Braucht es ein Blognetzwerk?

UPLOAD-EinweihungsfeteJan Tißler hat mich gebeten, etwas über das Schweizer Blognetzwerk „swissblogpress“ (sbp) zu schreiben. Wir haben swissblogpress im August 2006 mit der Absicht gegründet, die hiesige Blogger-Szene besser zu vernetzen, die publizistische Qualität zu erhöhen und damit auch die Aufmerksamkeit für und die Glaubwürdigkeit von Blogs zu steigern. Hinter swissblogpress steht weder ein Verlag noch ein Investor. Alle am Netzwerk beteiligten Blogs sind redaktionell ungebunden und engagieren sich nach ihren Möglichkeiten für das Netzwerk. Als Co-Präsident von swissblogpress übe ich vorab eine koordinierende Funktion aus und stehe für Auskünfte gegenüber Dritten zur Verfügung. Jans eigentliche Frage nach dem Sinn und Zweck eines Blognetzwerkes kann ich am besten beantworten, indem ich die Motive darlege, weshalb ich mich für swissblogpress engagiere. Dies möchte ich anhand zweier Beobachtungen tun.

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Trigami – erster Blick auf den Tabubrecher

Der Anbieter Trigami will Blogger in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Beiträge bezahlen. Als Gegenleistung schreiben die Blogger über ihre Erfahrungen mit dem Produkt eines Werbekunden von Trigami. Der Tenor eines solchen Testberichts ist nicht vorgegeben, nur die mindestens notwendige Länge des Textes und welche Links darin vorkommen sollen. Jetzt ist eine erste Version der Bedienoberfläche von Trigami online gegangen. Der Zutritt ist á la Google Mail nur per Einladung möglich.

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Plädoyer für einen Bloggerkodex

Blogger sind in der Regel keine Journalisten und werden nicht dadurch reguliert, dass sie ihre Artikel gegenüber einem Chefredakteur oder ihren Arbeitskollegen rechtfertigen müssen. Dadurch sind sie freier. Dieser Vorteil kann in einen Nachteil umschlagen, wenn Profis ihn ausnutzen. Das geschieht immer wieder, vor allem wenn Unternehmen versuchen, ihre Produkte in der Blogosphäre zu platzieren. Zuletzt fiel die Firma Microsoft auf, die Laptops samt Windows Vista an Blogger verschenken wollte. Brauchen Blogger einen Kodex? Ist es Zeit, über Ethik zu diskutieren und die Verantwortung eines jeden, der seine Meinung publiziert? Tatsächlich müsste das Rad nicht ein zweites Mal erfunden werden.

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Netzeitung: Chefredakteur wechselt zu Web-2.0-Projekt

Michael Maier, bisher Chefredakteur der Netzeitung, wechselt am 1. Januar zur Readers Edition. Diese Zeitung wird ausschließlich von Lesern gemacht. „Sieben Jahre Netzeitung waren eine tolle Zeit. Ich möchte nun den Wandel des Journalismus begleiten, wie er sich durch die neuen Möglichkeiten im Internet ergibt“, sagte Michael Maier gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. Hat der ehemalige Chefredakteur von Berliner Zeitung und Stern wieder einmal die Zeichen der Zeit erkannt?

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Hintergründe zu „DOSB vs. Saftblog“

Wussten Sie schon, dass Sie die olympischen Ringe viel Geld kosten können? Das Symbol für Fairplay, Völkerverständigung und den Amateursport ist eine eingetragene Marke und durch ein umstrittenes Sondergesetz geschützt. Der Deutsche Olympische Sportbund verteidigt seine Rechte an den olympischen Symbolen mithilfe von Anwälten und Abmahnungen. Jüngstes Opfer ist das „Saftblog“ der Firma Walther’s. Diese Aktion machte aber eine Welle, die in die klassischen Medien zu schwappen drohte. Ein Lehrstück über das Unwesen der Abmahnung und die Macht der Blogs.

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Ausgepresst? Saftblog nach Abmahnung auf der Kippe

Die Abbildung der olympischen Ringe und die Nutzung des Begriffs „Olympiade“ in einer Überschrift können möglicherweise einen Streitwert von 150.000 Euro bedeuten. Dieser Ansicht sind vermutlich die Anwälte des Deutschen Olympischen Sportbund e.V. Sie schickten dem Saftblog von Walther’s Obstsäfte ein entsprechendes Abmahnschreiben. Die Blogger sind nun so frustriert, dass sie am liebsten alles hinschmeißen wollen. Und wieder einmal zeigt sich: Wer eine Internetseite startet, steht schon mit einem Bein vor der Pleite – Abmahnwahn sei Dank.

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Angriff aus der zweiten Reihe

Tageszeitungen verlieren zusehends ihre Daseinsgründe ans Internet. Was die Verlage früher mit Kleinanzeigen verdienten, heimsen vermehrt Anbieter wie die Scout-Gruppe ein. Und ein Wochenmagazin wie der Spiegel informiert die Leser mit seinem Onlinedienst schneller und umfassender, als es eine gedruckte Zeitung je könnte. Zu allem Überfluss kommt nun der Angriff aus der zweiten Reihe: Weblogs und Podcasts drohen in den kommenden Jahren weitere Leser wegzuschnappen.

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