam-E-Mails setzen gezielt auf Bildmaterial, da Spamfilter in der Regel die Texte in den Bildern nicht lesen können.

Bei dieser Diskussion scheiden sich gerne und häufig die Expertenmeinungen.

So sind die Expert*innen von Mailchimp der Ansicht, dass zu viele Bilder in einer E-Mail die häufigste Ursache dafür ist, warum E-Mails von Spam-Filtern markiert werden. Es braucht ein “gesundes” Verhältnis zwischen Text zu Bild. Wenn eine gewisse Balance eingehalten wird, wirst du mit den meisten Postfächern und Filtern keine Probleme haben.

Yanna-Torry Aspraki von Inbox Collective sieht die Newsletter-Bilder-Spam-Diskussion weniger kritisch. Die Bilder sind nicht das Hauptproblem. Viel wichtiger sind die Zustimmung und das Engagement des Empfängers. Laut Aspraki werden E-Mails mit Bildern zugestellt, wenn

  • der (visuelle) Inhalt relevant und vom Empfänger gewünscht ist,
  • die Bild- und Dateigrößen optimiert sind, Bilder keine Weiterleitungslinks enthalten und visuelle Inhalte über einen klaren ALT-Text verfügen
  • der Newsletter einen guten Ruf als Absender hat und der Absender authentifiziert ist.

Ich sehe das wie Aspraki. Wenn du es mit den Bildern nicht übertreibst und ein gutes Text-Bild-Verhältnis hast, solltest du keine Probleme mit einem bildlastigen Newsletter haben. Da wir heutzutage fast nur noch E-Mails mit Bildern sehen, könnten wir sagen, dass Visual Content mehr ein Must-have als ein No-Go ist.

3 Gründe für (mehr) Visual Content im Newsletter

Klar, E-Mail-Marketing-Expert:innen werden dir weitaus mehr Gründe nennen. Doch ich möchte mich auf die wichtigsten drei Argumente fokussieren:

Du lockerst das Erscheinungsbild deines Newsletters auf 

Bildinhalte unterbrechen zwar den Lesefluss. Dafür wirken deine Newsletter visuell ansprechender. Außerdem kannst du die Aufmerksamkeit deiner Leser:innen aufrechterhalten.

Du weckst Emotionen

Visual Content spricht die Emotionen deiner Leser:innen direkt an. Mit visuellen Inhalten schaffst du einen tieferen Bezug zum Thema und verstärkst damit die Botschaft, die du in deinem Newsletter teilen willst.

Du hebst wichtige Informationen visuell hervor

Mit Bildern und Grafiken lassen sich wichtige Inhalte hervorheben. Du lenkst die Blicke gezielt auf deine Kernbotschaften.

Wenn du mehr über die Rolle von Visual Content und Design lernen willst, lohnt sich ein Blick auf den Gastbeitrag von Robert Weller.

GIF, JPG, PNG: Welches Bildformat solltest du einsetzen?

Das ist in der Tat ein Thema, das immer wieder gerne und viel diskutiert wird. Eine Einordnung kann ich daher an dieser Stelle nicht bieten. Dafür kann ich dir kurz erklären, was ich bisher in meinem eigenen Newsletter eingesetzt habe.

Mit GIFs sorgst du für mehr Bewegung in deinem Newsletter. Denn Videoformate funktionieren immer noch nicht – schade eigentlich. Aber die Technik ist nicht so weit.

Ich setze vor allem auf PNGs. Die Bildqualität ist in diesem Format besonders gut. Der Nachteil ist, dass du mit großen Bildgrößen arbeiten musst. Verwende zur Komprimierung Bildkompressoren. Entsprechende Einstellungen findest du in der Grafiksoftware deiner Wahl oder in Online-Tools, die PNG-Dateien schnell und einfach für dich komprimieren.

JPG-Dateien sind zwar in der Regel kleiner als PNG-Dateien, allerdings entstehen bei der Komprimierung unschöne Artefakte. Wenn du aber besonders schlanke Newsletter versenden willst, kommst du um das Bildformat wahrscheinlich nicht herum.

Visual Content in Newslettern wirksam einsetzen

Wer so viel über visuelle Inhalte im E-Mail-Marketing schwärmt, muss natürlich auch entsprechende wirksame Newsletter-Konzepte nennen können.

Produktneuheiten: Samsung überzeugt mit Einfachheit und Produktfokus

Der Minimalismus, der sich mittlerweile auf vielen Produktseiten der Technik etabliert hat, ist wohl Apple zu verdanken. Samsung steht diesem Trend in nichts nach und überzeugt nicht nur mit klaren Webseiten, sondern kündigt auch seine Produktneuheiten mit einem ebenso klaren Fokus an.

Für Vollansicht auf die Vorschau klicken. Quelle: Screenshot 15.02.2024 – Samsung Galaxie

B2B-Newsletter: Trello mit einheitlicher Bildsprache und -welt

Das Unternehmen hinter einem der beliebtesten Projektmanagement-Tools überhaupt hat es verstanden, eine einheitliche Bildsprache und Bildwelt über alle Kanäle hinweg umzusetzen. Nichts tanzt visuell aus der Reihe – auch nicht der Newsletter. Dieser ist immer eindeutig Atlassian und Trello zuzuordnen.

Für Vollansicht auf die Vorschau klicken. Quelle: Screenshot 14.02.2024 – Atlassian Work Life

Freelancer-Newsletter: Newsletter-Newsletter ist ein Longread mit starker Bildsprache

Hinter diesem wöchentlich erscheinenden Newsletter steht Brigitte Alice Radl. In ihrem Newsletter dreht sich alles um Newsletter in all seinen Facetten. Gelungene Longreads sind in diesem Bereich – zumindest im DACH-Raum – eher selten. Ihr Newsletter-Konzept überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch durch ein klares, wiedererkennbares Branding. Das eine oder andere GIF sorgt für Humor und ein Augenzwinkern.

Für Vollansicht auf Vorschau klicken. Quelle: Screenshot 09.02.2024 – Brigitte Alice Radl Newsletter-Newsletter

Was du von meinen Newsletter-Beispielen adaptieren kannst

Warum habe ich gerade diese Beispiele ausgewählt? Neben dem gelungenen Einsatz von visuellen Inhalten hat mich vor allem die Art und Weise überzeugt, wie diese bewusst und gezielt eingesetzt wurden.

Darum gebe ich dir die drei folgenden Learnings an die Hand, damit du die Bebilderung deines Newsletter in Zukunft noch gezielter und bewusster einsetzt:

Klarheit und Einfachheit sind Trumpf

Wie Samsung zeigt, kann ein klarer Fokus auf das eigene Produkt und ein minimalistisches Design deinen Newsletter direkt und wirkungsvoll(er) machen. Beschränke dich auf das Wesentliche, um dein Produkt oder deine Dienstleistung möglichst wirksam visuell zu kommunizieren.

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Einheitliche Bildsprache schafft Wiedererkennungswert

Wie wichtig Konsistenz für die eigene Markenidentität ist, zeigt die konsequente Verwendung einer einheitlichen Bildsprache auf allen Kanälen, auch im Newsletter von Trello. Dies stärkt die Bindung zu den Leser:innen und sorgt für eine sofortige Wiedererkennung der Marke.

Lange Inhalte und visuelle Vielfalt für Engagement

Der Newsletter-Newsletter beweist, dass auch lange Texte in Kombination mit einer starken Bildsprache und dem gezielten Einsatz von Humor durch GIFs Leser:innen fesseln können. Nutze visuelle Elemente, um deine langen Texte aufzulockern und deine Leser:innen zu unterhalten, während du gleichzeitig wertvolle Inhalte bietest.

Visual Content im Newsletter: Wie geht’s weiter?

Natürlich träumen viele E-Mail-Marketing-Expert:innen auch weiterhin von der Möglichkeit, Videos in Newsletter einzubinden. Eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit lässt aber noch auf sich warten. Nein, GIFs halte ich nicht für einen sinnvollen Ersatz ;-)

Eine viel spannende Entwicklung ist der Einsatz von Visual Content, der von Nutzer:innen zu einer Marke oder einem Unternehmen geteilt wird (User Generated Content) und von dieser in einem Newsletter aufgegriffen wird.

Visual UGC wirkt auf Käufer:innen überzeugender als so manch anderer Inhalt. Zudem stärkt es die Verbindung zwischen Marke und Fans. Denn das Bildmaterial zeigt ein Produkt oder eine Dienstleistung in direkter Anwendung bei der Zielgruppe. Es gibt kaum ein wirksameres visuelles Kaufargument.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 113

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