Podcast-Mikrofon im Test: das DRK-USB von MXL

Eine entscheidende Rolle bei der Podcast-Ausrüstung spielt das Mikrofon. Das DRK-USB von der Firma MXL wird direkt an den USB-Anschluss eingestöpselt und kommt mit einem kleinen Mikrofonständer. Ich habe mir dieses Gerät einmal genauer angesehen. Hier meine Erfahrungen und Meinungen dazu in einem kurzen Testbericht.

Mikrotest: MXL DRK-USB
Das MXL DRK-USB Podcast-Mikrofon im Test. Links die Transporttasche für Mikro und Zubehör.

Zur Verfügung gestellt wurde das Test-Mikro freundlicherweise von “M&M:Trading!”, die Ladengeschäfte in Berlin, Hamburg und Bremen haben, sowie einen Online-Shop. Der Apple-Spezialist bietet dabei einiges mehr als Apple Macintosh, beispielsweise Zubehör für Podcaster. Vielen Dank an dieser Stelle für die sehr freundliche Zusammenarbeit.

Lieferumfang, Verarbeitung

Das DRK-USB kommt in einer Tasche, die an eine Herren-Handtasche im Maxiformat erinnert. Darin wird das Mikro samt Zubehör sicher verstaut und lässt sich bequem transportieren.

Das Mikrofon selbst macht mit seiner Ausführung in Metall auf mich einen hochwertigen Eindruck. Am unteren Ende wird das USB-Kabel eingesteckt und kann die mitgelieferte Halterung befestigt werden. Diese Halterung besteht aus einem kleinen Stativ und dem Verbindungsstück. Diese drei Teile (Stativ, Verbindung, Mikro) haben jeweils metallene Schraubgewinde. Am Verbindungsstück ist ein Gelenk mit Flügelschraube angebracht, um die Neigung des Mikros einstellen zu können.

Nach meiner Einschätzung sollten diese Verbindungsteile auch nach einem Jahr Benutzung noch vernünftig funktionieren. Testen kann ich das allerdings nicht.

Praxis

Das Mikrofon ist in wenigen Minuten aufgebaut, angeschlossen und einsatzbereit. Das ist sehr angenehm. Derzeit benutze ich ein deutlich aufwändigeres Equipment, das aus einem Handmikrofon und dem Behringer Xenyx 802 als Mini-Mischpult und Verstärker besteht. Hier habe ich zwar gute Einstellmöglichkeiten, aber diese Podcast-Ausrüstung eignet sich doch eher für den stationären Betrieb. Ich habe für mich aber festgestellt, dass ich an wechselnden Orten einen Podcast aufnehme. Daher bin ich derzeit auf der Suche nach einer Möglichkeit, die flexibler und mobiler ist.

In der Hinsicht ist das DRK-USB von MXL ein Fortschritt. So benötigt es keine eigene Stromversorgung. Was es an Strom benötigt, bekommt es über den USB-Anschluss des Computers. Es gibt nur ein einzelnes Kabel anzuschließen. Und trotz der Ausführung in Metall ist die gesamte Ausrüstung angenehm leicht.

Das Mikro eignet sich allerdings nicht für den “Handbetrieb”. Da würde es mir auf Dauer zu schwer. Wenn, dann wird man es mit dem mitgelieferten Ministativ nutzen. Das eignet sich ausgezeichnet, um das Mikrofon vor sich auf den Schreibtisch zu stellen.

Die Kontrollen und Einstellmöglichkeit fallen minimal aus. Es gibt ein rotes Lämpchen, das die Betriebsbereitschaft zeigt. Und auf der Rückseite befindet sich ein Schieberegler für “Lo”, “Med” und “Hi”, worüber sich die Empfindlichkeit des Mikrofons steuern lässt. Hier kommt es auf die eigenen Sprechgewohnheiten an, was am besten funktioniert.

Mit rund 130,- Euro ist das Mikro für ambitionierte Podcaster in einem noch erträglichen Preisbereich. Es funktioniert unter Windows und Mac OS X ohne weitere Installation.

Fazit

Vorteile:

  • + gute Verarbeitung
  • + kompakt
  • + echtes “plug and play”: einstöpseln und loslegen
  • + Ministativ im Lieferumfang enthalten
  • + praktische Tasche für Lagerung und Transport

Nachteile:

  • – für den Hobby-Podcaster zu teuer
  • – als Handmikro zu schwer

Weitere Informationen und technische Daten zum Mikrofon findest Du hier bei M&M:Trading! auf der Detailseite.

Hörprobe

Natürlich habe ich mit dem Mikrofon einen Podcast aufgenommen:
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(Foto: Burst, Pexels.com)

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26 Gedanken zu „Podcast-Mikrofon im Test: das DRK-USB von MXL

  1. Hi Jan!

    Ich bin an sich großer Fan von Deinem Podcast, aber die Folge hättest Du Dir echt sparen können. So ne plumpe Werbeveranstaltung ist doch eher unnötig und hat thematisch auch wenig mit Deinem zentralen Thema zu tun?! Kann sein, ich bin da etwas zu kritisch?

    Grüße, gato

  2. Hi gato, vielen Dank für die Rückmeldung. Also eine Werbeveranstaltung sollte es wirklich nicht sein… Ich selbst würde das Mikro gern behalten, werde mir die 130,- Euro aber lieber sparen. Wenn’s totaler Schrott wäre, würde ich das auch sagen :-)

    Nächstes Mal werde ich allerdings zusehen, dass ich so einen Test auf fünf Minuten begrenze. Ich habe mich mal wieder verquatscht ;-)

  3. Hallo ,
    wieso lese ich einmal das zu diesem Mikro der usb Anschluss zur Stromversorgung reicht und zum anderen dann aber immer wieder das es mit einer 9 Volt Batterie betrieben werden muss .
    Was stimmt ?

    Danke und Gruß

  4. Hi Dirk,

    es gibt zwei Versionen dieses Mikrofons für unterschiedliche Anschlussarten. In der USB-Version holt es sich den Strom vom Computer. Wenn es hingegen einen klassischen Mikro-Anschluss hat, geht das nicht und es braucht eine Batterie.

    Es stimmt als beides – je nach Mikro.

  5. Hallo zusammen,
    ich bin durch Zufall auf die Seite gelangt , ich suche ein Podcastmikrofon mit passender Software für meine Stieftochter als Weihnachtsgeschenk , Sie singt gern , nimmt mit dem Pc auf und bearbeitet das Liedchen . Alles Hobby ,das Mikrofon sollte für Gesangsaufnahmen taugen und vielleicht unter 100€ ligen , kann ich einen
    tipp bekommen ohne einen Fehlkauf zu tätigen, bite.
    Danke und Grüße
    Rotax

  6. Hallo Rotax!
    Die Anforderungen die Du stellst, sind nicht so leicht unter einen Hut zu bringen.
    Grundsätzliches:
    Für einen Podcast kannst Du sicher ein verhätnismäßig einfaches Mikrofon nehmen (Headset etc.). Du sprichst allerdings von Gesangsaufnahmen, da sollte das Mikrofon schon ein wenig mehr hergeben. Ein dynamisches Gesangsmikrofon bekommst Du bereits günstig, dieses allerdings direkt an den PC anklemmen funktioniert leider nicht. Du benötigst noch ein Audio-Interface, welches die Phantomspeisung des Mikrofones (z.B. via USB) generiert und den Anschluß ermöglicht. Nutzt Deine Tochter das Mikrofon danach evtl. auch “live”? Dann würde ich Dir eben beschriebenes “Set” empfehlen.
    Ein gutes und mittlererweile auch günstiges Mikrofon ist das “Shure SM 58” (etwa 120€) + Audio-Interface (etwa ab 100€) zzgl.Software (?) .
    Damit seid Ihr auch bei künftigen Anwendungen auf der sicheren Seite, das SM 58 geht ohne Weiteres als “Standard-Bühnenmikrofon” durch.
    Mikrofone zum Direkt-Anschluß an eine Standard-Soundkarte sind eher nicht für den Gesang gedacht. Einen “sinnvollen” Kompromiss wirst Du in diesem Bereich eher nicht finden. Dann doch eher Podcast…(!?)

    Hoffe das hilft Dir ein wenig bei der Kaufentscheidung…

  7. Hat jemand Erfahrungen mit dem Samson C-01U gemacht? Und wie schaut es mit Mikrophonspinne und Popkiller aus? must-have?

  8. Ich hab dem WEihnachtsmann auch ein Mikrofon in Auftrag gegeben… es ist das “THE T.BONE SC450 USB” wird es sein. Habe mit einem Radiomenschen gesprochen und er empfielt das. Ich werd das dann auch mal testen.

  9. Pingback: Falko Richter
  10. kurz zu avltimmermeister:

    ein dynamisches Mikro (bsp. sure sm58) benötigt keine Phantomspeisung deshalb ist auch kein interface notwendig.

    dynamische mikros sind auch nicht wirklich für studiogesang oder padcasts geeignet sondern vielmehr für live-/bühneneinsatz.

    Sie verursachen nicht so schnell feedbacks, haben einen kleineren Frequenzgang und ganz schlecht für podcasts, man muss sehr dicht ans mikro ran.

    also für podcasts oder gute gesangsaufnahmen definitiv ein großmembranmikro holen.

    USB Varianten sind zum singen eher ungeeignet, weil das monitoring nicht funktioniert und die latenzen gewalltig hoch sind.

    hoffe geholfen zu haben.

  11. Hi Falko,

    “soll angeblich” und “wir wissen es beide nicht genau” treffen den Nagel auf dem Kopf.

    Ich bin natürlich schon lange Thomann Kunde und habe mir diesen Bericht auch ebend nochmal durchgelesen.

    Es steht definitiv nicht drinne dass Monitoring so funktioniert wie es soll.
    Funktionieren soll es so: ich höre alle aktivierten Spuren aus meinem Programm und zusätzlich meine Stimme und alle gleichzeitig zur Stimme aufgenommenen Instrumente.

    Zum G-Track:
    Drei Modi stehen zur Verfügung CPU, MONO und STEREO.

    Bei CPU hört man lediglich das Signal der DAW (lediglich heißt für mich auch soviel wie ausschließlich) also man hört seinen eigenen Gesang nicht und die Instrumente die in die eingebauten Eingänge eingespielt werden können sind auch nicht zu hören.

    Bei MONO hört man die in die Mikrofoneingänge eingespielten Instrumente, ahja doch da steht jetzt man hört auch noch weiterhin die DAW Spuren.

    Hmm also da steht nirgends, dass man auch seine Stimme noch hört ansonsten wäre der MONO-Modus vielleicht doch schon ganz brauchbar.

    Für den Preis von 130€ und wenn man auf Mobilität angewiesen ist, ist es sicher sehr gut zu gebrauchen und jeden Cent wert, aber ich würde da lieber einen kleinen Mixer und ein einzelnes Mikrofon holen.

    Generell hasse ich auch solche Multifunktionsgeräte, ein Mikro soll ein Mikro sein und kein Mischpult oder eine Soundkarte, wenn da irgendein teil des Mischpultes ins der Soundkarte kaputt geht, dann kann man das ganze Mikro wegwerfen obwohl das Mikro an sich noch tiptop ist.

    Abschließend zu meiner Aussage sei gesagt, das ich über das Mikrofon nicht mehr weiss als in dem Bericht steht, es kann durchaus sein, dass das Mikrofon der “absolute Hit” ist.

  12. So ich habe bei Ebay das MXL D.R.K. NON-USB geschossen.

    Ich werde von berichten sobald ich es bekommen habe.

    Praktisch finde ich die Alternative mit dem 9V Block, wodurch man halt sehr flexibel ist weil man keine weiteren Geräte benötigt sofern der Laptop einen Mikrofonvorverstärker besitzt.

    Für Zuhause kann man dann immernoch einen vernünftigen Preamp benutzen, da das Mikro ja einen XLR Anschluss hat.

    Also ich werde berichten ^^

  13. Bin enttäuscht von dir. Was soll diese Beschreibung! Die kann ich aus dem “manual” auch rauslesen. Ich hätte mir eine Hörprobe (diverse Einstellungen) erwartet. Einfach schwach. Aber vielleicht wirds noch.

  14. Ganz ehrlich? Ich glaube nicht. ;-) Solche Hörproben mit “diversen Einstellungen” sind nicht mein Ding. Mir sind die ganz praktischen Dinge wichtiger. Da haben wir einfach unterschiedliche Interessen. Sollte sich unter den UPLOAD-Lesern aber jemand befinden, der Lust hätte, solche und andere Geräte professioneller und aufwändiger zu testen, dann einfach melden.

  15. Hi,

    irgendwie hört sich das doch sehr komprimiert an.

    Wie ist das Rauschverhalten?

    Habe als Test das Samson C01U USB und das rauscht, obwohl der Klang recht gut ist. Nur Rauschen stört.

    Eine unbearbeitete standard Wave Datei wäre mal interessant.

    Ansonsten nett gesprochen.

    Gruß
    Matti

  16. Oje, Spam. (wird vermutlich vom Mod. noch gelöscht.)

    Mich würden mal verschiedene Hörproben der USB-Mikrofone:

    Samson C01U
    Samson G-Track

    MXL DRK USB

    Rode Podcaster

    Was ist eigentlich der Qualitätsunterschied zwischen Podcast und Hörbuch(CD-Produktion)?

    Warum lang ein einfachs Mikro für Podcast, aber für Hörbuch “muss” es ein Super-Mikrofon sein.

    Gruß
    Matti

  17. Hallo Matti,

    Spam ist raus ;-)

    Was Hörbuch und Podcast angeht: Aus meiner Sicht liegt es vor allem daran, dass ein Podcast in der Regel stark komprimiert wird, um die Datei klein zu halten. Ich mache das jedenfalls, weil nach letzten Zahlen 40 Prozent der Internetnutzer ohne DSL-Anschluss unterwegs sind – und da macht sich das sehr bemerkbar. Beim Hörbuch arbeitest Du hingegen ja meistens für eine CD und entsprechend machen sich die Qualitätsunterschiede stärker bemerkbar.

    Das ist jetzt aber nur eine Meinung, man kann durchaus auch eine ganz andere vertreten.

    Ich sage das mit dem einfachen Mikro vor allem deshalb oft, weil ich gern möchte, dass die Leute einfach erst einmal anfangen mit dem Podcasten. Tatsächlich kommt es in erster Linie darauf an, Erfahrungen zu sammeln und Ideen zu entwickeln und Spaß an der Sache zu haben. Eine teure und hochwertige Ausrüstung kann man sich dann immer noch kaufen.

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