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Vorschau WordPress 7.1: Viel Neues kommt, der Classic-Block geht (Update)

WordPress 7.1, geplant für den 19. August 2026, bringt eine Reihe von Neuerungen mit sich: von kollaborativen Schreibfunktionen über ein verbessertes Mediensystem bis hin zu neuen Blöcken. Wichtig ist außerdem eine Entscheidung, die jahrelang aufgeschoben wurde: Der Classic Block verschwindet aus dem Block-Inserter. Was das konkret bedeutet, warum es passiert und wie du bei Bedarf zur alten Funktionsweise zurückkehrst, erfährst du in dieser Zusammenfassung. Update: Die Entscheidung, den Classic Block aus dem Inserter zu entfernen, wurde wieder zurückgenommen. Siehe unten.

Zusammenarbeit im Mittelpunkt

WordPress 7.1 ist als Release mit einem klaren Schwerpunkt geplant: Zusammenarbeit. Das geht aus dem Roadmap-Beitrag von Annezazu auf Make WordPress Core hervor, der die wichtigsten geplanten Änderungen zusammenfasst. Dazu gehören überarbeitete Notes-Funktionen mit Vorschlagsmodus und Emoji-Reaktionen, ein neues Guidelines-Feature für redaktionelle Regeln sowie Fortschritte bei der Echtzeit-Kollaboration. Parallel dazu arbeitet das Core-Team an technischen Grundlagen, die den Editor langfristig schlanker und konsistenter machen sollen.

Der Classic Block verlässt den Inserter

Update vom 7. Juli 2026: WordPress hat sich entschlossen, den Classic Block nun doch nicht zu entfernen. Marin Atanasov schreibt in diesem neuen Post, dass die Entscheidung grundlegend falsch war, denn sie bringe keine Vorteile für die Nutzer. Anstatt den Block zu entfernen wollen sie nun daran arbeiten, dass er schlicht nicht mehr benötigt wird.

Die wohl deutlichste Einzeländerung betrifft den Classic Block. Wie Marin Atanasov auf Make WordPress Core erläutert, wird er ab WordPress 7.1 nicht mehr im Inserter angezeigt. Das bedeutet: Du kannst keinen neuen Classic Block mehr über den Inserter, die Blockliste oder Slash-Befehle einfügen.

Wichtig zu verstehen ist, was sich dabei nicht ändert:

  • Bestehende Classic Blocks bleiben vollständig erhalten und editierbar.
  • Der Block bleibt technisch registriert.
  • Der Classic Editor außerhalb des Block-Editors ist nicht betroffen.
  • Die Funktion „In Blöcke umwandeln“ steht weiterhin zur Verfügung.

Es geht also ausschließlich darum, dass keine neuen Classic Blocks mehr angelegt werden können. Vorhandene Inhalte bleiben unangetastet.

Warum dieser Schritt jetzt?

Das Core-Team nennt drei Gründe für die Entscheidung. Erstens ist der Classic Block der einzige Block in Core, der sich nicht wie ein Block verhält: Er ist kein Knoten im Block-Baum, sondern rendert HTML über einen eingebetteten Editor. Das widerspricht dem Block-First-Modell des Editors. Zweitens sinkt die Nutzung des Classic Blocks seit Jahren, und die Möglichkeit zur Migration mit „In Blöcke umwandeln“ existiert bereits. Drittens verursacht der Classic Block Wartungsaufwand, weil viele Verbesserungen an der Blocklibrary Sonderfälle für ihn berücksichtigen müssen.

Längerfristig plant das Team, TinyMCE nur noch dann zu laden, wenn es tatsächlich gebraucht wird. WordPress 7.1 ist laut dem Entwicklungsteam der erste sichtbare Schritt auf diesem Weg.

So bringst du den Classic Block zurück

Wer den Classic Block weiterhin im Inserter benötigt, kann ihn über einen Filter wieder aktivieren:

add_filter( 'wp_classic_block_supports_inserter', '__return_true' );

Der Filter lässt sich auch gezielt einsetzen, zum Beispiel nur für bestimmte Beitragstypen. Wer keine eigene Codeänderung vornehmen möchte, kann stattdessen das Plugin Enable Classic Block nutzen, das für das WordPress Plugin-Verzeichnis eingereicht wurde.

Was WordPress 7.1 darüber hinaus bringt

Neben dem Classic-Block-Thema enthält die Roadmap eine Reihe weiterer Neuerungen, die für den Redaktionsalltag relevant sein können.

Kollaboration und redaktionelle Regeln

Das neue Guidelines-Feature ermöglicht es, redaktionelle Vorgaben, Markenstimme und Inhaltsstandards direkt in WordPress zu hinterlegen. Diese Regeln lassen sich zwischen Sites importieren und exportieren und greifen in die KI-Werkzeuge des Systems ein. Damit entsteht eine strukturierte Grundlage für konsistentes Schreiben, auch wenn mehrere Personen oder KI-Tools an Inhalten beteiligt sind.

Die Notes-Funktion wird ebenfalls ausgebaut: Geplant sind Kommentare zu einzelnen Textbereichen innerhalb und über mehrere Blöcke hinweg, Rich Text in Notizen, Benachrichtigungen bei Antworten, Emoji-Reaktionen und eine „Vorschläge übernehmen“-Funktion direkt aus dem Kommentar-Thread heraus.

Neue Blöcke und Verbesserungen im Editor

Drei neue Core-Blöcke sind für 7.1 geplant:

  • Playlist-Block mit Audio-Wellenformvisualisierung
  • Table of Contents-Block für automatisch generierte Inhaltsverzeichnisse
  • Tabs-Block zur Organisation von Inhalten in Registerkarten

Bestehende Blöcke erhalten ebenfalls Updates: Der Galerie-Block bekommt eine überarbeitete Lightbox-Funktion, der Bild-Block einen Schalter zum Markieren von Bildern als dekorativ (für Screenreader), und der Embed-Block kann Shortcodes künftig direkt umwandeln.

Medien, Darstellung und Navigation

Die Medienverwaltung wird umfangreicher: Ein neues Modal für den Medieneditor bündelt Zuschneiden, Drehen, Spiegeln und Metadaten-Bearbeitung an einem Ort. Die clientseitige Medienverarbeitung gewinnt Unterstützung für HEIC-Bilder, Ultra-HDR, GIF-zu-Video-Konvertierung und resilientere Uploads mit Wiederaufnahmefunktion.

Im Bereich Darstellung kommen zwei größere Neuerungen: Responsive Styling erlaubt es, das Aussehen von Blöcken für verschiedene Bildschirmgrößen direkt im Editor zu definieren, ohne CSS schreiben zu müssen. Dazu kommt die Unterstützung für Pseudo-Zustände wie Hover, Fokus und Aktiv – sowohl für globale Stile als auch für einzelne Blöcke.

Die Befehlspalette (Cmd/Ctrl+K) wird übersichtlicher: Ergebnisse erscheinen künftig in gruppierten Abschnitten, und zuletzt verwendete Befehle werden gespeichert, um schneller erreichbar zu sein. Zusätzlich wird die Admin-Leiste im Site Editor und Block Editor dauerhaft sichtbar sein.

Technische Änderungen im Hintergrund

Für Entwicklerinnen und Entwickler sind ebenfalls relevante Änderungen geplant. WordPress aktualisiert React von Version 18 auf 19, was Auswirkungen auf Plugin- und Theme-Entwicklung haben kann. Das Core-Team empfiehlt, frühzeitig zu testen. Außerdem wird der Post-Editor schrittweise vollständig in ein iframe verlagert, um Stile des Adminbereichs von der Bearbeitungsfläche zu trennen. In 7.1 gilt das zunächst für Block-Themes.

Darüber hinaus ist eine Erweiterung der Unicode-Unterstützung geplant, sodass E-Mail-Adressen, Benutzernamen und Slugs künftig nicht-lateinische Zeichen besser unterstützen.

Planänderungen sind möglich

Wichtig zu verstehen: Dies ist der Plan für WordPress 7.1, der sich bis zum Erscheinungstermin noch verändern kann.

 

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