Membership-Website mit WordPress und WooCommerce

Mit WordPress und WooCommerce lässt sich nicht nur ein Onlineshop umsetzen, sondern auch eine Membership-Website mit wiederkehrenden Zahlungen, einer Lernplattform, Newslettern, Foren und einigen mehr. In diesem Artikel erklärt Jan Tißler anhand der UPLOAD-Website, was damit möglich ist und welche Vor- und Nachteile dieser Ansatz hat.

(Illustration: © Rawpixel, depositphotos.com)

Grundlagen

Nach außen hin wirkt unsere Website hoffentlich als harmonisches Ganzes. Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, wird man allerdings feststellen, dass viele große und kleine Einzeltools zum Einsatz kommen. Im Folgenden schauen wir uns das genauer an und ich gehe weiter unten auf die Vor- und Nachteile ein.

WordPress: Das Content Management System

Die Basis unserer Website ist WordPress. Darauf baut alles andere auf.

Was einst als Blog-System angefangen hat, wird heutzutage für etliche Anwendungsfelder genutzt. Wer sich mit WordPress auskennt und z.B. Custom Post Types nutzt, kann damit Websites umsetzen, die mit einem Blog überhaupt nichts mehr zu tun haben. Und selbst mit Hausmitteln lassen sich bereits die unterschiedlichsten Strukturen umsetzen.

Der neue Block-Editor ist zudem das erste Beispiel eines radikalen Wandels, den WordPress in den nächsten Jahren durchmachen wird. Jedes einzelne Element der Website soll in Zukunft für die Nutzer:innen änderbar sein: „Full Site Editing“ nennt sich das. Alles das ist mit der Metapher der „Blöcke“ umgesetzt. 

WordPress selbst ist kostenlos nutzbar. Erweiterungen (Plugins) sind teilweise kostenlos und teilweise kostenpflichtig. Mehr dazu gleich.

download-iconMit UPLOAD Plus kannst du solche Artikel als E-Book oder PDF lesen. Und das ist nur ein exklusiver Vorteil von vielen. Jetzt mehr erfahren...

WooCommerce: Das Shopsystem

WooCommerce ist ein kostenloses Plugin, das eine WordPress-Website um einen vollwertigen Onlineshop erweitert. So können Sie beispielsweise sehr einfach digitale Produkte verkaufen. Alles, was Sie unter dem Menüpunkt „Shop“ bei uns finden, ist darüber umgesetzt.

Haben Sie WooCommerce eingerichtet, legen Sie darüber Produkte an, die Sie in Kategorien sortieren und verschlagworten können. Der gesamte Bezahlprozess ist darin zu finden, inklusive Integration verschiedener Zahlungsanbieter, automatisch verschickte E-Mails an die Kund:innen und einiges mehr.

Wer mehr über WooCommerce erfahren will: Wir haben einen Artikel, der das Shopsystem aus der Sicht von Anwender:innen, Agenturen und Entwickler:innen beleuchtet und bewertet. Und ein UPLOAD Spezial exklusiv für unsere Abonnent:innen gibt Ihnen in 50.000 Zeichen eine umfassende Einführung in WooCommerce – von der ersten Einrichtung über den Bestellprozess bis hin zu den Einstellungsoptionen.

Plugins und Extensions

Weitere Funktionen unserer Seite bauen in der Folge entweder auf WordPress oder WooCommerce auf. Denn genauso wie das Content Management System ist auch das Shopsystem schier endlos erweiterbar. Was bei WordPress „Plugins“ heißt, nennt sich bei WooCommerce „Extensions“.

Während WordPress-Plugins allerdings fast immer eine kostenlose Version haben, die oftmals sehr gut nutzbar ist, sind WooCommerce-Extensions in den allermeisten Fällen sofort kostenpflichtig. Ausnahmen sind Extensions von Diensten wie dem Zahlungsanbieter Stripe, denn die verdienen ihr Geld schließlich auf andere Weise.

Hinter WooCommerce steht bei alldem mit Automattic dieselbe Firma, die auch WordPress verantwortet. 

Unser Angebot als konkretes Beispiel

Was lässt sich auf diesen Grundlagen umsetzen? Unser eigenes Angebot sieht zum Stand März 2021 wie folgt aus:

  • Wir haben monatliche Schwerpunkte, die wir zu Ausgaben zusammenfassen. Abonnent:innen können diese Beiträge gleich am Erscheinungstag auf der Website lesen sowie als E-Book und PDF herunterladen.
  • Für alle anderen schalten wir die Inhalte im Folgemonat nach und nach frei.
  • Wir bieten außerdem E-Books und Onlinekurse in unserem Shop an, die wir einzeln verkaufen. Für Abonnent:innen sind sie inbegriffen.
  • Einmal im Monat veröffentlichen wir außerdem ein „UPLOAD Spezial“ exklusiv für die Abonnent:innen. Das sind ausführliche Ausschnitte aus Fachbüchern, die sie direkt auf der Website lesen können.
  • Wir haben verschiedene Newsletter, die wir wöchentlich oder monatlich versenden. Darüber informieren wir über neue Inhalte und geben den Abonnent:innen Bescheid, was es Neues für sie gibt.

Womit und wie das alles umgesetzt ist, möchte ich jetzt aufzeigen.

Notwendige Komponenten

WordPress

WordPress ist wie oben erwähnt die technische Grundlage der Website. Hier erstellen wir Artikel, die Startseite und manuell gepflegte Unterseiten. 

WooCommerce

WooCommerce ist das Shopsystem. Es ermöglicht uns, Inhalte wie die E-Books und Onlinekurse oder auch Webinare und andere Leistungen anzubieten und zu verkaufen.

Drei Zahlungswege bieten wir derzeit an: auf Rechnung, Kreditkarte über den Anbieter Stripe sowie PayPal. Für Stripe und PayPal fallen Gebühren je Verkauf an. Den Kauf auf Rechnung setzen wir manuell um. Das ist also Handarbeit, dafür erreichen uns die Einnahmen vollständig und direkt.

WooCommerce Memberships

WooCommerce Memberships ist eine umfangreiche Extension für WooCommerce. Sie ist die Grundlage unseres Abo-Angebots UPLOAD Plus.

Damit können wir die Sichtbarkeit von Inhalten nach allerlei Kriterien einschränken. Das können komplette Artikel und Seiten sein oder auch nur Teile daraus. Das System ist hier sehr flexibel.

Dadurch können wir also festlegen, dass ausgewählte Inhalte nur für Nutzer:innen mit einer bestimmten Mitgliedschaft sichtbar sind. Diese Mitgliedschaft kann man mit einem Produkt im Shop verknüpfen: Kauft es jemand und die Bezahlung ist abgeschlossen, ist die Mitgliedschaft für diese Person sofort aktiv.

Solche Mitgliedschaften nutzen wir nicht nur für UPLOAD Plus, sondern haben damit beispielsweise auch unsere Webinare umgesetzt: Die Teilnehmer:innen konnten hinterher Links und Materialien auf einer eigenen Seite abrufen. Nur wer das Webinar gekauft und bezahlt hatte, hatte entsprechend Zugriff – ganz automatisch.

Es lässt sich außerdem festlegen, dass Mitglieder einige Inhalte nur nach einer bestimmten Zeit aufrufen können. Das wird als „Drip Content“ bezeichnet: Die Inhalte kommen tröpfchenweise. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie beispielsweise einen längeren Kurs mit wöchentlichen Themen und Aufgaben haben und dafür sorgen möchten, dass das von den Teilnehmer:innen nach und nach abgearbeitet wird. Oder Sie bieten monatlich bezahlte Mitgliedschaften an und möchten nicht, dass die Nutzer:innen sofort alles abgreifen und gleich wieder kündigen.

Apropos monatlich bezahlen: Das geht mit Memberships allein noch nicht. Dazu brauchen Sie außerdem WooCommerce Subscriptions (siehe unten). Sie könnten aber beispielsweise einmalig bezahlte („lebenslange“) Mitgliedschaften damit umsetzen oder es für den Kauf einzelner Inhalte nutzen. Und natürlich könnten Sie ein manuelles Abo darüber anbieten, in dem die Mitgliedschaft nur für einen bestimmten Zeitraum gültig ist und dann neu erworben werden muss. Automatische Abos sind allerdings deutlich besser. 

WooCommerce Memberships macht es außerdem möglich, dass unsere Abonnent:innen die Ausgaben, E-Books und Onlinekurse kostenlos bekommen. Denn mit WooCommerce Memberships lassen sich nicht nur Inhalte sperren, sondern auch Produkte oder ganze Produktkategorien. Außerdem kann man allgemeine oder sehr spezifische Rabatte für bestimmte Mitgliedschaftspläne einstellen. Beispiel: Alle Mitglieder der Stufe „Gold“ bekommen automatisch 30 Prozent Rabatt auf alle E-Books, Mitglieder der Stufe „Platinum“ bekommen ein bestimmtes E-Book kostenlos.

Als Mitglied hat man im Bereich „Mein Konto“ von WooCommerce außerdem einen eigenen Unterpunkt, unter dem man alle exklusiven Inhalte und Rabatte findet. Besonders ansprechend gestaltet ist der leider nicht. Deshalb haben wir manuell eigene Unterseiten eingerichtet, die das ansehnlicher und übersichtlicher machen.

WooCommerce Memberships kostet 199 US-Dollar pro Jahr.

Germanized for WooCommerce oder German Market for WooCommerce

Germanized und German Market sind zwei Optionen, um einen WooCommerce-Shop für den deutschsprachigen Markt anzupassen. Sie stellen viele Optionen und Funktionen zur Verfügung, die für einen rechtssicheren Shop unumgänglich sind.

Wir nutzen derzeit Germanized. Es kostet 69 Euro für ein Jahr Support und Updates. Eine Verlängerung kostet dann 49 Euro. Bei German Market sind es 75 Euro fürs erste Jahr und 55 Euro für die folgenden Jahre.

Generell notwendige Komponenten

Es gibt weitere Plugins, die Sie auf jeden Fall einplanen sollten. Diese Empfehlungen gelten aber für viele Seiten:

  • Sicherheit: Sie wollen sicherstellen, dass Ihre Seiten gegen Angriffe geschützt ist. Wir nutzen hier Wordfence.
  • Cookies: Sie müssen auf Cookies hinweisen und den Nutzer:innen bei nicht technisch notwendigen Cookies die Wahl lassen. Wir nutzen dazu Borlabs Cookie.
  • Testumgebung: Wer eine professionelle Seite mit zahlenden Kund:innen betreibt, will sie nicht durch ein Update oder eigene Experimente plötzlich zerstören oder lahmlegen. Dazu braucht man eine Testseite, auch „Staging“ genannt. Wir nutzen WP Staging.
  • Backup: Auch wenn Ihr Webhoster ein tägliches Backup macht, ist das für eine umfangreichere Seite nicht ausreichend. Sie wollen auf jeden Fall häufiger Backups machen, die Ihnen im Fall der Fälle auch schnell zur Verfügung stehen. Wir nutzen UpdraftPlus.
  • Und dann natürlich je nach Bedarf Plugins, die die Ladezeiten optimieren (Beispiel: WP Rocket) oder die bei der Suchmaschinen-Optimierung helfen (Beispiel: Rank Math). Es würde zu weit führen, das alles aufzulisten.

Optionale Komponenten

Mit den bisher genannten Werkzeugen können Sie eine einfache Mitgliederseite erstellen, mit der sich schon eine ganze Menge anfangen lässt. Weil wir allerdings mehr wollten und experimentierfreudig sind, kommen auch noch die folgenden Dinge zum Einsatz:

WooCommerce Subscriptions

Wie oben schon erwähnt: Wer über Abos nachdenkt, sollte sie möglichst automatisieren. Denn erst dann werden Sie für die Nutzer:innen bequem und als Anbieter:in interessant. Dazu nutzen wir WooCommerce Subscriptions.

Diese Extension ergänzt allerlei Optionen und Funktionen rund um wiederkehrende Zahlungen. Sie können hier beliebige Zeiträume anlegen und das Abo mit einer Mitgliedschaft verknüpfen, die Sie in WooCommerce Memberships angelegt haben.

Wichtig zu wissen ist allerdings, dass nicht alle Zahlungsanbieter mit solchen automatisch wiederkehrenden Zahlungen funktionieren. Stripe ist hier besonders flexibel. Die Bezahlung auf Rechnung ist wie gesagt bei uns manuell umgesetzt und funktioniert damit entsprechend ebenfalls. PayPal ist schon ein wenig schwieriger, denn in der Basisversion lassen sich einmal gestartete Abos in PayPal nicht mehr ändern, nur noch beenden. Nutzer:innen können wegen dieser Einschränkung auch nicht während der Laufzeit eines Abos in einen anderen Tarif wechseln. Um solche Optionen zu bekommen, muss man sich bei PayPal manuell freischalten lassen, wofür es nur einen nebulösen Prozess mit unklaren Kriterien gibt.

Jeder, der Abos anbietet, wird dabei eines bestätigen: Damit sie erfolgreich sind, muss vor allem die wiederkehrende Zahlung einwandfrei funktionieren. Ansonsten wird man jedes Mal Abonnent:innen verlieren.

WooCommerce Subscriptions kostet 199 US-Dollar im Jahr.

Sensei & WooCommerce Paid Courses

Da wir Onlinekurse anbieten wollten, haben wir uns nach passenden Plattformen umgesehen. Sensei stammt ebenfalls von der WordPress- und WooCommerce-Firma Automattic. Die Grundversion kann man kostenlos installieren und testen. Interessant wird es aber natürlich, wenn man die damit erstellten Kurse auch verkaufen kann. Dafür gibt es WooCommerce Paid Courses.

Sensei selbst bietet so ziemlich alles, was man von einer Kursplattform erwartet und wird laufend weiterentwickelt. Lektionen lassen sich in einzelne Module gruppieren, die wiederum einen Kurs bilden. Man kann über ein Quiz den Lernerfolg testen und auch zur Bedingung machen, um die nächste Lektion aufzurufen und einiges mehr.

WooCommerce Paid Courses kostet 129 US-Dollar im Jahr.

PressBooks

Um die E-Book-Dateien und PDF-Versionen unserer Ratgeber und Ausgaben zu erstellen, nutzen wir derzeit PressBooks. Das ist ein kostenpflichtiges Angebot, das ebenfalls auf WordPress basiert. Wer will, kann sich PressBooks auch kostenfrei selbst installieren. Die Anforderung ans Hosting und der Installationsaufwand sind allerdings enorm. Definitiv braucht man dafür eine separate WordPress-Website, die als MultiSite eingerichtet ist, denn PressBooks nimmt erhebliche Änderungen an WordPress vor.

Wir übertragen die Inhalte zur Zeit manuell in das PressBooks-System, um die E-Books und PDFs zu generieren. Die PDF-Versionen der Magazin-Ausgaben passen wir außerdem hinterher noch ein wenig an.

PressBooks kann man kostenlos testen. Ab einmalig 19,99 US-Dollar kann man die EPUB- und MOBI-Dateien ohne Wasserzeichen generieren. Für einmalig 99 US-Dollar bekommt man darüber hinaus die PDF-Version hinzu.

Mailster

Für unsere Newsletter hatten wir anfangs wie viele andere auf MailChimp gesetzt. Allerdings hatten wir eine enorm schlechte Erfahrung mit dem MailChimp-Kundenservice: Unser Account wurde durch ein automatisches System eingefroren. Wir nutzten das bereitgestellte Kontaktformular, um das Problem aufzuklären – und bekamen nie eine Antwort.

Zunächst hatten wir uns nach anderen externen Anbietern umgeschaut, waren aber letztlich auf Mailster gestoßen. Hier erstellt und verwaltet man seine Newsletter direkt im WordPress-Backend. Dadurch lassen sich beispielsweise die neuesten Artikel besonders leicht hinzufügen. Für den Versand richtet man sich idealerweise einen externen Dienstleister ein. Wir setzen dafür momentan auf Amazon SES.

Seit Mai 2017 nutzen wir nun Mailster und haben über 400 Newsletter verschickt. Wir behalten immer ein Auge auf mögliche Alternativen, aber bislang sind wir sehr zufrieden mit dieser Lösung.

Mailster gibt es ab 69 US-Dollar. Dafür bekommt man alle künftigen Updates sowie 6 Monat Support.

BBPress (geplant)

Schon länger im Hinterkopf haben wir die Idee, unsere Seite um ein Forum zu ergänzen. Das könnten wir u.a. unseren Abonnent:innen anbieten oder auch den Teilnehmer:innen der Onlinekurse, Leser:innen der E-Books etc.

Aktueller Favorit ist dafür BBPress, hinter dem ebenfalls Automattic steht. Bislang haben wir uns vor dem Einrichtungs- und Betreuungsaufwand gescheut. Zudem ist die Verknüpfung zwischen BBPress und WooCommerce Memberships (noch) nicht so ausgereift, wie man sich das wünschen würde. Das hat wohl auch damit zu tun, dass die Codebasis von BBPress inzwischen recht alt ist. 

Kommen wir nun zu den Vor- und Nachteilen unseres Ansatzes.

Vorteil Flexibilität

Ein wesentlicher Vorteil unseres Konstrukts ist, dass wir viele Komponenten hinzufügen, entfernen oder auch austauschen können. Wir bestimmen zum Beispiel selbst, welche Zahlungsmethoden wir anbieten. Und falls uns ein Element wie Sensei oder Mailster doch nicht mehr gefällt, können wir es umziehen, ohne dass uns dadurch zwingend Nutzer:innen verloren gehen. Der Teufel würde hier sicherlich im Detail stecken. Aber an sich möglich ist es auf jeden Fall.

Diese Flexibilität sorgt außerdem dafür, dass wir viele Aspekte an die rechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen anpassen können. Ein Grund, auf WooCommerce und WooCommerce Memberships zu setzen, war der Fakt, dass es gleich zwei Anbieter gibt, die bei der Anpassung an den deutschen/europäischen Markt helfen.

Ein weiteres Argument war, dass viele dieser Lösungen von Automattic selbst stammen. Vor allem WooCommerce und seine Extensions dürften für das WordPress-Unternehmen wichtig sein. Insofern vertrauen wir darauf, dass diese Erweiterungen weiterentwickelt werden und Automattic auch nicht von heute auf morgen von der Bildfläche verschwindet. Seitdem wir das Web-Abo Ende 2016 gestartet haben, hat sich das auch so bewahrheitet.

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Nachteil Komplexität

Es muss nicht betont werden, dass unsere Website hinter den Kulissen komplex ist. Das bedeutet, dass viele Plugins und Extensions friedlich und sinnvoll miteinander zusammenarbeiten müssen. Das ist erstaunlicherweise meistens der Fall. Wir hatten es bislang nur selten, dass bei einer Erweiterung etwas nicht funktionierte, weil es von einer anderen Erweiterung gestört wurde.

Definitiv ein Nachteil ist aber der Admin-Aufwand, ein solches System aktuell zu halten. Da wir zahlende Kund:innen haben, wollen wir sicherstellen, dass wir erreichbar sind. Entsprechend werden größere Updates und Änderungen immer erst auf unserer Entwicklungsumgebung getestet (siehe oben: WP Staging). Und es ist durchaus aufregend WordPress, WooCommerce und die wichtigen Grundkompenenten WooCommerce Memberships und WooCommerce Subscriptions zu aktualisieren. Aber bislang, toi, toi, toi, sind wir in keine Katastrophe gestolpert. In einem Fall hatte ein WooCommerce-Update auf der Testumgebung zu einem optisch etwas „zerlegten“ Backend geführt. Entsprechend haben wir dort auf ein weiteres Update gewartet und dann hat alles reibungslos funktioniert.

Schlusswort

Man kann es auf jeden Fall nicht genug betonen: Dieser Aufbau ist für Personen geeignet, die keine Scheu davor haben, auch WordPress-Admin zu sein oder die sich einen entsprechende:n Helfer:in dazuholen. Es gibt viel einzurichten und zu administrieren.

Wir haben diese Seite nicht von heute auf morgen so umgesetzt. Es passierte alles nach und nach.

Je nach Anwendungsfall kann es sinnvoll sein, auf ein All-in-one-Angebot zu setzen oder gar auf eine externe Plattform. Hier hat man weniger Flexibilität. Aber sollte sich Ihre Membership-Website dort gut entwickeln, könnten Sie immer noch auf eine selbst aufgebaute Seite umziehen.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 90

Die Flexibilität und Erweiterbarkeit von WordPress gehört zweifellos zu den Stärken dieses Systems, auf das wir auch selbst setzen. Dabei gibt es aber einige Tipps und Hinweise zu beachten, um weiterhin eine sichere, schnell ladende und gut nutzbare Website zu haben. In dieser Ausgabe erklären wir, wie Sie sich Plugins aussuchen und sie aktuell halten. Wir haben die Leser:innen von UPLOAD nach ihren liebsten Erweiterungen befragt. Wir zeigen auf, wie sich der noch recht junge Block-Editor von WordPress anpassen und erweitern lässt. Und wir stellen dar, wie wir unsere eigene Website mithilfe von WordPress, WooCommerce und weiteren Plugins und Extensions betreiben. Bonus-Artikel in dieser Ausgabe: eine Einführung ins Thema Accessibility alias Barrierefreiheit.

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