9 Beispiele: So vielseitig sind Content-Berufe

Wir hatten Content-Profis dazu aufgerufen, einige Fragen zu ihrem Berufsalltag zu beantworten. Damit wollten wir vor allem Berufseinsteiger*innen einige Einblicke in diese vielseitige Welt geben. Neun Personen mit sehr unterschiedlichen Aufgaben haben sich daran beteiligt. Hier die Ergebnisse.

(Illustration: © alexdndz, depositphotos.com)

C. Mueller, Kommunikationsmanagerin, Berufsgenossenschaft

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich versorge die sozialen Medien meines Arbeitgebers mit jeweils passendem, auf die Zielgruppe abgestimmten Content. Dazu vernetze ich mich fortlaufend intern und extern mit Fach- und Führungskräften und Influencer/innen aus den Themenfeldern für die mein Unternehmen (eine Regierungsbehörde) steht.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Ich habe verschiedene Stationen in der Kommunikationsbranche durchlaufen, TV- und Printredaktion, Pressestelle. Dann Quereinstieg als Social Media Managerin beim heutigen Arbeitgeber, bei dem ich mich eigentlich bei der Zeitschriften-Redaktion beworben hatte. Steile Lernkurve, krass anstrengend, macht aber dank toller Kolleg/innen echt Spaß. Die déformation professionelle in der Wahrnehmung hat schon begonnen: Alles, was mir begegnet, könnte potentieller Content sein!

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Redaktionelle Erfahrung ist der Grundstein, Mediengestaltung, Gefühl für den richtigen Vibe beim Texten, Fotografieren etc., Kreativität, Neugier, Spaß am Netzwerken.

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Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

Adobe CC, Adobe Express, canva etc. PC, Smartphone und iPhone mit der üblichen Software

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… bereit sein, immer Neues zu lernen.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… den Inhalten immer wieder einen neuen Twist zu geben.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

… dass ich kreativ sein kann.


Carola H., Autorin und Bloggerin 

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich schreibe

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Ich wurde mit meinem ersten Buch für die Beteiligung an Computer-Zeitungen entdeckt.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Talent, Kompetenz, Zuverlässigkeit, Grundlagenwissen Suchmaschinen-Optimierung und Marketing

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

MacBook Air und die Cloud.

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

Keinen Füllwatte-Dreck schreiben. Das zahlt nicht auf die Zukunft.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

Sich zu etablieren und angemessen bezahlt zu werden, obwohl doch jeder gefühlt schreiben kann.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

Alles hat ein Skript. Ich liebe es, erfolgreichen Content zu erstellen.


Michael Firnkes, Corporate Blog Manager, Raidboxes

Website: https://michaelfirnkes.de/

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Außerhalb der Onlinemarketing-Bubble ist das gar nicht so einfach. Am besten funktioniert tatsächlich, wenn ich sage, „ich versuche unsere Webseite bei Google nach vorne zu bringen“ oder „ich schreibe einen Firmenblog“ :) Das ist natürlich eine stark vereinfachte Sicht, aber alles andere sorgt für noch mehr Fragezeichen.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Ich habe Informatik studiert, aber davor eine Art Volontariat bei einer Lokalzeitung gemacht. Das Schreiben hat mich so sehr fasziniert, dass ich nach dem Studium beides miteinander verbunden habe, durch Blogs im technischen Umfeld. Erst selbstständig, dann angestellt. Noch heute blogge ich zu mehreren Themen. Seit mittlerweile 15 Jahren, unglaublich, wie lange es Content Marketing schon gibt!

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Vor allem umfassendes Wissen zu Online-, Blog- und Content Marketing, SEO, Redaktionsplanung. Bei uns auch noch das Denken in mehrsprachigem Content. Zudem die fachlichen Skills natürlich, die zum Blog-Thema passen, sowie Schreiben, Rechtschreibung und Recherche.

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

WordPress, Asana, Slack, diverse SEO Tools, Google Analytics

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… Freude am Content-Thema selbst haben, nicht Perfektionist:in sein

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… dass man bei gleichbleibendem Thema trotzdem motiviert bleibt und auch nicht denkt „ich weiß doch wie das läuft und was die Zielgruppe will“.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

… dass er so viele verschiedene Disziplinen und Kenntnisse umfasst.


Andreas Kühl, Content Creator und Texter für die Energiewende, energynet.de

Website: https://www.energynet.de

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich schreibe Texte für die Webseiten von Unternehmen im Bereich der Energiewende, damit ihre Kunden das Thema besser verstehen und sie letztlich mehr verkaufen.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Als Ingenieur bin ich Seiteneinsteiger im Content-Bereich. Ich habe seit mehr als 15 Jahren einen Blog über Themen rund um die Energiewende. Dadurch hat sich mein Interesse am Schreiben und die Fachkenntnis zu vielen Themen entwickelt, wie auch das Netzwerk an interessierten Unternehmen.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Wichtig ist das Interesse, sich in immer wieder andere Themen einzuarbeiten und sie so aufzubereiten, dass es nicht nur Fachleute verstehen, bzw. die Zielgruppe versteht. Das Verständnis für die technischen Themen gehört auch dazu.

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

Laptop, Google Docs, Trello, Slack und Kalender bzw. Notizbuch

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… neugierig sein und den Blick der Leser einnehmen können.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… Zeitmanagagement.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

… mich in immer wieder neue Themen einzuarbeiten.


Carsten Haueis, Marketing Strategist, raumplus

Website: https://www.raumplus.com

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich bin verantwortlich für die Online-Marketing- und Social-Media-Strategie und die Themen die mit Google zu tun haben.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Durch die klassische PR-Arbeit und deren Veränderungen/Weiterentwicklung.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Über den Teller blicken zu wollen. Psychologische Grundverständnis, analytisches Denken, ein gutes Händchen zum Texten.

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

Meta, Pinterest, Google (Ads, Searchconsole)/YouTube, Matomo, Meltwater, semRush

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… kreativ sein und wandlungswillig und -fähig.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… Ressourcen richtig einzusetzen.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

Nichts ist in Stein gemeißelt.


Norbert Diedrich, Texter & Redakteur (Freelancer und TZ-Angestellter)

Website: https://www.linkedin.com/in/norbert-nordbergh-diedrich-b6645365

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich plane und erstelle Content für Unternehmen – Websites, Blogs, redaktionelle Artikel etc. – vornehmlich in Textformaten vom Werbetext (Shortcopy, Longcopy), PR-Text, Produkttext bis hin zu journalistische Formaten wie Berichten, Interviews, Meldungen etc. Audio- und Video-Interviews (Web und Social Web) gehören ebenso zum Portfolio.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Nach meinem Studienabschluss (Publizistik) gab es die Optionen PR & Marketing (1. Wahl) und Journalismus (2. Wahl). Mein erster Job ging in die PR. Damit war die Richtung vorgegeben, aber nicht in Stein gemeißelt. Habe auch in anderen Bereichen gearbeitet wie Projektkoordination (Automotive) oder Erwachsenenbildung (Bildungsträger, Arbeitsamt) und Motorsportredaktion (online). Nach Beginn meiner Selbständigkeit hat sich das für mich als eine Kernkompetenz rausgestellt, die mich erfüllt. Also … so lange ich davon leben kann, wird es noch ein wenig weiter dahin gehen.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

  • Medienkompetenz (spez. digital) inkl. redaktionelle Medienformate und Social Media
  • Sprachkompetenz (Wortschatz, Stilistik, Aussprache auch vor Mikro & Kamera, Anpassungsfähigkeit an Corporate Communication)
  • kommunikative Kompetenzen (Verständnis kommunikativer Dynamiken, Perspektivwechsel, Generierung von Aufmerksamkeit für Botschaften etc.)
  • journalistische Kompetenzen

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

  • Laptop (Apple), Großbildschirm (Thunderbolt, Apple), iPhone, je nach Auftrag externes Smartphone Mikrofon + Stativ, 2 kl. Scheinwerfer für Web-Meetings müssen noch kommen
  • Office-Programme (Word, Excel), Mail-Programm, gelegentlich iMovie (Clips)
  • persönliche Social Media Accounts, eigene Website (still in progress)
  • aktuell an Tools: Slack, Google Drive, ClickUp, Discord, Zoom

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… vier Kompetenzbereiche bedienen können: Medienkompetenz, Sprachkompetenz, kommunikative Kompetenz und journalistische Kompetenz.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

  1. Kundenakquise
  2. Verstehen, was der Kunde braucht (nicht nur will, sondern auch braucht)
  3. Dem Kunden zu verstehen geben, was richtige Briefings sind

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

Am meisten gefällt mir fachlich, dass durch Digitalisierung und Medienmix auch die verschiedenen Kompetenzen immer mehr ineinander greifen bzw. auch ineinander greifen müssen. Die Digitalisierung fördert diese Entwicklungen aus meiner Sicht. Außerdem halte ich das Einbringen journalistischer Kompetenzen in Bereiche wie Marketing & Werbung für wichtig und herausfordernd.


Dagmar Eckhardt, Head of SEO & Content Creation, medialike

Website: https://www.medialike.de/

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich rede so lange über Bücher, bis Menschen sie kaufen wollen. Das habe ich früher in der Buchhandlung getan, heute mache ich es online in Blogs, auf Websites, in Online-Shops, auf Amazon und auf Social Media.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Glück (zum richtigen Zeitpunkt meinen Job verloren), Hartnäckigkeit (es muss noch was anderes für mich geben als Einzelhandel), Neugier (was machen Menschen eigentlich in diesem Internet?) – und Begeisterung für das Medium Buch mit all seinen Besonderheiten.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Schreiben können, Menschen zuhören können (auch als „Zielgruppe verstehen“ bekannt), sich schnell in neue Themen einarbeiten können

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

Was auch immer der Kunde bevorzugt. Wenn ich die Wahl habe: Slack, Trello, Snapseed, Papyrus Schreibprogramm, Sistrix, Mangools

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… immer neugierig bleiben und Menschen mögen.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… beweglich zu bleiben und trotzdem fokussiert zu sein: Oh, ein neues Tool! Und schwupp sind 3 Stunden weg.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

Abwechslung! Immer neue Themen!!


Jodok Kobelt, Journalist, globalsounds.info

Website: https://globalsounds.info

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich pflege einen Blog im Bereich World Music (globalsounds.info), und erstelle mit unterschiedlichen Teams und mit audio-visuellen Medien Prozess-Dokumentationen

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Habe Jahrzehnte bei Radio SRF (öffentlich-rechtlich) gearbeitet.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Gut recherchieren, schnell verstehen, Themen ausleuchten, einfach und klar kommunizieren.

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

  • Hardware: iMac, MacBook Pro, iPad
  • Software: Logic Pro, FinalCut Pro, Hindenburg, WordPress, Slack, Dropbox, WeTransfer

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Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… neugierig sein, lernen wollen.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… sich nicht zu verzetteln.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

Selbständigkeit; und die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen


Martin Schmitt, Senior UX Writer, Cembra

Wie erklärst du anderen, was du machst?

Ich sorge dafür, dass uns unsere Kund:innen auf allen relevanten Kanälen besser verstehen. Ich beziehe regelmässig Kundendaten in meine Arbeit ein, damit wir die Bedürfnisse der Kund:innen besser verstehen und bedienen können. Damit sparen wir einerseits Kosten, generieren zusätzlichen Revenue und positionieren uns als Unternehmen mit einem ausgeprägten Kundenfokus.

Wie kam es dazu, dass du heute im Content-Bereich arbeitest?

Ich habe 2015 eine Master-Thesis mit dem Titel „Organisationale Integration von Content Marketing in Grossunternehmen“ geschrieben und dies war auch der Start meiner Arbeit im Content-Bereich.

Welche Qualifikationen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Empathie. Ein gewisses Schreibtalent. Das Erkennen übergeordneter Zusammenhänge und die Fähigkeit, diese Zusammenhänge auf- und auszubauen. Dazu hilft es, insbesondere internen Stellen, den Mehrwert von Content-Arbeiten näherbringen zu können.

Welche Werkzeuge (Hardware, Software, Dienste …) brauchst du in deinem Job regelmäßig?

Laptop, Mobile, Standleitung, Searchmetrics, Google Analytics, Kundendienst, Branding, SEO …

Wer in diesem Beruf arbeiten will, sollte vor allem …

… mit Unsicherheiten umgehen können.

Die größte Herausforderung in diesem Beruf ist, …

… diese immer noch neue Disziplin in bestehende Strukturen zu integrieren.

Am meisten gefällt mir an meinem Beruf, …

… das Optimieren, Verbessern und neu Aufbauen von Formaten und Kanälen.


Dieser Artikel gehört zu: UPLOAD Magazin 104

Die Welt der Content-Berufe wird größer und komplexer. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe schauen wir uns an, welche Kenntnisse und Fähigkeiten gefragt sind, wie verschiedene Berufe in diese Bereich aussehen, was den Job als Content-Manager:in so spannend macht oder auch wie du als Freelancer:in erfolgreich und zufrieden wirst. Außerdem haben wir zwei Kolumnen, einen Blick auf die Content-Gewohnheiten der Generation Z und einen Beitrag dazu, warum „Metaverse“ und „Web3“ nicht etwa ein und dasselbe sind.

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Illustration zeigt Personen beim Lernen online
(Illustration: © AlisaRut, depositphotos.com)

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