WordPress-Plugins: Die Favoriten der UPLOAD-Leser:innen

In einer kleinen Umfrage haben wir unsere Leser:innen um Empfehlungen für ihre liebsten WordPress-Plugins gebeten. Bis zu drei Favoriten konnten sie in einem Online-Formular nennen und ihre Wahl kurz begründen. Wir haben die Ergebnisse hier zusammengestellt und dabei auch ergänzt, auf welche Plugins wir selbst in diesen Bereichen setzen.

(Illustration: © mcarrel, depositphotos.com)

Backups und Website-Umzüge

Wenn die eigene Website wichtig fürs Unternehmen ist, sollte auch eine Backup-Lösung vorhanden sein. Dabei ist es gut, wenn der eigene Webhoster bereits etwas bietet. Aber wer beispielsweise einen Onlineshop betreibt, wird häufiger Backups machen wollen als einmal am Tag. Zugleich können diese Plugins dabei helfen, eine Website umzuziehen oder eine Kopie als Testversion aufzusetzen.


All In One WP Migration

„Eines der besten Backup- und Umzugs-Tools am Markt“, schreibt uns Sven Uftring

Duplicator

„Ein manueller Wechsel von Hosting und/oder Domain ist durch das Konzept der hardgecodeten URL- und Serverpfade in WordPress leider nicht sinnvoll möglich, Duplicator übernimmt alle nötigen Anpassungen. Auch als reines Backup-Plugin sehr empfehlenswert, da ein Einspielen des Paketes in völlige Leere auf dem Server möglich ist“, schreibt Klara Gass.

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UpdraftPlus

„Backups retten Leben … ;-)“ schreibt Ralf Bachmann als Erklärung zu seiner Empfehlung und ist sich da einig mit UPLOAD-Leser Philip Hoevels von der Wildner Akademie: „Backups sind überlebenswichtig …“

Jojo Harslem lobt „die bequeme automatischen Sicherung“ sowie den einfachen, unkomplizierten Umzug von WordPress-Seiten.

Wir nutzen UpdraftPlus selbst für UPLOAD und sind jetzt seit mehreren Jahren sehr zufrieden damit. Die Benutzeroberfläche ist nicht gerade hübsch, aber das ist einem im Fall der Fälle natürlich vollkommen egal. Wichtig ist, dass es zuverlässig und automatisch Backups der Seite macht und das tut es. Es ist auch sehr einfach, Backup-Elemente wieder herunterzuladen.


Optimierung und Page Speed

Die Plugins in dieser Rubrik helfen dabei, die eigene WordPress-Website schlank, schnell und effizient zu halten. Ein Cache ist dabei ein Zwischenspeicher: Anstatt eine Seite für jede:n Nutzer:in von Grund auf neu zu generieren, wird stattdessen eine bereits fertig erstellte Version abgerufen und übermittelt. Zudem helfen diese Plugins oftmals dabei, Dateien wie CSS-Layoutanweisungen kleiner zu halten oder die Datenbank aufzuräumen.


Autoptimize

„Seitenladegeschwindigkeiten der Websites verbessern. Dabei sehr einfach zu handhaben!“ schreibt Jennifer Schieke von der Werbeküche.

WP Optimize

„Datenbank aufräumen und Speed Optimierung leicht gemacht“, schreibt Ronny Schneider.

WP Fastest Cache

„Einfach einzurichten, gute Kompatibilität, nicht so überladen wie andere Caching Plugins, Möglichkeit den Cache nur für einzelne Seiten/Beiträge neu aufzubauen. Pro-Version bringt sehr gute Komprimierung von HTML, CSS und JS mit“, schreibt Jens Wiese.

„Sehr gut funktionierendes Caching Plugin, macht das Laden des Blogs sehr schnell“, sagt Heiner Neumann.

WP Rocket

„Unverzichtbar für die Ladezeitoptimierung!“ sagt Philip Hoevels von der Wildner Akademie.

„Einfache Bedienung. Guter Preis. Viele Optionen.“ kommentiert Ralf Bachmann.

Wir setzen WP Rocket seit mehreren Jahren hier auf UPLOAD ein und sind ebenfalls sehr zufrieden damit. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten und es hat sich positiv auf die Ladezeiten ausgewirkt.


Sicherheit

Vor allem wer Daten von Kund:innen erfasst und verarbeitet, sollte auf die Sicherheit seiner WordPress-Seite achten. Aber nicht nur dann: WordPress ist ein durchaus beliebtes Ziel für Angriffe. Wichtig ist zugleich: Die hier genannten Plugins helfen zwar dabei, die eigene Seite abzusichern. Aber das bedeutet nicht, dass Sie sich einfach zurücklehnen können. Sorgen Sie für regelmäßige Updates und gute Passwörter und halten Sie auch Ihren eigenen Rechner virenfrei!


iThemes Security

„Sehr zuverlässig und stabil“, schreibt uns Sven Uftring.

Wordfence

„Unerlässlich für WP-Sicherheit“ teilt uns ein:e Leser:in anonym mit.

Nachdem wir lange mehrere Plugins für verschiedene Sicherheitsmaßnahmen hatten, sind wir vor einigen Monaten auf Wordfence umgestiegen. Es ist ein umfassendes Werkzeug, das aus unserer Sicht alle wichtigen Sicherheitsmaßnahmen bietet und einen auf unsichere Einstellungen und Verhaltensweisen hinweist.


SEO

Die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist auf der ständigen To-do-Liste vieler WordPress-Seiteninhaber. Schließlich sollen die mühsam erstellten Inhalte auch gefunden werden. Plugins wie Yoast und Rank Math helfen dabei, auf die Grundlagen zu achten. Sie nehmen einem allerdings nicht die Arbeit ab, die richtigen Themen zu finden und so umzusetzen, dass sich die Zielgruppe angesprochen fühlt.


Yoast SEO

„Sehr gutes und intuitives SEO-Plugin“, schrieb ein:e Leser:in anonym. Heiner Neumann erklärt: „Unübertroffenes SEO-Optimierungstool. Leicht in der Anwendung und grundsolide in der Optimierung des Blogs.“

Melanie Tamblé von der Adenion GmbH sagt über Yoast: „Unverzichtbar für jede Website, um eine grundlegende SEO-Optimierung zu gewährleisten. Hilft vor allem bei der SEO- und Readability-Optimierung von Beiträgen, Meta-Tags, Fokus Keywords, etc.“

Rank Math

„Ein Plugin für SEO-Optimierung. Wesentlich besser als der Platzhirsch Yoast hinsichtlich Handhabung, Verwaltung und Geschwindigkeit. Zudem fügt es sich prima mit dem Elementor Pro Page Builder zusammen“, schreibt uns Jennifer Schieke von der Werbeküche.

„Einfache Bedienung und umfangreicher als Yoast in der Free Version“, sagt Marina Kraus.

„Bestes SEO-Tool, das sehr gut gepflegt wird und auch für Anfänger gut geeignet ist. Zudem ist der Code sehr gut gepflegt und es ist kein Monster wie Yoast“, schreibt Michael Ziegler von Shihan Media.

Rank Math ist ein noch recht neues, aber schon sehr umfangreiches SEO-Tool, das wir selbst im Einsatz haben. Schön ist daran beispielsweise seine Modularität, denn Funktionen lassen sich je nach Bedarf hinzuschalten. Die kostenlose Version ist zudem sehr umfangreich.


Content planen, bearbeiten und gestalten

Letztlich dreht sich natürlich alles um die Inhalte, die geplant, umgesetzt und gestaltet werden wollen. Die Ansprüche sind hier je nach Ausgangslage sehr unterschiedlich. Wer sein Layout umfassend gestalten will, wird aktuell zu einem Pagebuilder wie Elementor greifen. Für andere hingegen ist der Classic Editor vollkommen ausreichend.


Elementor

„Einfach zu bedienen, für flexible und moderne Layouts“, schreibt ein:e Leser:in anonym.

„Sehr gute Verzahnung mit meinem Theme (Neve) und damit die Möglichkeit eine tolle Website zu erstellen. Viele Addons“, ergänzt Ralf Bachmann.

„Bester Website-Builder“ sagt Sven Uftring kurz und knapp.

„Der beste Page Builder. Für Webdesigner unverzichtbar. Ich kann Websites designen und umsetzen, ohne Code schreiben zu müssen. Die kostenpflichtige Version bietet Agenturen viele Vorteile hinsichtlich Struktur und Arbeitsersparnis“, erklärt Jennifer Schieke von der Werbeküche.

Kein anderer Pagebuilder wurde von unseren Leser:innen genannt. Der größte Konkurrent für alle diese Angebote ist allerdings der Block-Editor von WordPress. Das gilt vor allem dann, wenn im nächsten Entwicklungsschritt alle Elemente einer Website über Blöcke gestaltbar sind. Stichwort: WordPress Full Site Editing.

Classic Editor

Apropos Block-Editor: Dass er längst nicht nur Lob findet, zeigt auch, dass der Classic Editor gleich zweimal genannt wurde, mit dem er sich (vorerst) deaktivieren lässt.

„Da mir Gutenberg auf den Keks geht“, schreibt uns Jürgen Kroder als Begründung für seine Wahl, der hier auch noch weitere Plugin-Empfehlungen aufgelistet hat.

Und Klara Gass erklärt:

„Über 75% unserer Kunden verwenden klassische Themes, die genau ihren Vorstellungen entsprechen und auf deren Basis ihre individuelle Website erstellt wurde. Sie nutzen die Website, um Informationen für Besucher bereitzuhalten, eigenes Herumbasteln oder das Herumschieben von Blöcken o.ä. kommt in ihrem Bedarf nicht vor. Die Gutenberg-Welt wird für sie immer verschlossen bleiben. Sollte das Plugin nicht mehr unterstützt werden, endet für diese Kunden auch die Teilnahme an der WordPress Welt.“

Content Views

„Hilfreich zur Aufbereitung aller Inhalte“ schreibt uns Michael Lapp von memecon. Das Plugin stellt verschiedene Raster und Listen zur Verfügung, um Inhalte anzuzeigen.

Editorial Calendar

Jürgen Kroder nutzt dieses Plugin, um Beiträge zu planen. Es erweitert WordPress um eine Kalenderansicht für geplante Beiträge.


Newsletter

Die gute alte E-Mail ist weiterhin ein sehr gutes Mittel, um mit den eigenen Leser:innen, Kund:innen und Fans in Kontakt zu bleiben. Hier kann man entweder auf externe Anbieter wie MailChimp und Sendinblue setzen, auf ein WordPress-Plugin oder eine Kombination aus beidem.


Newsletter

„Tolles kostenloses Plugin das DSGVO-konform ist und viele Möglichkeiten bietet“, sagt Ronny Schneider.

Email Subscribers & Newsletters

„Einfaches Abo-Management für Blog-Abos, Newsletter, Downloads oder andere E-Mail-Listen Opt-ins. In Kombination mit dem Rainmaker-Plugin eine runde Lösung, um Formulare aller Art zu erstellen und für das E-Mail-Marketing zu optimieren. Funktioniert auch als Schnittstelle zu unserem CRM für die Weiterverarbeitung der Daten.“

Melanie Tamble, Adenion GmbH

Mailster

Auf dieses Plugin setzen wir nun seit Mai 2017 und haben über 400 Newsletter damit rausgeschickt.

Es ist sehr einfach, den Newsletter direkt im WordPress-Backend anzulegen und zum Beispiel aktuelle Artikel hinzuzufügen. Für den Versand sollte man auf jeden Fall einen externen Dienstleister nutzen. Hier gibt es bei Mailster viel Auswahl. Wir setzen bislang auf Amazon SES.


Statistiken

Wer seine Website professionell betreibt, wird auch wissen und auswerten wollen, wie erfolgreich die eigenen Aktivitäten sind. Oftmals wird hier das kostenlose Google Analytics zum Einsatz kommen. Es gibt aber auch Alternativen.


Statify

Statify ist ein Statistik-Tool, das besonders flexibel anpassbar sei, lobt Michael Lapp von memecon.

WP Statistics

Dieses Plugin nutzt Jürgen Kroder als Ergänzung zu Google Analytics.

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Weitere Informationen zu den Inhalten und zum Datenschutz finden Sie auf dieser Seite.

Plausible

Plausible nutzen wir jetzt seit knapp einem Jahr. Wir hatten uns 2020 entschieden, Google von unseren Seiten zu verbannen. Im Zuge dessen haben wir uns nach einer datenschutzfreundlichen Alternative für Google Analytics umgesehen und Plausible war gerade an den Start gegangen.

Für die Dienste dieses europäischen Startups muss man zwar etwas bezahlen, aber das ist uns der Datenschutz wert. Zudem ist es Plausible wichtig, dass das Analyse-Skript die Performance der Website nicht herunterzieht.

Wir hatten auch eine Lösung getestet, die die Statistiken direkt in der WordPress-Datenbank speichert. Der Datenstrom eines solche Tools war uns aber zu groß.


Weitere Plugins

Blog2Social

„Megatolles Social-Media-Planungstool. So spare ich viel Zeit bei der Social-Media-Arbeit und kann viele Netzwerke zum Posten verwenden. Besonders gut gefällt mir, dass ich jeden Post individuell auf meine Wünsche und das jeweilige Netzwerk abstimmen kann. Ich wechsel gerne Postingtexte und Bilder um ein Thema mehrfach verwenden zu können. Das ist auch mit Blog2Social super möglich. Ich verwende es als WordPress-Plugin. Es ist direkt integriert in mein WordPress-Backend, so dass ich meine mit WordPress erstellten Inhalte aber auch freie Posts und importierte Inhalte posten kann.“

Monika Zehmisch

„Es hilft ungemein bei der täglichen Arbeit. Aus dem WordPress-Blog heraus kann man mit wenigen Klicks die Beiträge in die Social Media posten und auch reposten. Klasse. Das spart Zeit“, sagt Frank Bärmann von conpublica | content & pr agentur.

Gäbe es in diesem Artikel ein Ranking nach der Zahl der Nennungen, wäre Blog2Social klarer Sieger. Vielen Dank an alle, die es empfohlen haben. Wir konnten leider nicht alle Stimmen hier aufnehmen.

Borlabs Cookie

„Leider ist die Cookie-Einwilligung notwendig. Das Plug-In löst das Problem elegant“, schreibt Philip Hoevels von der Wildner Akademie.

„Die einfache Erstellung von Cookie Opt-In mit automatisiertem Content- und Skript-Blocking welches individuell angepasst werden kann“ erklärt Jojo Harslem.

„Einfacher kann man eigentlich keinen Cookie-Block in WordPress umsetzen, außerdem werden in Artikeln auch Videos etc. aus externen Quellen geblockt, sodass ein User sie freischalten muss. Für Anfänger perfekt und auch für Profis einfach zu erweitern.“

Michael Ziegler, Shihan Media

Auf dieses Plugin setzen wir ebenfalls und man sieht dessen simples Cookie-Overlay auf sehr vielen Seiten. Die umfangreichen Einstellmöglichkeiten sollten auch bei komplexeren Anforderungen weiterhelfen.

Disable Emojis

„Leider bringt der WordPress Core keine Möglichkeit mit, die Einbindung von s.w.org, die jede DSGVO Prüfung scheitern lässt, von Haus aus abzuschalten. Warum dafür nicht Einstellungen > Schreiben > Formatierung > Wandle Emoticons um genutzt und beachtet wird, ist nicht nachvollziehbar“, schreibt uns Klara Gass.

Schlusswort

War etwas Interessantes dabei? Dann achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das Plugin tatsächlich zu Ihren Bedürfnissen passt. Denn was den einen begeistert, ist nutzlos für jemand anderen. Wir erklären in einem separaten Beitrag, wie Sie WordPress-Plugins richtig auswählen.

Schauen Sie bei den Plugins außerdem, ob es eine kostenpflichtige Version gibt (meist „Pro“ oder „Premium“ genannt) und was die kostenlose Version enthält. Manche Anbieter sind sehr großzügig mit Ihrer Gratisversion, andere schränken sie stark ein. Es ist hilfreich, vorher über die Limitierungen Bescheid zu wissen.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 90

Die Flexibilität und Erweiterbarkeit von WordPress gehört zweifellos zu den Stärken dieses Systems, auf das wir auch selbst setzen. Dabei gibt es aber einige Tipps und Hinweise zu beachten, um weiterhin eine sichere, schnell ladende und gut nutzbare Website zu haben. In dieser Ausgabe erklären wir, wie Sie sich Plugins aussuchen und sie aktuell halten. Wir haben die Leser:innen von UPLOAD nach ihren liebsten Erweiterungen befragt. Wir zeigen auf, wie sich der noch recht junge Block-Editor von WordPress anpassen und erweitern lässt. Und wir stellen dar, wie wir unsere eigene Website mithilfe von WordPress, WooCommerce und weiteren Plugins und Extensions betreiben. Bonus-Artikel in dieser Ausgabe: eine Einführung ins Thema Accessibility alias Barrierefreiheit.

Lesetipp: Dossier „Content für Marketing und Kommunikation“

(Cover-Illustration: © enotmaks, depositphotos.com)

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