Startup Lionstep: Recruiting ganz digital

Das Startup Lionstep aus Zürich sieht bisherige Recruiting-Prozesse als viel zu analog an für unsere digitale Welt. Das möchte das Team nachhaltig ändern und mit einem flexiblen Preismodell und intelligenten Algorithmen überzeugen.

Gruppenfoto des Lionstep-Teams
Das Team von Lionstep

Steckbrief

  • Name des Startups: Lionstep AG
  • Website/URL: https://www.lionstep.com/de/
  • Gründungsdatum und Ort: März 2016 in Zürich
  • Gründungsteam: Claudia Bolliger-Winkler, José Parra Moyano, Radu Tanase

Das Startup erklärt – was es leistet, für wen und wie:

Wir denken Recruiting von Grund auf neu, indem wir den Prozess zu großen Teilen digitalisieren. Die meisten Menschen sind es mittlerweile gewohnt „digital zu leben“, das Recruiting ist häufig aber noch ein analoger Prozess. Wir gehen deshalb einen Schritt weiter und versuchen das Beste von analoger und digitaler Welt miteinander zu vereinen.

Mittels einer Spurensuche im Web werden öffentliche Informationen passender Kandidaten weltweit ermittelt, um im Anschluss ein aussagekräftiges Profil zu erstellen, das unter anderem die Ausbildung, persönliche Eigenschaften, mögliche Gehaltsvorstellungen und die Wahrscheinlichkeit eines Jobwechsel-Wunsches enthält – der Fokus liegt auf den vier Bereichen Tech, Sales, Finance und Marketing, die Berufserfahrung muss mindestens 18 Monate betragen.

Im Anschluss werden die Kandidaten per Telefon, SMS, E-Mail oder Social Media von uns kontaktiert. Sind sie interessiert, folgt ein persönliches Gespräch, das Pre-Recruiting, bei dem unsere professionellen Recruiter versuchen, die menschliche Seite der Kanditen kennenzulernen, um sie über ihre berufliche Qualifikation hinaus einschätzen zu können.

Fragebogen

Der wichtigste Meilenstein auf dem bisherigen Weg?

Der wichtigste Meilenstein war zu merken, dass wir unseren Kunden wirklich einen Service anbieten, der für sie von großem Nutzen ist. Und umgekehrt haben wir von den Kandidaten auch sehr, sehr gutes Feedback bekommen. Gerade in einer Zeit, in der alle Menschen digital unterwegs sind, das traditionelle Recruiting aber noch sehr oft ganz analog funktioniert, haben wir gemerkt, wie sehr unsere Kandidaten diese digitalen Prozesse mögen.

Der wichtigste nächste Meilenstein?

2021 wollen wir mit 500.000 Kandidatinnen und Kandidaten im Kontakt sein.

Wie sieht das Geschäftsmodell aus?

Dank der Lionstep-Technologie und Digitalisierung können wir unseren Service im Vergleich zu traditionellen Recruitern zu einem vielfach günstigeren Preis anbieten. Daher berechnen wir nicht die üblichen 15%, 20% oder 25% des Bruttojahresgehalts eines Kandidaten. Stattdessen bieten wir ein Pay-as-you-go-Model. Unsere Kunden kaufen Credits und setzen diese im Gegenzug für unsere Dienstleistungen ein – jederzeit nach Bedarf und Performance-basiert.

Das Lionstep-Dashboard auf einem Laptop
Das Dashboard von Lionstep

Wie kommen Sie an Ihre Kunden?

Wir haben in den verschiedenen Regionen unsere Account Executives, die neue Kunden angehen aber auch Bestehende betreuen. Dazu nutzen wir natürlich alle möglichen digitalen Kanäle.

Wie organisiert sich das Team (Tools, Prozesse…)?

Lionstep hat für die Steuerung der Prozesse eine eigene Plattform gebaut und so nutzen wir für die Suchen und Ansprachen unsere eigenen Machine-Learning-Algorithmen. Die Optimierung einer Suche machen wir außerdem sehr stark datengetrieben – je nach Marktfeedback.

Die Tools, Dienste, Geräte etc., auf die dieses Startup nicht verzichten möchte und warum …

  • Slack: Für die interne Kommunikation nutzen wir Slack – das ist unverzichtbar und voll integriert in unsere Prozesse.
  • Google Cloud: Wir haben mittlerweile an 14 Standorten weltweit Mitarbeiter und reden tausenden Kandidaten jeden Monat. Unsere eigene Plattform skaliert da sehr schön mit. Ich möchte mir nicht vorstellen, mit wie viel Aufwand wir dies vor 15 Jahren hätten betreiben müssen.
  • Macbooks: Unsere Laptops sind auch unsere Telefone und unsere Videokameras. Fast egal, wo ein Mitarbeiter gerade ist, kann er für uns arbeiten. Das klingt vielleicht simpel, aber jeder in unserer Firma kann komplett remote arbeiten. Ob Entwickler oder Recruiter. Das gibt viele Freiheiten und neue Arbeitsmodelle.

Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 87

Lebenslanges Lernen ist heute aktueller denn je – definitiv in dem Themenbereich, über den wir berichten. Es gibt zugleich noch mehr Aspekte und einige möchten wir in dieser Ausgabe genauer ansehen und erklären. So dreht sich ein Beitrag darum, wie wir unser eher analoges Hirn in der modernen Welt fördern und nicht etwa überfordern. Ein weiterer Artikel zeigt, wie wichtig Lernen und Wissen gerade in Transformationsprozessen sind. Und außerdem zeigen wir, wie sich ein Geschäftsmodell im Bereich E-Learning aufbauen lässt. Dazu haben wir zwei Bonus-Beiträge: Wir erklären darin, was es mit Googles „Core Web Vitals“ auf sich hat, die 2021 wichtig werden. Und wir geben Beispiele für Startups, die sich voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Nicht zuletzt stellen wir das E-Recruiting-Startup Lionstep vor.

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(Coverfoto: © alphaspirit, depositphotos.com)

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